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renaisa

renaisa
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Liebes Forum
Ich bin neu hier im Forum , aus Hamburg, 41 Jahre alt , weiblich. Ich arbeite als Erzieherin.
Ich musste mich über die emailadresse einer Verwandten anmelden. Nur ihr gegenüber habe ich mich vorsichtig etwas geöffnet. Sie hat mir von dem Forum hier erzählt , sie spürt wohl dass ich noch mehr Probleme habe. Warum über ihre Adresse? Damit mein Partner meine Aktivitäten nicht kontrollieren kann . Daran könnt ihr schon sehen wo eines meiner Probleme liegt. Aber die Beziehung, so schlecht sie auch ist, ist zur Zeig nicht mein größtes Problem.
Ich würde mich sehr, sehr freuen wenn das hier jemand liest und ich bin für jeden Rat dankbar.
Die Vorgeschichte: im letzten Jahr starb mein einziger und bester Freund völlig unerwartet. Sein Tod hat viele Ängste , Sorgen und
" schwarze" Gedanken extrem getriggert.
Ich bin fast ein bisschen wie in eine Art Depression gerutscht, obwohl ich eigentlich nicht weiß ob dass stimmt. Ich habe seitdem nie vorher so extrem gekannte , verzerrte Sichtweisen auf mein Leben und mein Tun entwickelt. Ich plagt mich mit Schuldfragen, kann nur an all die Dinge denken die ich falsch gemacht habe , wo ich schlecht gehandelt habe. Zum Teil ist das so extrem dass ich an Suizid denke WENN das so bleibt. Als Strafe und als Flucht vor den Gedanken. Ich kann nicht sagen wie ernst es mir damit ist: ich denke es eben. Ich werde morgens wach und als erstes gehe ich eine Situation aus meiner Vergangenheit durch , in der ich" falsch" gehandelt habe und ich empfinde dies als so bedrückend , dass ich weinen muss und mir sage: dann musst du dich umbringen . . jeder Tag ist schwarz und schwer. Neben diesen Gedanken , habe ich irre Krankheitsängste entwickelt. Auch in einem nie gekannten Ausmaß . Vor ein paar Wochen hatte ich das Gefühl von so einer Art Doppelschlägen im Herz. Ich habe ein Langzeit EKG machen lassen , aber es war alles okay, ein kleines Blutbild mit Nährstoffen und Vitaminen auch. Ich war froh. Vor 4 Tagen entwickelte sich innerhalb von 3 Stunden eine schwere Grippe. Mit Erbrechen. konnte 4 Tage nichts bei mir behalten und mußte Infusionen bekommen. Ich bin sehr schlank , habe nun noch mehr abgenommen. ich hatte solch eine Angst dass meine Tante mich abgeholt hat.
Seit einem Tag sind die Grippebeschwerden deutlich besser. Dafür kann ich mich kaum auf den Beinen halten. Ich habe Bauchschmerzen, mein Magen brennt, ich kann nur winzige Mengen essen. Das ängstigt mich alles sehr. Dazu kommt eine Art elektrisches Gefühl in beiden Armen, das irgendwie von den Schultern ausgeht. Wenn ich aufstehe ist es sehr extrem , vergeht dann. Kommt wieder. Ich kann nur schwer die Arme über den Kopf heben, wenn ihr versteht. Alles ist eingeschränkt. nachts schlafen mir oft ein Arm oder einzelne Finger ein. Ich habe Stiche bis in den Hinterkopf und Schmerzen über den Augen. All dies , gepaart mit der Grippe,mein Magen, die Verzerrung meiner Vergangenheit zu einer einzigen Ansammlung von Fehlentscheidungen , Fehlhandlungen, dem Gefühl ein " schlechter" Mensch zu sein, ich werde damit nicht mehr fertig. Ich finde in meiner Partnerschaft keinen Halt, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Ich bleibe weil ich Angst vor dem Alleinsein habe. Ich habe keine Freunde ( mehr). Der einzige der mir geblieben war ist tot.
Wer kann mir zu meinen Problemen etwas sagen, mir raten? Wer kennt auch diese Verzerrungen? Was soll ich tun damit ich wieder essen kann und auf die Beine komme? Ich kann nun nicht mehr, ich habe das alles noch nie so zusammen erzählt. Danke fürs Lesen.

01.02.2026 x 1 #1


15 Antworten ↓

Schlaflose
Zitat von renaisa:
Damit mein Partner meine Aktivitäten nicht kontrollieren kann . Daran könnt ihr schon sehen wo eines meiner Probleme liegt. Aber die Beziehung, so schlecht sie auch ist, ist zur Zeig nicht mein größtes Problem

Aber höchstwahrscheinlich die Ursache für alle weiteren Probleme.
Das würde ich mir nicht bieten lassen kontrolliert zu werden.

x 2 #2


A


Mich überwältigen Ängste und Verzerrungen

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renaisa
@Schlaflose das habe ich in früherer Zeit " erlaubt". Im Gegenzug hat er eine Therapie wegen der krankhaften Eifersucht angefangen . Auch haben wir oft aus Bequemlichkeit das Smartphone des Anderen benutzt. Ich wie er. Wir haben nie viele Kontakte gehabt oder viel damit gemacht. Jetzt wo wir mehr oder weniger im Trennungdmodus sind ( ich suche eine neue Wohnung) fängt er wieder an sehr mistrauisch zu werden. Ich will einfach meine Ruhe, ich möchte nicht mehr dass er irgendwas von mir erfährt keine Sorgen, Ängste, Gründe..... Natürlich war und ist diese anstrengende und zehrende Beziehung mit ein Grund für meinen derzeitigen Zustand. ABER mehr als raus aus der Beziehung kann ich nicht tun. und da ich ohne jeden anderen Kontakt bin, habe ich davor auch so große Angst. Jetzt wo ich so krank bin hat er sich mal wieder völlig aus der Verantwortung gezogen und ich bin deshalb auch zu meiner Tante. Aber sie hat ihre eigenen Baustellen und kann mich nur kurzzeitig und bei bestimmten Dingen unterstützen. Ich bin jetzt auch wieder zurück und ich kann den 5. Tag in Folge nichts essen. Zumindest bleibt nun die Flüssigkeit drin. Ich plage mich so mit meinen Gedanken , Erinnerungen und gleichzeitiger Panik bei dem kleinsten körperlichen Symptom. Ich hatte diese Krankheitsängste noch nie so extrem. Dazu dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit . Sorry für die lange Antwort .

#3


renaisa
Ich bin eben auf fie Waage gestiegen und nun hat mich die verzweiflung völlig überrannt. ich war vorher schon Untergewichtig. Durch die jetzt 5 Tage ohne Nshrung habe ich nochmal 3kg abgenommen. Ich sehe furchtbar aus , eben hsbe ich eine halbe Tasse haferschleim essen können aber ich kriege doch so mein Gewicht nicht hoch. Ich weiß nicht mehr weiter. ich hatte mich heute sogar für einen winzigen Moment entspannt:die harten grippesymptome weg nach 4 Tagen. Der gestrige Bsuchschmerzuund das Magenbrennrn auch. Ich dachte dass all dies ein gutes Zeichen ist für mein Immunsystem ,das wenn ich nicht eigentlich gesund wäre , ich mich viel schwerer getan hätte .... aber das zieht mir der Boden unter den Füßen weg . Kann mir jemand helfen ?

#4


MariaManchester
Gibt es bei dir eine Akutpsychiatrie?
Ich persönlich fände das derzeit den richtigen Weg, damit du mal runter kommst, deine Psyche und deinen Körper erholen lässt und neue Kraft schöpfen kannst für das was kommt (Trennung und Umzug).
Akutpsychiatrie klingt immer so Negativ, ist es aber gar nicht. Ich habe gute Erfahrungen gemacht.
Ich wünsche dir alles Gute.

x 1 #5


Feuerschale
@renaisa
Hallo und willkommen hier im Forum.

Für mich liest sich das, als wäre da eine Depression getriggert worden mit dem Tod des Freundes, vielleicht noch gemeinsam mit anderen Belastungen.

Dass du in einer Veränderung bist und eine Wohnung brauchst, keine Unterstützungspersonen mehr wirklich hast, ist sicherlich auch noch belastend.

Das ganze kann sich auch körperlich stark auswirken mit Unruhe, kein Hunger, Gedanken die zunehmen an Schuldgefühlen und innerem Druck.

Ganz konkret fällt mir im Forum hier wenig Hilfe ein, ich denke wichtiger wäre es, du wendest dich direkt an einen Arzt vor Ort, Hausarzt, Psychiater, und auch Beratungsstelle vor Ort.

Vielleicht hilft es dir aber dennoch, wenn du hier von dir schreiben kannst und dich austauschen kannst, kannst etwas los werden oder erhältst Ideen.

Hast du eine bestimmte Idee, was du hier brauchen könntest? Erfahrung von betroffenen anderen, Hilfsadressen oder ähnliches?

x 2 #6


B
Das Forum hier allein wird dir da nicht viel weiterhelfen können. Du solltest auf jeden Fall auch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eventuell sogar einen Klinikaufenthalt mit dem Arzt besprechen. Später eventuell eine medizinische Reha.

Mit dem grippalen Infekt hattest du etwas Pech. Es heißt: sie kommt 3 Tage, bleibt 3 Tage und geht 3 Tage. Oder verstehe sie als Glück, dass du nun ins Handeln gekommen bist dir Hilfe zu suchen.

Beim Essen solltest du wenn möglich nur warme Mahlzeiten zu dir nehmen. Gekocht ist wie vorverdaut. Reis, mit ein bisschen Gemüse. Als Suppe, oder fest. Mit gutem Olivenöl. Bei einer Unterzuckerung - wobei es da ein Gefühl dafür braucht, wann so eine vorliegt (starke Entkräftung, aber nicht mit Infekt verwechseln) - dann Traubenzucker oder andere Zucker, wie Maltodextrin. Als Getränk oder in die Nahrung mit rein (beim backen). Aber auf eine Überzuckerung achten, wobei die nicht gleich mitbekommen wird. Also gemäßigt angehen und nicht übertreiben.

#7


renaisa
@mariamanchester @Feuerschale Danke für eure Anteilnahme . In den letzten Monaten hatte ich oft das Gefühl ich hätte mich in Luft aufgelöst. Ich kann mir nicht vorstellen jetzt alles auf Eis zu legen und auf unbekannte Zeit in eine Klinik zu gehen. Ich müsste dann hier in die " alte " Wohnung erstmal zurück , es würde neuer Krieg beginnen. Wir wohnen hier natürlich räumlich getrennt und heute fährt er auch für 3 Wochen weg.
Was gut klingt heisst für mich aber auch , ganz alleine zu sein und meinen Gedanken ausgeliefert. Wäre ich in einer anderen Situation , würde ich in eine Klinik gehen. Ich habe aber auch eine Freistellung bis April von meinem Arbeitgeber. Bis dahin muss die neue Wohnung da sein . Und ich halbwegs stabil. Was mir hilft? Ich weiß es nicht . Die Dinge ein bisschen "graderücken "lassen. Ich verrenne und verirre mich.

x 1 #8


renaisa
@beside
Danke auch dir. Morgen gehe ich zum Arzt und werde mit ihm alles besprechen. Ich habe heute schon Haferschleim und ein bisschen vegane Suppe gegessen. Keine Bauchschmerzen, keine Übelkeit. Ich merke aber das schon ein löffel zuviel negativ wirkt. Ich trinke viel Tee, mit wenig Zucker. Mehr geht im Moment nicht rein. Ich werde deine Tipps beachten danke.

#9


renaisa
Mit graderücken meine ich auch dass mir jemand versichert dass ich nicht an Unterernährung sterben werde .

#10


B
Zitat von renaisa:
dass ich nicht an Unterernährung sterben werde

Solange du trinkst nicht. Denn schnell gestorben wird nur, wenn nicht getrunken wird. Ansonsten kann das bis zu 60 Tage dauern, wenn nur Wasser getrunken wird. Du bist jetzt halt auf absoluter Sparflamme und brauchst ärztlichen Rat und Unterstützung. Wenn der keine Bedenken hat, dann ist es gut. Der menschliche Körper ist an Hungerperioden gewöhnt.

Den Haferschleim (uärgs, ich kenne das) in Milch oder Wasser quellen lassen, bevor er gegessen wird.
Du kannst mit Haferflocken auch anderes machen, wie Plätzchen, oder Pfannkuchen (Haferflocken, Wasser, bissl Zucker, Öl zum braten).

x 1 #11


renaisa
@beside
Werde ich machen. Danke für die Erklärung

#12


Windy
Es liest sich, als ob du da alleine nicht mehr rauskommen kannst. Habt ihr keine psychosoziale Beratungsstelle bei euch in der Stadt oder in der Nähe. Die sind für sowas ausgerichtet und können dich gegebenenfalls an Stellen weiterleiten, die noch besser passen, meist haben die auch die Verbindungen dazu. Da du dich nicht mehr selbst entspannen kannst, dürfte ein Medikament das erste Mittel der Wahl sein, daß dich wieder runterbringt, das kann dir auch der Hausarzt verschreiben.

x 1 #13


B
stimmt. Eine PIA solltest du zudem aufsuchen. In Hamburg gibt es gleich mehrere.
PIA = Psychiatrische Institutsambulanz.
Das ist sowas wie eine (multiple) Beratungsstelle, je nach dem wie sie organisiert ist. Arzt, Sozialberatung, Seelsorge, Gruppentherapien, ...

x 2 #14


renaisa
@Windy @beside
Pia kenne ich natürlich .
Aber es hat sich etwas sehr unerwartetes und vor allem beruhigendes für mich ergeben. meine Tante hat mich gefragt ob ich für die nächsten 1, 2 Wochen zu ihr kommen möchte. Sie würde mit mir notwendige Termine wie Arzt und Wohnung zusammen machen. und schauen dass es mit dem Essen klappt. Das ist so eine Erleichterung nicht mehr alleine so schwächlich und krank dies alles managen zu müssen. Ich hätte sie nie selbst gefragt, nur in dieser ganz akuten Phase habe ich von mir aus gefragt, dachte aber sie hätte nun nach 4 Tagen kotzen, heulen , die Nase endgültig voll.
Unser Verhältnis ist nicht innig , aber ich bin sehr dankbar für dieses Angebot.
Manchmal ist es doch nicht alles schwarz. Ich werde mich bestimmt wieder melden und drückt mir die Daumen , dass ich wieder schön viel zunehme. Euch allen einen schönen und sorgenfreien Abend.

x 1 #15


Windy
Schön zu lesen, daß sich diese Möglichkeit für dich eröffnet hat und wünsche dir eine schöne Zeit, mit deiner Tante.

x 1 #16


A


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Mira Weyer
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