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Hallo Sonnenschein,
wenn ich dich richtig verstehe macht dir diese Plötzlichkeit des sich so stark aufdrängenden Gedanken Kummer. Da hat sich eine Frage eingeschlichen, die du nicht beantworten kannst und nun kreist dein Verstand um diese Frage. Hinzu kommt, dass die Entdeckung keine Antwort zu haben, bei dir das Gefühl auslöst, dass alles unecht ist. Deswegen hast du zusätzlich Angst, dass bei dir organisch was nicht stimmt (Hirntumor).
Das klingt, als wenn diese Veränderung plötzlich eingetreten ist. Hat der Gedanke einen Auslöser gehabt?
Hast du eine Idee, warum die Vorstellung, nicht zu wissen wie wir entstanden sind, bei dir so große Angst auslöst?
Bei mir hat der Gedanke daran, was nach dem Tod passiert große Panik ausgelöst (schon als Kind) und ich konnte Nachts im Bett nicht aufhören darüber zu grübeln. Es hat mich wahnsinnig gemacht, dass mein Verstand keine Antwort darauf fand.
Es ist das Unbekannte, das was wir nicht verstehen und kontrollieren können, was vielen Angst macht. Es gibt Fragen, die man nicht (mit Gewissheit) beantworten kann. Es gibt Bereiche, die man nur bedingt kontrollieren kann. Der Angstkranke und der Zwanghafte wollen aber dennoch kontrollieren, sie sind überzeugt, sie müssten etwas bestimmtes (immer wieder) prüfen und kontrollieren, damit nichts Schlimmes passiert. Sie können nicht unterscheiden, was sie kontrollieren können und sollten und was eben einfach nicht in ihrer Hand liegt und deshalb gar nicht kontrollierbar ist.
Mit deiner Psyche ist gerade etwas los, deshalb hast du Gedanken, die dir Angst machen und ein Entfremdungsgefühl, welches dir Angst macht. Wichtig ist, dass du jetzt achtsam mit deine Psyche umgehst und versuchst die unangenehmen ( grüblerischen und nicht zielführenden) Gedanken wegzuschieben, dich irgendwie davon abzulenken
Ich denke mal nicht, dass es dir hilft, wenn hier über die Entstehung des Universums philosophiert wird. Oder doch? Also würde dir das Beruhigung verschaffen dich mit anderen darüber auszutauschen?