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M

Mrt
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Moin Zusammen,

Ich stecke in einem ungünstigen Dilemma.

Ersteinmal zu mir.
Ich bin 23 Jahre alt und habe in meinem Leben schon öfter mit Psychischen Krisen zutun gehabt. Es hat angefangen damit, dass ich mit 15 ein absoluter Hypochonder war. Als ich zu dem Zeitpunkt mit meinem Vater und meinem Bruder im Urlaub war, hab ich wohl mal komisch auf meinem linken Arm gelegen, welcher daraufhin irgendwie komisch eingeschlafen war. Daraufhin begann eine Spirale aus Googlen, Selbstdiagnose, welche mir der schlussendlichen Überzeugung endete, dass ich schwer krank sei. Aus dieser Angst ist dann eine Phase der Derealisation und Depersonalisation entstanden. Mit Therapie und einfachem abwarten ist das ganze dann wieder besser geworden.

Etwa zwei Jahre später, folgte dann eine Phase eines weiteren Tiefs. Auch diese konnte ich durch abwarten und Therapie lösen. Im Grunde hab ich ähnliches Erlebt. Das Ganze basiert wahrscheinlich auf ungelösten Ängsten, bzw. einer generalisierten Angststörung.

Kommen wir zu meiner jetzigen Situation. Vor einer Woche habe ich ein Kreislaufzusammenbruch bei der Arbeit gehabt. Daraufhin bin ich dann ins Krankenhaus, wurde gründlich untersucht und es wurde nichts festgestellt. Die Tage danach war ich sehr durch den Wind, hatte einen dicken Kopf und war wie in Watte eingepackt.

Ich hab relativ früh gemerkt, dass es wieder sein kann, dass ich in eine erneute Phase rutsche. Ich zeigte die gleichen Muster wie vorher, habe gegoogelt, was es sein könnte und und und.

Parallel merkte ich, dass ich immer weniger fühlte und emotional taub wurde. Ich habe eine Freundin, die ich sehr liebe, aber auch für die fühlte ich dann aufeinmal nichts mehr. Das versetzte mich erst in Panik, dann versetzte es mich in Panik, wenn es mich nicht in Panik versetzt hat, weil ich mir eingeredet habe, dass mich das in Panik versetzten muss.

Außerdem habe ich viel Zeit mit googeln über psychische Erkrankungen verbracht, Podcast gehört um unbedingt eine Antwort zu finden. Zeilenlange Gespräche mit ChatGPT. Die Gedankenspiralen wurden immer immer schlimmer.

Ich habe so große Sorge davor, dass meine Gefühle weg sind.

Dazu muss man sagen, dass ich die letzten Monate mit extremen Verlustangst Zuständen wach lag, viel gearbeitet hab und mir keine Pause gegönnt habe und niemandem so wirklich davon erzählt habe und nur Journals geschrieben habe. Ich war sehr abhängig von der Bestätigung durch meine Freundin.

Seit vorgestern schwankt mein Erleben und meine Psyche extrem. Meine Freundin ist aktuelle auf einer Uni Veranstaltung. Jedes Mal wenn ich mit ihr telefoniere, habe ich danach eine Phase in der ich mich gut fühle, wo meine Ambition und co wieder da sind, aber der Rest meiner Gefühlswelt nicht.

Gut, schlecht, sehr panisch, dann beruhigt, weil ich wusste ich telefoniere mit ihr. Dann nach dem Telefonat für 3 Stunden wieder gut.

Habe vorhin kurz geschlafen. Bin dann wieder aufgewacht und aufeinmal wieder schlecht. Ich bin danach bis jetzt nicht zum schlafen gekommen. Befinde mich grade in einer extremen Depersonalisation, wie als würde ich schlafen aber wach sein. Dazu bin ich super hypersensibel, wenn ich über meine Brust streife, oder mich kratze spüre ich das brennen lange noch auf der Haut. Dazu brennen meine Hände, mein Kopf und mein Kiefer zittert leicht.
Ich versuche zu schlafen, komme aber nicht in den Schlaf, bin wach aber irgendwie auch nicht. Ich habe nicht das Panikgefühl aber mein Herz schlägt bis zum Hals. Bin ruhig, fast wie auf Dro., fühl mich auch nicht super sch. aber komplett abgelöst von der Realität.

Habe große Sorge, dass das für immer so bleibt und ich nie wieder richtigen Schlaf fühlen kann und generell nicht mehr der Alte werde.
Egal was ich sage oder denke, nichts löst grade eine wirkliche emotionale Reaktion aus.

Habe seit gut 23 Stunden nicht richtig geschlafen.

Morgen um 08:00 habe ich eine Akutsprechstunde bei meiner Therapeutin.

Kennt jemand sowas ? Habe das noch nie erlebt oder gehört.

30.07.2026 #1


5 Antworten ↓

Somatom
Guten Morgen

Ja das kennen ganz viele in diesem Forum, es ist "einfach" Angst.

Vielleicht kann ich dir etwas über deine Beziehung erzählen, ich bin nur leicht hypochondrisch aber habe seit 15 Jahren Angst wenn ich in einer nahen Beziehung/Bindung bin.

Erzähl doch mal zuerst, wie lange bist du mit deiner Freundin zusammen.

#2


A


Tiefes Loch, Ängste, Spirale

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M
Seit 4 Monaten sind wir zusammen.

#3


M
Inzwischen war ich bei meiner Therapeutin. Ich werde heute noch in eine Psychosomatische Klinik eingewiesen. Außerdem bekomme ich Mirtazapien verschrieben.

Ich habe versucht zu schlafen, das ging einfach nicht.

x 1 #4


Somatom
@Mrt guter Entscheid, wichtig ist, dass du weist, es bleibt nicht so wie es jetzt ist!

#5


M
Ich komme immer in diese Zweifelspirale. Aktuell fühlt es sich so an als würde ich alles, inklusive des Klinik Aufenthalts nur für Bestätigung tun. Es hat mich sehr berührt, wieviel Menschen sich um mich Sorgen und alles stehen und liegen lassen. Musste deswegen weinen. Mein Gehirn interpretiert das so, das ich immer mehr Kicks und immer mehr Bestätigung brauche und somit schwer heilbar bin.

#6






Mira Weyer
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