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MissLuna73

MissLuna73
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Hallo,

ich glaube, ich habe einen Grübelzwang. Aber erstmal kurz zu mir. Ich bin 43, verheiratet und habe einen 3jährigen Adoptivsohn. Seit Ewigkeiten leide ich an Emetophobie. Letztes Jahr war ich deswegen in der Tagesklinik. Dort wurde zusätzlich eine Zwangsstörung diagnostiziert. Die bezog sich hauptsächlich auf Rituale. Ich bin in ambulanter Therapie bei meinem Therapeuten aus der Tagesklinik.

Derzeit habe ich mal wieder eine Phase, wo ich ständig nur am Grübeln bin. Über mein Leben. Dass es mir nicht gefällt. Dass ich nicht weiß, wer ich eigentlich bin. Das Grübeln beeinträchtigt mich auch auf Arbeit, wo ich mich teilweise nicht ordentlich konzentrieren kann deswegen. Zu Hause kann ich nicht abschalten. Ich kann nicht richtig mit meinem Kind spielen, weil ich nur grübele. Ablenken funktioniert nur durch körperliche Aktivität oder was echt spannendes im TV. Smile

Als ich das schon mal extrem hatte, habe ich eine Tablette Promethazin genommen. Das hat geholfen. Gestern Abend habe ich mal nur eine halbe genommen, weil die mich doch ziemlich abschießen. Das hat leider kaum geholfen. Nächsten Freitag habe ich wieder Therapie. Ich hoffe, es wird bis dahin nicht schlimmer.

Kennt das jemand? Ist das nun Grübelzwang?

LG
Luna

30.09.2019 #1


34 Antworten ↓
S

schimmelbrot
Gast

-Wenn das Grübeln über den Grübelzwang das eigentliche Problem ist-

Hallo Forum.

Dies ist mein erster Beitrag.
Ich leider unter Grübelzwängen, Zwangshandlungen (Gedanken aufschreiben und Sammelzwang, meine Therapeutin sagt dass der Waschzwang bei anderen bei mir eben diese mentale Zwangshandlung ist) und in Folge dessen an leicht depressiven Perioden und einem permanenten psychischen Stress, an den ich mich bereits gewöhnt habe.
So richtig angefangen hat es vor ca einem Jahr, anfänglich war die Idee und das (positive) Ziel und Faszination einfach ein besserer Mensch sein zu wollen, sein Potential auszuschöpfen etc. Die Dynamik ist: Über das Ziel hinaus geschossen, Meine Gesundheit ist der Preis, den ich mir angewöhnt habe zu bezahlen, die mich aber auch kein Stück weiter bringt.
Soweit.
(Man merkt schon wie kalt ich darüber schreibe..)

Ich möchte mit dem Post in Austausch treten, da das Grübeln weniger (manchmal schon) um konkrete normale Themen geht, wie ich es im Bekanntenkreis oder im Forum mitbekomme, sondern ich darüber hinweg vor allem darüber grübel, was eigentlich mein Problem ist, wie ich das lösen könnte, wie ich mein Verhalten kontrollieren kann, damit es mir besser geht. Aber eben so weit, dass ich hunderte Seiten auf dem PC dazu aufgeschrieben habe (Regeln, Systeme, wenn das passiert machst du einfach das etc), und auch per Hand ständig darüber aufschreibe. Fast schon auf eine romantisierende Art.
Dass das dysfunktional ist, ich damit unter ständiger kritischer Selbstbeobachtung stehe, habe ich inzwischen erkannt. Es ist wie eine Faszination für diese Dinge, und der Kick und die Beschäftigung eben mit den ganzen angehäuften Gedanken (meist negativ, Ausdruck dass es mir grade schlecht geht etc..). Das geht auch Richtung Anankistische Persönlichkeits - Struktur. Eben durch den Drang nach Perfektion, dem rigiden Eigensinn, der emotionalen Kälte, den ganzen Systemen und Regeln..
Das Problem ist zwar auch das Grübeln, wie es in einer 'normalen' selbstbestimmten Lebensführung passieren kann, Leidensdruck entsteht und damit lernen muss umzugehen, es ist aber vor allem das Grübeln über das Grübeln, was auf der anderen Seite das Grübeln auf dem ersten Level voraussetzt... Es fühlt sich so an, wie als würde ich leiden, damit diese Oberhand Seite von mir ihre Operationen durchführen kann.
Ich bin so sehr in diesem 'Space' zu reflektieren, dass für Anderes überhaupt keinen Platz da ist, und das macht mich total traurig. Ich bin in ständiger Selbstbeschäftigung. Meine Innensicht war schon immer faszinierend und intensiv, aber dass sie mich so sehr lahm legen kann..

Ich merke, wie ich immer wieder meine Opferrolle damit mir selbst bestätige und meine Wissenschaftler Rolle, und das gibt mir auch irgendwo Sicherheit. Die sagen natürlich, wow grübeln ist so toll. Aber in Wirklichkeit geht es mir überhaupt nicht gut, ich fühle mich blockiert, selbstbetrogen, und grübel manchmal länger als zwei Tage lang hintereinander, isoliere mich von meinen Freunden/Familie und das schmerzhafteste von meiner Leidenschaft. Oft bekomme ich Panikattacken und bin wütend auf mich. Die ganzen geschriebenen Seiten machen mir Angst.
Schließlich wiederholt sich vieles.
Ich denke dann zwar - Okay, vielleicht sollte ich meinen Fokus weg von meinem Kopf hin zu meinem Gefühl in dem Moment bringen, schließlich ist der Intellekt nur ein Bestandteil des Menschen und Where Focus goes Energy flows.. - aber es bleibt als Erwägung gefangen, es kommt nicht zu der Handlung und es wird sozusagen Teil des Grübelmonsters, dass zwanghaft mich verbessern will. Mein Problem und was kann ich tun...

Mir fällt es schwer zu unterscheiden, inwiefern ich jetzt am Grübeln bin und inwiefern ich mich belüge und eben diese oben gennanten Systeme entwerfe, Leiden sozusagen voraussetze dafür. Ständig im Alltag bin ich in dieser Reflektion und dann denke ich 'Aha, ja das ist die Lösung ich muss ja nur das und das machen', aber von diesen Aspekten könnte ich hunderte nennen! Und was tue ich schon? Wie kann ich mich vor diesen, an Mir nagenden Gedanken in Schutz nehmen?

Es fällt mir schwer es in Worte auszudrücken, aber diese Verkopfheit stellt sich über mich, hat die Oberhand, und verkompliziert die ganze Geschichte nur noch mehr... Hat jemand eine ähnliche Situation gehabt? Anankistische Persönlichkeitsstruktur und wie die Selbsthilfe TEIL des Grübelkreislaufes ist? Überhaupt, worum geht es überhaupt bei Euch beim Grübeln?
Ist die Methode des Umgangs mit Grübeln auch zum Grübelthema geworden?
Wie werdet Ihr Euch bewusst, dass ihr grübelt und wie befreit Ihr Euch da raus?

Ist jemand seit längerem symptomfrei? Geht das überhaupt, wenn die Persönlichkeitsstruktur gerne grübelt?

Viele Grüße, ich freue mich über ein paar Antworten und Austausch!

05.05.2019 13:14 • #27


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Grübelzwang?

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A

AlinaMaria3988
Mitglied

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Es ist meine erste Therapie und es ist so: ich war vor kurzem schon an dem Punkt wo ich eine Sichtweise gefunden habe, wie ich die Gedanken betrachten kann, sodass sie weniger bedrohlich und weniger wahr wirken. Ich weiß noch nicht sicher wo sie herkommen, aber ich vermute, ich habe sie einfach selbst durch zu viel Grübeln und durch die Angst sie zu glauben gefestigt. Ich denke mir das so: irgendwann bin ich mal auf den Gedanken gekommen, alles könnte nicht real sein. Normalerweise hätte ich ihn einfach beiseite geschoben, aber durch meine Psychose-Angst hab ich mir selbst nicht zugetraut, dass ich den Gedanken als falsch erkenne und hab Panik bekommen und versucht ihn weg zu argumentieren. Dabei hab ich mich zu tief reingedacht, sodass er mir Angst gemacht hat und er sich gefestigt hat. Und als er immer wieder kam, hab ich ihn immer ernster genommen und immer mehr drüber nachgedacht, ob da nicht was dran sein könnte. Verstärkt wurde das ganze durch die DP.
Soweit meine Vermutung.
Jetzt hab ich eigentlich eine Erklärung die mich zufrieden stellt, aber das Problem ist: ich kann nicht mehr aufhören darüber nachzudenken, mein Kopf hat es sich angewöhnt und kann nicht mehr damit aufhören. Darum kommt der Gedanke ständig, oft schaffe ich es ihn zu ignorieren oder sogar ziehen zu lassen, aber manchmal verfange ich mich darin und dann Steiger ich mich wieder rein, obwohl ich die Antwort ja eigentlich schon hatte.
Sorry für den Roman Smile
Ich habe noch eine Frage: wenn ich so einen Rückfall hatte: könnte meine alte Erklärung noch funktionieren oder hab ich die jetzt automatisch durch mein erneutes Grübeln zu Nichte gemacht? Also muss ich mich jetzt wieder von neuem da rausarbeiten oder kann ich anknüpfen wo ich vor dem Rückfall war?

PS: ich mach die Therapie jetzt seit 4 Monaten

31.03.2019 18:48 • #26


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A
Hallo Luna,

jaaaaa, das kenne ich sehr gut. Leide unter Angst,-Zwangsstörungen und Depression, das volle Programm quasi...bin auch in Therapie schon zum x-ten Mal und ja, sehr oft am grübeln. Ablenkung hilft oft auch nur, wenn ich telefoniere, hier schreibe, TV, Musik und Fahrrad fahren. Ich bin 46 und berentet abgesehen von oben geschriebenen Krankheiten kommen bei mir noch körperliche Beschwerden dazu. Ich habe keine Kinder und keinen Mann, das macht aber nix, ich bin gern allein, nicht einsam, aber allein für mich. Konnte mich schon immer gut allein beschäftigen aber auch wenn ich mich allein beschäftige grübel ich viel nach...es sind manchmal sehr sprunghafte Gedanken, vor allem, vor dem Einschlafen, ich kann es gar nicht beschreiben, was da alles so in meinen Kopf kommt. Es gibt auch manchmal wiederholte Gedanken, die ständig immer und immer wieder gedacht werden, ohne dass ich es will, das finde ich am Schlimmsten. Ich kann dir auch leider sonst nichts an Tipps mitgehen, es heißt, dass alles zusammenhängt. Momentan stehen die Angststörungen im Vordergrund. In Therapien wurde schon öfter erwähnt, dass sich die Symptome der Krankheiten reduzieren können, wenn man sich ganz spezifisch auf eine konzentriert und diese therapiert...sorry für den langen Text...
LG Annie

#2


M
Hallo MissLuna73,
Ich leide auch an Zwangsgedanken. Und bei mir wurde auch Grübelzwang diagnostiziert.
Obwohl ich in letzter Zeit eher nicht grübele sondern vermehrt andere Gedanken habe.
Wieso hat man Dir ein Neuroleptikum gegeben und wie lange nimmst Du es schon ?
Und das mit der Ablenkung ist bei mir auch so eine Sache. Ich muss mich zurzeit zu allem zwingen,
da mein Antrieb und meine Stimmung im Keller sind. Ich wünsche Dir viel Kraft und das es Dir bald besser
geht.

Liebe Grüße
Maja

x 2 #3


MissLuna73
Danke für eure Antworten! Das Promethazin wird hauptsächlich als Beruhigungsmittel eingesetzt. Ich habe es letztes Jahr im Herbst bekommen, als ich eine Krise hatte. Ich wollte eigentlich ein Antidepressivum, aber das hat man mir nicht verschrieben. Wäre nicht geeignet. Ich es mit gestern erst zweimal genommen. Soll es auch nur in Krisen nehmen.

Durch die ganze Grübelei zieht es mich sehr Richtung Tagesklinik, aber das kann ich mir abschminken.

#4


M
Hallo Luna,
warum kannst Du Dir die Tagesklinik abschminken ?
Und wieso kein AD ? Das hört sich doch alles sehr nach Zwangsgedanken an .
Bist Du in Psychiatrischer Behandlung ?

Liebe Grüße
Maja

#5


MissLuna73
Hallo Maja,

ich bin in der sogenannten psychiatrischen Institutsambulanz. Das beinhaltet hauptsächlich die Psychotherapie und einmal im Quartal Termin bei der Ärztin/Psychiaterin. Sie meinte damals, ein AD wäre bei mir nicht angezeigt. Wahrscheinlich geht es mir dafür noch zu gut? Wink In der Krise habe ich auch gesagt, dass ich Bedarf nach Rückzug in der Tagesklinik habe. Da hieß es, dass kann sie verstehen, aber ich müsse ja draußen klarkommen. Mein Therapeut hält sich da immer raus. Er sagt nur, wenn es gar nicht geht, da gibt es ja noch die Psychiatrie. so nicht

#6


M
Hallo Luna,
Wie oft gehst du zu diesem Therapeuten ?
Und wieso sagt Deine Psychiaterin, das du kein AD benötigst, sie hat dir doch sicher
den Grübelzwang diagnostiziert, oder ? Udn Du gehst, wenn ich das richtig verstanden habe
nur alle drei Monate zu Ihr ?. Klar musst Du draussen klar kommen, aber das geht ja auch nur,
wenn Du gefestigt bist, und das bist ja wohl im Moment nicht wirklich. Ich an Deiner Stelle
würde mir einen niedergelassenen Psychiater suchen und das Thema mit Ihm/Ihr besprechen,
und dann mal hören was er oder sie dazu sagt. Und den Therapeuten würde ich auch wechseln,
wenn er Dir nicht gut tut. Das Verhältnis zwischen Euch sollte auf Vertrauen basieren. Aber das
ist, wie gesagt nur meine Meinung. Es ist letzten Endes Deine Entscheidung, was Du tust.
Mir geht's zurzeit auch nicht so gut .

Liebe Grüße
Maja

#7


MissLuna73
Danke, dass du mir schreibst, obwohl es dir selbst nicht gut geht. Kuss
Da ich in dieser Ambulanz bin, kann ich nicht zusätzlich zu einem niedergelassenen Psychiater gehen. Normal reicht einmal im Quartal. Nur wenn es mir wirklich schlecht geht, ist das zu wenig. Da habe ich mir aber schon mal einen kurzfristigen Termin erkämpft. Zu meinem Therapeuten habe ich einen guten Draht. Er ist halt ziemlich "streng" und fordert mich. Es ist bei mir immer ein Auf und Ab. Das kennst du bestimmt.

Den Grübelzwang habe ich mir jetzt mal selbst "diagnostiziert". verrückt Das bespreche ich am Freitag mal mit meinem Therapeuten. Ach ja: da gehe ich 14tägig hin. Leider hat er nicht die Kapazität für wöchentlich. Derzeit macht mir einfach auch meine Arbeit zu schaffen. Heute geht es mit dem Grübeln, da ich mit Kind allein zu Hause und somit ziemlich abgelenkt bin.

#8


M
Kein problem,
bei mir ist es meistens so, das ich anderen immer gute Ratschläge geben kann,
es mir aber selbst nicht gut geht. Was den Psychiaterwechsel angeht. Du hast
jedes neue Quartal die Möglichkeit mit einer neuen Überweisung den Psychiater
zu wechseln. Was arbeitest Du ? Du brauchst nur im nächsten Quartal eine neue
Überweisung, die kannst du dann dem Psychiater deiner Wahl geben.
Ich wünsche Dir viel Glück und vor allem Kraft.

Maja

#9


MissLuna73
Ja, das könnte ich machen. Aber dann könnte ich auch nicht mehr zu meinem Therapeuten gehen, weil das alles zusammen hängt. Aber nächstes Quartal ist es tatsächlich eine andere Ärztin. Mal sehen, wie sie das beurteilt.

Ich arbeite im sozialen Bereich als Beraterin. Ich habe also immer mit Menschen zu tun. Das ist natürlich ganz schön anstrengend, wenn es mir selbst nicht so gut geht.

#10


M
Das verstehe ich sehr gut .
Ich habe auch im sozialen Breich gearbeitet mit Senioren.
Das konnte ich irgendwann nicht mehr . ich wünsche Dir das
deine neue Ärztin mehr Verständnis für Dich hat und Deine
" Erkrankung" anders beurteilt .

Maja

#11


MissLuna73
Danke! Ja, mal sehen, wie sie so ist. Vielleicht kann ich dir ja auch ein bisschen helfen?

#12


M
Das ist lieb,
aber das bei mir ist eine größere Baustelle. Ich leide unter verschiedenen Zwangsgedanken und Ängsten. Ich denke, das wäre für dich vielleicht zuviel im Moment. Aber trotzdem Danke für Dein Angebot.
Vielleicht mal, wenn es Dir besser geht.
Liebe Grüße
Maja

#13


Natty
Hallo Luna,

versuche es mal mit "White Chestnut"-Tropfen. (Das sind Bachblüten "Weiße Kastanie".) Nachts, wenn Du übers Grübeln nicht einschlafen kannst, diret 4 Tropfen auf die Zunge. Tagsüber drei bis vier Mal jeweils 4 Tropfen in ein Glas Wasser, trinken.

Liebe Grüße
Natty

#14


MissLuna73
Danke auch dir für deine Antwort, Natty!
Momentan ist es wie Achterbahn: von kurz vor dem gefühlten Durchdrehen bis zu relativ normal. Aber sobald ich nicht abgelenkt bin, drehen sich die Gedanken im Kreis. Heute Morgen hatte ich einen beruflichen Termin in der Uniklinik, wo ich selbst in Therapie bin. Ganz anderer Bereich, aber mich hat es fast wahnsinnig gemacht, wieder fahren zu müssen, ohne bei meinem Therapeuten gewesen zu sein. Natürlich ging es dann, muss ja. Manchmal frage ich mich auch, ob ich mir alles nur einbilde und in Wahrheit nur sehr faul bin. Ach, ich weiß gerade nicht so recht weiter.

#15


A

Grübelzwang über das Denken

Hallo liebe Leute,
Ich hatte ja lange ( und habe es immer noch) mit Derealisation und ständigen Gedanken über die Realität zu kämpfen. Das ging so weit, dass ich mir wirklich nicht mehr sicher war, ob alles real ist, auch wenn es logisch gesehen keinen Sinn macht und wenn ich gerade draußen bin aus den Gedankenschleifen, dann ist mir das auch völlig klar. Ich habe mich in den letzten Wochen Stück für Stück von den Realitätsgedanken weggearbeitet, auch wenn es noch lange nicht weg ist. Jetzt habe ich aber ein anderes Problem: ich muss die ganze Zeit mein eigenes Denken analysieren. Zum Beispiel wenn ich dann wieder an normale Dinge denke, dann kommt der Gedanke: jetzt denkst du ja wieder normal. Es ist als könnte ich nicht einfach mein Leben leben, sondern muss alles im Rahmen von dieser Realitätsfrage und meines Zustandes sehen. Die beiden Themen sind so eng verknüpft und alle anderen Themen in meinem Leben scheinen sich immer wieder darauf zu beziehen. Durch das ganze Grüblen wirkt alles andere wieder so unwichtig, was dann wieder den Realitätsgedanken triggert und dann Frage ich mich wieder ob das alles wirklich real ist.
Ich komme nur dann kurz aus der Schleife raus, wenn ich so verzweifelt bin, dass ich weine, weil ich einfach nur wieder normal denken will.
Der Zweifel an der Realität lässt mich einfach nicht los und auch dieses ständige Analysieren quält mich ohne Ende. Was kann ich nur machen?

Ich möchte einfach nur wieder über normale Dinge nachdenken und nicht alles hinterfragen, möchte zum Beispiel einfach denken, dass ich meinen Freund liebe ohne gleich zu analysieren: das heißt du denkst normal, oder ist das wirklich normal? Wie funktioniert denken? Vllt ist alles nur erdacht?,...

#16


D
Hallo Freunde

Das klingt sehr belastend. knuddeln
Hast du einen Psychiater oder Therapeuten mit dem du mal darüber reden könntest?

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

A
Ich bin bereits in Therapie und wir arbeiten auch schon etliche Wochen daran. Ich dachte auch echt, es würde langsam besser werden, aber jetzt hatte ich in der letzten Woche immer wieder Rückfälle und gerade hänge ich total fest zwischen Nachdenken über die Realität und krampfhafter Selbstanalyse

#18


D
Ich hoffe sehr, dass du es bald los bist.
Ich wünsche es dir! Blumen

x 1 #19


A
Danke, das ist lieb:D das hoffe ich auch

#20


A


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