App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

B

Blackbird86
Mitglied

Beiträge:
20
Themen:
2
Danke erhalten:
2
Mitglied seit:
Ich kann einfach nicht mehr.
Habe innerhalb eines Jahres 3 geliebte Menschen verloren und auch meinen eigenen Lebenswillen komplett.

Tabletten helfen nichts bzw. immer weniger. Keiner fühlt sich zuständig für mich.

Ich bin arbeitslos gemeldet und soll ab 22.06 irgendeinen sinnlosen Kurs machen wo die Anfahrt über eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist.
Ich habe Angst vor öffentlichen Verkehrsmitteln und fremden Menschen.
Ich wünsche mir einzuschlafen und einfach nicht mehr aufzuwachen.
Ich habe eigentlich Angst vor Allem. Wenn ich an die Zukunft denke und an die Zeit die ich noch auf diesem Planeten vegetieren muss wird mir schlecht.
Ich würde gerne mit meiner Mutter tauschen, sie liegt seit 3 Wochen auf dem Friedhof. Sie hätte gerne noch weitergelebt.

11.06.2026 #1


1 Antwort ↓

Tintan
Ja, Angst vor dem Leben kenne ich sehr gut. Und grundsätzlich ist es eine normale Reaktion, wenn man vom Leben derart überfahren wird. Zudem hat nicht jeder Mensch dieselbe Widerstandskraft. Menschen sind verschieden, und manche fühlen tiefer als andere.

Wenn ich lese, was Du innerhalb eines Jahres erlebt hast, kann ich gut verstehen, dass Dir die Kraft ausgegangen ist. Drei geliebte Menschen zu verlieren, darunter die eigene Mutter, ist eine gewaltige Last. Da wirkt die Zukunft nicht mehr wie ein Versprechen, sondern wie etwas, das man kaum noch ertragen kann.

Das Gegenmittel wäre, dem Leben wieder vertrauen zu können. Aber wie soll das gelingen, wenn das Leben einen gerade so hart getroffen hat? In solchen Zeiten wirkt alles sinnlos, ungerecht und brutal.

Trotzdem glaube ich, dass hinter all dem Leid etwas liegt, das grösser ist als die Verzweiflung. Vielleicht kannst Du das im Moment nicht sehen, und das ist auch in Ordnung. Man muss nicht immer stark sein. Man darf klagen, verzweifeln und sagen: „Ich kann nicht mehr.“

Deine Situation ist verzwickt und beileibe nicht leicht. Viele Menschen sind an ähnlichen Schicksalsschlägen zerbrochen. Andere haben irgendwann wieder einen Weg gefunden. Das kann heute noch unvorstellbar erscheinen, aber es ist möglich.

Da draussen kann das Leben wüten, wie es will. Aber es ist wie in einem Sturm. Im Zentrum des Sturms ist es still. Dort liegt Deine Kraft. Vielleicht spürst Du sie im Moment nicht. Aber sie ist nicht verschwunden.
Diese innere Stille und Kraft wünsche ich Dir von Herzen auf Deinem Weg.

#2






Mira Weyer
App im Playstore