Zitat von Mindhead:Das ist natürlich alles andere als leicht und ich schaffe es auch noch nicht. Ich habe gerade wieder richtig Angst zu sterben und verstehe dich da vollkommen!
Bei mir ist das auch Panik. Ich kann mich meist noch ein biiiiissschen zusammenreißen und tagsüber ablenken, aber vor allem nachts im Bett steigert sich die Angst vor dem Tod oft bis zur Panikattacke oder Nahpanikattackenerfahrung.

Gestern vor Verfassen des Beitrages hier habe ich mich bestimmt gute drei Stunden mit dem Thema Tod gequält.
Ich habe schon recht viel erlebt, bin viel gereist, habe auch schlechte Erfahrungen gesammelt, aber auch viele sehr gute. Ich glaube ich habe als junger Mensch schon mehr erlebt und gelebt als manche mit 50, 60, 70. Bin aber trotzdem nicht bereit dazu, zu sterben und möchte das nicht. Ich könnte mir sehr gut vorstellen noch 200 Jahre lang oder länger so weiterzumachen.

Das mit der Depression kann ich nachvollziehen. Ich hätte auch schon depressive Episoden vor einigen Jahren und da war's mir dann plötzlich auch irgendwie egal, dass man sterben muss und fand den Gedanken, wenigstens den Zeitpunkt und die Todesart frei wählen zu können sogar beruhigend. So in der Art: Wenn ich schon sterben muss, dann will ich das wenigstens selbst bestimmen.
Ich habe ich damals allerdings ziemlich mit dem Thema Selbstmord auseinandergesetzt und immer wieder gelesen, dass fast alle das im Moment des Sterbens bereut haben z.B. beim Sprung von einer Brücke. Das sind natürlich die, die's überlebt haben.
Den Gedanken, den du hast, hatte ich auch schon ein paar Mal: Extreme Angst vor dem Tod als Schutz davor, Blödsinn zu machen. Mir würde etwas weniger Angst allerdings reichen.

Mir fällt es immer schwer, Berichten von Nahtoderfahrubgen absoluten Glauben zu schenken. D.h. ich glaube den Menschen, denke aber immer, dass man während des Sterbens aufgrund von Dimethytryptamin und anderem krassen Shice, das das Gehirn so produziert, einfach ziemlich drauf ist und halluziniert.
(Das widerspricht allerdings einigen Nahtoderfahrungen in welchen betreffende Personen hirntot waren. Habe gerade in einem anderen Beitrag über Pam Reynolds gelesen und muss mich da noch weiter einlesen, bevor ich mir wirklich eine Meinung bilde.)
Mein Problem mit dem Tod ist seine Endgültigkeit. Ich hätte gar nicht so ein großes Problem mit dem Sterben, könnte ich danach zurückkommen.
Viele sagen, dass eben diese Endgültigkeit das Leben besonders macht. Aber ich denke eher, dass es total sinnlos ist, wenn man danach verschwindet. Wieso häufe ich so viel Wissen in meinem Leben an, wieso besuche ich Schulen, Universitäten, wieso gehe ich arbeiten, verdiene Geld, wenn ich sowas zu einem unbestimmten Zeitpunkt einfach verschwinde. Wieso führe ich Partnerschaften, Freundschaften, wenn ich all diese Menschen irgendwann nie wieder sehen darf?
Was vielleicht noch ganz interessant ist: Einsteins Gravitationswellen:
https://www.google.cl/amp/s/amp.welt.de ... m-Tod.html(Aber auch damit muss ich mich mehr auseinandersetzen, bevor ich wirklich was dazu sagen kann.)