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A
Hallo zusammen.

nachdem es mir die letzen Wochen garnicht schlecht ging, hat es mich vor ein paar Tagen wieder so richtig erwischt.
Ich bin ängstlich, müde, mir ist übel und ich bin eigentlich nur auf dem Sofa.

Ich war vor 4 Tagen beim Psychiater, der mir sagte es handle sich wohl um eine leichte Drepression ohne greifbare Ursache.... und das würde sicher wieder weggehen.

Er hat mir Cipralex verschieben und sagte, damit müsste es nach 1-2 Tagen besser werden.

Die Apothekerin meinte dann aber, es würde zunächst schlimmer werden und erst nach 2-3 WOCHEN wirken. SUPER! wer hat denn nun recht?

Nehme die Tabletten nun seit 3 Tagen und ich bin nur müde, schwindlig und habe ganz komische negative Gedanken. Ich denke von morgens bis abends nur an meine Angst und dass es für immer so bleiben wird und ich irgendwann in der Geschlossenen landen werde.

Ich weiss nicht mehr was ich machen soll. Warum kann mir keiner helfen? Ich will nicht mehr.

26.04.2013 07:03 • 08.04.2014 #1


14 Antworten ↓


H
Hallo

Das Medikament braucht wirklich mindestens 2-3Wochen.

Wie viel mg nimmst du denn?

Lies mal im Tread Serotoninsyndrom.Maya und ich schleichen das Cipralex im Moment auch ein.

LG

26.04.2013 07:08 • #2


A


Cipralex weiter nehmen oder absetzen - müde / schwindelig

x 3


A
Ich nehme die 10 mg Tabletten un ddavon täglich eine halbe zum Frühstück.
Der Arzt meinte, wenn ich nach drei Tagen nichts merke, soll ich eine ganze nehmen.

26.04.2013 07:15 • #3


HeikoEN
Zitat von Alucard1980:
Der Arzt meinte, wenn ich nach drei Tagen nichts merke, soll ich eine ganze nehmen.

Irgendwie fehlt da die Hälfte der Aufklärung gegenüber dem Patienten, oder?

Der Wirkstoff von Cipralex ist Escitalopram (SSRI). Die allgemeine Verträglichkeit und paniklindernde Wirkung von SSRI ist schneller und etwas besser als bei trizyklischen Antidepressiva. Von daher eine gute Wahl.

Bei Depressionen ist die Dosierungsempfehlung: Morgens 10 mg → 20 mg/Tag

Nebenwirkungen:

Sehr Häufig: Übelkeit, Diarrhö

Häufig: Schlaflosigkeit, Ängstlichkeit, Ruhelosigkeit, abnorme Träume, Tremor, Schwindel, Gähnen, Erbrechen, Obstipation, Mundtrockenheit, verminderter/gesteigerter Appetit, Müdigkeit, vermehrtes Schwitzen, Ejakulationstörungen, Impot., verringerte Libido, Anorgasmie.

Die lindernde Wirkung tritt erst nach 2–3 Wochen ein, bei manchen Agoraphobikern (also bei Angst) sogar erst nach 2–3 Monaten. Die Aussage von 1-2 Tagen halte ich für gewagt

Wie lange sollst Du das denn nehmen?

Und hat er Dich nur mit dem Rezept nach Hause geschickt? Ich meine, da fehlt doch wohl wenigstens der Hinweis, was sonst noch zu tun sei, oder soll Cipralex jetzt die Lösung sein, so lange, wie Du dich schlecht fühlst, in der Hoffnung, es ist in 4 Wochen besser und dann lässt Du das wieder weg?

Davon ab, die Packungsbeilage studiert (siehe oben)?

26.04.2013 07:46 • #4


A
Zitat von HeikoEN:
Und hat er Dich nur mit dem Rezept nach Hause geschickt? Ich meine, da fehlt doch wohl wenigstens der Hinweis, was sonst noch zu tun sei, oder soll Cipralex jetzt die Lösung sein, so lange, wie Du dich schlecht fühlst, in der Hoffnung, es ist in 4 Wochen besser und dann lässt Du das wieder weg?


Ich glaube so ist es gedacht.
Der Arzt meinte, da ich mein ganzes Leben noch nie psychische Probleme hatte (was auch so ist) und es mir erst seit 2-3 Monaten so geht, würde es sich nur um eine oberflächliche Angst/Depression handeln. Die Faktoren, welche meiner Meinung nach für meinen Zustand verantwortliche waren (2 Selbständigkeiten, Stress usw.) habe ich bereits vor mehreren Wochen abgestellt, aber ich warte noch immer, dass ich wieder der alte bin. Ein paar Tage geht es mir gut und dann, geht es wieder bergab und ich kann nur auf dem Sofa liegen. Der Arzt meinte zwar, ich sollte mich da nicht so reinsteigern, aber das ist garnicht so einfach, wenn man immer wieder das Gefühl hat, man würde jeden Moment durchdrehen oder den Verstand verlieren vor lauter Unwohlsein und Angst. Meine Freundschaften, Hobbys usw. leiden extrem unter meinem Zustand, da ich mich immer mehr zurückziehe. Wenn ich mir ausmahle, dass ich das mein ganzes Leben lang nicht mehr loswerde, wird mir ganz schlecht.

Ach ja, bekommen habe ich 20 Tabletten, also für 40 Tage.

27.04.2013 07:14 • #5


P
Wow. Du hast das Ganze erst seit 2-3 Wochen? Geh bloß nicht mehr zu diesem Arzt. Welcher halbwegs vernünftige Arzt ballert einen denn, wenn man das erst so kurz hat, direkt mal mit Psychopharmaka zu?! Und bei dem hast du auch noch so schnell einen Termin bekommen?! Verheißt nix Gutes!
Sprech deinen Hausarzt mal an. Vielleicht kann er dir hoch dosiertes Johanniskraut verschreiben. Auch mit Lasea haben hier viele sehr gute Erfahrungen gemacht.
Ich kann nur immer wieder mit den Ohren schlackern, wenn ich höre, dass Ärzte nach einer derart kurzen Phase einer depressiven Verstimmung direkt mit dem Holzhammer kommen.

27.04.2013 07:40 • #6


W
Mucki :

27.04.2013 07:43 • #7


HeikoEN
So sind die Ärzte halt

Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass die sich genötigt fühlen, irgendwas zu verschreiben.

Denn auch für eine leichte Depression, wenn das seine Diagnose ist, gehört doch wohl eine vorherige Diagnostik.

Diese Diagnostik würde auch jeder seriöse Arzt erstmal durchführen. Hierfür gibt es für JEDES medizinische Fachgebiet sog. Leitlinien, nach denen man Diagnostik und Therapie betreibt. In diese Leitlinien ist z.B. verfasst, wie man auch Ausschlußdiagnostik betreibt, also herausfindet, was es dann nicht ist usw.

Auch z.B. für Depressionen.

Egal und Du bist da sicher kein Einzelfall, wie man hier im Forum zahlreich lesen kann. Denn mittlerweilen verschreibt jeder Hausarzt Antidepressiva, ohne groß darüber nachzudenken bzw. auch OHNE den Patienten mit dem Hinweis nach Hause zu schicken, dass das nur Sinn macht, wenn man gleichzeitig sowas wie eine Bewältigung des ursächlichen Problems versucht.
Denn wie sonst macht das Sinn?

Und ja, wenn er es einschätzt als leichte Depression, die nach 3-4 Wochen wieder rum ist, mal eben 10mg bzw. noch höhere Dosen Cipralex verschreibt, dann ist das mit Kanonen auf Tontauben schiessen. Vor allem wenn man weiss, dass ein Antidepressivum ggf. 3-4 Wochen Anlaufzeit benötigt. Selbst wenn man nur von 1-2 Wochen ausgeht, wie kann er dann sagen, wenn es nach 1-2 Tagen (!) nicht besser geht, mal eben eine 100% Dosiserhöhung.

Frage ist, was der Arzt verschreibt, wenn es eine schwere Depression ist?

Auch 10mg Tavor zum Frühstück und Abendbrot?

27.04.2013 08:39 • #8


A
Also ich habe das nicht seit drei Wochen, sondern seit drei Monaten.
Aber irgendwie muss ich ja dem Arzt auch ein wenig vertrauen. Ich weiss nicht wo ich sonst noch hingehen könnte.
Die Frage die ich mir halt immer stelle ist: Ich nehme jetzt seit einigen Wochen Tabletten und ich habe mein Leben umgestellt. Wenn es wirklich eine Vorübergehende, öberflächliche Depression ist... Wie lange dauert es denn, bis es wieder weg geht? Für mich ist das alles neu und ich kann nur sehr schwer mit den Ängsten und den komischen Gedanken umgehen. Manchmal sehe ich mich echt schon in der Klinik ans Bett geschnallt.

Heute bin ich mit meiner Frau zu Besuch in eine andere, grössere Stadt gefahren. Es war eigentlich sehr schön, aber ich hatte die ganze Zeit nur dieses komische Gefühl. Mir war schwindlig, etwas übel und ein paarmal dachte ich, ich muss sofort nach hause fahren. Gehört das auch zu einer Depression? Das ist doch kein Leben.

Vielleicht brauche ich einfach mehr Geduld....

27.04.2013 13:05 • #9


M
Die NW sind vollkOmmen normal,in den ersten 10 Tagen bin ich fast gestorben:-)
Ausser Impot. hatte ich das volle Programm.
Das legt sich aber nach ca.2Wochen.

27.04.2013 13:13 • #10


A
Zitat von Maya2000:
Die NW sind vollkOmmen normal,in den ersten 10 Tagen bin ich fast gestorben:-)


Also hattest Du auch diese negativen Gedanken und teilweise das Gefühl eine Panikattacke zu bekommen, oder alles einfach nicht mehr zu ertragen usw.?

Und geht es Dir nun besser? Oder besser als vor den Tabletten?

28.04.2013 07:55 • #11


A
Also ich nehme das Medikament nun fast 2 Wochen und ich merke noch keine wirkliche Verbesserung...

Wirkliche Panikattacken habe ich zwar nicht, aber ich bin praktisch den ganzen Tag niedergeschlagen, lustlos, wortkarg, mir ist unwohl und ich würde am liebsten nur fernsehen...

Bin mal gespannt ob sich das noch ändert, naja...

04.05.2013 07:32 • #12


B
Huhu Alucard1980

Eventuelle Nebenwirkungen sollten nach etwa zwei Wochen vorüber sein.
Aber bis eine spürbare Wirkung (Angst-/Depressionsmilderung) eintritt,
kann es noch einmal weitere zwei bis vier Wochen dauern.

Also, einfach noch etwas Geduld, ganz liebe Grüsse, Der Beobachter

04.05.2013 09:39 • x 1 #13


C
Wenn es nicht innerhalb der vom Beobachter erwähnten Zeit anders wird, verlange die Überweisung zu einem FACHarzt. Allgemeinmediziner wissen zwar einiges, aber fachspezifische Erklärungen und Einschätzungen sind dort zuviel verlangt.

08.04.2014 13:18 • #14


Schlaflose
Zitat von Cheyenne1965:
Wenn es nicht innerhalb der vom Beobachter erwähnten Zeit anders wird, verlange die Überweisung zu einem FACHarzt. Allgemeinmediziner wissen zwar einiges, aber fachspezifische Erklärungen und Einschätzungen sind dort zuviel verlangt.


Mit diesem Ratschlag bist du ein Jahr zu spät dran.

08.04.2014 15:07 • #15


A


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