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mel83

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Partner mit Panikattacken - brauche dringend Tipps

Hallo Leute!

Dies ist mein erster Beitrag und ich weiß immer nicht genau, wie dann anfangen deswegen gleich ans Eingemachte: Mein Partner und ich sind seit fast acht Jahren ein Paar, seit ca sechs Jahren leidet er an Panikattacken, welche durch körperliche Symptome (chronische Nasennebenhölenentzündung und das damit verbundene Gefühl keine Luft zu bekommen) ausgelöst wurden und jetzt durch kleinste Trigger (zB Zig.,Haarspray) kommen.
Ich habe alles Mögliche getan, um ihm dabei zu helfen und zu unterstützen. Ich selber bin ein sehr kontrollierter Mensch, was es mir einfach macht, meine Energie im ruhigen Bereich zu halten. Dadurch fühlt er sich sehr sicher bei mir und ist mittlerweile auch etwas zu stark fixiert auf mich als seinen Anker. Am Anfang habe ich leider den Fehler gemacht, ihm zu viel abzunehmen...das Problem ist auch, dass ich selber seit Jahren schon an Depressionen leide. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass er selber von sich aus nicht wirklich etwas tut, um die Situation zu verbessern. Ich meine, auch wenn er nicht aus dem Haus kann, kann er doch trotzdem wenigstens Nummern von Ärzten raussuchen oder? Ich meine, es ist schon ein Akt, dass er zum Hausarzt geht, da muss ich ihn scheuchen. Aber Lungen- oder HNO- Arzt?
Ich habe ihn so lange unterstützt und ich weiß nicht mehr weiter. Ich habe Angst ihm zu sagen dass ich das nicht mehr ertrage - aus Angst, er könne deswegen die nächste Attacke bekommen - und dann bin ich Schuld. Ich liebe ihn und will ja nur sein Bestes. Jedoch befürchte ich, dass wir eine räumliche Trennung brauchen. DAzu sollte ich vielleicht erwähnen, dass er oft Hustenreiz hat (ob real oder psychosomatisch weiß ich nicht). Er ist also ständig am husten und räuspern und seufzen. Diese ständige Geräuschbelastung geht einen schon auf den Geist.
Ich brauche vor allem Tipps von Menschen, die selber an Panikattacken leiden. Wie ist das bei euch? Was hemmt euch, was treibt euch an, etwas an eurem Leid zu verändern. Brauch er noch mehr zeit oder einen richtigen "Ar."?
Ich danke euch allen schon mal für eure Zeit und eure Antworten, mel83

23.02.2019 01:22 • #21


Monjah


Hallo Mel,
es ist schon einmal sehr toll, dass du ihn so sehr dabei unterstützt. Dennoch darfst du dich nicht komplett aus den Augen verlieren.
Wichtig wäre zu wissen, ist er denn in Psychotherapie? Das ist sehr wichtig, denn du kannst die Last nicht tragen.
Ich selbst habe ebenfalls Panikattacken. Ich meistere meinen Alltag jedoch noch sehr gut. Habe mein Studium fertig gemacht, gehe arbeiten und kämpfe, um mich nicht von den Attacken hinabziehen zu lassen. Es äußert sich bei vielen jedoch auch unterschiedlich.
So schlimm diese Zustände bei deinem Partner auch sind, er braucht professionelle Hilfe und meiner Meinung nach muss er erkennen, dass er sich nicht von dir abhängig machen darf. Er muss für sich selbst wieder zur Konstante werden, nicht du. Vielleicht kannst du mit ihm das Gespräch suchen und ihm ans Herz legen, dass es dich auch langsam anfängt zu belasten, bevor es sich bei dir noch aufstaut. Das ist wichtig. Denn so tust du dir auf Dauer keinen Gefallen und damit auch irgendwann ihm nicht mehr. Schöner wäre es natürlich, wenn er von selbst darauf kommt. Aber manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
Wenn du es behutsam machst und beteuerst, dass du ihn liebst und dich gar nicht trennen möchtest, nur selbst darunter anfängst zu leiden, wird er sich nach Alternativen umsehen.
Er kann sich im Endeffekt nur selbst helfen. Die Menschen drumherum können einem Kraft auf diesem Weg mitgeben, und das ist schon viel und darüber hinaus muss sich jeder auch um sich und seine Seele kümmern dürfen, zumal du selbst Depressionen kennst.
Ich wünsche dir viel Kraft und Glück.

23.02.2019 07:56 • #22



Mira Weyer


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