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P
Hallo Maja,

ich war als Beifahrer in Ostfriesland, da ich mit meiner Mutter gefahren bin.

Ich denke, abgesehen von unseren Angst- und Panikattacken, hat alles zwei Seiten. Manchmal wünschte ich mir mal wieder einen Partner an der Seite und manchmal bin ich froh, alleine zu sein.
Dir geht es halt umgekehrt

Ich kann mir vorstellen, daß es sehr belastend ist, wenn er tagelang nicht spricht. Beziehst Du diese Funkstille dann auf Dich, daß Du irgendwas getan hast, daß er so ist? Könnte mir vorstellen, daß es mir vermutlich so gehen würde. Aber andererseits ist es wohl eher ein Problem, das er mit sich hat.
Ach, das Leben ist manchmal so sch... kompliziert!

Hatte am Dienstag wieder mal negativ Erlebnis. Stand vorher allerdings auch unter Zeitdruck, weil sich ein Termin verschoben hatte und dann länger dauerte, als ich dachte.
Erst glaubte ich, es ginge trotzdem, während ich ins Auto stieg.
Unterwegs glaubte ich das nicht mehr...
Aber das Positive daran: ich kam (wie immer) trotz allem lebend nach Hause.

Morgen wird es wieder besser gehen, habe ich mir vorgenommen.

Liebe Grüsse
Petra

04.08.2007 16:13 • #21


M
Hallo Petra,
schaust du manchmal noch hier vorbei?
Also, dass mit der Funkstille nervt mich schon sehr. Und nicht nur bei meinem Mann. Bei ihm weiß ich ja meist, was ihm mal wieder nicht gepasst hat. Trotzdem kann und will ich nicht anders reagieren und muss dann eben damit leben, dass er nicht spricht, auch wenn es nervt.
Aber Funkstille empfinde ich auch sonst sehr belastend. Seit Anfang des Monats ist meine Kollegin nicht mehr da, (werdende Ma) wir verstanden uns prima, gleiche Wellenlänge irgendwie, haben viel zusammenlachen können, wenn ich mal ne Frage hatte, konnte ich sie fragen, ohne Bedenken haben zu müssen, dass sie mich vielleicht auslacht oder nen Spruch macht, hab mich auf sie verlassen können, wenn ich mal viel Arbeit hatte, sah sie dies von sich aus und fragte nach, ob sie helfen könne.
Jetzt is da halt noch ne andere Koll., eigentlich auch ganz nett, aber spricht halt nicht, ich meine nicht ein wort zu viel, nicht mal so zwischendurch nen Joke oder so, nur sachlich, ansonsten is Funkstille. Da vergehen schon mal 2-3 Stunden, wo wir nur guten morgen gesagt haben. Ich muss dazu sagen, dass ich eben auch eher ruhig bin, aber mit meiner Kollegin war das eben kein problem- wenn du verstehst, was ich meine.Ich geh oft mit Kopfschmerzen nach Hause, weil ich diese Funkstille so unerträglich finde und krampfhaft nach etwas zu Reden suche.

Ach übirgens war neulich beim Friseur, haben so über Urlaub gesprochen und ich hab so sinngemäß gesagt, Urlaub ist ja immer ganz schön, wenn die Autobahnfahrt mit Stau nicht wär. (hab allerings nichts von meiner A+P gesagt) Da meinte meine Frisörin, ihr Freund würde gleich die nächste Ausfahrt nehmen, sobald er etwas von Stau hört und dann lieber über Land fahren. Da hab ich nur gedacht, es geht auch noch anderen so, nur ich meine dann immer, ich geh in dem Moment, wenn ich wegen Stau die Autobahn verlasse, der Angstsituation aus dem Weg. Und mach daraus ein Problem, statt zu sagen, ist doch eigentlich clever den Stau zu umgehen und dabei auch noch etwas von der Landschaft zu sehen. Ist halt Einstellungssache!

Herzliche Grüße
Maja

17.08.2007 17:50 • #22


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Erfolgserlebnisse

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Hallo Maja,

ich fasse es nicht!!
Ich habe Dir eben einen halben Roman geantwortet, bin irgendwie auf welche Taste auch immer gekommen, dann ging nichts mehr und danach flog ich raus. Keine Ahnung, wo meine Antwort abgeblieben ist.

Jetzt mache ist es in Kurzform.
Was die Kollegin betrifft: manche sind auf der Arbeit eben nur auf der Arbeit. Sie sind freundlich und höflich, aber Privates bleibt für den Feierabend vorbehalten. Das mag ev. auf Deine jetzige Kollegin zutreffen. Ist zwar schade für Dich, aber versuche es einfach so hinzunehmen, dann ist diese Stille und dieses Schweigen vielleicht nicht mehr so krampfhaft.

Und der Freund von Deiner Frisörin: Er fährt bei Stau ab, weil er hofft, so schneller voran zu kommen (denke ich mal, es sei denn er hat auch PA). Wenn wir abfahren, weichen wir der Angst-
situation aus, das ist einfach so. Aber ich finde, daß das manchmal einfach besser ist, als völlig abzudrehen. Insofern sollten wir uns nicht noch damit bestrafen, uns zu sagen: schon wieder versagt! Das zieht nur noch mehr runter.

Das war es so ungefähr, was ich Dir antworten wollte.
Ist schon doof, was mir da passiert ist. Es kann sich doch nicht in Luft aufgelöst haben....

Herzliche Grüsse zurück
Petra

19.08.2007 17:23 • #23


M
Hallo Petra,
ist ja ärgerlich, dass alles verschwunden ist. Umso mehr freue ich mich, dass du trotzdem noch geschrieben hast.
An die Funkstille muss ich mich echt noch gewöhnen, es ist halt oft so, dass ich es auf mich beziehe, überlege was ich gesagt od. falsch gemacht haben könnte, weil sie nicht spricht. Selbst durch solche Situationen schaffe ich es schon mir das Leben schwer zu machen und anschließend mit Kopfschmerzen nach haus zu gehen. (Ich hab echt ne Macke.)

Wie geht es dir denn überhaupt?

Finde es sehr schade, dass es schon wieder früher dunkel wird. Habe mich zur Progr. Muskelentspannung angemeldet und muss mich dann um 21.15 uhr auf den Heimweg machen. Will es aber versuchen, die Dunkelfahrt positiv zu sehen. Aber bei der Anmeldung hab ich erst lange überlegt, habe aber schon so viel positives von Progr. Muskelentspannung gehört, dass ich mich überwinden und es auf jeden fall Mal probieren will.

Herzliche Grüße
Maja

26.08.2007 11:27 • #24


P
Hallo Maja,

sehe gerade, daß wir uns um eine halbe Stunde verpaßt haben

Das ist schon seltsam mit der Stille und dem Anschweigen. Es ist nicht so als könne ich das gar nicht nachvollziehen. Es ging mir auch schon oft so, daß ich es auf mich bezogen habe und mir das Schweigen sehr unangenehm war. Das war zum ersten Mal anders als ich während eines Klinikaufenthaltes mit einem Mitpatienten Spazieren war. Eine zeitlang liefen wir nur nebeneinander her und schwiegen. Aber ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, nicht krampfhaft nach einem Thema suchen zu müssen, um die Stille zu durchbrechen. Es war einfach gut so wie es war.
Und heute kommt es auf meine eigene Tagesform an. Ich beziehe Schweigen nicht mehr automatisch auf mich und überlege, was ich falsch gemacht haben könnte. Wenn ich allerdings sowieso nicht gut drauf bin und allgemein an Verfolgungswahn leide, ist es sehr unerträglich und ich steigere mich schnell in Phantasien hinein. Da kann ich mich oft kaum bremsen und dann geht es mir auch sehr schlecht damit.

Ich drücke Dir total fest die Daumen, daß Du diesen Kurs trotz der Uhrzeit durchhalten kannst! Hast Du da weit zu fahren?
Das würde ich auch gerne mal ausprobieren, habe schon viel positives darüber gehört. Sag dann mal bescheid wie es ist.

Mir selbst geht es zur Zeit nicht so dolle. Jetzt am Wochenende habe ich schwer mit vielfältigen Kreislaufproblemen zu kämpfen.
Infolge dessen treffe ich mich heute Mittag auch nicht mit meiner Restfamilie, da ich die zusätzliche Panik beim Fahren nicht noch ertragen könnte.
Noch dazu läuft meine Therapie nicht so gut. Ich hatte Dienstag vor einer Woche wieder. Vorher ging es mir einige Wochen relativ gut und danach fühlte ich mich wieder völlig verunsichert und mies. Das hat sich natürlich auch auf die Heimfahrt ausgewirkt und dann war ich total am Boden zerstört.
Ich kann wieder kaum schlafen, habe auf der Arbeit sehr viel Streß und kann mich irgendwie an gar nichts so richtig freuen.
Alles ist so eingefahren und ich habe keinen Schimmer, wie ich das ändern kann.

Genug davon. Das positive ist: es ging mir auch schon schlechter!

So, bevor ich wieder die falsche Taste erwische, schicke ich es ab!

Herzliche Grüße von hier
Petra

26.08.2007 12:18 • #25


G
Hallo,

ich weiß genau wie ihr euch fühlt. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, in allen möglichen Foren, die ich nur finden kann, den Leuten einen Lesetipp zu geben. Ich war selbst vor ein paar Jahren eine Betroffene. Ich bin mittlerweile gesund und ich fühle mich super. Ich habe ein Buch von einem schwerbehinderten Mann gelesen. Nachdem ich ihn persönlich kenne, kannte ich das Manuskript schon vor der Veröffentlichung. Das Buch ist der Oberhammer, wenn man es mit offenen Herzen liest. Es kann sehr viel bewirken, wenn man es zulässt. Ich kann euch allen dieses Buch nur empfehlen, mir hat es sehr viel gegeben. Der Titel des Buches heißt Sie sind schon glücklich, Sie wissen es nur noch nicht. ISBN-13: 978-3-8370-0175-4. Es ist wie ein Lichtblitz, der immer größer wird, je mehr man darin liest. Ich wünsche euch allen das Beste für die Zukunft. Ganz ganz liebe Grüße Sternenlicht

29.08.2007 09:23 • #26


G
Hallo ich kann zum thema einen link beitragen wenn das erlaubt ist hier in dem foum dort kann mann eine spezielle musik machen lassen es gibt auch beispiele da drinnen und menschen wie Dr. Rüdiger Dahlke haben das auch schon machen lassen dort, ich kenne einige die dadurch ängste besser in den griff bekommen haben und auch zum teil verloren
die link adresse ist


es ist auf jeden fall wertvoll sich alles anzusehen und auch hineinzuhören
lg
an alle hier

06.09.2007 11:28 • #27





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