@kadisha Ich gehe meinen Weg ohne Medikamente - wobei ich mich nicht als "geheilt" bezeichnen würde. Ich bin halt noch auf dem Weg dahin. Ob ich jemals dort ankomme, sei mal dahin gestellt.
Mir haben Medikamente bisher nicht weitergeholfen, wobei ich auch sagen muss, dass ich nach zwei Versuchen die x. voll hatte. Escitalopram habe ich nicht vertragen und es hat es alles noch schlimmer gemacht. Mirtazapin hat mir Null geholfen, aber ich hatte eine enorme Gewischtszunahme und ich habe aufgrund der Absetzproblematik zwei Jahre gebraucht, bis ich es wieder ausgeschlichen hatte.
Meine persönliche Meinung ist, dass ADs eine Berechtigung bei schweren Depressionen und Angstzuständen haben und wenn nix anderes mehr geht. Sie sind aber nicht zur Dauermedikation gedacht, daher sollte immer wieder überprüft werden, ob es das noch braucht. Was in meinen Augen gar nicht geht, ist eine Medikation in Lebenskrisen, das Zuballern von Frauen in den Wechseljahren und eine Medikation ohne begleitende Therapie. Ein AD kann ein Baustein sein, ist aber nicht zur alleinigen Behandlung der Problematik geeignet. Denn es ist halt nur eine Krücke, die unterstützen kann - sie löst aber nicht das Problem.
Ich finde es nach wie vor schlimm, dass die Ärzte den Patienten eine Medikation mit ADs als alternativlos verkaufen und viele wirklich in dem Glauben sind, sie müssten diese Medikamente nehmen. Eine Aufklärung über weitere Ansätze wie Sport, Lebensstilanpassung, Therapie etc. gibt es aus Zeitgründen nicht. Außerdem wäre es in meinen Augen essentiell, dass ganz am Anfang erst einmal eine komplette körperliche Abklärung inkl. Schilddrüse, Status von Hormonen, Vitaminen, Aminosäuren etc. stattfindet. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen mit ADs behandelt werden, die aber eigentlich NEMs oder Hormone bräuchten.
Was mir bisher geholfen hat, kannst Du hier nachlesen wenn Du Lust hast:
erfolgserlebnisse-f59/mein-tipp-koerper-psychotherapie-bei-somatoformer-stoerung-t106750.html