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ich möchte hier keinen nerven, da ich schon 2 Threads zu meiner aktuellen Situation geschrieben habe.
Aber ich freue mich einfach über Austausch und den Erfahrungswerten anderer.
Mich belastet immer noch dieses morgendliche Gefühl, das direkt nach dem Aufstehen da ist und wie Teer an mir klebt!
Abends fühle ich mich oft "normal", ohne Angst und Depression und hoffe jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe, dass es morgens auch so ist.
Meistens wache ich schon vor dem Wecker klingeln auf (ich frage mich, ob dann Pregabalin nicht mehr wirkt, nehme zur Zeit 75m tgl, was ja eine sehr geringe Dosis ist) und -zack- ist das Gefühl da. Morgenangst, Depression. Teilweise muss ich weinen, weil ich mich so schrecklich fühle und frage mich: wann, wann ist das endlich vorbei? Wie schaffe ich den Tag und alles liegt wie Blei vor mir.
Ich bin zittrig, freudlos, ängstlich, Gedankenkreisen.
Mein Mann ist sehr lieb und verstädnisvoll und sagt: Heilung braucht Zeit, sei nicht so ungeduldig!
Ja, ich bin ungeduldig (leider) und ich denke: seit November geht das nun schon so.
Ich bin ja mittlerweile in Gruppentherapie, hatte auch bereits Einzelsitzung und diese helfen mir sehr.
Letzte Woche war ich von Mo-Do auch ganz "gut drauf" und dann merkte ich schon, dass am Freitag die Stimmung wieder sehr wackelig war und mich fragil fühlte. Und Sa früh war ich emotional ganz unten und habe mich durch das WE gequält.
Kennt ihr das auch, dass ihr krasse Auf und Abs im Genesungsprozess habt?
Ich hatte auch schon Tage, da dachte ich: hey, alles gut, ich kann den Wartelistenplatz für die Tagesklinik absagen. Brauche ich nicht.
Und dann kippt es einen Tag später komplett und ich denke, dass ich überhaupt nicht klar komme.
Ich habe einfach Sorge, dass es nicht besser wird. Muss ich noch mehr tun, reicht das was ich tue? Muss ich mehr Geduld haben, gelassener sein?
So wie es seit November ist, war es noch nie und das macht mich einfach fertig.
Alle anderen wirken immer so wahnsinnig geordnet und geduldig auf mich, die auch mit dem Thema zu tun haben.
Aber ja, ich weiß, man kann keinem hinter die Stirn gucken.
Wer kennt dieses Morgengefühl auch?
Bei mir zieht es sich oft bis in den späten Nachmittag und dann wird es langsam besser.
Ich arbeite seit Corona fast ausschließlich von zu Hause aus. Ich habe mir jetzt einen Platz in einem Co Working Space gemietet für 2 Tage in der Woche (ich arbeite 4 Tage), weil ich merke, dass es sehr schlecht ist, wenn ich alleine zu Hause sitze und dann grübel.
Eigentlich ist es etwas gaga, weil ich zu Hause genügend Platz habe und es nur mache in der Hoffnung, dass es mir gut tut und besser geht (ja, es lenkt mich auch eher ab).
Alleinsein ist auch so ein Thema - kann ich gerade sehr schlecht!
In der Therapie geht es bei mir um die Arbeit mit dem inneren Kind aufgrund traumatischer Erfahrungen in der Kindheit. Ich versuche immer wieder mit dem inneren Kind in Kontakt zu treten, es zu beruhigen und zu sagen: alles ist gut, ich bin da, du brauchst keine Angst haben.
Es funktioniert ganz gut, aber eben nur punktuell.
Ich freue mich von euch zu lesen! Kommt gut in die neue Woche.
Ich habe oft auch Probleme einfach nur da zu sitzen, sondern fühle mich innerlich getrieben.
Jetzt wo das Wetter so schön, kann ich mich noch nicht mal darüber freuen. Und dann denke ich: das kann doch nicht sein! Warum ist es gerade so wie es ist und ich will mein altes Leben zurück.
• • 08.03.2026 #1

