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Anschana
Also, ich hab mich auch lange damit beschäftigt und mich dann auf die Suche nach meinem inneren Kind begeben.

Es kam in der Nacht im Traum zu mir. Als ca. Dreijährige. Als ich in dem Alter war, wurde ein Foto von mir gemacht, auf dem ich in einem Kleidchen auf dem Sofa sitze und schmolle. Und genau so tauchte es plötzlich in meiner Berliner WG auf. Und mein damaliger Freund war da, starrte dieses Kind an und sagte: "Süß! Sieht genauso aus, wie du vor 40 Jahren."

Mittlerweile nehme ich eben diese kleine "Zicke" in bestimmten Momenten auf den Schoß und knuddle sie usw.

Hört sich für manche doof an, aber es hat mir unglaublich viel geholfen.

Sehr zu empfehlen zu diesem Thema ist Louise L. Hay und ihre unglaublich guten Meditationen.

Anschana

11.06.2015 20:09 • #21


SALSA1968
Mein inneres Kind, was mir heute morgen zum ersten Mal richtig begegnet ist, war sehr ängstlich, zurückhaltend, vorsichtig und unglaublich sanft und dankbar.

Eigentlich ganz anders als ich als leibhaftiges Kind war, da war ich wild, extrem mutig, abenteuerlustig, rebellisch und aggressiv, frech und ein kleiner Anführer

11.06.2015 20:23 • #22



Das Innere Kind

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Ja, das kenne ich auch - kaum kommt die Kindheit zur Sprache wird es schwer. Wobei ich mich schon sehr lange damit auseinandersetze.
Die Erinnerungen und Gefühle sind sehr schmerzhaft und der Einfluss auf mein Denken und Handeln sehr groß. Aber es wird immer besser. Ich habe gerade heute mit meiner Therapeutin besprochen, was ich schon alles geschafft habe.
Hätte ich vor einem halben Jahr nicht für möglich gehalten.

Die Angst Dinge nicht kontrollieren zu können ist bei mir auch sehr stark. Daran arbeite ich aktuell, z.B. als Beifahrer mal nicht den Weg akribisch zu verfolgen und immer zu wissen wo genau wir uns befinden und wie schnell gefahren werden darf.
Sind zwar nur Kleinigkeiten, aber für mich sehr wichtig!

Natürlich wird mich meine Kindheit immer begleiten und ist ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben und hat mich geprägt, aber ICH kann jetzt Dinge ändern, ich benötige keine Aufpasser ( die Angst ) mehr. Was nicht heisst, dass ich zum Stuntman werde

Ich finde diesen Threat auf jeden Fall toll und ich hoffe, eir tauschen uns noch weiterhin aus.

Werde jetzt offline gehen und ein wenig entspannen!
Bis morgen
KDA

11.06.2015 20:29 • #23


@salsa1968

Ich finde das sehr interessant. Hast du diese Begegnung auch als innere Stimme wahrgenommen? Ich hatte nämlich mal solch ein Erlebnis und es beschäftigt mich noch immer sehr. Ich glaube, bei mir ist es genau umgekehrt: ich bin eher zurückhaltend, aber in mir sitzt wohl auch das totale Gegenteil

11.06.2015 20:30 • #24


Tini213
Ich bin auch am arbeiten mit dem inneren Kind . Bzw meine Therapeutin ...
Ich habe mich mal aufs Bett gelegt und es zugelassen mit meinem inneren Kind zu sprechen im Gedanken. Mit sind da viele schmerzhafte Sachen Eingefallrn und ich habe lange geweint .. Ich werde mir mal das empfohlene Buch besorgen. Bei youtube findet man auch einige Meditationen zu diesem Thema .
Angst vor Ärzten u Diagnosen ️meine haupt Angst . Hatte mir als Kind mit 8 Jahren die Zehe zwei mal durch gebrochen . Der Arzt war 500 Meter vom Haus entfernt ... Ich bin alleine zu ihm geschickt worden .. Röntgen und Co dann die Ansage ist gebrochen .. Hm ich Versuchs mal mit einem Gips. Gnädigerweise wurde ich nach 3 Std von meinem Vater abgeholt ... Vielleicht hat dieses Erlebnis was mit meiner Angst ( Hypochonder ) zu tun ....

11.06.2015 23:43 • #25


Mondkatze
also ich kenne das ganze nicht, habe noch nie davon gehört.
Doch vielleicht mal so nebenbei gehört.
Mein Th hat auch noch nie davon gesprochen.
ich werde aber weiterhin in diesem Thread lesen, weil ich es interessant finde und vielleicht kann ich auch mal damit arbeiten.

12.06.2015 00:01 • #26


SALSA1968
Zitat von Hoffnung79:
@salsa1968

Ich finde das sehr interessant. Hast du diese Begegnung auch als innere Stimme wahrgenommen? Ich hatte nämlich mal solch ein Erlebnis und es beschäftigt mich noch immer sehr. Ich glaube, bei mir ist es genau umgekehrt: ich bin eher zurückhaltend, aber in mir sitzt wohl auch das totale Gegenteil


Heute morgen hatte ich mich als kleines Mädchen vor Augen. Also es war eine visuelle Wahrnehmung, eine innere Stimme habe ich nicht vernommen.
Aber ich stehe ja auch noch ganz am Anfang dieser Erfahrung, dieser Arbeit mit dem inneren Kind.
Vielleicht kommen da noch viele andere verschiedene Wahrnehmungen, wovon ich irgendwie ausgehe vom Gefühl her.
Ich freue mich auf die weitere Arbeit damit

12.06.2015 00:10 • #27


alice01
Zitat von Mondkatze:
also ich kenne das ganze nicht, habe noch nie davon gehört.
Doch vielleicht mal so nebenbei gehört.
Mein Th hat auch noch nie davon gesprochen.
ich werde aber weiterhin in diesem Thread lesen, weil ich es interessant finde und vielleicht kann ich auch mal damit arbeiten.

Hallo Mondkatze,
geht mir genauso. Meine Therapeutin hatte auch nie vom inneren Kind gesprochen. Ich finde aber ebenfalls diesen Ansatz sehr interessant! Ich habe meine Ängste zwar in den Griff bekommen, aber vielleicht kann ich durch diesen Ansatz doch noch was für mich dazugewinnen!

12.06.2015 05:54 • #28


Schlaflose
Zitat von alice01:
Beschäftigt sich das hauptsächlich mit der Aufarbeitung einer traumatischen Kindheit oder ist das auch für Ängstler geeignet, die eine schöne Kindheit hatten?


Das frage ich mich auch.
Erinnerungen an meine Kindheit habe ich auch sehr viele, die ersten einzelnen Bruchstücke an Dinge, die weit vor meinem dritten Geburtstag gewesen sein müssen. Ab dem 3. Geburtstag habe ich vollständige bewusste Erinnerungen und kann mich an klitzekleine Details erinnern. Ich hatte eine sehr schöne Kindheit und ich erinnere mich sehr gerne daran. Narürlich gab es auch einzelne negative Vorfälle, an die ich mich auch sehr genau erinnere, aber die bewirken in mir keine negativen Gefühle als Erwachsener, wenn ich daran zurückdenke.

Bei mir fingen die Dinge, die dazu geführt haben, dass ich eine soziale Phobie und eine ängstliche vermeidende Persönlichkeitsstörungen entwickelt habe, erst im Alter von 12/13 Jahren an. Da kann man schlecht von einem inneren Kind sprechen, wenn man daran zurückdenkt.

12.06.2015 09:52 • #29


SALSA1968
Gute Frage.
Ich denke, wenn die Kindheit glücklich war, man als Kind keine negativen Erlebnisse hatte, glücklich und geborgen war immer, dann ist es das innere Kind auch und dann gibt es dort nichts aufzuarbeiten.
Trotzdem könnte es einem als Erwachsener helfen, sich besser zu verstehen.
Und es ist auch hilfreich, um sich selbst besser beruhigen zu können, wenn man sich selbst noch besser und intensiver kennt.
Also doch eigentlich für alle Ängstler geeignet?
LG

12.06.2015 11:18 • #30


Black Sheep
Zitat von alice01:
Beschäftigt sich das hauptsächlich mit der Aufarbeitung einer traumatischen Kindheit oder ist das auch für Ängstler geeignet, die eine schöne Kindheit hatten?


Dazu muss ich auch was sagen, was allerdings überhaupt nichts mit dir und deiner Kindheit zu tun hat.

Ich war 40 Jahre lang der Meinung, meine Kindheit wäre von Engeln bewacht gewesen, Heutzutage sehe ich das ein wenig anders, und ich spreche hier nicht von verschütteten Kindheitserinnerungen, sondern von den selben Erinnerungen die ich schon hatte als meine Kindheit mir noch toll fand.....Heute sehe ich das nur anders.

Ich denke das es damit zu tun hat das ich in einer relativ problematischen Umgebung aufgewachsen bin, und gegen das was ich bei Freunden so sah, war es bei mir schon in Ordnung.....jetzt, wo ich selbst Vater bin, sehe ich aber was hätte besser laufen können.

Zum inneren Kind....ich bin einer von denen die an sowas nicht ran kommen, ich komme mir bei sowas komisch vor, genau wie bei Rollenspielen, (hehe nicht was ihr denkt, die find ich toll) oder bei Gruppentherapie, ich hab das Gefühl ich gehöre da nicht hin, allerdings habe ich oft das selbe Gefühl wenn ich mit "Normalen Menschen" zusammen bin.

12.06.2015 11:32 • #31


Ich denke auch, dass es für jeden geeignet ist. Das innere Kind stellt meines Erachtens nicht nur das kleine Kind dar, was wir einmal waren. Es spiegelt unsere Persönlichkeit, unser ganzes Gefühlsleben wieder. Es macht uns zu dem was wir sind. Von daher halte ich es für sehr wichtig, sich damit zu beschäftigen. Gerade als Ängstler.... denn die Ängste kommen doch meines Erachtens aus unverarbeiteten Erlebnissen? Ich glaube nicht daran, dass man einfach "nur so" Angst hat?

12.06.2015 11:36 • #32


Wichtig ist auch sein inneres Kind an schönen Dingen teilhaben zu lassen. Es hört sich echt komisch an, aber es funktioniert.

Meine Ängste sind auf jeden Fall in meiner Kindheit entstanden. Schlimm ist es, wenn so voll mit Angst bin, dass ich nicht erkennen kann, was jetzt gerade los ist. Da komme ich auch nicht an mein Kind ran. Hatte ich aktuell letzte Woche wieder. Ich bestand nur noch aus Angst - schrecklich!
Aber wir Hoffnung79 schon sagt, das Kind spiegelt uns wieder und zeigt uns unsere Ängste. Wichtig ist es dann zu erkennen, dass wir jetzt als Erwachsener anders damit umgehen können, nicht mehr hilflos und klein sind.

Ich habe bei mir festgestellt, dass ich mich ganz oft für Dinge verurteile, total streng mit mir bin. Mir Dinge sage, die ich meinem schlimmsten Feind nicht sagen würden. Und dabei ist es so wichtig mit sich genauso sanft, lieb, verständnisvoll und geduldig umzugehen wie z.B. mit der besten Freundin oder dem Partner.

12.06.2015 14:02 • #33


alice01
Zitat von Black Sheep:
... allerdings habe ich oft das selbe Gefühl wenn ich mit "Normalen Menschen" zusammen bin.

Geht mir auch sehr oft so! Habe wenige Bereiche in meinem Leben, in denen ich mich, so wie ich bin, unter Leute wohlfühle bzw. nicht das Gefühl habe anders sein zu müssen, weil es die anderen vielleicht anders erwarten.

12.06.2015 14:23 • #34


Icefalki
Mich langweilen normale Menschen. Interessanterweise komme ich bei den Menschen, die mich interessieren, ganz schnell in für mich "richtige" Gespräche.

Oberflächlichkeiten sind mir ein Greul.

Das liegt eben auch daran, dass ich mich schon ewig mit der Psyche auseinandersetze, auch beruflich.

Mein Mann verzweifelt manchmal an mir, schaffe ich es doch, selbst auf der AIDA mal wieder Probleme zu wälzen.

Ich mag das tiefe kennenlernen, warum etwas so ist, welche Meinung besteht, welches empfinden, welche Absichten, warum Menschen so sind, wie sie sind.

Ich hinterfrage, wodurch wir jetzt wieder beim Thema sind.

Sich offen und ehrlichen zu hinterfragen ist der Beginn.

12.06.2015 14:41 • #35


SALSA1968
Zitat von SALSA1968:
Zitat von Black Sheep:
Zitat von alice01:
Beschäftigt sich das hauptsächlich mit der Aufarbeitung einer traumatischen Kindheit oder ist das auch für Ängstler geeignet, die eine schöne Kindheit hatten?


Dazu muss ich auch was sagen, was allerdings überhaupt nichts mit dir und deiner Kindheit zu tun hat.

Ich war 40 Jahre lang der Meinung, meine Kindheit wäre von Engeln bewacht gewesen, Heutzutage sehe ich das ein wenig anders, und ich spreche hier nicht von verschütteten Kindheitserinnerungen, sondern von den selben Erinnerungen die ich schon hatte als meine Kindheit mir noch toll fand.....Heute sehe ich das nur anders.

Ich denke das es damit zu tun hat das ich in einer relativ problematischen Umgebung aufgewachsen bin, und gegen das was ich bei Freunden so sah, war es bei mir schon in Ordnung.....jetzt, wo ich selbst Vater bin, sehe ich aber was hätte besser laufen kennen.


**********************************************************************************************************

Hihihi, Rollenspiele, da fällt mir bei uns Ängstlern sofort ein, die Krankenschwester und der Patient.
Oder die Patientin und der gutaussehende Pfleger.
Tolles Rollenspiel
Aber, aber black sheep

Zurück zur ernsten Thematik
Bei mir war es genauso, erst als ich mein eigenes Kind bekommen habe, habe ich gemerkt, huch, das geht ja ganz anders, ein Kind zu lieben, es zu beschützen, für es da zu sein.

12.06.2015 15:07 • #36


SALSA1968
Habe eben im Auto ein schönes Sommerlied gehört, endless summer, und da habe ich mein inneres Kind gebeten, voller Freude zuzuhören, und zu tanzen mit mir, also nur so im Auto
Und es hat funktioniert, ich hatte wahnsinnige Glücksgefühle und mir sind die Tränen gekommen.
Und ich hatte ganz engen Kontakt zum inneren Kind und habe mich gut gefühlt wie seit langem nicht mehr.

Und heute morgen, direkt nach dem Aufwachen bin ich am meisten in der Stimmung wo es funktioniert, habe ich meinem inneren Kind eine gut geschützte, gepolsterte gemütliche Wohlfühlecke ganz tief in mir drinnen eingerichtet, wo es beschützt sitzt.
Das hört sich vielleicht für manche bekloppt an, aber mir hilft es wirklich sehr und es funktioniert.

12.06.2015 15:15 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Icefalki
Salsa, ich freue mich für dich, dass ihr beiden, dein kleines und dein großes ich, zueinander findet.

Und bekloppt ist das nicht, es führen viele Wege nach Rom. Nimm deinen!

12.06.2015 15:37 • x 1 #38


Zitat von alice01:
Zitat von Black Sheep:
... allerdings habe ich oft das selbe Gefühl wenn ich mit "Normalen Menschen" zusammen bin.

Geht mir auch sehr oft so! Habe wenige Bereiche in meinem Leben, in denen ich mich, so wie ich bin, unter Leute wohlfühle bzw. nicht das Gefühl habe anders sein zu müssen, weil es die anderen vielleicht anders erwarten.


Ihr sprecht mir aus der Seele: ich fühle mich unter anderen Menschen auch oft nicht zugehörig und allein, irgendwie falsch Ist kein schönes Gefühl.

12.06.2015 16:35 • #39


@SALSA1968
das ist ja echt super - freut mich für dich!

Gestern hat mein Kind bei mir auf dem Fahrradlenker gesessen - und hat es genossen!

Ich fühle mich meistens wohl unter Leuten. Aber oftmals wünsche ich mir dann, so "normal" und unbeschwert zu sein wie die anderen. Richtig unbeschwert war ich auch als Kind ganz selten - hatte schon immer viele Ängste.

12.06.2015 17:38 • #40



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