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200913.07




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Hallo ihr Lieben

Kämpft jemand von euch ohne medikamentöse Hilfe gegen die Angst?
Von Anfang an oder habt ihr mitten in der Therapie das Medikament abgesetzt?
Wie war der Unterschied zu vorher und nachher?

Liebe Grüße

Auf das Thema antworten

24 Antworten ↓



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  13.07.2009 10:22  
Hallo Jessey!

Ich leide seit 16Jahren an Agoraphobie und nehme keine Medis. Ich hab zwar auch schon welche verschrieben bekommen aber die Nebenwirkungen und die eventuelle Abhängigkeit haben mich immer abgehalten. Ich denke mit den Medis würde ich den Tag wohl besser schaffen aber damit ist die Ursache auch nicht gefunden. Ich habe vor 2 Wochen eine Verhaltenstherapie begonnen mal sehen obs was bringt. Ich denke das es in jedem Falle besser ist als Medis.
LG Katwes



  13.07.2009 11:56  
Hallo Jessey,

ich hab auch schon seit einigen Jahren mit meiner Agoraphobie zu kämpfen. Ich war eigentlich immer gegen Medis, zum einen, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen hatte, zum anderen, weil ich der Meinung war, dass das keine Lösung des Problems ist, sondern höchstens die Symptome mindert oder vorübergehend verschwinden lässt.

Im Januar diesen Jahres war ich dann aber so fertig, dass ich meinen Arzt überredet hab mir Citalopram zu verschreiben (er ist Homoöpath und verschreib sowas nur ungern ) um wieder aus meinem Loch rauszukommen. Hab mir gedacht, die Nebenwirkungen, die Citalopram auslöst decken sich weitestgehend mit den Angstsymptomen, ist also eigentlich egal warums mir mies geht ... ^^

Hat zwar ne Weile gedauert, bis es richtig gewirkt hat und ich war am Anfang extrem müde, aber dann war die Angst wie weggeblasen. Ich hatte wieder Spaß am Leben und das Beste: ich konnte in die Uni gehen, nachdem ich das letzte Semester nach 4 Wochen abgebrochen hatte ...

Hab das Medi Anfang Juni wieder abgesetzt, weil mir klar war, dass das keine Dauerlösung sein kann. Die Angst ist jetzt ab und zu wieder da, aber nicht in dem Ausmaß, wie vor Beginn der Einnahme, es ist manchmal nicht mehr ganz so leicht morgens aus dem Bett zu kommen und bin nicht mehr ganz so energiegeladen.
Aber ich habe jetzt wieder die Kraft an meiner Angst zu arbeiten, bin seit April wieder in Therapie, die erste war fürn Ar***

Ich würds immer wieder nehmen, allerdings nur als Übergangslösung um wieder zu Kräften zu kommen. Und die Beste Erfahrung die ich gemacht hab: Es ist wirklich nur die Angst, nicht irgendwas körperliches oder so, da war ich mir zuvor öfters mal nicht so sicher, vor allem währen der Angstattacken.

Liebe Grüße,
Anna



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  13.07.2009 14:20  
Hallo

Ich hab Therapie gemacht , recht lange und mit Erfolg

Medis habe ich nie genommen hätte es aber getan wenn es ohne nicht funktioniert hätte.

Manchmal ist Kämpfen wohl das letzte Mittel (das dümmste).

Bei Angst und Panik ist es absolut fehl am Platze und eher kontraproduktiv als sinnvoll oder hilfreich .


lg ZZ



  13.07.2009 14:23  
Wenn der Leidensdruck zu groß wird, nimmt man gerne Medikamente.



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  13.07.2009 16:01  
Ich nehm auch seit Anfang des Jahres Citalopram und mir hilft es auch. Nun geht es mir wieder einigermaßen gut, und ich bin auch am überlegen, ob ich es wieder absetzte. Wie seid ihr da vorgegangen? Langsam ausschleichen oder von heute auf morgen? Ich hab Ende des Monats einen Termin bei der Psychologin und werde das mal ansprechen. Mich würden aber die Erfahrungen damit auch interessieren.



  13.07.2009 16:18  
Wenn man Tabletten einnimmt darf man auf gar keinen Fall selbstständig einfach absetzten. Das könnte gründlich schief gehen.
In der Regel ist ein halbes Jahr nicht ausreichend, es sei denn der Psychologe hält das für gut.
Mit Tabletten nehmen, absetzen und experimentieren ist schädlich.



  13.07.2009 16:36  
Hallo Schlafkappe,

ich würde das Citalopram auf jeden Fall ausschleichen, sonst wirst du sehrwahrscheinlich Absetzerscheinungen kriegen.
Ich habe 5 Monate 20 mg genommen, bin dann für 10 Tage auf 15 mg, danach für 10 Tage auf 10 mg und hab dann ganz aufgehört. Der letzte Schritt war wohl ein bisschen groß, mir war für ein paar Tage richtig schwindelig ... Also nicht zu schnell runterdosieren

@pax: warum soll ein halbes Jahr nicht ausreichend sein?



  13.07.2009 16:42  
Zitat:
es sei denn der Psychologe hält das für gut.


Man braucht sich nicht unter Druck setzen und sagen, das nehm ich mal ne kurze Weile. Oft ist das falscher Ehrgeiz, und der Rückfall wird umso schlimmer.



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  13.07.2009 17:29  
Ich werde es auf jeden Fall nicht auf eigene Faust probieren. Aber man wird doch ganz schnell leichtsinnig, wenn es einem besser geht. Hat auch schon jemand Erfahrungen gemacht, es abgesetzt und nur bei Bedarf kurze Zeit wieder einzunehmen, wenn es mal wieder schlechter geht? Oder ist das Citalopram nur bei längerfristiger Einnahme erfolgversprechend?



  13.07.2009 17:31  
Es geht darum überhaupt nicht zu experimentieren Schlafkappe.
Das bestimmt einzig der Arzt. Also falsche Frage nächste Frage.



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  13.07.2009 17:36  
Dazu hab ich jetzt mal keine Frage mehr Pax. Aber mir fallen bestimmt noch ein paar dumme Fragen ein. Ich werd auf keinen Fall herumexperimentieren. Danke!



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  16.07.2009 21:04  
Hallo!
Leide sei 16 Jahren an Panikattaken und bis jetzt habe ich mich geweigert Medikamente zu nehmen.
Hab 2Kuren hinter mir,die ich sehr empfehlen kann.Ich hatte Zeiten,da ging es mir richtig gut.Im Moment ist leider das Gegenteil der Fall.Hab keine Kraft mehr,damit umzugehen.
Anfang des Jahres beantrage ich nochmal eine Kur.Bia dahin überlehe ich,ob ich mir nicht doch Mal mit Medikamenten helfen lasse.
Mal sehen....
LG Gaby



  17.07.2009 07:51  
Hallo gabrielemaus!
Wenn der Leidensdruck so groß wird, nimmst Du gerne Medikamente.
Vergessen darf man die Therapie niemals.
Kuren ok, aber Du kommst doch jedes Mal in dasselbe Umfeld zurück oder?
Dann dauert es nicht lange und Du brauchst die 3te Kur?



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  17.07.2009 08:05  
Hallo

Ich selber habe auch in der Vergangenheit Medikamente (Psychopharmaka) grundsätzlich abgelehnt.

Seit 9 Monaten nehme ich aber nun doch Citalopram gegen Depressionen.

Ich weiss heute, dass oft zuerst einmal die Symptome (etwas) weg müssen (egal wie), bevor eine Therapie überhaupt möglich ist. In meinem Fall waren es Depressionen und selektive Ängste, aber ich denke, dass es bei einer Panikerkrankung sehr ähnlich ist.

LG, omega




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  17.07.2009 10:34  
Genau richtig, Pax,
wenn man ganz unten ist, tut man alles. Darum werd ich auch nicht rum experimentieren, mit absetzen. Das machen wir dann ganz langsam, das soll ja auch kein Dauerzustand sein, mir dem Einnehmen. Aber ich will auch nie wieder in diese schreckliche Situation kommen.
Also Gabriele, überleg dir genau, was dir im Moment wichtiger ist. Diesen Zustand zu ertragen, oder über einen gewissen Zeitraum Medikamente zu nehmen. Ich würde es jederzeit wieder tun.



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  17.07.2009 17:15  
Hallo1
das problem ist,das ich schon 2mal versucht habe antidepressiva zu nehmen,aber meine al
angst so verstärkt wurde,das ich dachte,ich werd verrückt!
ob es die falschen tabletten waren?wer sagt mir,das ich diese mal die richtigen bekomme.
fühle mich auch ein bißchen als versager,weil ich es bis jetzt immer ohne tabletten ausgekommen bin.aber es kostet ernorm viel kraft,immer gegen angst und panik u kämpfen.im moment bin ich einfach platt!!LG gabrielemaus



  17.07.2009 17:23  
Dann nimm die Medikamente.



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  17.07.2009 18:57  
Sag ich auch, ich mußte auch verschiedene probieren, bis ich dich richtigen hatte. Jetzt mit Citalopram geht es mir besser.



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nrw
  17.07.2009 23:16  
hallo

also ist echt möglich pa und die angst im griff zu bekommen ohne medikamente?? mir wird nämlich bei den ärzten was anderes gesagt ich solle doch irgenwelche medis dafür nehmen....



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Dr. Hans Morschitzky


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