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201822.02




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Hallo zusammen,

nach vielem Googeln und stöbern in eurem Forum, würde ich gerne mal meine Geschichte mit euch teilen und wäre froh um jeden Ratschlag. Ende letztes Jahr gegen Mitte Dezember haben bei mir Panikattacken in Form von Zittern beim Mittagessen mit Kollegen ganz plötzlich angefangen. Zuvor hatte ich schon drei Monate sehr schlecht geschlafen. Der Weihnachtsurlaub war für mich auch kaum erholsam wegen ständigem Grübeln und Selbstzweifeln. Mein Hausarzt hat mich schließlich wegen eines Überlastungssyndroms für Wochen krank geschrieben und erst Mirtazapin und danach Doxepin verschrieben. Das Mirtazapin habe ich nach 5 Tagen abgesetzt wegen Benommenheit, Konzentrationsproblemen und es war auch kaum möglich Auto zu fahren. Mittlerweile war ich beim Neurologen wegen meiner Probleme, der mir Escitalopram verschrieben hat. Das Doxepin sollte ich absetzen, was ich auch getan habe. Vom 31.01 bis zum 08.02 habe ich 5 mg genommen und seitdem, vom 09.02 bis zum 22.02, 10 mg. Das Mittel macht mich allerdings sehr müde und ich habe noch stärker das Gefühl neben der Spur zu stehen als vor dem ersten Auftreten der Angst/Panikattacken. Die sind dafür aber so gut wie verschwunden.

Wozu würdet ihr mir in meinem Fall raten? Verschwindet die Nebenwirkung mit dem neben der Kappe stehen noch, was schon sehr richtig Depersonalisierung geht? Die Symptome hatte ich Ende letztes Jahr auch schon, aber durch die Erschöpfung und Müdigkeit ist es im Moment schwer erträglich.

Liebe Grüße
Mak

Auf das Thema antworten


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  22.02.2018 19:15  
Hey,
klingt erstmal nach diffusen Symptomen unklarer Ursache.

Mak30 hat geschrieben:
Panikattacken in Form von Zittern beim Mittagessen mit Kollegen ganz plötzlich angefangen.

Bezeichnest du das als "Panikattacken" oder hat ein Arzt gesagt, dass Zittern beim Mittagessen "Panikattacken" seien?

Mak30 hat geschrieben:
Zuvor hatte ich schon drei Monate sehr schlecht geschlafen.

Gab es denn direkte Ursachen für die Schlafprobleme, wie Grübeln o.ä.?
Gegen Schlafprobleme sollte man nicht direkt mit Psychopharmaka vorgehen, sondern erstmal mit harmlosen Sachen wie Melatonin (natürliches Schlafhormon), dazu mal nach "Schlafhygiene" googlen und umsetzen.
Erst wenn das keine Besserung bringt, auch nur ansatzweise über den Einsatz härterer Mittel nachdenken.....

Mak30 hat geschrieben:
Mein Hausarzt hat mich schließlich wegen eines Überlastungssyndroms für Wochen krank geschrieben

Gab es denn in den letzen Monaten bis Jahren eine Überlastung im Job? Also entweder viele Überstunden oder viel Stress um das geforderte in der Zeit zu schaffen?

Mak30 hat geschrieben:
Wozu würdet ihr mir in meinem Fall raten?

Wurden schon die üblichen Standarduntersuchungen durchgeführt oder wurdest du sofort mit Chemiekram abgefertigt? Also mindestens mal EKG, gründliche Blutuntersuchung (inkl. Leber-, Nieren-, Schilddrüsenwerte etc. pp.)?

Mak30 hat geschrieben:
Verschwindet die Nebenwirkung mit dem neben der Kappe stehen noch, was schon sehr richtig Depersonalisierung geht? Die Symptome hatte ich Ende letztes Jahr auch schon, aber durch die Erschöpfung und Müdigkeit ist es im Moment schwer erträglich.

Lässt sich nicht einschätzen. Da ist jeder Körper anders und reagiert auch anders auf Medikamente. Wenn es nach 6 Wochen noch keine Besserung mit Escitalopram gibt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendwann in Zukunft vielleicht doch nochmal was passiert.
Wichtig: Psychopharmaka NIEMALS abrupt absetzen, sondern immer langsam ausschleichen......

Danke1xDanke




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  22.02.2018 21:06  
Hey Lala,

vielen Dank, dass du so aufmerksam über meine Symptome gelesen hast und sehr gezielte Fragen stellst.

la2la2 hat geschrieben:
Bezeichnest du das als "Panikattacken" oder hat ein Arzt gesagt, dass Zittern beim Mittagessen "Panikattacken" seien?

Ich habe das Zittern gleich von Anfang an als Panikattacke empfunden, obwohl ich sowas in meinem Leben noch nie hatte. Mein Hausarzt meinte, es handelt sich um eine Angststörung und die Psychiaterin (hab nochmal nachgeschaut, es war keine Neurologin) hat die Diagnose soziale Phobie (weil die Störung nur unter Kollegen auftritt) mit Panikattacken gestellt. Allerdings kam ich auch in die Sprechstunde und meinte ich habe Panikattacken in der entsprechenden Situation. Die Stellung der Diagnose war also ziemlich naheliegend.

la2la2 hat geschrieben:
Gab es denn direkte Ursachen für die Schlafprobleme, wie Grübeln o.ä.?
Gegen Schlafprobleme sollte man nicht direkt mit Psychopharmaka vorgehen, sondern erstmal mit harmlosen Sachen wie Melatonin (natürliches Schlafhormon), dazu mal nach "Schlafhygiene" googlen und umsetzen.
Erst wenn das keine Besserung bringt, auch nur ansatzweise über den Einsatz härterer Mittel nachdenken.....


Das erste mal hatte ich vor 8 Jahren mit Schlafproblemen nach einer Trennung zu kämpfen. Deswegen hab ich letzten Oktober, als sie wieder aufgetreten sind, nicht schnell reagiert. Das Zittern der Hände ist zum ersten Mal Anfang November aufgetreten, nachdem ich ein Wochenende fast nicht geschlafen habe. Danach habe ich einen Monat Johanniskraut (3x2000 mg täglich, Beststeller bei amazon) versucht. Das hatte meinem Empfinden nach allerdings keinen Effekt. Von Melatonin habe ich noch gar nicht gehört, werde mich aber gleich informieren. Über Schlafhygiene habe ich mich schon informiert und immerhin Folgendes umgestellt: regelmäßige Schlafzeiten von 23:00-07:00, 3h vor dem Schlafen kein Essen mehr, 2h davor nichts mehr trinken.

la2la2 hat geschrieben:
Wurden schon die üblichen Standarduntersuchungen durchgeführt oder wurdest du sofort mit Chemiekram abgefertigt? Also mindestens mal EKG, gründliche Blutuntersuchung (inkl. Leber-, Nieren-, Schilddrüsenwerte etc. pp.)?


Ruhe-EKG wurde aufgenommen. Da war alles in Ordnung. Die Blutwerte waren gut bis auf einnen Vitamin-D-Mangel mit 16.3 ng/ml. Unter 20 ng/mol hat man ja einen Mangel. Der wurde mit Dekristol 20000 schon behoben, es hat sich allerdings keine Besserung eingestellt. Der Transferrin und Transferrinsättigungswert waren jeweils genau leicht unter der Minimal- bzw. Maximalgrenze, was auf eine Eiseneinlagerung hindeutet. Die Hausärztin meinte allerdings, das ist noch ok. Ansonsten war noch der Hämoglobinwert leicht erhöht, wogegen mir mehr Wasser trinken geraten wurde. Die Schilddrüsenwerte waren alle ok, der TSH-Wert lag bei 1.6 mU/l, T3 und T4 waren im Nombereich. Mein Vater hatte allerdings mal eine Schilddrüsenerkrankung, wogegen er immernoch Tabletten nimmt. Wäre da eine weitere Untersuchung sinnvoll?


la2la2 hat geschrieben:
Gab es denn in den letzen Monaten bis Jahren eine Überlastung im Job? Also entweder viele Überstunden oder viel Stress um das geforderte in der Zeit zu schaffen?


Ja, die gab es, das ganze letzte Jahr über und hauptsächlich von Oktober bis Dezember. Dazu habe ich privat im Dezember auch noch sehr über die Strenge geschlagen und war oft unterwegs und habe auch zu viel getrunken.

Meine Hauptsymptome sind nochmal zusammengefasst: Angst- und Panikattacken, die anscheinend gerade abklingen, wobei ich nicht weiß, ob das auf das Escitalopram oder die Auszeit zurückzuführen ist, Emotionslosigkeit, Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafprobleme und Fahrigkeit. Die Probleme hatte ich aber auch schon vor der Einnahme.

LG
Mak



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  22.02.2018 21:27  
Mak30 hat geschrieben:
Ich habe das Zittern gleich von Anfang an als Panikattacke empfunden, obwohl ich sowas in meinem Leben noch nie hatte.

:roll: Damit hast du alles richtig gemacht, um in die Schublade gesteckt zu werden, ohne dass der Arzt auch nur ne Minute lang über dein Problem nachdenkt......
Hast du denn wenigstens mal nach Panikattacken gegooglet? Und erkennst du dich in dem wieder?

Mak30 hat geschrieben:
Mein Hausarzt meinte, es handelt sich um eine Angststörung und die Psychiaterin (hab nochmal nachgeschaut, es war keine Neurologin) hat die Diagnose soziale Phobie (weil die Störung nur unter Kollegen auftritt) mit Panikattacken gestellt.

F-Diagnosen darf man keinen allzu großen Stellenwert geben. Da wird immer nur die Diagnose genommen, die am besten zu den Symptomen des Patienten passt. Viel zu oft wird passend gemacht, was nicht passt.

Hast du denn auch am Wochenende oder wenn du in deiner Freizeit mit anderen Leuten essen gehst diese "Zittersymptome"?
Gab es denn irgendwelche Spannungen/Konflikte/...... mit den Kollegen, bei denen du das Zittern bekommst, wenn du die Mittagspause mit denen verbringst?

Mak30 hat geschrieben:
Die Blutwerte waren gut bis auf einnen Vitamin-D-Mangel mit 16.3 ng/ml. Unter 20 ng/mol hat man ja einen Mangel. Der wurde mit Dekristol 20000 schon behoben, es hat sich allerdings keine Besserung eingestellt.

Der Vitamin D3 Wert sollte schon so auf 60-100 ng/ml angehoben werden. Dafür bedarf es MINDESTENS 500.000 IE Vitamin D3 (also mind. 25 Kapseln Dekristol innerhalb von 2 Monaten).
Ganz wichtig: Dazu unbedingt ausreichend Magnesium einnehmen. Für die Umwandlung von Vitamin D3 in die aktive Form wird viel Magnesium verbraucht. Außerdem verbraucht Stress (den du hast) sehr viel Magnesium. Am besten fängst du direkt morgen an 2x täglich 400mg (also 800mg tägl.) Magnesium zu nehmen für ein paar Monate.....

Mak30 hat geschrieben:
Der Transferrin und Transferrinsättigungswert waren jeweils genau leicht unter der Minimal- bzw. Maximalgrenze, was auf eine Eiseneinlagerung hindeutet.

Wie sind denn die genauen Werte inkl. Referenzwerte?
Wurde wirklich nur Transferrin und dessen Sättigung getestet oder auch Ferritin?

Mak30 hat geschrieben:
Ansonsten war noch der Hämoglobinwert leicht erhöht, wogegen mir mehr Wasser trinken geraten wurde.

Wieviel trinkst du denn pro Tag?
Es sollten schon so 2-3l Flüssigkeit pro Tag sein. Am besten Mineralwassser und Tee ohne Zucker.

Mak30 hat geschrieben:
Die Schilddrüsenwerte waren alle ok, der TSH-Wert lag bei 1.6 mU/l, T3 und T4 waren im Nombereich. Mein Vater hatte allerdings mal eine Schilddrüsenerkrankung, wogegen er immernoch Tabletten nimmt. Wäre da eine weitere Untersuchung sinnvoll?

Fürs erste sollte es reichen, außer es gibt weitere Symptome, die auf ein Schilddrüsenproblem hindeuten.....



Mak30 hat geschrieben:
Meine Hauptsymptome sind nochmal zusammengefasst: Angst- und Panikattacken, die anscheinend gerade abklingen, wobei ich nicht weiß, ob das auf das Escitalopram oder die Auszeit zurückzuführen ist, Emotionslosigkeit, Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafprobleme und Fahrigkeit. Die Probleme hatte ich aber auch schon vor der Einnahme.

Muss man unvoreingenommen (also NICHT nach dem Mott: wird eh psychisch bedingt sein), mal gründlich schauen, ob man eine Ursache dafür findet.....

Danke1xDanke




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  22.02.2018 22:01  
la2la2 hat geschrieben:
:roll: Damit hast du alles richtig gemacht, um in die Schublade gesteckt zu werden, ohne dass der Arzt auch nur ne Minute lang über dein Problem nachdenkt......
Hast du denn wenigstens mal nach Panikattacken gegooglet? Und erkennst du dich in dem wieder?


Seit das Zittern zum dritten Mal aufgetaucht ist, war ich total fixiert auf die Situation und habe leider zwanghaft geschaut, ob es wieder auftaucht. Auch bei Kumpels hatte ich dann 1-2 Angst, aber es ging gut. Extrem war die Angst nur in der Arbeit mit Engefühl in der Brust, Atemnot und Herzrasen vor ich in die Situation gegangen bin. Mit meinen Kollegen habe ich keine Spannungen. Die Erwartungsangst sowie die Angst unter dem Essen sind jetzt aber so gut wie weg. Mich strengt der Arbeitstag und der Umgang mit den Kollegen und Kumpels im Moment nur sehr an, weil ich große Probleme habe zu folgen. Liegt aber evtl. an der Müdigkeit.

la2la2 hat geschrieben:
Der Vitamin D3 Wert sollte schon so auf 60-100 ng/ml angehoben werden. Dafür bedarf es MINDESTENS 500.000 IE Vitamin D3 (also mind. 25 Kapseln Dekristol innerhalb von 2 Monaten).

Mein Vitamin D3 wird ist bereits nach 9 Tagen, nachdem ich nochmal beim Blut abnehmen war von 16.4 auf immerhin 36.4 ng/ml gestiegen. Mittlerweile habe ich 19x20000 IE seit 01.02 genommen. Magnesium habe ich nur sporadisch dazu genommen mit einem Präparat, dass hauptsächlich Kalzium (1000 mg), Magnesium (400 mg) und Zink (15 mg) enthält. Danke für den Tipp mit dem Magnesium! Wie groß ist die Gefahr, dass man zu viel Magnesium einnimmt? Transferrin sollte zwischen 2-3.6 g/l liegen und war bei 1.99 g/l bei mir. Transferrinsättigung sollte bei 16-45 % liegen und war bei 40% bei mir. Ferritin muss ich noch beim Hausarzt anfragen.

la2la2 hat geschrieben:
Wieviel trinkst du denn pro Tag?
Es sollten schon so 2-3l Flüssigkeit pro Tag sein. Am besten Mineralwassser und Tee ohne Zucker.

2-3 l kommen auf jeden Fall hin, eher 3l.

la2la2 hat geschrieben:
Fürs erste sollte es reichen, außer es gibt weitere Symptome, die auf ein Schilddrüsenproblem hindeuten.....

Seit 1-2 Wochen fühlt sich mein Hals ziemlich rau beim Schlucken an, ohne dass ich eine Erkältung habe oder mein Mund trocken wäre. Ist aber erst seit kurzem....


Danke für deine Hilfe!
Mak



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  22.02.2018 22:08  
Mak30 hat geschrieben:
Mein Vitamin D3 wird ist bereits nach 9 Tagen, nachdem ich nochmal beim Blut abnehmen war von 16.4 auf immerhin 36.4 ng/ml gestiegen.

:verrück Zwischen der letzten Einnahme und dem Bluttest müssen MINDESTENS 1-2 Wochen liegen. Ansonsten ist der gemessene Wert nicht realistisch und wahrscheinlich eher niedriger.....

Mak30 hat geschrieben:
Magnesium habe ich nur sporadisch dazu genommen mit einem Präparat, dass hauptsächlich Kalzium (1000 mg), Magnesium (400 mg) und Zink (15 mg) enthält.

Lass das Kalzium unbedingt weg. Vitamin D3 erhöht die Kalziumaufnahme drastisch ---> das lagert sich schlimmstenfalls in den Blutgefäßen ab. Da hat es aber nichts zu suchen....

Mak30 hat geschrieben:
Wie groß ist die Gefahr, dass man zu viel Magnesium einnimmt?

Wenn du max. 800mg pro Tag für mehrere Monate nimmst, nahezu 0. Zu viel Magnesium merkst du, wenn du nicht mehr vom Klo runterkommst......

Mak30 hat geschrieben:
Transferrin sollte zwischen 2-3.6 g/l liegen und war bei 1.99 g/l bei mir. Transferrinsättigung sollte bei 16-45 % liegen und war bei 40% bei mir. Ferritin muss ich noch beim Hausarzt anfragen.

Dann poste mal den Ferritin Wert. Ohne den lässt sich zu deinen Werten nichts sagen....

Mak30 hat geschrieben:
Seit 1-2 Wochen fühlt sich mein Hals ziemlich rau beim Schlucken an, ohne dass ich eine Erkältung habe oder mein Mund trocken wäre. Ist aber erst seit kurzem....

Einfach erstmal abwarten..... sehr viel, was von alleine kommt, geht auch von alleine wieder. ;)

Danke1xDanke




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  22.02.2018 22:40  
la2la2 hat geschrieben:
Zwischen der letzten Einnahme und dem Bluttest müssen MINDESTENS 1-2 Wochen liegen. Ansonsten ist der gemessene Wert nicht realistisch und wahrscheinlich eher niedriger.....

Ich habe ja am Anfang eine ziemliche Stoßkur gemacht mit 2x20.000 IE für 3 Tage und danach jeweils 1x10.000 IE pro Tag. Ich lass mir aber noch alle Werte vom Arzt ausdrucken inkl. Ferritin und melde mich dann wieder.

Hast du noch einen Tipp für mich für ein gutes Magnesiumpräparat? Soll ich mich dazu in der Apotheke beraten lassen? Viele Mittel enthalten ja noch irgendwelche Zusatzstoffe. Wahrscheinlich ist es sinnvoll, ein Mittel, das nur Magnesium enthält, zu nehmen. Was denkst du?

Was ich auch noch wichtig finde: im Winter geht's mir gesundheitlich immer relativ schlecht. Ich habe eigentlich jeden Winter sehr lange mit Infekten zu kämpfen. Letzten Winter war es extrem schlimm, außerdem war meine Haut im Gesicht so trocken, dass ich ständig eine Creme aus der Apotheke mit Wollwachs gebraucht habe.

Wegen der Einnahme von Escitalopram bin ich jetzt auch leicht verunsichert, ob das der richtige Schritt war. Immerhin hatte ich ja genügend Symptome, die dafür sprechen. Vielleicht sollte ich es mal bis zu 6 Wochen weiternehmen und schauen, ob sich eine Besserung einstellt. Das Ausschleichen würde ich dann eher auf Sommer verschieben, wenn es mir hoffentlich wieder besser geht. Was denkst du dazu?



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  22.02.2018 23:58  
Am besten ist reines Trimagnesiumdicitrat Pulver mit 15-16% Magnesiumgehalt.
Davon dann 3-6g in ne Flasche Mineralwasser kippen und über den Tag verteilt trinken.

Mak30 hat geschrieben:
Was ich auch noch wichtig finde: im Winter geht's mir gesundheitlich immer relativ schlecht. Ich habe eigentlich jeden Winter sehr lange mit Infekten zu kämpfen. Letzten Winter war es extrem schlimm, außerdem war meine Haut im Gesicht so trocken, dass ich ständig eine Creme aus der Apotheke mit Wollwachs gebraucht habe.

Wenn das eher so Dezember/Januar/Februar mit dem ganzen Mist losgeht, ist ein Vitamin D Mangel eine mögliche Ursache dafür........

Mak30 hat geschrieben:
Wegen der Einnahme von Escitalopram bin ich jetzt auch leicht verunsichert, ob das der richtige Schritt war. Immerhin hatte ich ja genügend Symptome, die dafür sprechen. Vielleicht sollte ich es mal bis zu 6 Wochen weiternehmen und schauen, ob sich eine Besserung einstellt. Das Ausschleichen würde ich dann eher auf Sommer verschieben, wenn es mir hoffentlich wieder besser geht. Was denkst du dazu?

Ja, unbedingt noch mind. 6 Wochen nehmen. Mit etwas Glück verbessert es deine Symptome deutlich. Dann kannst du es auch für 1 Jahr oder länger nehmen. ;)
Und falls es nichts bringt, im Sommer ganz langsam über mehrere Wochen ausschleichen.....

Danke1xDanke


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  23.02.2018 00:10  
Gut wie ihr 2 das macht
So macht ein Forum für mich Sinn, wenn man sich auf eine Person konzentrieren kann, ohne dass mehrere Leute ihr Geschichte auspacken und alle durcheinander schreiben.

Danke2xDanke




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  24.02.2018 19:02  
Hi la2la2,

ich habe jetzt noch meine Blutwerte der letzten Jahre vom Hausarzt angefordert:
Anscheinend hatte ich 2015 eher eine Eisenunterversorgung:
18.11.2015:
Mineralstoffe/Vitamine:
Eisen: 32 (-)
Ferritin (30-400): 314
Transferrin (2.0-3.6): 2,08
Kupfer (700-1400): 1390
Transferrinsättigung (16-45 %): 10 (-)
Coeruloplasmin (0,2-0,6): 0,29

Die aktuellen Blutwerte sind aber sicher interessanter.
Ich schreib nur die Aufälligkeiten rein:
02.01.2018:
Blutbild:
Haemoglobin: 17.6 (+)
Entzündungsparameter:
Beta-Globulin: 7.6 (-)
Mineralstoffe/Vitamine:
Eisen: 142
Ferritin: 149
Transferrin: 1,98 (-)
Kupfer: nicht gemessen
Transferrinsättigung: 51% (+)
Vitamin D (20-100): 16,4 (-)

Am 11.01.2018 wurde nochmal gemessen:
Die Eisen/Transferrinwerte haben sich kaum geändert:
Eisen: 135
Ferritin: 161
Transferrin: 2,12
Transferrinsättigung: 45%
Vitamin D: 38,6
Vitamin B6 (8,7-27,2): 31,4 (+)
Magnesium (0.75-1,0): 0,92

Was sagst du zu den Werten? Einen Magnesiummangel kann man ja anscheinend kaum durch das Blutbild feststellen, weil die dort gemessenen Werte meistens normal sind. Allerdings merke ich meine Muskeln schon sehr nach dem Sport oder sogar schon nach zwei B. am Abend. Dagegen habe ich mir gleich mal das Trimagnesiumdicitratpulver, das du vorgeschlagen hast, geholt. Was ist denn der Grund dafür, dass man das Pulver mit Mineralwasser einnehmen sollte?

Hättest du sonst noch Tipps für eine Ernährungsumstellung? Am Morgen frühstücke ich jetzt meistens Joghurt mit Nussmüsli und ich versuche öfter Fisch zu Essen. Fischkapseln, die Omega-3-Fettsäuren enthalten, werden ja auch angepriesen einen antidepressiven Effekt in Kombination mit D3 zu haben. Zu viel möchte ich allerdings an Nahrungsergänzungsmitteln nicht durcheinander nehmen.

Und ich hätte noch eine Frage: Über zwei Monate verteilt habe ich ja 20 Kapseln Vitamin D3 20.000 I.E. genommen. In welcher Dosis würdest du die noch weiternehmen?

Liebe Grüße
Mak



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  24.02.2018 19:40  
Mak30 hat geschrieben:
18.11.2015:
Mineralstoffe/Vitamine:
Eisen: 32 (-)
Ferritin (30-400): 314
Transferrin (2.0-3.6): 2,08
Kupfer (700-1400): 1390
Transferrinsättigung (16-45 %): 10 (-)

Sieht so aus, als ob du zu diesem Zeitpunkt irgendeine Entzündung hattest, die zu falsch erhöhten Ferritin Werten führte. Wäre die einfachste Erklärung....

2018 scheint mit deiner Eisenversorgung alles so weit in Ordnung zu sein. Mit nem Ferritinwert um die 150 ist ein Mangel so gut wie ausgeschlossen....

Mak30 hat geschrieben:
Vitamin D: 38,6

Ziel sollten 60-100 ng/ml sein....

Mak30 hat geschrieben:
Vitamin B6 (8,7-27,2): 31,4 (+)

Nimmst du irgendwas, as B6 enthält an Tabletten? Wenn nicht, ist auch egal, da er nur minimal erhöht ist....


Mak30 hat geschrieben:
Dagegen habe ich mir gleich mal das Trimagnesiumdicitratpulver, das du vorgeschlagen hast, geholt. Was ist denn der Grund dafür, dass man das Pulver mit Mineralwasser einnehmen sollte?

Wenn man zu viel Magnesium auf einmal nimmt, dann kommt man nicht mehr vom Klo runter....... Der Gedanke ist: Morgens in ne 1,5-2l Flasche Mineralwasser was reinkippen, kurz schütteln (das echte mit 15-16% löst sich sehr gut in Wasser) und über den Tag verteilt trinken. Verhindert das es abführend wirkt und gleichzeitig hast du die Trinkmenge gesichert. ;)

Mak30 hat geschrieben:
Und ich hätte noch eine Frage: Über zwei Monate verteilt habe ich ja 20 Kapseln Vitamin D3 20.000 I.E. genommen. In welcher Dosis würdest du die noch weiternehmen?

Das sind gerade mal 400.000IE Vitamin D3, was den Spiegel um 40ng/ml erhöhen sollte. Jedoch durch den "Verlust"/"Verbrauch" in den 2 Monaten werden es effektiv nur round about +20 ng/ml sein.
Ich nehme im Winter täglich 10.000IE Vitamin D3 und im Sommer (April bis September) 5.000 IE Vitamin D3 und beabsichtige das bis ans Ende meines Lebens so fortzuführen. Ich werde in 1 Jahr nochmal 2-3 Wochen Pause machen und dann im Labor bestimmen lassen, ob ich irgendwo bei 60-100ng/ml liege und ggf. die Dosis anpassen..... ;)
Und natürlich Magnesium - ist nicht nur für die Umwandlung von Vitamin D3 sehr wichtig, sondern auch für sehr viele andere Stoffwechselprozesse im Körper.

Danke1xDanke


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  26.02.2018 19:57  
Interessant. Danke ! Ich soll mit 1000 i.e.meinen Mangel 2mal täglich
Wieder beheben..fast zum lachen....habe mir k2 dazu besorgt und 400mg
Magnesium.
Haben nicht alle Menschen zu dieser Jahreszeit einen Vitamin d Mangel?
Wieso soll sich das auf die Menschen so unterschiedlich auswirken?



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  26.02.2018 20:22  
Streulicht hat geschrieben:
Ich soll mit 1000 i.e.meinen Mangel 2mal täglich
Wieder beheben..fast zum lachen....

:rofl: Einfach mal bei ebay, Amazon oder Internet Allgemein nach "Vitamin D3 5.000IE" oder 10.000IE suchen. ;)

Streulicht hat geschrieben:
Haben nicht alle Menschen zu dieser Jahreszeit einen Vitamin d Mangel?
Wieso soll sich das auf die Menschen so unterschiedlich auswirken?

Ja, einen Vitamin D Mangel haben fast alle. Obwohl alle homo sapiens sapiens sind, unterscheiden sich alle Menschen sich körperlich teils erheblich.
Manche sterben mit unter 20 an Krebs - andere haben selbst mit 100 noch nie Krebs gehabt....
Manche bekommen MS - die Zwillingsgeschwister jedoch nie.....
Manche haben eine B12 Aufnahmestörung - andere nicht......
Manche bekommen Autoimmunerkrankungen - andere nicht.....
...........
Manche haben durch einen Vitamin D Mangel Symptome - andere nicht....

Danke1xDanke


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  26.02.2018 20:44  
Vielen dank !





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  06.03.2018 14:33  
Hallo zusammen,

es ist ca. eine Woche her, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe. Die Angst- und Panikattacken waren vor 2 Wochen bereits besser. Von Panikattacken kann man eigentlich nicht mehr sprechen. Im Moment steht bei mir eher ein leicht ängstliches und niedergeschlagenes Gefühl im Vordergrund. Das macht sich vor allem im Umgang mit Kollegen bermerkbar. Der Alltag ringt mir viel Kraft ab und vor allem das Aufstehen und in die Gänge kommen fällt mir schwer.

Das kommt sehr wahrscheinlich auch daher, dass ich mich im Moment immernoch sehr müde und abgeschlagen fühle. Hoffentlich geht das wieder weg, nachdem ich jetzt seit gut einer Woche eine Erkältung/grippalen Infekt hatte.

Seit 25 Tagen nehme ich jetzt auch schon 10 mg Escitalopram jeden morgen. Vorher habe ich es eine Woche mit 5 mg eingeschlichen. Nebenwirkungen hatte ich nicht viele, außer ein leichtes Ziehen im Kopf, Schwindel am Anfang und eine gefühlte Müdigkeit, die aber auch woanders herkommen kann. Nach dieser Zeit sollte sich doch allerdings schon eine deutliche Besserung meiner Symptome einstellen oder? Vor allem sollte das Escitalopram ja eher antriebssteigernd wirken, was ich bei mir überhaupt nicht bemerke.


Edit: Ach ja, noch eine Anmerkung und Frage. Ich schlafe im Moment immernoch schlecht, obwohl ich mich genügend bewege und müde ins Bett gehe. Haltet ihr es für sinnvoll, einen Termin beim Endokrinologen auszumachen oder mit einer Vitalstoffkur zu beginnen?

Liebe Grüße
Mak


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