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Primavera du hast natürlich Recht.
Und Klara, ich glaube, du bist im Moment sehr uneinsichtig und stur. Ich kann das verstehen. Wir alle haben i. d. R. solche Phasen.
Aber auch für dich gilt, dass wohl nur Konfrontation dich aus deiner momentanen Situation heraus bringen kann. Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass du das für dich selbst nicht einsehen willst. Unter dem Deckmäntelchen, dass dir Eis essen gehen, spazieren gehen usw. nix bedeuten.
Aber auch ein Prof. Dr. Dr. geht mal einkaufen. Verstehst du, was ich meine?
Es muss nicht immer einen Sinn haben. Es hat auch nicht unbedingt einen Sinn über die Nahrungsbeschaffung hinaus, wenn ich mich in den Supermarkt zwinge. Und hat spazieren gehen einen Sinn? Außer sich die Zeit vertreiben?
Eins steht fest: ALLES, was wir draußen tun könnte, ALLES, was wir draußen verpassen, während wir uns drinnen verkrümeln, hat einen größeren Sinn als das, was wir im Moment tun. Für uns wäre es sinnvoller einfach nur ein paar Schritte raus zu gehen oder uns irgendwas total Unsinniges zu kaufen. Nur das wird uns weiterbringen.
Mir geht es ja nicht großartig anders. Mach dir einen Plan. Wie lebst du? In einer Wohnung oder in einem Haus? Wenn du in einem Haus lebst, dann nimm dir vor, ab heute jeden Tag eine Minute länger ums Haus zu gehen. Einfach so. Wenn du in einer Wohnung lebst, fängst du damit an, die Treppe einmal hoch und wieder runter zu gehen, zu den Briefkästen zu gehen, in den Keller oder zu den Mülltonnen.
Das weitest du dann aus. Von mir aus auch in Begleitung. Dann gehst du einmal die Woche mit deinem Mann einkaufen. Erst nur ein paar Kleinigkeiten, später den ganzen Einkauf.
Dir kann ja nichts passieren. Dein Mann wird sich begleiten und du kannst dich an ihm festhalten. Oder du nimmst dir einen Schirm mit, eine Krücke. Du kannst jederzeit rausgehen. Du kannst eine Toilette aufsuchen, du kannst dich ins Auto setzen. Später besuchst du jemanden. Oder du gehst in andere Geschäfte. Oder du machst einen Ausflug,wohin du magst.
Anders WIRD es nicht gehen. Es wird keine gute Fee vorbei kommen, ihren Zauberstab schwingen und alles ist wieder gut. Wenn sich jemand das Bein bricht, muss er anschließend auch Gehübungen machen.
Sieh dir Kinder an. Sie lernen Laufen und fallen dabei immer wieder auf die Nase. Aber noch keins von ihnen ist liegen geblieben!
So. Genug der theoretischen Worte. Du weißt ja- Ich muss jeden Tag selbst daran arbeiten und zusehen, dass ich keine allzu schlimmen Rückschläge erleide.