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Hallo Leute. Leider habe ich keinen Zugriff mehr auf meinen alten Account. Daher habe ich mir einen neuen erstellt.
Weiß garnicht wie ich richtig anfangen soll. Nunja wie der Titel schon sagt, finde ich überhaupt keinen Weg aus der Angst raus. Schon seit meiner Kinder Tage, also seitdem ich denken kann, habe ich mich anders gefühlt und verglichen. Ich kam mir immer wie ein Versager gegenüber anderen vor. Meine schulische Laufbahn hat dies dann natürlich bestätigt, Dro., Alk. etc täglich genommen und nichts anderes mehr getan. Hatte dann mit 17 Jahren einen stationären Entzug. Wo ich zumindest seit 5 Jahren jetzt keine "illegalen Dro." mehr angefasst habe. Habe dann irgendwann aus heiterem Himmel eine panikattacke bekommen. Welche depersonalisation und derealisation auslöste. Muss dazu sagen das kurz danach eine für mich sehr schlimme Zeit war. Wurde damals unschuldig vor dem Gericht verurteilt. Die ganze Sache hat sich ca 4 Jahre hingezogen. Bis jetzt. Ich komme damit einfach nicht klar, verurteilt zu sein, obwohl ich kein Unrecht getan habe. War zwischenzeitlich öfters in der Psychiatrie. Dort hat man versucht mit mir diese ganze schwarze Sache aufzuarbeiten. Aber ich packe das einfach nicht. Meine ärztin sagt es geht hier um ein posttraumatisches belastungstrauma. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich verfalle in alte Verhaltensmuster zurück, weil ich meinen Alltag so schon nicht ertragen kann. Nehme seit 1 Jahr täglich lorazepam, zum Glück nur 0,5 - 1mg. Verstärke dies aber mit Alk. seit kurzem, weil es einfach nicht Ertragbar ist. Jeden Tag diese dissoziationen. Als wäre ich abgekapselt von mir selber. Diese Angst die täglich da ist und nicht weg geht. Egal ob ich rausgehe, Leute treffe, versuche zu arbeiten. Es bringt einfach nichts. Bin mit meinem Latein am Ende. Würde am liebsten garnicht mehr da sein, das gaukeln mir meine Gedanken täglich vor. Weiß nicht damit umzugehen. Sorry wenn das hier alles so durcheinander ist. Evtl hat jemand eine ähnliche Situation durchgemacht oder kann mir irgendwie weiter helfen.

07.01.2021 08:54 • 07.01.2021 #1


1 Antworten ↓

Änäynis
Hallo markus,
Erstmal respekt für die 5 jahre Dro.! Ich muss dir glaub nicht erzählen dass es nur eine frage der zeit ist bis sich das wieder einschleicht wenn du wieder trinkst. Das mit dem Lorazepam ist im endeffekt auch nur eine suchtverlagerung und jeden weiteren tag an dem du es nimmst wird der entzug davon irgendwann noch härter.
So genug moralpredigt.

Ich kann verstehen dass du ohne substanzmittel diese ganze situation nicht aushalten kannst aber damit unterdrückst du es immer mehr da du den "einfacheren weg" gefunden hast.
Ist das verfahren denn nun beendet? Bist du nun rechtskräftig verurteilt? was ist das strafmaß? Freiheitsstrafe oder Bewährung? Hast du schon revision eingelegt? War diese unschuldige tat zu deiner Dro.? Dann könntest du mit deinem anwalt revision und eine neuaufrollung des verfahrens beantragen. Sollten erwartungsgemäß verfahrensfehler aufgedeckt werden so wird das verfahren neu abgehalten und du wirst freigesprochen wenn du unschuldig bist.
Soviel Dazu.

Aufarbeiten in einer Psychiatrie ist immer so eine sache. Dahinter steht meistens zeit. Undzwar die dein bett so schnell wie möglich neu zu belegen und weiter geld einzufahren. Hast du mal überlegt dir einen Psychologen zu suchen mit dem du deinen leidensdruck besprechen kannst? Wäre mal ein anfang.
Hast du mal in erwägung gezogen eine stationäre psychotherapie anzutreten? Dann wärst du in einem geschütztem rahmen mit deinen ängsten und hättest alle zeit der welt um deine geschichte nach deinem tempo aufzuarbeiten.

Zitat von Markus873:
Würde am liebsten garnicht mehr da sein

Wenn ich sowas lese schrillen bei mir alle alarmglocken. Such dir bitte Psychologische hilfe. Aus gedanken werden schnell realität. Vorallem wenn suchtmittel im spiel sind.

07.01.2021 12:56 • #2




Mira Weyer