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Also ich bin froh euch hier zu treffen. Habs auch genau so.
Ist es bei euch auch so abwechslungsreich? Mal geht es und mal ist es sehr schlimm? Also momentan ist es bei mir wieder extrem. Ich kann nicht mal mehr 15 min raus ohne in Panik zu geraten. Immer wenn ich weiss das ich gleich raus muss, gehe ich vorher 5 mal auf Toilette. Schon kuriose Szenen gehabt, wo ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Für 3 - 4 Monate ist es manchmal so gut wie weg und denn taucht es wieder ganz extrem auf.
Bei mir liegt es wohl daran, das ich Angst habe, die Kontrolle zu verlieren. Ich bin ein ziemlicher Kontrollfreak. Das bedeutet ich versuche ständig meine Gedanken zu kontrollieren. Ich denke zum Beispiel was und das was ich in den Moment denke unterziehe ich einer Kontrolle. Ob es nun sinnvoll ist, ob falsch oder richtig, wieso ich sowas denke etc. Jetzt die Frage an euch: Seid ihr auch solche "Kontrolltypen"? Achtet ihr häufig darauf was ihr sagt, in der Gegenwart von anderen Leuten?
Ich denke das Problem existiert, weil ich zu viel nachdenke.
Beispiel: Was passiert wenn ich jetzt auf Toilette muss? Was denken die anderen Leute, wenn ich plötzlich in Gebüsch springe, um da mein Geschäft zu machen? Oder sollte ich es einfach laufen lassen? Hier ist auch garkeine Toilette in der Nähe. Ich bin verloren.
Ich glaube viele von euch kennen diese Gedankengänge. Wir sollten doch gemeinsam rausfinden können, woran das liegt. Oder nicht?
Es behindert einen doch total in den ganz normalen Alltagssituationen. Wie kann man dieses ständige Selbstkontrolle akzeptieren oder in welchen Situationen wird sie stärker?
Das sind meines erachtenes Zwanggedanken die wir haben. Genau wie ein Raucher beispielsweise, nach jedem Kaffee eine Zig. braucht, denken wir bei jedem Schritt, das wir unseren Stuhlgang gleich nicht mehr unter Kontrolle haben. Für müssen also unseren Zwang kontrollieren, stimmts? Kann man diesen Zwang kontrollieren? Ich denke nicht. Wir müssen uns diesen Zwang stellen, egal wie schwer das auch ist. Wir müssen uns den schwierigsten Situationen stellen, damit wir sehen, das es einfach nur ein Zwang ist.
Das problematische ist, das der Mensch bei Panik verkrampft und durch diese Krämpfe regen wir u.t.a unseren Magen an, es kann zumindest dazu kommen. Aber da Menschen mit diesen Zwang, sowieso schon ihre Gedanken auf die Magengegend gerichtet haben, verstärken sie ihre Gedanken nur noch mehr, gleich auf Toilette zu müssen.
Ich denke weiter, das jeder seine eigene Methode hat, diesen Zwang zu besiegen. Es klingt so einfach und ist doch so schwer: Mach dir doch keine Gedanken um die Zukunft - was zählt ist die Gegenwart. So wahr und doch so schwer.
Die Krankheit, ich geh soweit und nenne es eine Krankheit, muss akzeptiert werden und es müssen tiefer gehende Gründe gesucht werden. Es ist denkbar, das der Toilettenzwang nur ein Vorwand für das Gehirn, für die Gedanken sind, um irgendetwas anderes zu überspielen.
Ich bin nur ein Mitleidender, der nach Antworten sucht. Daher versteht diesen Text auch nur als Lösungsansatz.
Bitte schreibt Kommentare hierzu, nur so können wir aus diesen Teufelskreis entfliehen.
Ich bitte des Weiteren um Verzeihung für Rechtschreibfehler, bin noch nicht allzu Vertraut mit der deutschen Sprache.
Mfg Herbort