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Ich finde die erkenntnis Super toll, mit der Vorgeschichte und dem familiären Päckchen erstmal auf eigene Kinder zu verzichten. Jemand der so eine Kindheit selber nicht verarbeitet hat, und eine angsterkrankung ist ja nun das beste Anzeichen dafür, sollte nicht ein weiteres unschuldiges Kind in so eine Situation bringen. Wenn man so viel mit sich selber zu tun hat, kann man kein optimaler Elternteil sein. Schwierig genug wenn Kinder schon da sind, aber mit dem wissen Kinder in die Welt zu setzten finde ich verantwortungslos. Daher freue ich mich über jeden, der sich selber so gut reflektiert und sich die zeit nimmt erst mal selber mit allem ins reine zu kommen.

13.07.2012 17:42 • #21


Peppermint
Also das trifft ja nun nicht auf mich zu...

13.07.2012 17:52 • #22



Eltern als Ursache für Ängste und Panickattacken?

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Es hört sich vielleicht bescheuert an, aber ich liebe meine Eltern trotz allem was sie mir angetan haben ( und das war nicht wenig ) ..
Das ist doch normal oder ? Ich habe mal versucht sie völlig aus meinem leben zu isolieren, aber ich bin mal heulend zusammen gebrochen , in einem Moment , wo ich andere Probleme hatte und habe mich so nach meiner Mama gesehnt , die mich in den Arm nimm und wo ich einfach ein Kind sein darf, was weint. Nur leider gab es diese liebe Zuhause eher selten.
Weißt du Heiko, ich weiß das meine Eltern aus mir ein "Monster" geschaffen haben, klingt hart, aber weiß nicht wie man es sonst nennen Soll. Ich bin nicht fähig "normal" zu sein und wenn ich denke es zu sein, kritisiert mich wieder sonst wer.
Darf man seine Eltern lieben, auch wenn sie einen Menschen schwer seelisch misshandelt haben und auch geschlagen haben? Ich denke immer, sie sind doch eigentlich meine Wurzeln. Irgendwas muss sie ja dazu bewegt haben, mich auf die Welt zu setzen. Aber warum gab es dann nur Vorwürfe, Aggressionen, Kontrollen, Verbote und in meinen Augen keine oder zu wenig Liebe? Leider zieht sich das durch mein ganzes leben. Und ich suche meine eigenen Identität . Es heißt so oft : Familie ist mir das wichtigste , meine Familie ist mein ein und alles .. Ich stehe dann da und kann mit diesem Satz hat nix anfangen. Meine Eltern leben und es ist okay und wenn sie mal sterben, wäre ich auch traurig. ich muss dazu sagen, meine Mama hat sich 1x in meinem leben entschuldigt , dass sie nicht gemerkt hat, wie unglücklich ich war und das sie wohl einiges falsch gemacht hat. Muss aufhören, sonst heul ich gleich

13.07.2012 21:59 • #23


@HeikoEN

Also, das mit Verwandten ist bei mir auch so ein Thema... . Ich kann dich schon sehr gut verstehen, dass du von ihnen enttäuscht bist, dass sie dir früher nicht geholfen haben. Ich habe eine große Verwandschaft und wo sich meine Eltern haben scheiden lassen, haben diese sich komplett von mir abgewandt... naja, und das nagt natürlich an einem. Heute ist das Verhältnis auch nicht so rosig. Jetzt rufen sie ab und an an. Und ich bin mir auch nicht sicher wie ich damit umgehen soll... aber diese Enttäuschung und Verletzung von damals bleibt... .

Hast du viell. einen Link, was die Kindertypen angeht?

Du hast von Trauma und Trauerarbeit gesprochen.. . Mich würde interessieren wie so etwas aussieht? Muss man da viel weinen oder wie läuft dasab ? ich kenne nur bücher von Alice Miller, in welchen sie von trauerarbeit spricht.. .


Ich finde Menschen, die schon Eltern sind und an ihrer Angstproblematik arbeiten auch toll. Meine Eltern wollten ja gar nichts von ihren Problemen wissen und sehen es bis heute nciht ein, dass sie überhaupt Probleme haben / hatten .

13.07.2012 23:26 • #24


Ich finde dieses thread hier super interessant!

Bin vor 2 Jahren auch an einer Angst und Panikstörung erkrankt,habe eine Therapie gemacht in der raus kam,das viel an dem ausbruch mit meiner Familie zusammenhängt. Konnte in der Therapie aber leider nicht alles verarbeiten,da ich mich auf bestimmte sachen nicht einlassen konnte,bereue es nun und überlege erneut eine zu machen,da meine Ängste mitlerweile wieder so stark sind das ich ohne Tabletten nicht klar komme.

Bei mir war es so das meine Eltern sich scheiden ließen als ich 9 war,mein Vater ging meiner Mutter fremd. Meine Mutter ist dann mit mir und meinen Geschwistern 100km weit weg gezogen,wurden so von unserer Familie und Freunden weggerissen. Sie fing an zu trinken,hatte ständig wechselde Partner. Ich als die älteste musste mich immer um meine Geschwister kümmern und um den Haushalt. Einer ihrer Partner wollte mir sogar mal an die wäsche,aber zum Glück konnte ich mich wehren,geglaubt hat sie mir natürlich nicht. Mein dad hat uns zwar regelmäßig geholt,aber uns dann doch an oma und opa abgeschoben,damit er sich mit seinen Frauen vergnügen konnte. Es gab auch viel theater noch zwischen meinen Eltern,da mein Vater nie richtig Unterhalt bezahlen wollte. Ich bin dann mit 16 von zu Hause raus,bekam mit 17 meine Tochter,mit 20 meinen Sohn,ich wollte meine eigene kleine heile Familie haben,was ich nur sehr Blauäugig versucht habe,da der Partner der absolut Falsche war und ich mir vielleicht doch erstmal finanziell was häte aufbauen sollen,aber gut,damals war ich Jung und hatte 0 Lebenserfahrung. meine Kinder erziehe ich von Anfang an allein,mache alles für sie,damit es ihnen gut geht. Das Problem ist,das mein Sohn von Anfang an ein schreikind war,mitlerweile ist er 9 und immer noch nicht einfach,da er eine Lernschwäche hat,ich ihn aber mit der Lehrerin zusammen förder,damit er weiter die Regelschule besuchen kann,denn die Förderschule auf die er müßte ist der absolute Horror. Naja da ich wie gesagt alles hier allein mache seit 13 Jahren konnte ich auch nie richtig arbeiten gehen,habe es immer wieder versucht,auch eine Lehre begonnen,aber durch die 0 unterstützung der Familie und den kaum richtig schlafenden Nächten da mein Sohn immer nur geschrien hat,selbst heut Nachts noch wach wird,kam ich nie zum lernen und musste es abbrechen. Ich würde gern arbeiten gehen,aber es ist verdammt schwer...

Jetzt zu meiner Familie wieder,ich bekomme seit Jahren nur Vorwürfe von meinem Bruder und von meinem Vater gemacht,ich wäre ne arbeitslose sau,würde nur hartzen(so drückt es mein Bruder aus) können. Wäre ein nix,ein ganz schlechtes Vorbild für meine Kinder und und und. Man kann nicht ordentlich mit ihnen reden,nur immer Vorwürfe. Die probleme mit meinem Sohn würde ich auch nur als ausrede nehmen,da es eine Lernschwäche und adhs und so sachen nicht gibt. habe immer wieder versucht mit rechtzufertigen,aber ich komm gegen die einfach nicht an. Zu meinem Bruder habe ich den kontakt komplett abgebrochen,meinen dad sehe ich vielleicht 3 mal im Jahr. Da kan er dann auch den liebevollen Opa spielen was er sonst das ganze Jahr über nicht macht,kommt noch nicht einmal ein anruf,wie es uns geht.

Zu meiner Mutter habe ich anfang des Jahres auch den kontakt abgebrochen,sie trinkt immer noch und ich habe es nicht mehr ertragen können. Habe so oft versucht ihr zu helfen,habe stundenlange gespräche mit ihr geführt,alles bracht nix,denn ihrer meinung nach hat sie kein Alk.. Es ging ach immer alles nur um sie,hatte ich mal was aufm herzen sprach sie direkt wieder über sich und hörte mir nie zu. Und was sie ganz gut kann,uns geschwister gegenseitig aufhetzen,alles wurde weitergetratscht,wenn sie dann doch mal zugehört hat,so das mein bruder immer wieder angriffsfläche hatte. Jetzt seitdem ich keinen kontakt mehr zu ihr habe gehts mir damit besser. Muss nicht mehr mitansehen wie sie sich selbst kaputt macht durch ihren Alk und schütze damit auch meine Kinder vor ihr,reicht das wir Kinder es mitansehen mussten wie sie immer betrunken war.

Tat gut mir das jetzt mal so von der Seele zu schreiben,denn mich beschäftigt dieses thema sehr oft,würde sehr gern ein besseres verhältnis zu meiner Familie haben,aber ich kann es leider nicht erzwingen und ich muss mich auch von meinem Vater und Bruder nicht behandeln lassen als wäre ich ein nix,obwohl ich schon so viel in meinem Leben geschafft habe,was viele Leute in meinem Bekanntenkreis bewundern,nur leider die beiden nicht.

Ich hoffe das mich dieses thema irgendwann mal loslässt und ich damit abschließen kann.

Danke fürs lesen

lg die Häsin

13.07.2012 23:27 • #25


HeikoEN
Es hört sich vielleicht bescheuert an, aber ich liebe meine Eltern trotz allem was sie mir angetan haben ( und das war nicht wenig ) ..
Das ist doch normal oder ?
Ja, DAS ist normal und auch völlig gesund.

Denn Du bist IHR Kind. Ein Leben lang, egal was passiert ist.

Kinder möchten NICHTS anderes, als "nur" geliebt werden von ihren Eltern.

EGAL welches Verhalten sie an den Tag legen!

Selbst auffällige Kinder ringen nur um Aufmerksamkeit, um Zuspruch, um Teilhaben und dem allen steht Liebe über.

DAS muss man sich als Eltern klar machen, ständig klar machen. Viele Eltern kompensieren ihre eigenen Traumata oder seelischen Probleme MIT bzw. über ihre Kinder. Wozu das führt, wissen alle, die hier schreiben bzw. lesen.


Ich habe mal versucht sie völlig aus meinem leben zu isolieren, aber ich bin mal heulend zusammen gebrochen , in einem Moment , wo ich andere Probleme hatte und habe mich so nach meiner Mama gesehnt , die mich in den Arm nimm und wo ich einfach ein Kind sein darf, was weint.
Genau DAS ist es, worauf es ankommt.

Denn in der Pubertät, so grob ab 14-15 Jahren, ist ein Kind eigentlich schon "fertig". Seelisch, geistig usw. und es braucht "nur" noch den Rückhalt, aber den BEDINUNGSLOSEN Rückhalt der Eltern, EGAL was es macht und tut.

Die Erfahrung muss zwingend jeder Mensch selber machen, aber für junge Menschen ist es wichtig, sozusagen einen Hafen zu haben, in den sie einkehren können, wenn die Erfahrungen im Leben mal nicht so gut waren. Aber genau diese Erfahrungen sind unermesslich wichtig für jeden jungen Menschen, denn sonst lernt er nicht, wo die Grenzen sind usw.

Ein weites Feld alles...

Aber Du hast dabei gefühlt, dass Du die Verbindung zu deinen Eltern NICHT so einfach abschneiden kannst. Selbst über den Tod hinaus bist Du mit ihnen verbunden.

Wichtig ist dabei aber die Erkenntnis, dass sie selber ihr Bestes gegeben haben, aber in der Situation damals, ggf. falsch gehandelt haben, aber nicht vorsätzlich, sondern weil sie es nicht anders konnten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielleicht erging es ihnen in ihrer Kindheit nicht anders! Sie geben es also weiter. Darum ist es wichtig, dass Du dich befreist davon, damit Du es NICHT weitergibst. Das "schuldest" Du deinen Kindern später.


Nur leider gab es diese liebe Zuhause eher selten.
Schau, es gab es zwar selten, aber (!) und das finde ich extrem wichtig, ES GAB SIE! Es gab den Zuspruch. Vielleicht nicht in dem Maße, wie Du ihn dir gewünscht hättest, gebraucht hättest, aber wie o.g. sie konnten nicht mehr geben.


Weißt du Heiko, ich weiß das meine Eltern aus mir ein "Monster" geschaffen haben, klingt hart, aber weiß nicht wie man es sonst nennen Soll. Ich bin nicht fähig "normal" zu sein und wenn ich denke es zu sein, kritisiert mich wieder sonst wer.
Sei nicht so hart mit Dir und deinem Leben!

Bemerkenswert finde ich und das meine ich wirklich ganz ernst, dass Du es bemerkst und es zu Problemen führt bei Dir.

Denn was heisst das?

Es heisst, dass Deine Seele DIESES PROBLEM lösen möchte!

Sonst würdest Du das Problem NICHT haben.

Die Menschen, die sich dem nicht stellen, werden ihr ganzes Leben lang Probleme haben, Tabletten essen müssen und versuchen, die aufkommenden Gefühle zu unterdrücken und wegzudrücken. Aber was möchte denn Deine Psyche bitteschön? Sie möchte, dass Du das Problem endlich siehst, annimmst, löst und dich schlussendlich davon befreist! DAS ist DEINE Lebensaufgabe.

Klingt ein wenig esoterisch, nur wenn man mal darüber nachdenkt, gibt das alles Antworten auf solche Fragen wie z.B. "Warum nur ich?", "Warum habe ich das schon 25 Jahre","Warum hilft mit keine Therapie?" usw.


Darf man seine Eltern lieben, auch wenn sie einen Menschen schwer seelisch misshandelt haben und auch geschlagen haben?
Ein klares JA!

Denn Dir als Kind, bleibt NICHTS anderes übrig!

Selbst wenn Du wolltest, wirst Du es NICHT schaffen....


Ich denke immer, sie sind doch eigentlich meine Wurzeln. Irgendwas muss sie ja dazu bewegt haben, mich auf die Welt zu setzen. Aber warum gab es dann nur Vorwürfe, Aggressionen, Kontrollen, Verbote und in meinen Augen keine oder zu wenig Liebe?
Amy, weil sie nicht anders konnten!

Weil sie es ggf. bis heute nicht so fühlen können, wie es eigentlich "richtig" ist.

Weil sie ihre Liebe, die 100% in ihnen ist für Dich, nicht ausleben können.

Über die genauen Gründe, sind sie sich selber nicht im Klaren! Sie sind sich auch nicht über ihre Verantwortung bewusst, die sie hatten bzw. haben, für ihr Kind! Sie sind selber gefangen in ihren eigenen Gefühlen, die aber nach außen hin so wirken, wie Du sie über deine Eltern beschreibst.

Im Rahmen einer Traumatherapie, wirst Du erfühlen, dass Du deinen Eltern verzeihen kannst! Nicht kognitiv, mit dem Verstand, sondern ganz tief im inneren Deiner Seele.

Danach kannst Du die Zeit betrauern.

Das ist eine sehr harte Phase. Wird unglaublich Kraft kosten.

Aber nach dieser Zeit wiederum, bist Du frei von diesen Gefühlen, die dich in deinem Leben ständig immer wieder verfolgen, antriggern und DIch in Verhalten fallen lassen, die genau aus dieser alten Zeit stammen.



Leider zieht sich das durch mein ganzes leben. Und ich suche meine eigenen Identität . Es heißt so oft : Familie ist mir das wichtigste , meine Familie ist mein ein und alles .. Ich stehe dann da und kann mit diesem Satz hat nix anfangen.
DAS ist sehr typisch!

Aber SEHR gut und genau richtig.

Du orientierst Dich!

Bzw. Du versucht es gerade. Die Zeit wird kommen, ganz ganz sicher Amy, da wirst Du erkennen, wo Deine Familie ihren Platz hat, wo Du deinen Platz hast...

Ich kann Dich nur bestärken, auch wenn das für Dich schwer ist und mit vielen Probleme verbunden, bleibe auf diesem Weg. Sehe jeden Punkt als kurze Haltestelle an, bleibe aber auf dem Weg und mache weiter.


Meine Eltern leben und es ist okay und wenn sie mal sterben, wäre ich auch traurig. ich muss dazu sagen, meine Mama hat sich 1x in meinem leben entschuldigt , dass sie nicht gemerkt hat, wie unglücklich ich war und das sie wohl einiges falsch gemacht hat. Muss aufhören, sonst heul ich gleich
Heulen ist gut, rauslassen damit. Du wirst noch einen ganzen See vollheulen müssen, um das, was passiert ist, zu betrauern. Aber ich verspreche Dir, es ist sowas von heilsam, so befreiend, so tief und jeder Träne gibt Dir genau die Lebenskraft zurück, die Du brauchst.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass tief im Inneren deine Eltern Dich lieben! Ganz sicher.

Wichtig ist, dass Du bei deinen Gefühlen bleibst. Das ist sehr schwer, weil man sich den Gefühlen der Eltern so verpflichtet fühlt. Das ist eben die Liebe, um die das Kind, also Du ringst und welche sie Dir nicht oder nur wenig zurückgeben können.

Aber Du kannst dieser Liebe nicht ein Leben lang hinterherlaufen. Du musst sie dort "stehen lassen" wo sie stehen und dich frei machen von dem, was in der Vergangenheit war, denn das, kann nicht mehr verändert werden!

Was DU aber verändern kannst, ist das, was genau in dieser Sekunde passiert und beginnt.

Also fange damit an! Die Therapie hilft Dir dabei!

Fange an, Dich selber zu lieben. Tue alles dafür, damit es Dir gut geht.

Anderen Menschen lässt Du ihre Gefühle, ihre Auffassungen, ihre Meinungen.

Wichtig ist, was Du denkst, was Du bist, was Du willst. Verfolge sie.

14.07.2012 10:09 • #26


HeikoEN
Zitat von Häsin30:
Jetzt zu meiner Familie wieder,ich bekomme seit Jahren nur Vorwürfe von meinem Bruder und von meinem Vater gemacht,ich wäre ne arbeitslose sau,würde nur hartzen(so drückt es mein Bruder aus) können. Wäre ein nix,ein ganz schlechtes Vorbild für meine Kinder und und und. Man kann nicht ordentlich mit ihnen reden,nur immer Vorwürfe.

Diese Menschen muss man in ihren Ansichten dort stehen, wo sie stehen.

Sie versuchen IHRE Gefühle, auf Dich zu übertragen.

Innerlich solltest Du sagen: "Dafür stehe ich nicht zur Verfügung".

Denn es sind nicht Deine Gefühle.

Zitat von Häsin30:
Die probleme mit meinem Sohn würde ich auch nur als ausrede nehmen,da es eine Lernschwäche und adhs und so sachen nicht gibt. habe immer wieder versucht mit rechtzufertigen,aber ich komm gegen die einfach nicht an.

Wie schon gesagt, Du brauchst auch gar nicht dagegen ankommen!

Warum auch?

Weil es Dein Bruder ist und Du dich ihm "verpflichtet" fühlst?

Verpflichtet in Bezug auf was?

Weil er Dir diese grandiosen Tipps geben möchte und Du doch bitteschön SEINE Sichtweise der Welt annehmen möchtest?

Ganz ehrlich, ER hat nicht zwei Kinder, ER ist nicht alleinerziehend, ER hat ggf. eine Arbeit, Berufsausildung usw.

Ich finde das schon sagenhaft, wie einige "nahestehende" Menschen sich verhalten.

Zitat von Häsin30:
Zu meinem Bruder habe ich den kontakt komplett abgebrochen,meinen dad sehe ich vielleicht 3 mal im Jahr. Da kan er dann auch den liebevollen Opa spielen was er sonst das ganze Jahr über nicht macht,kommt noch nicht einmal ein anruf,wie es uns geht.
Schau und das ist eine ECHTE QUALITÄT von Dir, Du hast innerlich die rote Karte gezeigt.

Glückwunsch dazu!

Du fühlst ggf. innerlich, dass DAS keinen Sinn macht und das finde ich, nach der Geschichte, die Du erzählst, bemerkenswert.

Tolle Leistung und daran sieht man, wie sehr DU DOCH Dein Leben verfolgst und genau fühlst, was wichtig ist in DEINEM LEBEN!

Nämlich z.B. Deine Kinder. Und Deinem Sohn alles ermöglichst, obwohl er Probleme hat.

DAS ist nicht nur moralisch, ganz ganz hoch anzusetzen, finde ich.

Zitat von Häsin30:
Zu meiner Mutter habe ich anfang des Jahres auch den kontakt abgebrochen,sie trinkt immer noch und ich habe es nicht mehr ertragen können. Habe so oft versucht ihr zu helfen,habe stundenlange gespräche mit ihr geführt,alles bracht nix,denn ihrer meinung nach hat sie kein Alk..

Willkommen im Club

So war es bei mir auch.

Sie ist ins Grab gegangen mit der Auffassung, dass sie kein Alk. hat. Das Schlimme ist, mein Vater ist davon heute noch überzeugt, obwohl Krankenhauseinlieferungen stattfanden, bei denen sie lockere 3,0 Promille (!) hatte. Klinisch tot

Zitat von Häsin30:
Es ging ach immer alles nur um sie,hatte ich mal was aufm herzen sprach sie direkt wieder über sich und hörte mir nie zu. Und was sie ganz gut kann,uns geschwister gegenseitig aufhetzen,alles wurde weitergetratscht,wenn sie dann doch mal zugehört hat,so das mein bruder immer wieder angriffsfläche hatte. Jetzt seitdem ich keinen kontakt mehr zu ihr habe gehts mir damit besser.

Sehr gut Häsin!

Noch ein Beweis dafür, wie sehr Du doch für Dich sorgst!

Tolle Lebenseinstellung, finde ich.


Zitat von Häsin30:
Muss nicht mehr mitansehen wie sie sich selbst kaputt macht durch ihren Alk und schütze damit auch meine Kinder vor ihr,reicht das wir Kinder es mitansehen mussten wie sie immer betrunken war.

100% Zustimmung!

Und wie eine Parallele zu meiner Erfahrungen, die ebenso da heissen, meine Kinder NICHT der Oma zu übergeben. Was da an unbewussten Gefühlen zu meinen Kindern übertragen wurde, daran mag ich heute noch nicht denken. Zum Glück waren es sehr wenige Situationen, aber mein oberstes Gebot war und ist, meine Kinder vor falschen Gefühlen anderer Menschen zu schützen. So lange, bis sie selber alt genug sind, sich davor zu schützen.

Zitat von Häsin30:
Tat gut mir das jetzt mal so von der Seele zu schreiben,denn mich beschäftigt dieses thema sehr oft,würde sehr gern ein besseres verhältnis zu meiner Familie haben,aber ich kann es leider nicht erzwingen und ich muss mich auch von meinem Vater und Bruder nicht behandeln lassen als wäre ich ein nix,obwohl ich schon so viel in meinem Leben geschafft habe,was viele Leute in meinem Bekanntenkreis bewundern,nur leider die beiden nicht.

Wunderbar! Du bekommst sogar noch positives Feedback aus dem Freundeskreis. Dann kann wenig schief gehen, finde ich und wie oben schon gesagt, eine tolle und absolut gesunde Einstellung.

Zitat von Häsin30:
Ich hoffe das mich dieses thema irgendwann mal loslässt und ich damit abschließen kann.

Meine Erfahrung ist, dass es das NICHT tun wird, denn es ist die eigene Vergangenheit. Die kann man nicht vergessen machen.

Was man aber kann, sie betrauern und daraus Erfahrung ziehen, dass man es SO NICHT möchte für die eigenen Kinder bzw. für sein eigenes Leben und DAS ist eine tolle Eigenschaft, die man dann hat.

Andere Menschen kommen deshalb in ihrem Leben ggf. nicht klar, entwickeln große psychische Probleme und leiden ihr Leben lang darunter.

14.07.2012 10:33 • #27


Danke Heiko für deine lieben Worte .. Du hast recht ..
Meine Mutter hat 3 Geschwister und meinte sogar mal, sie musste als Kind mit ihrer Schwester in einem Bett schlafen , weil nicht genug Platz war. Ich habe den Raum in dem sie zu zweit gelebt haben, auch sehr oft gesehen. Es ist der Fernseh Raum von meinem opa heute. Mehr als ein Sofa , ein kleiner Tisch und ein tv passen da gar nicht rein.
Ich glaube sie hatte es nicht leicht als Kind und wurde wahrscheinlich auch geschlagen.
Es gab auch oft Streit zwischen meiner Mama und Oma , also der Konflikt der beiden, ging ihr ganzes leben. Ich habe das als jugendliche auch mitbekommen. Aber es hieß immer : reißt euch zusammen, ist eure Oma und Familie . Seid halt mal nett die paar Stunden zu denen. Wobei ich meine Oma immer mochte. Bei meinem Vater war es ähnlich, er erwähnte mal als Kind kaum spielzeug zu haben, einen Fußball aus Lumpen gebastelt und das sein Geburtstag nie gefeiert wurde, weil er da bei der ernte helfen musste. Strenger Vater , Mutter hat sich mit ihrer Rolle ( also seine Eltern ) abgefunden und meine Eltern wollten es wohl besser machen, aber das ganze ist voll nach hinten los gegangen.
Ich habe schon ganz viel verändert im letzten halben Jahr in meinem leben, aber ich merke , so ein Prozess der ganzheitlichen Heilung und das verarbeiten von so vielen Dingen im leben, dauert ... Und es gibt immer wieder rückschläge.
Ich weiß auch das Meine seele heilen will, aber ich mich selbst manchmal daran hindert. Wie sagte mal ein Freund von mir : du bist wie ein Krebs. Gehst einen Schritt vor und zwei wieder zurück ( oder so ) .. Tja , Nobody s Perfect
Aber ich geb mein bestes, merke ja wieviel Traurigkeit alleine hoch kommt, wenn ich das hier auf schreibe.

Alles liebe und danke

14.07.2012 10:48 • #28


Hallo liebe Peppermint! Ich würde mich an deiner Stelle nochmal richtig an die Therapeutensuche ransetzen. Bei irgendeinem kommst du dann doch eher dran, so war es bei mir....Eine Therapie scheint dringend erforderlich. Darauf solltest du die Terapeuten, die du anrufs,t auch hinweisen! Ich musste im Endeffekt nach langer Telefoniererei nur einen Monat warten.
Egal wie dein Verhältnis zu deiner Mutter war, ist, ich finde es toll, dass du dich nun, trotz der vielen Probleme , um deine Mutter kümmerst. Sie hat dich schließlich auch groß gezogen.
Weshalb hatte sie denn den Kontakt zu dir und deinen Kindern abgebrochen?
Wenn dir die Pflege deiner Mujtter über den Kopf wächst, gäbe es da nicht die Möglichkeit, dass du dir zusätzlich Hilfe von außen für die Versorgung deiner Mutter suchst, damit du nicht täglich eingespannt bist und noch die nötige Distanz hast?
Ich kenne das mit dem problematischen Verhältnis zur eigenen Mutter nur zu gut...Kopf hoch,
darleen

14.07.2012 11:30 • #29


Hallo Ihr alle,

mir geht es ähnlich wie den meisten hier. Ich wollte nur schnell mal einen Buchtipp zu dem Thema loswerden, ich weiss nicht, ob das schon jemand gepostet hat.

Das Buch heisst "Vergiftete Kindheit" von Susan Forward, könnt ja mal nach googlen, wenn Ihr mögt. Ich lese es gerade, es tut sehr weh, aber es reinigt auch sehr und ist, zumindest für mich, voll von Erkenntnissen. Mir hilft es sehr. Gerade, wenn man selber Kinder hat, ist es sehr hilfreich.

Liebe Grüsse,

Idgie

14.07.2012 22:17 • #30


Hallo Idgie T.,
das Buch kenne ich auch!! Auch das andere Buch von Susan Forward:Emotionale Erpressung ist sehr gut. Da geht es so um Manipulation und Schuldgefühle machen, also passt sehr gut zum Thema!

14.07.2012 22:40 • #31


Hallo,
ich bin gerade beim Üben.... . Dieses "Gefühle der Anderen nicht übernehmen" ist gar nicht so einfach.Bei fremden oder mir nicht so nahe stehenden Menschen klappts ganz gut, aber wenn es um nahe stehende Menschen geht...Puuh. Letztens waren meine Eltern und Verwandte hier. Und da war SO eine Besorgnis bei denen im Gesicht geschrieben und dann sagen sie so: Und kommst du denn alleine klar? Hast du denn gar keine Angst? usw. . Ich war bis dahin ganz ruhig, nur dann habe ich die Sorgen in ihren Gesichtern gesehen und die Unsicherheit und dachte mir gleich so: Komme ich denn wirklich alleine gut klar? Sollte ich mir Sorgen machen? Sollte ich viell. Angst haben? ALLEINE? Mache ich mir viell. zu wenige Gedanken und bin zu leichtsinnig . Och, ganz schrecklich. Und dann bei der Verabschiedung so: Hey, mache dir keine Sorgen, wir sind da, alles wird gut und dann wieder so besorgt: du schaffst das.... . Mein Gott...schrecklich... . Und da hatte ich etwas zu knabbern...aber da ist mir das echt sehr bewusst geworden wie das funktioniert mit diesem "Gefühle der Anderen annehmen". Aber ich versuche so gut es geht, nicht darauf zu reagieren.

Sumi

15.07.2012 20:10 • #32


HeikoEN
Zitat von sumi:
Dieses "Gefühle der Anderen nicht übernehmen" ist gar nicht so einfach.

Nunja, die bisherige Verfahrensweise, die Gefühle ggf. zu übernehmen und sich dafür verantwortlich zu fühlen, hast Du Jahre bzw. Jahrzehnte trainiert, oder?

Bedeutet, es mal einfach so abschütteln, ist nicht möglich.

Zitat von sumi:
Bei fremden oder mir nicht so nahe stehenden Menschen klappts ganz gut, aber wenn es um nahe stehende Menschen geht...Puuh.

Richtig!

Weil die "nahen" Menschen genau die Triggerpunkte kennen, womit sie Dich "einfangen" können.

Zitat von sumi:
Letztens waren meine Eltern und Verwandte hier. Und da war SO eine Besorgnis bei denen im Gesicht geschrieben und dann sagen sie so: Und kommst du denn alleine klar? Hast du denn gar keine Angst? usw. . Ich war bis dahin ganz ruhig, nur dann habe ich die Sorgen in ihren Gesichtern gesehen und die Unsicherheit und dachte mir gleich so: Komme ich denn wirklich alleine gut klar? Sollte ich mir Sorgen machen? Sollte ich viell. Angst haben? ALLEINE? Mache ich mir viell. zu wenige Gedanken und bin zu leichtsinnig . Och, ganz schrecklich. Und dann bei der Verabschiedung so: Hey, mache dir keine Sorgen, wir sind da, alles wird gut und dann wieder so besorgt: du schaffst das.... . Mein Gott...schrecklich... . Und da hatte ich etwas zu knabbern...aber da ist mir das echt sehr bewusst geworden wie das funktioniert mit diesem "Gefühle der Anderen annehmen". Aber ich versuche so gut es geht, nicht darauf zu reagieren.


Um Dir mal Mut zuzusprechen:

Du wirst in der Traumatherapie den Punkt spüren, an dem Du genau das "automatisch" kannst. Und solche Äußerungen, in denen ggf. Besorgnis um Deine Zukunft mitgeteilt wird, NICHT mehr teilen brauchst, sondern Dich schlichtweg fragen wirst: "WIESO hat dieser Mensch, Sorgen um mich? Ich habe gar keine, warum sollte ich auch?"

Überhaupt wirst Du alles so stehen lassen können, wo es hingehört, nämlich bei der betreffenden Person.

Es geht ja auch um viele andere Gefühle bzw. Entscheidungen im Leben.

Aktuell ist das ja neu für Dich, weil Du bislang so nicht nachgedacht darüber und Dich aber gewundert hast, warum es Dir schlecht geht, sobald Du mit solchen Menschen, die die ihre Gefühle übergeben wollten. Jetzt weisst Du ggf. um den Umstand Bescheid und kannst Dir schonmal kognitiv, also mit dem Verstand erklären, warum das so ist. Gefühlt ist aber eine ganz andere Hausnummer und viel wichtiger, weil es Dich runterziehen kann, was es ja offensichtlich auch aktuell noch tut.

Aber alles gut, denn über den Verstand kannst Du dich ggf. da wieder rausziehen, auch wenn das lange dauert.

Entscheidend für Dein Leben ist, NUR bei DIR zu bleiben. NUR für DICH zu sorgen. Entscheidungen, Gefühle sind NUR VOR DIR zu rechtfertigen, vor keinem Menschen sonst.

Selbst in der Partnerschaft ist das so! Du kannst den Weg des Partners NICHT ändern, nur mit ihm gehen. SEINE Entscheidungen, kannst Du mittragen, aber nicht ändern. Ändern kannst nur DU Deine Einstellungen zu den Dingen, aber einen anderen Menschen ändern, ist nicht möglich.

Und so lange Du dich gut fühlst, ist alles in Ordnung.

Dieses Prinzip der Gefühlsübergabe kann man auch wunderbar in einer Beziehung anwenden und danach leben. Ein Eltern-Kind Verhältnis ist auch eine Beziehung. Sogar eine Liebesbeziehung!

Wohlgemerkt hat das nichts mit Empathie zu tun. Die kann man unabhängig davon zeigen und wertschätzt damit den Partner.

In turbulenten Zeiten des Lebens, wenn Neuausrichtungen anstehen oder Ereignisse auftreten, die wichtig sind, hilft es, sich darüber klar zu werden. WIE man das macht, ist entscheidend und bei jedem anders! Einen Nachmittag bei Sonne auf der Bank im Wald zu verbringen, kann eine Form sein, um alles zu durchdenken und sich Klarheit seiner eigenen Gefühle zu verschaffen. Es gibt Menschen, die gehen ins Kloster, machen Meditation etc.

Wichtig ist aber, sowas wirklich zu machen und sich nicht "treiben" zu lassen von den Geschehnissen. Man trifft sonst spontane Entscheidungen, die bestimmt sind durch äußere Einflüsse, übernommene Gefühle usw., die nicht "echt" sind.

Man nennt das auch Psychohygiene. Kann man mal nach Googlen

16.07.2012 09:36 • #33


Hallo HeikoEN,
ja, das was du schreibst macht Sinn. Ich habe leider SO viel von meiner Mutter übernommen, ich kann das alles nicht auf einmal abschütteln oder verändern. Es ist einfach soo extrem viel... . Ich wundere mich manchmal, ob ich überhaupt irgendetwas Gesundes übernommen habe...weil ich muss an ganz vielen verschiedenen Dingen arbeiten...Puhh..ist schon echt anstrengend...In der Therapie kommt dies und dann das..und dann Jenes...so als würde es nie Ende geben ! So würde ich dazu tendieren, dass sie an einer soz. Phobie UND gen. Angststörung (sich IMMER um ALLES Sorgen machen) erkrankt ist.

Ich übe dann weiter... .

16.07.2012 18:49 • #34


HeikoEN
Nur nochmal so als Erinnerung für alle, die unter einem Trauma leiden.

Im Kindesalter, hat das Verhalten, welches heute Probleme macht, dazu geführt, dass man überlebt hat.

Und wenn ich schreibe überlebt, dann meine ich auch damit, dass man nicht gestorben ist!

Es gab so einige Experimente in den 60zigern. Da hat man Kinder aufgezogen ohne emotionale Nähe und Liebe.

Die Kinder sind schlussendlich gestorben!

Genau so, passiert das bei traumatisierten Kindern.

Der Tod ist nämlich dann die "bessere" Alternative für die Seele.

Klingt abgefahren, ist aber eine Erkenntnis der Traumaforschung, neben vielen anderen Zusammenhängen.

D.h., JEDER der die Kindheit, mit vielen "schrecklichen" Erlebnissen überlebt hat, kann auf eine unglaubliche Lebenskraft und vor allem Lebenswillen blicken!

Und mit Erlebnissen meine ich jetzt nicht, Krieg oder Tod, Prügel oder Vergewaltigung. Das sind offensichtliche Dinge...

Seelischer Missbrauch von Kindern, ist das schrecklichste und weitreichendste, was man einem Kind antun kann. Auch Erwachsene erfahren dass, wenn man mal an die 20-30 jährigen Männer denkt, die aus Afghanistan zurückkommen und sich umbringen, weil sie nicht klar kommen mit dem, was sie dort erlebt und gesehen haben.

Damit (!) hat man eine Vorstellung, was der 2. Weltkrieg bedeutet hat und was die Grosseltern da an traumatischen Erlebnissen mitgenommen haben und an ihre Kinder (also unsere Eltern) mitgegeben haben.

Das Schlimme ist, man "übergibt" den Mist an die darauffolgende Generation. D.h., unsere Eltern konnten ggf. gar nichts dafür und haben bzw. konnten nur so reagieren, wie sie reagiert haben in Sachen Kindererziehung, Liebe, Emotionen usw....

Die Symptome hat man deshalb, weil die Psyche keine anderen Mitteln hat, um auf die Probleme hinzuweisen. Ähnlich einer Angsterkrankung, bei der einfach ein Ungleichgewicht entsteht. Ignoriert man diese Symptome, legt die Psyche eins drauf uns stürzt einen ggf. in Depressionen oder sonstige psychische Probleme.

Schlussendlich, wenn man Jahrzehnte weg- und unterdrückt, wird man schwer körperlich krank. An dem Punkt hat man, wenn überhaupt, nochmal die Chance, diese Probleme anzugehen. Wenn nicht, stirbt man.

Ich bin der absolut festen Überzeugung, dass eine Vielzahl schwerer körperlichen Erkrankungen ihren Ursprung in der Seele haben!

So langsam "blickt" das auch die Schulmedizin und es gibt inzwischen Lehrstühle wie z.B. die Psycho-Onkologie oder auch Psycho-Kardiologie.

Jedem rate ich also, diese Probleme nicht zu ignorieren, sondern sich aktiv damit zu beschäftigen. So ein Weg kann u.U. ein Leben lang dauern!

Wichtig bei sowas ist, welche Therapieform man wählt. Die bekannten schulmedizinischen Methoden sind meiner Erfahrung nach NICHT (!) geeignet.

Verhaltenstherapie löst nicht die Blockaden im Nervensystem (wo die Gefühle entstehen), die im Kindesalter verursacht wurden. Ebenso der tiefenpsychologische Ansatz, der aufgrund der Dauer der Therapie usw. sowieso bei den wenigsten Patienten zu irgendeinem Ergebnis führt. Dazu kommt noch, dass man insb. für Trauma, eine Menge Erfahrung braucht mit den beiden o.g. Methoden und wenn ich mir hier so die "Erfahrungsberichte" der Angstbetroffenen schon durchlese, fällt mir NICHTS mehr ein...ich meine, ich war selber in dieser Mühle gefangen. Nunja, ist vielleicht auch ein anders Thema

16.07.2012 20:08 • #35


Hallo ihr Lieben,

Ja, Heiko du hast in allen Punkten was du sagst recht. Niemand von uns wird psychisch krank geboren. Der eine merkt es früher das was nicht stimmt und der andere später.

Es ist wichtig das die Medizin in eine andere Richtung denkt, denn es wird langfristig nicht mehr so weiter gehen, dass Heilung bedeutet : Symptome unterdrücken und Problem "gelöst" .. Der Körper will uns was sagen, er will Aufmerksamkeit , er will das los werden , also macht er auf sich aufmerksam, und bittet uns , tief in uns hInein zu horchen, was es wirklich ist , was uns belastet, was der Auslöser oder die Ursache für sein verhalten war.. / ist

Ziel sollte es sein, mit den Symptomen zur Heilung zu finden. Und ein gesamtes Bild zu erstellen, vom Menschen und was ihm helfen kann.
Psychische Erkrankungen werden denke ich erstmal auch nicht weniger werden.

16.07.2012 20:24 • #36


@ HeikoEN

Mich würde interessieren was du alles an Krankheiten gehabt hast, welche Therapie du gemacht hast, wie und wie lange diese verlaufen ist und wie du dann diese ganzen Angstsymptome weggekriegt hast. Kannst du viell. etwas von dir und deiner Geschichte erzählen? Das würde mir sehr helfen und ich ( und andere?) würde besser verstehen.

LG Sumi

16.07.2012 20:53 • #37

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Zitat von Amy87:
Hallo ihr Lieben,

Ja, Heiko du hast in allen Punkten was du sagst recht. Niemand von uns wird psychisch krank geboren. Der eine merkt es früher das was nicht stimmt und der andere später.

Es ist wichtig das die Medizin in eine andere Richtung denkt, denn es wird langfristig nicht mehr so weiter gehen, dass Heilung bedeutet : Symptome unterdrücken und Problem "gelöst" .. Der Körper will uns was sagen, er will Aufmerksamkeit , er will das los werden , also macht er auf sich aufmerksam, und bittet uns , tief in uns hInein zu horchen, was es wirklich ist , was uns belastet, was der Auslöser oder die Ursache für sein verhalten war.. / ist

Ziel sollte es sein, mit den Symptomen zur Heilung zu finden. Und ein gesamtes Bild zu erstellen, vom Menschen und was ihm helfen kann.
Psychische Erkrankungen werden denke ich erstmal auch nicht weniger werden.


Das sehe ich auch so und habe mich daher auch gegen eine VT entschieden und eine analytische Therapie gemacht. Mit Erfolg denn ich bin seit Abschluss, was jetzt über 7 Jahre her ist, symptomfrei und habe keine Ängste mehr.

16.07.2012 21:49 • #38


Zitat von Amy87:
Niemand von uns wird psychisch krank geboren. Der eine merkt es früher das was nicht stimmt und der andere später.
Doch, bei bestimmten psychischen Störungsbildern wird man so geboren.

16.07.2012 21:51 • #39


Zitat von crazy030:
Zitat von Amy87:
Niemand von uns wird psychisch krank geboren. Der eine merkt es früher das was nicht stimmt und der andere später.
Doch, bei bestimmten psychischen Störungsbildern wird man so geboren.



Nenn mal Beispiele .

16.07.2012 21:59 • #40



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