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reiger

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Hallo liebe Leute,
zu meiner Geschichte begonnen hat mein Leidensweg 1998 mit einer Angststörung mit Panikattacken und schwerer Depression. Ich bin natürlich anfangs auch von Arzt zu Arzt gerannt, weil ich dachte ich hätte etwas Körperliches z.B. Herzerkrankung oder Nierenversagen. Dem war natürlich nicht so, es war der Beginn meiner Angsterkrankung.
Ich stand aber alle Jahre relativ stabil im Arbeitsleben hatte zwar immer wieder Panikattacken, general. Ängste und Depressionen, aber auch Jahre fast ohne Symptome.
Nun ist es wieder soweit, mich hat es richtig erwischt und mein Leben völlig aus der Bahn gerissen! Angefangen wieder mit Panikattacken bei der Arbeit, speziell bei Präsentationen, da ich mich bereits über PAs und Ängste gut auskannte, habe ich in meinem Job immer weiter gemacht bis meine Körper keine Kraft mehr für Panikattacken hatte und in eine schwere Depression gerutscht ist. So wurde ich Anfang 2016 krankgeschrieben und bin dann in eine psychosomatische Reha gegangen. Dank Medis, Therapie und Sport habe ich mich wieder etwas erholt. Für mich stand fest zu meinem alten Arbeitgeber werde ich nicht mehr zurück gehen und habe aufgrund meiner Erkrankung eine LTA-Maßnahme (Umschulung) beantragt, welche auch genehmigt wurde! Allerdings mit einer Wartezeit von fast 1 Jahr. Leider konnte ich die freie Zeit nicht sinnvoll nutzen. Ich kam mir von Tag zu Tag nutzloser vor hatte keine Aufgabe mehr und Sport betreiben machte mir auch kein Spaß mehr. Ich rutschte in eine schwere Depression, begleitet von schweren Angstzuständen und einem Grübelzwang. Vergangenheit/Zukunf und Gegenwart alles machte mir Sorgen. Diesmal war die Angst aber nicht mehr greifbar und an äußeren Bedingungen festzumachen es war mehr eine Dauerangst durch mein ständiges sorgen Grübeln. Von morgen bis abends bin ich seit Anfang 2017 nur noch nach innen fokussiert, d.h. ich nehme nur noch meine Angstgedanken war und kaum das Äußere, ich habe zwar keine Angst die Wohnung zu verlassen oder Einkaufen zu gehen nur laufe ich wie in einer Blase gefangen und nehme die Umwelt nicht mehr war, wahrscheinlich DP/DR. Auch fällt es mir schwer mich bei Gesprächen zu konzentrieren selbst dann bin ich auch nur am Grübeln. Nichts aber rein gar nichts kann mich noch ablenken und mein Fokus wieder nach aussen richten. Da meine Anspannung unerträglich geworden ist, habe ich mich in eine Psychiatrie einweisen lassen. Dort wurde ich nur mit Medis vollgepumpt und meine Dauerangst wurde noch mehr getriggert (jetzt Angst vor Schizofrenie/Wahn). Ich habe mich also nach kurzer Zeit selbst entlassen und mich für eine psychosomatische Klinik in Bad Bramstedt beworben. Die Zeit bis dahin verbrachte ich nur im Auto im Wald (es war Sommer) zu Hause bin ich durchgedreht und unter Menschen konnte ich nicht mehr, mein Hirn konnte nicht mehr abschalten und im Wald hatte ich etwas Ruhe von außen. In der Zeit hätte ich mir gerne wieder meine Panikattacken mit Todesängsten zurück gewünscht um endlich wieder den Körper zu spüren, aber ich war im Kopf gefangen und die Energie entlud sich nicht mehr. Ok letzte Hoffnung Klinik in Bad Bramstedt. Aber auch diese Hoffnung musste ich leider wieder vergraben. Habe dort alles an Therapie mitgemacht. Aber meine Dauerangst konnte nicht gemildert werden, im Gegenteil dort wurde ich noch mehr getriggert. Nicht mal hochpotente NP halfen mich zur Ruhe zu bringen. Diagnose: schwere Depression mit Grübelzwang. Nun sitze ich wieder zu Hause, ab und zu nehme ich Tavor, dass einzige Medikament was mir hilft mal 1 Tag wieder normal zu sein, Gespräche zu folgen und den unerträglichen Druck im Kopf zu entladen. Leider weiß ich das Tavor als Dauermedikamentation hierfür nicht geeignet ist. So zuerst mal danke denen, die bisher gelesen haben. Nun meine Frage, ich bekomme meine Gedanken nicht mehr zur Ruhe, täglich Dauerangst bzw. über 70%-100% Anspannung im Kopf, also nicht mehr im Gefühlsbereich. Ständig dumpfer Druck im Stirn Bereich, Benommenheitsgefühl, Schwindel und fiese Angstgedanken, manchmal Angst Schizophren zu werden und manchmal absurde Angstgedanken, jeden Falls 24 Anspannung und damit verbunden sorgenvolles Grübeln, z.B.: Du wirst nie mehr gesund, Du wirst nie mehr arbeiten können, der Grübelzwang macht mich wahnsinnig, bzw. verrückt. Ja ich glaube mittlerweile ich verliere den Verstand, ich habe zwar davor noch Angst, aber wenn es so weiter geht weiß ich nicht mehr weiter. Absolute Hoffnungslosigkeit, Erlösungswünsche jeden Tag. Jeder Tag nur noch Kampf ums Überleben. Habe Angst nicht mehr in die Realität zu kommen, lebe nur noch in meinen Gedanken/Kopf, furchtbar. Hat jemand Erfahrung mit Grübelzwang gepaart mit Angstgedanken, was hat Euch geholfen und geht das irgendwann wieder weg? Leider hilf dagegen keine Konfrontationsübung, leider.
Ich habe wieder ambulante Therapie bekommen, alle möglichen Medis ausprobiert, derzeit 30mg Mirtazapin zum schlafen, Tavor ab und zu, über jede Antwort mit ähnlicher Erfahrung wäre ich sehr dankbar! Sport ist leider auch nicht die Lösung ich versuche mein Haushalt zu führen und gehe jeden Tag an die frische Luft auch wenn es mir sehr schwer fällt.
LG Reiger

28.11.2017 16:17 • 13.06.2019 #1


20 Antworten ↓


petrus57

petrus57


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Zitat von reiger:
So zuerst mal danke denen, die bisher gelesen haben.


Erst mal herzlich Willkommen. Ohne Absatz ist das wirklich schwer zu lesen.

Du hast ja auch schon eine lange Leidenszeit hinter dir. Mir geht es ja so ähnlich. Nur habe ich mit aggressiven Zwangsgedanken zu tun. Ich nehme auch 30 mg Mirtazapin und täglich 0,25- 0,5 mg Tavor.

Zusätzlich nehme ich noch für den Tag Escitalopram. Mir kommt es vor als wenn die etwas gegen die Zwangsgedanken helfen. Vielleicht wäre das auch eine Option für dich. Ich könnte mir vorstellen dass vielleicht auch Hörbücher etc. über Kopfhörer gehört helfen könnten. Da ist dann dein Gehirn abgelenkt und fokussiert sich auf das Gehörte. Musik stresst mich da eher.

Ich versuche auch immer einfach nichts zu denken. Klappt aber auch nicht immer. Kann man aber vielleicht auch trainieren.

28.11.2017 17:11 • x 1 #2


reiger


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Hallo Petrus,
danke für Deine Antwort, ja jetzt wo Du es sagst. Absätze habe ich vergessen
Ja Escitalopram habe ich auch schon ausprobiert, anfangs gut vertragen, zu letzt nicht mehr so gut.
Meine Zwangsgedanken habe ich relativ gut im Griff. Aber der Grübelzwang ist für mich ein härteres Brett, sehr ich-synton und mit Medis (außer Tavor) bisher noch nicht besiegen können.
Bist Du wieder in Arbeit? Das fehlt mir eben für die Ablenkung... aber in dem Zustand ist es auch fast unmöglich wieder in arbeit zu kommen.

28.11.2017 17:29 • #3


petrus57

petrus57


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Habe EU- Rente. Arbeiten könnte ich nicht mehr da ich kaum belastbar bin. Schon die geringsten Tätigkeiten bereiten mir Stress.

28.11.2017 17:47 • #4


reiger


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Ja davor stehe ich auch will aber noch keine EU Rente bin zu jung dafür 43j. u. habe Angst davor dann gar nicht mehr abgelenkt zu sein. Aber arbeiten geht gerade auch nicht mehr. Teufelskreis. Darf ich fragen wie alt Du bist und ob Dir die EU Rente und freie Zeit gut tut? Ängste werden dadurch bestimnt nicht weniger?

28.11.2017 19:36 • #5


petrus57

petrus57


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Bin 60. Die EU Rente tut mir gut weil der Stress mit dem Jobcenter wegfällt. Habe dadurch einige Ängste weniger.

28.11.2017 20:25 • x 1 #6


reiger


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Ja mit 60j. ist das was anderes ... da kann man sich glaube besser mit EU Rente anfreunden.

28.11.2017 20:40 • x 1 #7


Flame


Versuch es mal mit Amitriptylin,das ist ein beruhigendes Antidepressivum,das benzoähnlich wirkt (also ähnlich wie Tavor) aber nicht abhängig macht und relativ nebenwirkungsarm ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Trizyklis ... epressivum

Zusätzlich kann ich Dir sehr empfehlen,einen Kurs in Autogenem Training zu belegen.
Man kann sich mit Autogenem Training mit etwas Übung "selbst herunterfahren" also die innere Anspannung deutlich senken.
Und man kann damit jederzeit die Grübeleien unterbrechen.
Die Kurse werden zu ca. 80 Prozent von der Krankenkasse bezahlt (Eigenanteil ca. 35-40 Euro).

Ich hatte auch schwere Depressionen,sind noch nicht ganz verschwunden aber es geht mir schon viel besser dank Medikamenten und Verhaltenstherapie plus Autogenem Training.
Ich muss sagen,in erster Linie haben mir die Medikamente sehr geholfen.

Lyrica ist auch super gegen Ängste aber schwierig einzuschleichen und hat Abhängigkeitspotenzial,wäre aber auch noch eine Option.

Ich weiss,Du kannst es jetzt nicht glauben aber es wird alles wieder gut,schwere Depressionen brauchen Zeit um "auszuheilen".

Hier auch noch ein Buchtip:

"Wenn das Leben zur Last wird" von Rolf Merkle.

29.11.2017 12:07 • x 1 #8


reiger


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Hallo Flamm,
danke für die Tips und für den Mut auf Genesung zu hoffen ... nehme ich mir zu Herzen.

29.11.2017 12:33 • x 1 #9


petrus57

petrus57


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Aber das mit dem autogenen Training etc. klappt nur wenn du nicht zu aufgedreht bist. Ich hatte es in der Klinik auch mit Muskelentspannung versucht. War danach noch aufgedrehter wie vorher. Hat mich noch mehr unter Stress gesetzt.

29.11.2017 12:39 • #10


reiger


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Ja das kenne ich von der PMR Gedanken auf Blätter setzen das ging bei mir auch nicht hat mich auch mehr gepusht.

29.11.2017 12:52 • x 1 #11


Garrosh77

Garrosh77


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Zitat von petrus57:
Mit Zitat antworten

War bei mir auch so

29.11.2017 14:15 • #12


Ruby_

Ruby_


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Hi lieber reiger,

Wollte dir außer in meinem schon, hier zu deinem Beitrag auch noch was schreiben.
Es ist echt erstaunlich wie ähnlch unsere Geschichten sind.
Aber wie genau hat es bei dir angefangen? Was hattest du in dem Moment gemacht, gedacht usw. als deine erste Panikattacke begann meine Ich.
Hast du auch soziale Kontakte? Kontakt zur Familie? Davon lese Ich irgendwie nichts.

Ich finde die Diagnose einer schweren Depression sehr fragwürdig, denn für mich hört es sich ganz klar an erster Stelle an eine Angsterkrankung an - genau so wie bei mir. Depressionen kommen oft aber zusammen mit diesen starken Ängsten, aber das ist ja für diese Umstände 'normal' wer wäre da nicht depressiv?
Du musst es dir so denken, eigentlich ist es genau das selbe wie damals (spreche für uns beide) :
1. Panikattacken - Angst krank zu sein (Körperlich)
2. DP/DR - Angst krank zu sein (Psychisch)
3. Hypochondrie - Angst krank zu sein (Körperlich/Psychisch)
4. Grübelzwänge/Zwangsgedanken/Komische Gedanken - Angst krank zu sein (Psychisch)

Fazit: alles was wir eigentlich haben ist die Angst krank zu sein, zu werden usw.. Und unsere eigentliche Frage zu jedem von diesen bizarren Zuständen ist : Wie komm Ich da raus? Was wenn.. zb Ich da nicht rauskomme? Was wenn Ich für immer so bleibe oder Villeicht ist es etwas größeres als nur Angst, villt eine chemische Imbalance im Gehirn und Ich bleibe für immer so. - Ich wette du stellst dir genau wie Ich diese Fragen ü 100 mal am Tag bis du ausbrennst..
Meißtens beantworte Ich diese was wenn fragen fast immer mit Horror Stories.. aber im Moment praktiziere Ich diese so zu beantworten oder eher anzunehmen:
1. Was wenn das für immer ist? > Ja das kann für immer sein >> weiter machen mit dem was ich grad mache
2. Was wenn Ich Psycho werde und die kontrolle über meine Gedanken und mein Leben verliere > Wenn Ich die Kontrolle verliere, dann merke Ich wohl eh nichts mehr davon und werde denken dass das normal ist >> weiter machen mit dem was ich grad mache
3. Was wenn es nie mehr besser wird/so wie früher? > Dann muss Ich lernen genau so zu leben, zusammen mit meiner Grübelei >> weiter machen mit dem was ich grad mache.

So eigentlich ist das so mein Weg. Auch Opipramol hab ich nach 4 Wochen einnahme wieder abgesetzt (denn geholfen hat es mir nicht). Medikamente sollten immer nur als Stütze helfen aber man sollte sich nie auf sie alleine verlassen, bei mir dämmen Sie nur meine Gefühle und das macht mir persönlich zB noch mehr Angst. Deswegen versuche Ich es grad wieder Ohne, nehme nur pflanzliches zur Zeit - nämlich eine Kapsel Lasea vor dem schlafen gehen.

Versuch immer wenn du so in dir steckst alles zuende zu denken, und am Ende denk dir immer, dann ist es halt jetzt so.. was solls? Und mach weiter mit dem was du machst oder machen wolltest. Wir sind einfach total überfordert und haben Angst das wir Kontrolle verlieren aber wir müssen endlich lernen loszulassen und das wir eben keine Kontrolle über nichts haben, nicht über Krankheiten, nicht über den Tod und überhaupt eig. über garnichts. Wir müssen einfach weiter leben egal was kommt. Und die Gedanken kommen wenn man in einer schlimmen Angstspirale hängt das ist ja eig. normal, denn unser Gehirn versucht uns auf diese Art zu beschützen und mit diesem Grübeln sozusagen uns eine Antwort zu verschaffen aber das macht uns halt mehr Angst und unser Gehirn arbeitet in dem Sinne weiter.
Deswegen müssen wir es so annehmen wie es ist: Es ist eine Schutzreaktion wegen unseren ganzen Sorgen die wir innerlich in uns rein fressen.
Wir müssen lernen unser Grübeln und Gedanken und sonst alles was im Paket enthalten ist nicht als Psychisch Krank abzustempeln sondern als einfache Angstreaktion - jeder Mensch hat mal komische Gedanken aber die meißten sagen sich: Was solls und machen weiter und wir sorgen macher - fangen den Gedanken und fangen an ein Dialog mit ihm zu führen und Ihn zu bekämpfen.. obwohl es ja eigentlich nur Gedanken sind, verstehst du was Ich meine?

Naja eig. wie schon gesagt geht es mir auch net so toll, immer nach dem Aufwachen habe Ich diese Gedanken sofort aber es ist mittlerweile nicht wie früher das Ich austicke und vor Angst nicht mehr kann, Ich beobachte die jetzt eher und versuche dann weiterzumachen, hoffe in Zukunft kann Ich dann loslassen irgendwann. Und ja es ist mir innerlich auch sehr unangenehm dass genau mir sowas passiert ist und immer denke Ich mir, warum nur und werde traurig.. aber genau das ist halt der Fehler, Ich sollte mich nicht bemitleiden nur weil Ich Ängste habe oder andere Gefühle, Ich sollte mich so lieben und annehmen wie Ich bin. Dann kann Ich auch ruhig weiterleben, wie jeder von uns.

Hoffe Ich konnte dich villt einbisschen beruhigen.. und bin auch froh mit dir schreiben zu dürfen denn Ich finde mich da wirklich wieder und fühle mit dir. Es ist echt sehr schlimm sowas durchzumachen.. und du machst das schon lange, und schau die erste Phase hast du wie Ich durchstanden, und denk ja nicht das dass der verdienst der Medikamnete war die du eingenommen hast, das war die Arbeit mit dir selbst und Ich denke irgendwann hast du diese Paikattacken genau wie Ich einfach ignoriert akzeptiert und weitergemacht, deswegen verschwand es dann, aber dann fand die Angst bei uns einen neuen Weg , so :
Wenn die jetzt keine Angst mehr vor Krankheiten hat, keine Panik mehr hat, dann lass Ich sie halt Angst vor psychischen Erkrankungen haben - und das ist noch viel schlimmer als vor Körperlichen, denn da kann man sich wenigstens beim Doc absichern aber mit Psychischen weiß ja keiner so genau was in dir passiert und das macht noch mehr Angst.

Echt schlimm was die Psyche alles anstellt.

02.01.2018 11:30 • x 1 #13


Bg2203


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Hey Leute ich hoffe euch gehts gut.
Ich bin recht neu hier doch lese ich gern durch was ihr da zu schreiben habt und erkenne mich selbst wieder!

Es ist beruhigend zu wissen das man nicht alleine ist.

Nun zu meiner Geschichte, ich bin in einer Glücklichen Beziehung seit 6 Monaten, doch kennen wir uns schon länger und waren vorher sehr gute Freunde. Seit 4 Monaten bin ich arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit belastet mich wirklich sehr, und ich arbeite daran einen Arbeitsplatz zu finden. Ich hatte mit einer Weiterbildung begonnen die leider doch nicht so lief wie man sich diese Vorgestellt hatte.

Zu Beginn dachte ich das würde alles schnell überm tisch gehen bzw ich hätte noch weiterhin eine Struktur im Leben. Doch leider war dem nicht so da die Weiterbildungsstätte den Unterricht beginnt und beendet wann sie lust haben.

In diesen Zeiten hat mein Liebster mich immer Aufgebaut und stand an meiner Seite, ich habe immer Unterstütztung bekommen und er hat mich nie im Stich gelassen. Tja und nun habe ich vor 2 Wochen erfahren, das mein Schatz Geschäftlich ins Ausland muss und das schon im Januar. 3 Monate wird er weg sein villeicht sogar 6 Monate oder noch länger je nachdem wie die Arbeiten da vorangehen.

Und da gings los. Die Endlosschleife!

-Traurig und Bedrückt sein
-Grübeln
-Blöde Gedanken wie; Liebe ich ihn genug? Liebt er mich genug? Was ist wenn..? Usw.
-sich zurückziehen
-Sich selber sagen man solle sich trennen obwohl das doch so bescheuert klingt weil ich ihn doch so liebe!
-Denken man wäre nicht gut genug
-denken das jede veränderung mir ihn wegnehmen möchte
-wütend auf ihn sein bis zu ihn nicht sehen wollen aber gleichzeitig klammern

Also wirklich Gedanken die total absurd sind und überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen ich erkenne mich kaum wieder.

Ich hatte nun mein Termin bei einer Psychologin die mir halt gesagt hat das es Verlustängste sind die ich habe und die dadurch ausgelöst wurden.

Ich war natürlich auch beim Hausarzt und warte nun auf meine Ergebnisse ob es nicht durch ein Ungleichgewicht oder Mangel ausgelöst wurde oder gar durch eine Winterdepression.

Ich kenne ebend von mir selbst das ich im Winter mit diesen Symptomen zu kämpfen habe!

Jedoch muss ich dazu sagen das ich das nur habe wenn ich in einer Beziehung bin, das hatte ich vor 2 Jahren mit meinem Ex Freund. Ging bei dem auch im Winter los und verschwand von selbst wieder, die Gedanken damals waren nicht die selben, da hatte ich komische Zwangsgedanken wie inz. Mord sich selbst was antun etc nicht auf Verlust bezogen denn der war ziemlich Schlecht zu mir sprich Handgreiflich, Untreu etc. habe mich aus damals mir heute unwichtigen Gründen gezwungen mit ihm zu bleiben, und dann hat der mich Verlassen weil ich ihm nicht gut genug war (ein segen ich selber hätte Mich nicht getraut). Letztes Jahr hatte ich zwar auch einen Freund aber bei dem hatte ich diese Ängste nicht, da war es mir auch irgendwie egal ob er da ist oder nicht nachdem ich auch noch erfuhr das er verheiratet ist und ein Kind erwartet. Naja bin etwas Beziehungsgeschädigt..

Bei meinem schatz klammere ich ebend total und versuche ihn alles immer recht zu machen.. das sieht er und meckert mich an das ich mich auch um mich kümmern soll und das ich auch Fehler machen kann und es in ordnung ist usw..

Und dann diese Gedanken..? er ist so besonders für mich und ich liebe ihn so sehr wie keinen Zuvor. Selbst der Gedanke er wäre nicht da ist unerträglich und mir kommen die tränen.. seitdem ich das erfuhr kann ich nicht schlafen nicht essen und denke nur an ihn und die angst..

Wie geht ihr mit den Ängsten um!?

Ich versuche sie einfach zu akzeptieren die Gedanken doch manchmal kommt dann das Gefühl oh gott sagt der die Wahrheit!? Und dann Panik Panik Panik puh. Anstrengend.. bin total durchm wind

Lg würd mich auf antworten freuen

19.12.2018 18:08 • #14


Timeless76

Timeless76


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Zitat von Bg2203:
Hey Leute ich hoffe euch gehts gut. Ich bin recht neu hier doch lese ich gern durch was ihr da zu schreiben habt und erkenne mich selbst wieder! Es ist beruhigend zu wissen das man nicht alleine ist. Nun zu meiner Geschichte, ich bin in einer Glücklichen Beziehung seit 6 Monaten, doch kennen wir uns schon länger und waren vorher sehr gute Freunde. Seit 4 Monaten bin ich arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit belastet mich wirklich sehr, und ich arbeite daran einen Arbeitsplatz zu finden. Ich hatte mit einer Weiterbildung begonnen die leider doch nicht so lief wie man sich diese ...


Akzeptieren ist der richtige Weg. Auch sich das bewusst machen, dass dir nichts zustößt.

20.12.2018 09:55 • x 1 #15


Bg2203


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Zitat von Timeless76:

Akzeptieren ist der richtige Weg. Auch sich das bewusst machen, dass dir nichts zustößt.


Ich versuchs und es geht zurzeit wieder, doch bemerke ich nach so einer Phase das eine Gefühlslose Phase folgt in der ich mir selbst fremd vorkomme. Zwar sind die Gedanken dann still aber nicht nur die Gedanken sondern alles steht still

20.12.2018 10:39 • #16


Marry3


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Grübelzwang

Hallo,
Seit etwa 3 Wochen grübele ich den ganzen Tag über unnötige Dinge. Dieses ständige grübeln kam aus dem nichts und machte mir solche Angst, dass ich nachts nicht mehr schlafen konnte und war ständig unruhig . ich habe das alles auf den Stress geschoben, welchen ich während des letzten Jahres durch mein Studium hatte. Jedoch merke ich dass ich zunehmende konzentrationsprobleme und gedrückte Stimmung habe. Sollte ich zu einem Arzt gehen ? Oder ist all dies normal nach starkem Stress ? Da die Angst vor der depressiven Stimmung da war, frage ich mich ob es eine angststörung oder doch eher eine Depression ist.
Bin dankbar für alle Antworten

12.06.2019 20:38 • #17


Azelas


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Die Grenzen zwischen Depression und Angststörung sind teilweise so verwoben dass es schwer ist zu sagen was es nun wirklich ist. Letzten Endes würde ich sagen ist es nach Stress je nach Grunsverfassung sicher in Ordnung mal. Eine Zeit anders zu denken, es sollte aber auch wieder bessere Tage geben.

Prinzipiell spricht nichts gegen einen Arztbesuch, solange es aber nicht zu extrem ist könntest du aber natürlich auch erstmal versuchen was pflanzliches zu nehmen gegen die Gedankenspirale.
Z. B. Lavendelöl gegen die Angst, oder falls du wirklich eine Depression befürchtet Johanniskraut (Bitte Wechselwirkungen beachten, die sind für einige Personen relevant)

Sollte die Angst natürlich zu stark werden geh zum Arzt deines Vertrauens und lass dich von dem ruhig mal beraten - Eine Meinung vom Fach kann nicht schaden.

12.06.2019 21:19 • #18


nittels

nittels


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Angst ist nicht etwas was man bekommt. Das Ausmaß von Angst die man empfinden kann ist angeboren, es tritt nur halt irgendwann später zu Tage, meinst ausgelöst durch ein Ereignis.

Ich glaub der Unterschied zwischen Angst und Depression ist der Zeitpunkt. Angst hat man vor einer Situation, Depressionen nachdem die Situation real wird (z.B. Trennung, man hat Angst davor und ist deprimiert danach).

13.06.2019 01:04 • #19


HowToNotFly

HowToNotFly


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Zitat von Marry3:
...Ich habe das alles auf den Stress geschoben, welchen ich während des letzten Jahres durch mein Studium hatte. Jedoch merke ich dass ich zunehmende Konzentrationsprobleme und gedrückte Stimmung habe. Sollte ich zu einem Arzt gehen ? Oder ist all dies normal nach starkem Stress?


Sowohl als auch. Es kann definitiv hilfreich sein, mit jemanden drüber zu sprechen, der vom Fach ist.
Du erwähnst aber auch den starken Stress, der schon etwas her ist.
- Wie gehst Du mit stärkeren Stress generell um?
- Haben sich seit der Stressphase Deine Gewohnheiten geändert? Musstest Du auf Dinge verzichten/vernachlässigen wegen des Zeitmangels (die Du jetzt langsam wieder machen kannst)?

Nach monatelangen Entbehrungen muss man oft die ganze Energie bündeln und kann sie nicht wieder einfach so fließen lassen. Vielleicht hast Du noch viel Spannung in Dir obwohl es hinter Dir liegt. Vielleicht brauchst Du ein wenig um zu begreifen, dass Du wieder ganz ruhig ausatmen/ das Leben genießen kannst. Vielleicht ist es Zeit, wieder mehr Sonne in Dein Herz zu lassen und Du hast den Vorhang noch zugezogen, weil Du zu viel Stress hattest. Ich würde Dich zumindest dazu ermutigen, etwas Positives für Dich zu machen - als Belohnung für die Strapazen. Yolo!

13.06.2019 01:23 • #20




Mira Weyer

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