Schau, das was dazu geführt hat, dass Du das als Kind so übernommen hast, waren Deine Hauptbezugspersonen (Eltern).
Dem Kind bleibt KEINE andere Chance, als es so zu nehmen, wie die Person bzw. Personen (Mutter und Vater) vermitteln. Es muss es auch zwingend annehmen, da es sonst in eine Spaltung gerät. Das Kind ist auf Gedeih und Verderb den Eltern ausgeliefert.
Bedeutet also was, für Deine (?) heutigen Ängste, Denk- und Verhaltensmuster?
Bedeutet also dann wiederum was, für Deine Mutter bzw. Vater?
Genau. Man trägt das von Generation zu Generation. Verändert sicherlich, weil die äußeren Rahmenbedinungen in jeder Generation andere sind. Nicht unendlich, aber ich weiss nicht, ob die Aufstellungen etwas sagen? Damit kann man recht gut erkennen, wie die Abhängigkeiten sind.
Und nein, wenn die bzw. eine mögliche Ursache gefunden ist, bedeutet das nicht gleichzeitig auch die Lösung zu haben. Die Ursache muss therapiert werden, erst dann gehen die Symptome, z.B. Angst, Depressionen & Co.
Da steckt eine weitreichende Erkenntnis drin, nämlich das Angst (oder was auch immer) NUR (!) ein Symptom ist. Kurz nochmal nachdenken über den Satz, denn er macht das weitere Vorgehen klar.
Nur die Ursache, die zu einem o.g. Verhalten geführt hat, also nicht in der Lage gewesen zu sein, dem Kind die eigenen Gefühle zu bestätigen, Geborgenheit, Liebe zu vermitteln, kann NICHT mit einer Verhaltenstherapie therapiert werden. Genau das wird aber z.T. relativ verzweifelt und auch mit weitreichenden Folgen (negativ) versucht.
Somit verbleibt man, gezwungenermaßen, bei der Verhaltenstherapie und bei der reinen Symptombehandlung, da die Therapiemethoden fehlen, um das o.g. zu behandeln, zumindest in Deutschland. Denn der o.g. Zusammenhang, also die Kette der Weitergabe über mehrere Generationen, ist schlichtweg Trauma. Und wenn Du dich ein wenig auskennst, weisst Du, dass Trauma in Deutschland schwierig behandelt werden kann und das der Begriff an sich auch inflationär gebraucht wird für alles, wo Verhaltenstherapie nicht weiterkommt.
Wie so oft, sind andere Länder weiter

und das z.T. aus ganz naheliegenden und offensichtlichen Gründen.
Trauma ist ein weites Feld und mit Trauma meine ich NICHT Existenztrauma oder Verlusttrauma, sondern um Symbiosetrauma bzw. Bindungstrauma. Diese Traumaarten zeigen ganz spannende äußere Erscheinungen, wie z.B. Ängste, Depressionen, Burn-Out, ADHS, Autoimmunerkrankungen, Suchterkrankungen, Bindungsstörung (z.B. das gesamte Unterforum Eifersucht hier, sind reine Bindungsstörungen) usw.