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Tobimobi
Mitglied

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Guten Abend ihr Lieben,

Ich bin der Tobi, 26 aus Köln. Ich bin normalerweise ein sehr lebendiger, freundlicher und extrovertierter Mensch. Ich habe es geliebt auf Festivals zu gehen, Freunde zu treffen und war für alles offen. Habe gerne gekocht, war viel beim Sport und habe mich ehrenamtlich engagiert.

Bis vor drei Monaten war mein Leben wunderschön. Dann hatte ich einen Nervenzusammenbruch aufgrund von mehrjähriger Belastung. Ich habe im Mai 25 mein Referendariat begonnen und immer mehr gemerkt, dass mein Körper mit der Belastung nicht gut umgehen kann. Ich habe nicht darauf gehört und bekam plötzlich eine Panikattacke ich habe gedacht ich sterbe. In der Schule angekommen fing ich an im Lehrerzimmer zu weinen. Erst da habe ich gemerkt, dass ich vollkommen überlastet und überfordert bin. Die letzten drei Monate sind geprägt von vielen depressiven Symptomen (Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Schlafstörungen, Interessensverlust…) und von Ängsten (Gedankenkreise, Zukunftsängste, innere Unruhe, Rastlosigkeit….). Außerdem fühle ich mich total angespannt als wäre mein Körper total verspannt, habe dauernd Kopfschmerzen, fühle mich körperlich schwach (obwohl Muskelkraft da ist), habe Schmerzen in den Beinen, meine Arme fühlen sich schwer an.

Ich nehme seit 7 Wochen Escitalopram und seit 3 Wochen 20 mg. Zudem nehme ich 150 mg pregabalin und zur Nacht 25 mg Quviviq.

Zudem mache ich eine Verhaltenstherapie und habe eine Antrag auf Reha gestellt.

Meine größten Probleme aktuell:
-Erschöpfung
-innere Unruhe
-Schmerzen
-keine Antrieb
-keinen oder nur schlechten Schlaf.

Was ich dagegen mache:

- Medikamente
- Psychotherapie
- Akupressurmatte 20 Minuten abends
- 10 Minuten Workouts
- Leichte dehnübungen
- manchmal Freunde treffen

Was mir sehr schwer fällt:

- Morgens aus dem Bett zu kommen
- tagesstuktur zu etablieren
- ständig am Handy meine Symptome checken
- Zu glauben, dass es besser wird.

Meine Fragen:
- wer hat auch mit Ängsten und Depressionen zu kämpfen und welche Symptome habt ihr
- was habt ihr unternommen ?
- wann wurde es besser?
- wie lange wart ihr krankgeschrieben?


Vielleicht können mir manche ein wenig Mut machen. Ich bin irgendwie überfordert mit der Situation.

Liebe Grüße
Tobi

02.02.2026 x 1 #1


7 Antworten ↓


Flame
Zu allererst möchte ich Dir sagen: das wird wieder!

Es ist sehr gut,dass Du bereits medikamentöse Hilfe in Anspruch nimmst.
Das muss manchmal noch angepasst werden bzw. es kann auch dauern bis sich die Wirkung eines Medikaments voll entfaltet.

Was jetzt wichtig ist,dass Du Dir Zeit gibst.
In der Regel macht man sich selbst Druck um möglichst schnell wieder zu "funktionieren".
Nur diese Heilung braucht ein bisschen Zeit.

Wie lange es dauern kann,das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.
Auf jeden Fall wird das wieder,keine Sorge.

Was man in der Zwischenzeit tun kann ist,sich umfangreich zu informieren.
Ich möchte Dir das Buch "Angst selbst bewältigen Das Praxisbuch" von Dr. Dietmar Hansch nahelegen.
Da kann man sich einiges raus ziehen:
https://www.amazon.de/Angst-selbst-bew%...137&sr=1-1

x 1 #2


A


Angst und Depression überwinden

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T
@Flame Danke für deine lieben Worte. Wie war es bei dir?

#3


MariaManchester
@Tobimobi
Zu allererst. Du bist nicht alleine.
Und ganz wichtig: Das geht auch wieder vorbei ! Das bleibt so nicht für immer !
Der Gedanke hilft mir in den "bescheidenen Phasen".

Nachdem was du aufzählst, machst du schon wirklich viel für dich und deine Gesundheit. Toll!

Zu deinen Fragen wird es viele verschiedene Antworten geben.
Ich hab meine Problematik am besten mit Therapie und Antidepressiva in den Griff bekommen.
Wichtig war ganz oft für mich, mit mir nahestehenden Personen austauschen. Und versuchen mich nicht immer im Bett zu vergraben (das ist leider immer mein Mechanismus der dann greift.)
Solche Episoden können unterschiedlich lang sein. Tritt das bei dir zum ersten Mal auf ? Vielleicht müssen einige Sachen in der Therapie aufgearbeitet werden.

Ich drücke dir ganz, ganz fest die Daumen. Verliere die Hoffnung nicht lachen

#4


T
@mariamanchester Danke für deine lieben Worte. Es ist meine erste Episode und das überfordert mich irgendwie sehr.

Das Referendariat hat wahrscheinlich das Fass zum überlaufen gebracht. Die Ursache werde ich hoffentlich noch finden.

x 1 #5


MariaManchester
@Tobimobi Das erste Mal ist immer das Schlimmste, weil man überhaupt nicht weiß was los ist.
Ich hatte meine allererste Panikattacke mit 16 in der Straßenbahn. Kann mich noch heute daran erinnern, es war ganz furchtbar.

Stress ist auf jeden Fall ein Auslöser. Wir haben in der heutigen Zeit verlernt auf uns und unsere Grenzen zu achten. Das dürfen wir alles (neu) lernen lachen

Ich kann dir nur raten, es nicht weg zuschieben. Es es sind ganz furchtbare Gefühle aber sie haben alle ihren Grund.
Du schaffst das, da bin ich ganz sicher 💪

x 1 #6


Flame
Zitat von Tobimobi:
Danke für deine lieben Worte. Wie war es bei dir?

Ich habe bereits verschiedene Phasen in meinem Leben gehabt mit Depressionen.

2017 gesellte sich die Panikstörung dazu und da war ich genauso aufgeschmissen wie Du.
Man weiss einfach nicht weiter und hat Angst,dass es nie wieder gut wird,alles steht Kopf und die Angst "regiert" (zunächst).
Das ist ganz normal,wenn man das alles noch nicht kennt.

Bei mir hat es über 2 Jahre gedauert bis ich wieder Boden unter den Füssen hatte.
Aber orientiere Dich nicht daran,ich habe verschiedene Diagnosen,die Du nicht hast.

Und es lässt sich auch kein Weg mit einem anderen vergleichen.

Ich hatte mal eine Erschöpfungsdepression,die sehr heftig war.
2 Monate lang hab ich quasi überwiegend im Bett gelegen mit Beruhigungsmitteln und parallel ein Antidepressivum eingeschlichen.

Nach 2 Monaten war der Spuk genauso schnell vorbei,wie er kam.
Also es kann durchaus auch zügig wieder besser werden,wenn man sich helfen lässt und das tust Du ja.

x 2 #7


T
Danke ihr beiden, super lieb von euch. Das baut mich sehr auf 🫶

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