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Ina023
Mitglied

Beiträge:
20
Themen:
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9
Mitglied seit:
Huhu, vielleicht kennt das jemand von sich selbst und hat ein paar Tipps für mich. Ich hatte gestern nach langer Zeit eine extreme Panikattacke, nachdem es die letzten Wochen/Monate eher immer eine innere Unruhe waren mit leichten Attacken kam es gestern ganz anders & seitdem fühle ich mich komplett neben der Spur, ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Ich mache mir die ganze Zeit einen Kopf warum das passiert ist (ich weiß es ist nicht sinnvoll), aber leichter gesagt als getan, diese war diesmal im Auto mitten im Stau, ich hab schon die letzten male bemerkt, dass ich sehr angespannt im Auto bin, aber ich konnte dass irgendwie händeln. Die Panikattacke kam wie aus dem nichts, ich habe versucht mich nicht reinzusteigern, aber als ich einen Krankenwagen gehört habe, ist es komplett eskaliert, meine Arme haben gekribbelt, ich dachte ich bekomme keine Luft mehr, herzrasen,zittern,konnte nicht mehr still sitzen, ich dachte ich drehe durch, musste dann letztendlich auch mitten auf der Straße aussteigen und habe mich wohin gesetzt, 1-2 Minuten später ging es weiter und ich bin wieder ins Auto und zurück nach Hause gefahren, kurz bevor ich zu Hause war an der Ampel hat es sich wieder hochgeschaukelt & bis ich zu Hause war ging es dann langsam wieder. Seitdem fühle ich mich so unwohl, habe sogar Angst wenn mein Partner kurz die Wohnung verlässt, traue mich nicht raus, bin komplett neben der Spur & immer noch unruhig mal mehr mal weniger. Habe schon überlegt Tavor zu nehmen, aber da habe ich auch Angst davor. Ich habe das Gefühl als würde ich jetzt wieder komplett von vorne anfangen und dass die Angst wieder volle Kontrolle hat. Könnte auch die ganze Zeit weinen, weil ich so überfordert bin & ich schon keine öffis momentan fahren kann und jetzt noch das Auto.

18.05.2026 #1


6 Antworten ↓

C
Hello, zuallererst ein Lob an dich, wie du mit der Panikattacke umgegangen bist. Es sind immer sehr schlimme Minuten, du hast es echt gut gemacht.

Das ist immer ein sehr wichtiger Punkt: Erkennen, dass es “nur” eine Panikattacke ist. Was danach folgen soll ist, danach alles wie gewohnt weiter machen.

Gerade bei dir zum Beispiel: auf jeden Fall weiterhin Auto fahren, Vermeidungsverhalten wäre sehr unvorteilhaft.

Und zu deiner Frage: ich denke diese Panikattacke hat dich etwas aus der Bahn geworfen. Es ist auch ok, nur solltest du schauen so gut es geht wieder alles wie gewohnt zu machen.

Panikattacken können sehr schlimm sein, bzw. sich sehr schlimm anfühlen. Mir ging es viel besser ab dem Moment, als ich sie „ignoriert“ habe. Dieses reinsteigern ist nämlich der Grund, weshalb es oft schlimmer und schlimmer wird.

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A


Gefühl als würde ich neben mir stehen nach Panikattacke

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I
@Clown Hallo vielen Dank für deine Antwort, bei mir ist gerade extrem das Problem die Angst vor der Angst, ich wollte heute meinen Bericht für die Tagesklinik abgeben, dass habe ich jetzt auf morgen verschoben, einkaufen muss ich morgen auch dringend, und mir graust es jetzt schon mich morgen wieder ins Auto zu setzen.. traurig genauso wie wenn die Panik kommt es einfach zu akzeptieren, es hat sich gestern so schlimm angefühlt & in diesem Moment vergesse ich immer dass es nur Panik ist bzw steiger ich mich halt voll rein in die Symptome, deswegen hab ich auch den Drang mich ständig überall anzufassen oder in meinen Haaren rumzuspielen, weil ich in den moment den Drang dazu habe, dass es schneller aufhört… ich hab schon viele Tipps von meiner Therapeutin bekommen, aber in dem Moment fällt es mir unglaublich schwer es umzusetzen

#3


Abendschein
Boa, das kenne ich auch, zu genüge. Auch in Deinem Alter hatte ich das schon. Oft dieses Gefühl nicht ganz bei mir zu sein. Wie Watte. Aber wie schon gesagt wurde, hast Du doch die Panikattacke gut bewältigt. Die Angst ist ein Gefühl, das Dir sagt, was Du nicht schaffst. Zeig der Ollen Kante. Du schaffst das, Du hast es bewiesen. Habe keine Angst.
Ich habe die Angst soviele Jahre mit mir rumgeschleppt. Über 40 Jahre zuviel. Kämpfe, es lohnt sich.

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NeonPixie
Zitat von Ina023:
Huhu, vielleicht kennt das jemand von sich selbst und hat ein paar Tipps für mich. Ich hatte gestern nach langer Zeit eine extreme Panikattacke, nachdem es die letzten Wochen/Monate eher immer eine innere Unruhe waren mit leichten Attacken kam es gestern ganz anders & seitdem fühle ich mich komplett neben der ...

Hey Ina.

Das Neben-sich-stehen nach einer starken Attacke ist Depersonalisation. Das Nervensystem schaltet nach extremer Belastung in einen Schutzmodus. Unangenehm, aber harmlos und es geht vorbei.

Haare anfassen und berühren ist gut. Das nennt man Grounding, du versuchst instinktiv über den Körper zurück in den Moment zu kommen.

Morgen den Bericht abgeben und einkaufen klingt gut. Gerade weil es nicht einfach ist. Jedes Mal, dass du trotz Angst fährst, dass das Nervensystem eine neue Information bekommt, ist es gut gegangen.

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I
Ich wollte mal kurz Updaten, nachdem ich eigentlich dachte es wird besser, kam gestern nochmal die Schippe obendrauf. Ich konnte zwar wieder Auto fahren und war sogar eine Kleinigkeit einkaufen, aber ich weiß langsam nicht mehr was ich falsch mache gestern wollte ich mit meinem Freund zum Rossmann fahren, weil ich noch ein paar Kleinigkeiten besorgen musste, aber direkt an der ersten Ampel hat mir die Angst wieder „nein“ gesagt, ich habe versucht mich nicht darauf einzulassen aber mein Kopf hat wieder gemeint ich muss wieder nach Hause, wir wollten umdrehen ging aber nicht weil es keine Möglichkeit zum wenden gab, sind dann Richtung Rossmann gefahren, davor ein Rtw an uns vorbei & dann hat es mich wieder getriggert, wie vor 2 Wochen, in meiner Panik hab ich meinem Freund gebeten dass Auto zu parken und mit mir nach Hause zu laufen, ich habe mich so reingesteigert so schnell wie möglich nach Hause zu kommen, ich ihn quasi schon wie ein Hund so blöd es klingt hinterher gezogen und am Ende hab ich dann hyperventiliert, was mir so vor ein paar Jahren nur 1 mal passiert ist. Mir wurde kribbelig im Kopf, schwarz vor Augen und mein Körper hat mich gezwungen sich einfach auf den Gehweg zu setzen, ich dachte wirklich das war’s jetzt, wo ich saß wurde es auch schnell wieder besser und ich habe nur noch gezittert. Zu Hause dann angekommen ging es nach ein paar Minuten wieder. Ich weiß gar nicht mehr wo ich jetzt anfangen soll, ich mache mir selber auch glaube ich einfach viel zu viel Druck sofort wieder Auto zu fahren, einkaufen, essen gehen wie vor ein paar Wochen. In 3 Monaten beginnt die Tagesklinik und ich habe Angst das es bis dahin noch schlimmer wird. Ich muss auch ehrlich sagen ich habe die letzten Monate nie wirklich was alleine gemacht, außer wenn ich einen Termin hatte beim Arzt oderso , dass war für mich auch immer eine richtige Qual traurig

#6


Schlaflose
Das war eine Panikattacke par excellence. Aber du hast erlebt, dass du nicht gestorben bist oder sonst etwas Schlimmes passiert ist. Das muss man immer wieder erleben und irgendwann lernt das Gehirn, dass keine echte Gefahr droht und die Attacken werden seltener und schwächer. Man muss aber in der Situation bleiben und nicht flüchten. So habe ich meine PAs überwunden. Ich habe aber zum Glück auch zuhause ständig welche gehabt, so dass nachhause abhauen keine Option war.

#7





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Dr. Christina Wiesemann
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