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LadyHope
Mitglied

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Mitglied seit:
Hi zusammen,

nach einiger Zeit, muss ich eure Hilfe doch wieder in Anspruch nehmen.

Mir gehts im Moment sehr schlecht. Ich bin jetzt fast 30, konnte durch meine Ängste und Panik nur sehr schwer Anschluss an das berufliche Leben finden. Ich habe außer dem Abitur nichts in der Tasche, da ich ständig meine Ausbildung oder Arbeit abbrechen musste, wegen Ängste und Panik.

Mittlerweile hab ich seit August einen Teilzeit Job, mit 5 Stunden, der jetzt nicht mein Traumjob ist, aber immerhin verdiene ich Geld, ich muss mich meinen Ängsten stellen, mir ging es eine Zeit auch sehr viel besser dadurch.

Jetzt 9 Monate später bin ich wieder in einem
tiefen Loch. Denn ich habe immer noch Ängste und Panik, habe das Gefühl nicht von der Stelle zu kommen, innerlich sogar Rückschritte zu machen. Jeden Tag würde ich mich am liebsten krank melden, weil ich keine Kraft mehr habe.

Wie kann das sein? Ich kann doch nicht ständig aufgeben bzw. schon wieder in eine Klinik gehen, erneut meinen Job verlieren und jedesmal von Neuem anfangen.

Wo ist denn das Selbstbewusstsein, dass man bekommen soll nach einiger Zeit, wenn man mit der Arbeit zurecht kommt und schon alles kennt?
Ich bekomme immer noch richtige Nervenzusammenbrüche, wenn nur die kleinste Abweichung in meinem Leben oder auf der Arbeit statt findet.
Ich habe immer noch Angst mit anderen Leuten, geschweige denn, Kunden zu kommunizieren.
Natürlich mache ich das und bekomme es äußerlich gut hin, aber innerlich bin ich jeden Tag fix und fertig, als wäre ich einen Marathon gelaufen.

Das kann doch nicht mein Leben sein! Wieso schaffe ich es nicht das Leben zu meistern? Warum? Alles fällt mir extrem schwer... jeden verdammten Tag.

Ich mag nicht mehr, ich weiß nicht, wie ich das länger aushalten und schaffen soll.

Ich kann meine Verzweiflung nicht mal in Worte in fassen. Ich bin so verärgert über mich selbst, dass ich nichts hin bekomme... wann wird man denn belohnt? Ich bekomme immer noch überall rote Flecken, wenn ich nervös bin, obwohl ich mich seit 9 Monaten schwierigen Situationen stelle.
Nichts ändert sich.

Ich danke euch fürs Lesen.

14.01.2020 x 1 #1


8 Antworten ↓

EsIstIch
Zitat von LadyHope:
Jeden Tag würde ich mich am liebsten krank melden, weil ich keine Kraft mehr habe.

Das bedeutet du gehst hin!?
Dann bist du noch stärker als du denkst.
Mir gings im ersten Jahr in der Firma ähnlich daher kenne ich das Gefühl jeden Morgen zu überlegen geh ich zum Doc oder ins Büro.... Ich nahm das Büro, immer.

Der Doc schreibt mich Krank und ich bekomme ein schlechtes Gewissen.
Da gehts mir dann schlechter als vorher.

Bei Kundengesprächen (beim mir ausschließlich telefonisch) stelle ich mir vor das der Kunde und ich gemeinsame bekannte haben, das hört sich vielleicht doof an aber dann werde ich lockerer und muss nicht aufpassen das mir der Hörer aus den schweißnassen Fingern rutscht.


Ich hoffe es geht dir bald besser und die Arbeit wird leichter, ich bin jetzt fast 6 Jahre in der Firma und im Grunde gehts mir da jetzt ganz gut.

x 1 #2


A


Ich schaffe es nicht, das Leben zu meistern

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L
Hi EsIstIch,

danke für deine Antwort.

Ja, ich gehe hin, weil ich immer noch die kleine Hoffnung habe, dass es irgendwann besser wird.

Aber zur Zeit habe ich tatsächlich das Gefühl Rückschritte zu machen. Innerlich.
Ich bin noch garnicht auf der Arbeit und mein Puls ist im Auto auf 140.
Obwohl ich weiß, was mich erwartet. Es liegt auch weder an dem Umfeld, noch an meinen Kollegen.

Ich mache mir den Stress und lerne es nicht ihn abzubauen. Ich verstehe nicht, wieso nicht.

Ich schaff nach den 5 Stunden auch nichts mehr! Als würde ich all meine Kräfte auf der Arbeit verbrauchen.
Das Schlimme ist wirklich das Soziale. Nicht die Arbeit an sich.

x 1 #3


EsIstIch
Zitat von LadyHope:
Ich bin noch garnicht auf der Arbeit und mein Puls ist im Auto auf 140.


Mein Mittel dagegen (ich weis das ist nichts für jeden) Five Finger Death Punch so laut das Radio geht auf hin und Rückweg und mitsingen.

Da fällt der Stress bei mir ab.

Funktioniert vielleicht auch mit deiner Musik (solltest du mit den öffis fahren leise mitsingen Wink )

Zitat von LadyHope:
Ich schaff nach den 5 Stunden auch nichts mehr! Als würde ich all meine Kräfte auf der Arbeit verbrauchen.
Das Schlimme ist wirklich das Soziale. Nicht die Arbeit an sich.


Das legt sich bei mir auch durch die Rückfahrt.
Vielleicht findest du ein anderes Ventil nach dem Job

x 1 #4


I
Dass Du NICHTS hinbekommst... Also, ich finde, dass Du eine ganze Menge hinbekommst. Du bist eine sehr starke Frau, die trotz Ihrer Krankheit so Vieles leistet. Hut ab!
Auch wenn ich leider keinen guten Ratschlag für Dich habe... Musste das jetzt loswerden.

Ich lasse Dir einfach mal ganz liebe Grüße da und hoffe, dass es Dir endlich einmal besser geht. Drücke Dir ganz fest die Daumen. Du hast es wirklich verdient.

x 1 #5


L
Zitat von Iro-Nie:
Dass Du NICHTS hinbekommst... Also, ich finde, dass Du eine ganze Menge hinbekommst. Du bist eine sehr starke Frau, die trotz Ihrer Krankheit so Vieles leistet. Hut ab!
Auch wenn ich leider keinen guten Ratschlag für Dich habe... Musste das jetzt loswerden.

Ich lasse Dir einfach mal ganz liebe Grüße da und hoffe, dass es Dir endlich einmal besser geht. Drücke Dir ganz fest die Daumen. Du hast es wirklich verdient.


Dankeschön Smile

x 1 #6


I
Bitteschön. Gern geschehen.

Deine Verzweiflung hat mich sehr berührt.

Hast Du wenigstens Freunde oder Familie, die Dich in solchen Stunden auffangen können?

#7


L

Kein Geld, keine Arbeit, wieder Panik

Hey zusammen,

ich brauche eure objektive Meinung zu meinem chaotischen Leben im Moment, da ich grad kein Licht mehr am Ende des Tunnels sehe.

Ich leide an Depressionen, einer hypochondrischen Störung, Ängste, Unruhe und wieder an Panikattacken. Das Ganze seit 11 Jahren.
Ich war letztes Jahr im Sommer in der Reha. Danach ging es mir richtig gut. So gut, dass ich mich gegen die Rente entschieden habe und seit gestern in einer Arbeitserprobung und Berufsfindungsmaßnahme bin.
Außerdem habe ich mich von meinem Ex Lebenspartner getrennt.
Das war im August. Dann fingen die Probleme mit dem Geld an. Da ich Krankengeld bezogen habe und er eine Umschulung anfing, mussten wir ALG 2 beantragen, damit wir alles zahlen konnten.

Kurz gesagt, am Ende musste ich ALG 2 neu beantragen, da mein Krankengeld auslief und ich ja nicht mehr mit meinem Ex zusammen gewohnt habe.
Das war Ende September. Seitdem bekomme ich zu wenig Geld. Mir fehlen 260Euro, die ich nicht bekomme, da ich im September zur Überbrückung Bargeld auf mein Konto gezahlt habe, um die laufenden Kosten zu decken. Es ging halt alles durcheinander durch die Trennung.

Mir wird "vorgeworfen" ich hätte 260Euro Taschengeld, welches ich monatlich bekomme. Ich hab mich drum gekümmert, war vor Ort, hab um Termine gebeten, Schreiben verfasst, hundertfach angerufen. es wird sich nicht gekümmert, angeblich wurde nie was weiter gegeben oder die Schreiben wurden falsch verstanden oder oder. heute wieder angerufen, angeblich meldet sich endlich jemand bis nächste Woche. naja, egal.

Das Problem dabei ist, dass ich dadurch wieder sehr viel Stress habe, zu wenig Geld, nix zu essen, kann Schulden nicht bezahlen.

Reha war also umsonst. Habe wieder schreckliche Panikattacken, starke innere Unruhe, Todesängste.

Heute musste ich die Arbeitserprobung verlassen, weil ich eine Attacke im Unterricht bekam. Die Psychologin vor Ort meinte, ich wäre noch nicht soweit, soll wieder in Behandlung.

Aber schon wieder alles durchmachen? Schon wieder von vorne anfangen? Andersrum bin ich nervlich einfach komplett am Ende. nicht wegen dem Geld, sondern weil ich wieder ständig diese Ängste habe und gefangen bin.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Soll ich wieder in Behandlung oder soll ich mich jeden Tag zitternd und ängstlich in die Maßnahme setzen und hoffen, dass es irgendwann besser wird?

Laut meiner Familie soll ich mich zusammen reißen und es endlich durch ziehen. Aber wer von euch unter Ängsten und Panikattacken leidet, weiß sicherlich, wie es mir geht. Es ist die Hölle auf Erden.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Könnt ihr mir irgendwie einen Rat geben?

Danke!

#8


-Leeloo-
Die Frage ist, was du brauchst, damit es dir besser geht? Ist die Psychologin vor Ort der Meinung, dass du noch nicht soweit bist und fühlst du es selbst oder meinst du, dass du in der Lage bist, die Maßnahme weiter durch zu ziehen? Alles Fragen, die du dir selbst beantworten musst, um weitere Lösungen zu finden, wie es weiter gehen soll. Hör auf dich selbst und dein Gefühl, das ist sehr wichtig. Andere können nicht für dich entscheiden, das musst du leider selbst. Ein Rat wäre eine Pro und Contra Liste aufzustellen. Vielleicht hilft dir diese, um eine Entscheidung treffen zu können.
Ich wünsche dir Kraft dazu. LG Leeloo

x 1 #9






Mira Weyer
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