Morgen Timo306,
Zitat von Timo306:Ich bin mir nicht sicher, ob mein Weltschmerz nur eine Ablenkung von meinen inneren Ängsten ist. Ich meine, dass Beides parallel existiert. Die Wertigkeit verschiebt sich allerdings manchmal in je eine Richtung. Die inneren und äußeren Ängste sind irgendwie auch ineinander verwoben. Wäre ich auf einer einsamen Insel aufgewachsen, wären dann meine "inneren" Ängste dieselben? Ich habe Ängste vor Gewalt. Ängste ausspioniert zu werden über die Smartphonecam z.B., oder dass jemand mit meiner IP sämtliche je geposteten Beiträge im inet verfolgt, Angst vor Minicameras, abgehört zu werden, etc..
Ein Weg wäre - zum Beispiel - die Betrachtungsweise seiner "Ängste" zu verändern.
So gibt es tatsächlich eigentlich genauso wenig 'Ängste' (Mehrzahl) wie es 'Müte' (Mehrzahl von Mut) gibt. Mut wie auch Angst sind einfach je ein Gefühl mit verschiedenen Abstufungen.
Eine "Mehrzahl" gibt es also nur bei den Auslösern (Triggern) dieses Gefühles. Aber auch hier gibt es ein - zumeist - probates Mittel: Handeln!
Habe ich meine Sichtweise vom Gefühl der Angst zum Auslöser hin gewandelt, wird die einzelne Bearbeitung leichter. So ist z. B. das Ausspionieren via Smartphonecam durch den Einsatz einer Firewall deutlich zu erschweren. Die IP lässt sich bemänteln, in dem man über Proxy's ins Netz geht oder gleich den Browser TOR einsetzt.
So lässt sich für die allermeisten Trigger - betrachtet man sie einzeln und konkret - eine passende Lösung finden. Zudem bestärkt dein aktives Handeln dein Selbstbewusstsein. Mit zunehmender Selbstsicherheit wird deine Angst immer seltener und geringer werden, wieder die Position einnehmen, der ihr eigentlich zu steht.
So war Angst ursprünglich der beste Freund unseres Urahnen. Sie machte ihn darauf aufmerksam, wenn irgendwo Gefahr drohte. "Dort konnte der böse Fressfeind hinter dem Busch lauern. Hier das Wasser zu tief sein." Unsere ursprünglichen Gefahren gibt es jedoch meist nicht mehr. Statt dessen haben wir heute Angst zu spät zu kommen, zum Chef gerufen zu werden, etc. Trigger, mit den unser uralter Freund nicht viel anfangen kann.
Auch die ursprünglichen Angstlöser; Reaktionen auf Angst (Den bösen Gegner verprügeln oder flüchten) sind heute untauglich. (Stelle dir das mal bei deinem Chef vor!?

) Also ist es auch an uns unseren Freund Angst zu trainieren.
Wie würdest du dies bei einem menschlichen Freund machen? "He Angst! Gugg mal, mein Handy hat ne neue Firewall. Da muss erst mal einer durchkommen...

"