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Min0109

Min0109
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Hallo zusammen,

ich möchte hier keinen nerven, da ich schon 2 Threads zu meiner aktuellen Situation geschrieben habe.
Aber ich freue mich einfach über Austausch und den Erfahrungswerten anderer.

Mich belastet immer noch dieses morgendliche Gefühl, das direkt nach dem Aufstehen da ist und wie Teer an mir klebt!

Abends fühle ich mich oft "normal", ohne Angst und Depression und hoffe jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe, dass es morgens auch so ist.
Meistens wache ich schon vor dem Wecker klingeln auf (ich frage mich, ob dann Pregabalin nicht mehr wirkt, nehme zur Zeit 75m tgl, was ja eine sehr geringe Dosis ist) und -zack- ist das Gefühl da. Morgenangst, Depression. Teilweise muss ich weinen, weil ich mich so schrecklich fühle und frage mich: wann, wann ist das endlich vorbei? Wie schaffe ich den Tag und alles liegt wie Blei vor mir.
Ich bin zittrig, freudlos, ängstlich, Gedankenkreisen.
Mein Mann ist sehr lieb und verstädnisvoll und sagt: Heilung braucht Zeit, sei nicht so ungeduldig!

Ja, ich bin ungeduldig (leider) und ich denke: seit November geht das nun schon so.

Ich bin ja mittlerweile in Gruppentherapie, hatte auch bereits Einzelsitzung und diese helfen mir sehr.
Letzte Woche war ich von Mo-Do auch ganz "gut drauf" und dann merkte ich schon, dass am Freitag die Stimmung wieder sehr wackelig war und mich fragil fühlte. Und Sa früh war ich emotional ganz unten und habe mich durch das WE gequält.

Kennt ihr das auch, dass ihr krasse Auf und Abs im Genesungsprozess habt?
Ich hatte auch schon Tage, da dachte ich: hey, alles gut, ich kann den Wartelistenplatz für die Tagesklinik absagen. Brauche ich nicht.
Und dann kippt es einen Tag später komplett und ich denke, dass ich überhaupt nicht klar komme.

Ich habe einfach Sorge, dass es nicht besser wird. Muss ich noch mehr tun, reicht das was ich tue? Muss ich mehr Geduld haben, gelassener sein?
So wie es seit November ist, war es noch nie und das macht mich einfach fertig.
Alle anderen wirken immer so wahnsinnig geordnet und geduldig auf mich, die auch mit dem Thema zu tun haben.
Aber ja, ich weiß, man kann keinem hinter die Stirn gucken.

Wer kennt dieses Morgengefühl auch?
Bei mir zieht es sich oft bis in den späten Nachmittag und dann wird es langsam besser.

Ich arbeite seit Corona fast ausschließlich von zu Hause aus. Ich habe mir jetzt einen Platz in einem Co Working Space gemietet für 2 Tage in der Woche (ich arbeite 4 Tage), weil ich merke, dass es sehr schlecht ist, wenn ich alleine zu Hause sitze und dann grübel.
Eigentlich ist es etwas gaga, weil ich zu Hause genügend Platz habe und es nur mache in der Hoffnung, dass es mir gut tut und besser geht (ja, es lenkt mich auch eher ab).
Alleinsein ist auch so ein Thema - kann ich gerade sehr schlecht!

In der Therapie geht es bei mir um die Arbeit mit dem inneren Kind aufgrund traumatischer Erfahrungen in der Kindheit. Ich versuche immer wieder mit dem inneren Kind in Kontakt zu treten, es zu beruhigen und zu sagen: alles ist gut, ich bin da, du brauchst keine Angst haben.
Es funktioniert ganz gut, aber eben nur punktuell.

Ich freue mich von euch zu lesen! Kommt gut in die neue Woche.








Ich habe oft auch Probleme einfach nur da zu sitzen, sondern fühle mich innerlich getrieben.
Jetzt wo das Wetter so schön, kann ich mich noch nicht mal darüber freuen. Und dann denke ich: das kann doch nicht sein! Warum ist es gerade so wie es ist und ich will mein altes Leben zurück.

08.03.2026 #1


29 Antworten ↓
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Panikatthedisco
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@Min0109 😅😂 mir ging es genau so. Mein Mantra war „sch… drauf“ auch wenn es nicht immer funktioniert hat. Man weiß halt man ist auf den richtigen Weg und es geht voran und dann fühlt man sich als wäre man hundert Schritte zurück geworden worden. Ich saß so oft da und hab einfach nur geheult weil ich es nicht verstanden habe. Und dann merkt man irgendwann das es ein ganz klein bisschen besser ist, der Rückfall war auch nicht mehr ganz so schlimm und dann noch mehr und so weiter.
Vorletztes Jahr im Herbst hatte ich täglich mehrere Panikattacken, vor allem direkt morgens nach dem aufstehen und auch in der Nacht. Aufstehen ist da auch eine wirklich schwere Sache gewesen, habe 1-2 Stunden dafür gebraucht weil es mir so schlecht ging. Im Dezember dann konnte ich keine zehn Minuten am Stück das Haus verlassen. Ich erinnere mich nicht mal mehr wie das besser geworden ist, nur an das auf und ab und die tausend Rückschläge, aber irgendwann bin ich ohne darüber nachzudenken einfach aufgestanden nach einer halben Stunden, dann nah zehn Minuten nach dem aufwachen. Wirklich, es war davor ein Riesenakt gewesen. Irgendwann merkte ich das ich vier Stunden am Stück geschlafen hatte, dan sechs, dann acht. Irgendwann konnte ich zwanzig Minuten ums Haus spazieren, dann eine Stunde. Inzwischen würde ich mich als 99% wieder die alte bezeichnen. Insgesamt hatte ich es 4 Jahre lang. Ich kann wieder normal arbeiten, Sport machen, schlafen usw. Aber es gibt immer noch Rückschläge auch wenn die sehr mild ausfallen. Vor allem Morgens geht es mir so lala, aber es ist halt besser. Was ich damit sagen will: ich vermute du bist gerade in der Heilungs-Phase. Steckst gerade mitten drin. Du merkst wahrscheinlich das es besser wird und ea frustriert dich das es aber auch immer wieder schlechter geht. Hab mich übrigens auch immer gefragt ob ich normal bin 😅 Ja, ich denke wir sind sogar „normaler“ als andere Menschen 😅

02.03.2026 11:39 • x 4 #6


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Heilung in Wellen? - Morgenfeeling

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Panikatthedisco
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@Min0109 ich war längere Zeit über krank geschrieben und in Reha. Habe mich dann während der Reha entschlossen abzubrechen und wieder arbeiten zu gehen. Mir ging es vorher nicht so schlecht wie während der Reha. Einiger Therapie-Ansätze haben meinen Zustand leider rapide verschlechtert. Ich spreche nicht so gut auf „Exposition“ und Meditation oder Übungen an die das vegetative Nervensystem beruhigen sollen. Vor allem wenn diese forciert sind und einem aufgezwungen werden wie es leider in der Reha der Fall gewesen ist. Und mir persönlich hat es nicht gut getan mit Menschen zu sprechen die zb. der absoluten Überzeugung waren „man hat das halt für immer“ und würde daran schlussendlich auch sterben usw. Das hat mich in ein tiefes Loch katapultiert. Ich habe eine Panikstörung entwickelt mit Angstzuständen zusätzlich zu Panikattacken, einer Herzneurose und depressiven Episoden. Also das war meine Diagnose quasi. Dann habe ich bemerkt das ich dann doch lieber arbeiten gehe. Ich habe aber sehr großes Glück und konnte in den ersten Wochen von zuhause aus arbeiten und dann phasenweise ins Büro bis ich schließlich wieder normal gehen konnte. Mein Arbeitgeber hatte einen Burnout gehabt und konnte die Situation selber verstehen.

Meiner persönlichen Meinung nach hilft es sehr „sich abzulenken“, einen normalen Alltag aufrecht zu erhalten und möglichst wenig Aufmerksamkeit dem zu schenken was dein Körper und dein Geist gerade von dir wollen. Bzw. zu versuchen das zu „portionieren“. Das ist furchtbar anstrengend und erfordert sehr viel Geduld. Auch die Setbacks dürfen keine große Rolle spielen. Im Grund genommen habe ich mich selber „gegaslighted“ darin, dass ich gar nichts hab und völlig „normal“ bin. Das war am Anfang echt schwer weil es sich so falsch angefühlt hat. Ich hab mich halt sch. gefühlt. Aber das arbeiten gehen hat da halt dazu gehört.

Ist aber nur meine Meinung, ich halte nicht viel von „Innere Kind Arbeit“, „Traumabewältigung“, „Achtsamkeit“ usw. Das ist ALLES super super wichtig, ebenso Meditation und Atemübungen und Körperscanning und Yoga usw. Aber ich bin der Meinung das es dazu führt, dass man denkt. Prima, ich MACHE etwas aktiv, ich hacke das dann ab und DANN geht’s mir besser.

Der Schlüssel liegt darin (so perfide sich das auch anhört), das es dich gar nicht mehr interessieren muss wie es dir geht. Dann gehts dir wie durch Zauberhand plötzlich besser. Das zu bewerkstelligen ist eine Mindsetsache und da kommt man eben schwer hin.

Ich persönlich bin zur Erkenntnis gekommen das ich maßgeblich in dieses Problem gerutscht bin weil ich mich selber sehr vernachlässigt habe und in der Vergangenheit eben blöde Sachen erlebt habe die ich verdrängt hatte (ich hatte nie zugelassen bestimmte Gefühle zu empfinden), dadurch ist mein Nervensystem halt super sensibel geworden (was an sich weder schlecht noch gut ist).

Ich habe also versucht mein Leben weiter zu leben so gut es geht und alles an Gefühle komplett zuzulassen ohne mich darin zu verlieren, eben so lange dieses Gefühl halt da sein wollte. Bei mir waren es Schuld, Wut, Angst und Trauer.

Ich denke das Setbacks genau diese Gefühle sind und das die gelebt werden wollen. Auch wenn sich das sch. anfühlt.

Man braucht das Vertrauen das es vorübergehen ist! Es geht vorbei!
Es wird nicht für immer da sein. Ich lag in der schlimmsten Phase stundenlang auf dem Boden und habe es nicht geschafft mich zu bewegen und auch das ist nach Wochen irgendwann gegangen, so wie die täglichen Panikattacken.

Aber ich war auch in Therapie und ich bin ein Befürworter was Tabletten angeht (vor allem
In der Anfangszeit). Deswegen finde ich den Weg nochmal die Dosis anzupassen sehr gut.

Ich nehme selber sehr leichte Betablocker, einfach weil es ein bisschen leichter machen (obwohl ich das nicht müsste).

Sorry, was es so lang geworden ist, ich wünsche dir sehr viel Kraft und das du deinen Weg findest!

05.03.2026 18:48 • x 1 #25


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Hallo!

JA! Das ist NORMAL!
Das morgens die Depression und Angst stärker ist als Abend ist völlig normal. Das du Auf und Abs erlebst, wie bei einer Welle oder Kurve während des Heilungsprozesses auch! Unser Körper funktioniert nicht wie eine Maschine, er reguliert sich nicht stetig nach oben, er reguliert sich durch genau so eine auf und ab Bewegung. Wie bei einer Welle. Das morgendliche Unwohlsein nennt man auch „Cortisol awakening Symptom“. Was NICHT bedeutet das dein Cortison abnormal hoch Ist, sondern das dein Nervensystem sensibler darauf reagiert. Ich hatte das meist immer bis zum Mittag, dann flacht es ab und du fühlst dich „normal“. Was dir im Moment fehlt ist vermutlich die Geduld. Und ich persönlich würde versuchen mein Mindset vom Trauma weg zu bewegen. Traumabewältigung ist super, muss aber auch mal pausiert werden damit man selber zur Ruhe kommen kann. Ich lese aus deinen Zeilen heraus das du sehr frustriert bist und auch wenn das vermutlich noch frustrierender ist: du muss versuchen es los zu lassen.

Ich weiß genau wie wütend man werde kann darüber dass es gerade nicht vorwärts geht. Aber das tut es. Hab Geduld.

x 3 #2


Min0109
@Panikatthedisco,

heyyy, lieben Dank für deine Antwort. 👍
Auch, dass du geschrieben hast in Fettbuchstaben: JA, das ist NORMAL.
Denn oft fühle ich mich nicht normal in diesen Momenten. Auf der einen Seite versuche ich rational und "erwachsen" zu reagieren, so nach dem Motto: keep cool, es ist zur Zeit eben so und auf der anderen Seite bin ich voll im Alarm-Deprimodus und mein Hirn feuert drauf los und gestaltet worst case Szenarien.
Irgendwie muss ich das anscheinend immer wieder hören, dass das alles aktuell dazu gehört und ich mich auf einer Reise befinde.
Und ja, ich bin wirklich ungeduldig und frustriert. Da muss ich direkt selbst ein gif denken, bei dem ein Kind sich auf dem Boden wirft und mit den Armen und Beinen strampelt (weil es wahrscheinlich nicht die Süßigkeiten in der Kassenzone bekommen hat). So ungefähr ist das schon manchmal.
Ich nehme gerne auch noch ein gutes Mantra mit, wenn Du eins haben solltest, was ich mir immer wieder sagen kann.

x 1 #3


Greta__
Hallo du.

Erst einmal: Ja, es ist normal. Heilung läuft in Wellen, nicht linär. Das du dich abends besser fühlst ist auch normal. Der Stress, die Anforderungen des Tages fallen ab. Cortisol fällt ab.

Aus deinem Profil entnehme ich das du 45 bist. Wechseljahre spielen ein großes Thema bei Depressionen, Ängsten. Lass dich diesbezüglich bei einem Endokrinologen auf deine Werte testen.

Gleichfalls kannst du "34 Symptome der Wechseljahre" googlen, da wirst du vieles erkennen.

x 4 #4


Min0109
@Greta__

Danke dir für deine Antwort. Ja, ich muss wirklich mal meine Werte testen lassen - es würde mich auch interessieren, wie die so sind. Ich denke, da spielt auch ein gewisser Anteil mit rein, der einfach gewisse Dinge verstärkt.

Ich würde mich natürlich über einen linearen Heilungsverlauf freuen zwinkern
Aber ich denke, jeder hier.

#5


P
@Min0109 😅😂 mir ging es genau so. Mein Mantra war „sch… drauf“ auch wenn es nicht immer funktioniert hat. Man weiß halt man ist auf den richtigen Weg und es geht voran und dann fühlt man sich als wäre man hundert Schritte zurück geworden worden. Ich saß so oft da und hab einfach nur geheult weil ich es nicht verstanden habe. Und dann merkt man irgendwann das es ein ganz klein bisschen besser ist, der Rückfall war auch nicht mehr ganz so schlimm und dann noch mehr und so weiter.
Vorletztes Jahr im Herbst hatte ich täglich mehrere Panikattacken, vor allem direkt morgens nach dem aufstehen und auch in der Nacht. Aufstehen ist da auch eine wirklich schwere Sache gewesen, habe 1-2 Stunden dafür gebraucht weil es mir so schlecht ging. Im Dezember dann konnte ich keine zehn Minuten am Stück das Haus verlassen. Ich erinnere mich nicht mal mehr wie das besser geworden ist, nur an das auf und ab und die tausend Rückschläge, aber irgendwann bin ich ohne darüber nachzudenken einfach aufgestanden nach einer halben Stunden, dann nah zehn Minuten nach dem aufwachen. Wirklich, es war davor ein Riesenakt gewesen. Irgendwann merkte ich das ich vier Stunden am Stück geschlafen hatte, dan sechs, dann acht. Irgendwann konnte ich zwanzig Minuten ums Haus spazieren, dann eine Stunde. Inzwischen würde ich mich als 99% wieder die alte bezeichnen. Insgesamt hatte ich es 4 Jahre lang. Ich kann wieder normal arbeiten, Sport machen, schlafen usw. Aber es gibt immer noch Rückschläge auch wenn die sehr mild ausfallen. Vor allem Morgens geht es mir so lala, aber es ist halt besser. Was ich damit sagen will: ich vermute du bist gerade in der Heilungs-Phase. Steckst gerade mitten drin. Du merkst wahrscheinlich das es besser wird und ea frustriert dich das es aber auch immer wieder schlechter geht. Hab mich übrigens auch immer gefragt ob ich normal bin 😅 Ja, ich denke wir sind sogar „normaler“ als andere Menschen 😅

x 4 #6


Min0109
@Panikatthedisco

zwinkern Das Mantra gefällt mir.
Mir helfen Erfahrungsberichte wie deiner sehr und machen mir Hoffnung. Natürlich wäre ich auch gerne schon so weit... Manchmal zähle ich die Monate, wie lange das nun schon so geht. Auch wenn ich weiß, dass das kontraproduktiv ist. Leider vergesse ich an schlechten Tagen gerne die guten Tage, die ich schon hatte! Als wenn mein Hirn dann einen Schalter umgelegt hat, mein Hirn vernebelt und nur wieder Blödsinn im Kopf passiert.
An guten Tagen beschäftige ich mich auch deutlich weniger mit dem Thema Angst / Depression, lese oder google nix dazu. Und wenn der Mist dann wieder verstärkt anklopft und da ist, dann befasse ich mich wieder intensiv damit, weil ich mich jämmerlich und alleine fühle.
Zumindest kannst du wahnsinnig stolz auf dich sein, wie gut du diese Phase gemeistert hast! Also Hut ab, Respekt!
Ich mag es, dass du schreibst, dass wir wahrscheinlich sogar normaler sind als andere Menschen lachen.

x 1 #7


Luce1
Zitat von Min0109:
Wer kennt dieses Morgengefühl auch?


Bei mir ist es im Nov/Dez. also Vorweihnachtszeit. Ich wusste, wenn ich jetzt nicht rausgehe, dann bleib ich den ganzen Tag drinnen.

Da ich das aber seit Jahren von mir kenne, weiß ich, dass es meist an Februar besser wird.

Was noch helfen könnte ist eine Dosiserhoehung. Musste ich auch machen aber war ein enormer (positiver) Unterschied 👍

x 1 #8


Min0109
@Luce1

Hey, danke dir auch für deinen Beitrag.
Ich versuche auch -soweit es geht- aufrechtzuerhalten...
Hattest du auch schon mal Pregabalin Luce1 als Medi?

#9


Luce1
@Min0109 nein, ich habe immer nur eines gehabt.
Wofür ist das Pregabalin denn?

#10


Min0109
@Luce1

Okay, ich dachte, du hast da vielleicht Erfahrungswerte.
Ich nehme schon lange Citalopram ein "klassisches" Antidepressivum. Jetzt wo es mir so schlecht ging / geht, hat meine Psychiaterin zusätzlich Pregabalin aufgeschrieben. Das Medi wird eigentlich bei neuropathischen Schmerzen und epileptischen Anfällen genommen, hilft aber auch bei einer generalisierten Angststörung. Die Startdosis liegt wohl eigentlich bei 150 mg, ich nehme aber "nur" 75mg. Es soll keine Dauermedikation sein, sondern mir die aktuelle Situation etwas erleichtern...

#11


Nick21
Zitat von Min0109:
@Luce1 Okay, ich dachte, du hast da vielleicht Erfahrungswerte. Ich nehme schon lange Citalopram ein "klassisches" Antidepressivum. Jetzt wo es mir so schlecht ging / geht, hat meine Psychiaterin zusätzlich Pregabalin aufgeschrieben. Das Medi wird eigentlich bei neuropathischen Schmerzen und epileptischen ...

Ja das ist ein übliches Vorgehen in Akutphasen kurz ein 2.Medikament dazuzugeben. Und ja mit Pregabalin werden auch Ängste behandelt.

#12


Nick21
Zitat von Min0109:
@Luce1 Okay, ich dachte, du hast da vielleicht Erfahrungswerte. Ich nehme schon lange Citalopram ein "klassisches" Antidepressivum. Jetzt wo es mir so schlecht ging / geht, hat meine Psychiaterin zusätzlich Pregabalin aufgeschrieben. Das Medi wird eigentlich bei neuropathischen Schmerzen und epileptischen ...

Wie lange nimmst du eig. das Citalopram schon?
So rein Interessehalber weil ich auch lange Citalopram genommen habe und jetzt Escitalopram nehme.

#13


Nick21
Zitat von Luce1:
Bei mir ist es im Nov/Dez. also Vorweihnachtszeit. Ich wusste, wenn ich jetzt nicht rausgehe, dann bleib ich den ganzen Tag drinnen. Da ich das aber seit Jahren von mir kenne, weiß ich, dass es meist an Februar besser wird. Was noch helfen könnte ist eine Dosiserhoehung. Musste ich auch machen aber war ein enormer ...

Ja November und Dezember ist bei mir auch immer die kritische Phase im Jahr. 😅

#14


P
@Min0109 Danke dir! Du schaffst das auch! Ich erinnere mich auch daran wie ich in den guten Phasen auch kein Interesse mehr hatte daran ins Internet zu gehen um mir Videos zum Thema anzuschauen. Das ist ein gutes Zeichen!

Ich persönlich glaube das „wir“, also Menschen mit Depressionen und Angsterkrankungen, sehr viel emotional intelligenter und daher auch sensibler sind als andere. Meine Therapeutin meinte mal zu mir ihr wäre aufgefallen dass solche Patienten sehr viel Selbstreflektion besitzen und viele Dinge realistischer betrachten, Menschen und Situationen korrekter einschätzen können usw. Das macht uns in gewisser Weise zu „normaleren“ Menschen. Wir sind dazu angelegt „Gefahren“ zu erkennen, so früh wie möglich, um uns selber zu schützen.

Das ist leider das Resultat von Traumata oder sehr stressiger Lebensphasen, aber es ist eben normal und natürlich das wir durch die hypersensibilisierung des vegetativen Nervensystems (das es wirklich nur gut mit uns meint) dann dazu neigen Angst, Panik oder Depression zu bekommen.

Unser Körper/Gehirn funktioniert also völlig normal und sogar etwas „zu gut“. Es versteht nur nicht das uns das quält. Es möchte uns nach den traumatischen Erlebnissen nur schützen.

Dieser Gedanke hat mir sehr geholfen weil ich eine Zeit lang nicht verstanden habe warum gerade ich nicht so funktionieren kann und normal sein kann wie alle anderen.

Stell dir einfach vor was du alles erlebt und durchgestanden hast. Du hast eine ganze Menge geleistet!

Was ich auch von mir selbst und auch durch Erfahrungsberichte sagen kann ist, das ich merke das ich jetzt, nach der Panikstörung, sehr viel belastbarer bin und auch sehr viel dankbarer fürs Leben. Das verändert einen auch ins positive. Auch wenn es manchmal nicht so wirkt.

x 1 #15


Min0109
@Nick21

Hey und guten Morgen,

ich nehme das Citalopram schon seit 2013 und ich weiß nicht, ob es wirklich noch den Effekt zeigt, den es zeigen sollte. Und ich habe auch aktuell den Eindruck, dass die 75mg Pregabalin nicht "reichen".
Heute Morgen ist schon wieder ein totaler Kampf! Ich frage mich, ob die ambulante Therapie ausreicht oder ich doch nicht stationär gehen sollte, da ich schon einen ziemlichen Leidensdruck verspüre.
Ich habe da aber keinerlei Erfahrungswerte und natürlich auch irgendwie Angst vor dem wie es da abläuft...

#16


Min0109
@Panikatthedisco

Hallo lachen

Danke für deine netten Zeilen!

Wie ich gerade schon geschrieben habe, ist für mich heute früh wieder gefühlt alles super schwer.
Ich sitze zwar jetzt an meinem Arbeitsplatz im Coworking Space, aber meine Gedankenspirale ist voll im Gange und ich habe im Grunde Angst vor allem und bin sehr depressiv.

Ich denke dann immer: Es kann doch nicht sein, dass ich ein dauerhaftes Grundangstgefühl habe und so destruktive Gedanken.
Mein Mann sagt dann: doch das kann sein, ist ja auch gerade so, aber es wird auch wieder besser werden.
Dieses Licht am Ende des Tunnels fällt mir gerade schwer zu sehen.
Morgen früh habe ich noch mal Gruppentherapie und vielleicht gehe ich nachher noch mal zu meiner Psychiaterin (die ist hier gleich ums Eck) und frage, ob ich das Pregabalin erhöhen kann oder soll.

Hast du in deiner "akuten" Zeit noch gearbeitet? Bzw. warst auch mal stationär?
Ich freue mich über eine Rückmeldung lachen

x 1 #17

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Nick21
Zitat von Min0109:
@Nick21 Hey und guten Morgen, ich nehme das Citalopram schon seit 2013 und ich weiß nicht, ob es wirklich noch den Effekt zeigt, den es zeigen ...

Das ist natürlich nicht schön das es dir so geht. Trost

Eine Psychosomatische Klinik ist aber was ganz anderes als eine Akutklinik.

Ob es hilft kann ich dir leider nicht sagen das kann man nur ausprobieren.

#18


Min0109
@Nick21

Heyyy Nick21,

ja, da hast du Recht, eine Psychosomatische Klinik ist wahrscheinlich kein Vergleich mit einer Akutpsychiatrie. Aber so schnell würde ich natürlich keinen Platz in einer Psychosomatischen Klinik finden...

Ich war vorhin kurz bei meiner Psychiaterin, sie sagte, dass ich das Pregabalin morgens auf 50 mg erhöhen könne. Ihr Rat wäre einfach "stumpf" weiterzumachen und an den vorhandenen Strukturen festzuhalten:
Arbeiten gehen, Gruppentherapie, Medikamente, Sport etc.

Äußerlich merkt man mir auch nichts an, aber mein Kopf flippt aus und denkt nur an Angst traurig

#19


Nick21
Zitat von Min0109:
@Nick21 Heyyy Nick21, ja, da hast du Recht, eine Psychosomatische Klinik ist wahrscheinlich kein Vergleich mit einer Akutpsychiatrie. Aber so schnell würde ich natürlich keinen Platz in einer Psychosomatischen Klinik finden... Ich war vorhin kurz bei meiner Psychiaterin, sie sagte, dass ich das Pregabalin morgens ...

Tja. Psychiater sind halt Ärzte.....

Entweder du musst nochmal speziell nach einer Klinik fragen oder musst schauen ob du Ambulant ggf. noch was findest was dir hilft. knuddeln

#20


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Mira Weyer
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