Zitat von Hotin: Natürlich gibt es meiner Meinung nach ganz viel im Leben ständig zu akzeptieren.
Wenn ich etwas nicht akzeptiere, versuche ich es doch abzulehnen und zu verändern. Oder nicht?
Vieles kann man aber nicht verändern. Und was macht man mit den Sachen die man nicht
verändern kann?
Das meine ich ja. Nur, wenn ich etwas
nicht verändern kann,
muss ich es (eigentlich) akzeptieren. Natürlich
kann ich auch etwas akzeptieren, wenn ich der Meinung bin der Aufwand etwas zu verändern würde sich nicht lohnen.
Manchmal ist aber nicht richtig klar, ob ich überhaupt genug Einfluss habe. Und die Unsicherheit, etwas zu akzeptieren obwohl ich vielleicht doch etwas verändern könnte finde ich schlimm.
Damit meine ich natürlich nicht sowas wie zu akzeptieren, dass im Moment keine Milch da ist. Ich kann (in der Regel) was dran ändern, aber da wäge ich einfach ab, ob sich der Aufwand lohnt.
Zitat von Hotin: Ich finde beides.
Eine Krankheit akzeptieren heißt für mich nicht, nichts dagegen zu tun. Ich versuche nur zu akzeptieren,
das eine Krankheit in mir vorhanden ist. Wenn ich eine Krankheit versuche zu akzeptieren, kann
ich eventuell verstehen lernen, was ich zu ihrer Heilung beitragen kann.
Zitat von Azure: Anschließend kann ich von diesem Standpunkt mit vollem Bewusstsein weiter arbeiten. Du sprichst hier von unheilbarer Krankheit. Nach der Akzeptanz kann ich prüfen, welche Dinge ich machen würde, wenn ich noch gesund wäre, was ich unbedingt noch tun will und eben auch alternative Wege einschlagen, wohlwissend, dass es ggf. nur eine geringe Wahrscheinlichkeit gibt.
Ist eigentlich beides das gleiche, und ihr habt natürlich recht: ich muss - um bei dem Beispiel zu bleiben - zunächst akzeptieren, dass ich eine Krankheit habe. Erst dann kann ich den nächsten Schritt gehen und abwägen oder prüfen, ob ich etwas dagegen tun kann.
Ist ganz interessant und danke @Azure, @MaKaZen & @Hotin für die Rückmeldungen.
Ich merke, dass die Frage nach Akzeptanz bei mir ganz stark mit Hoffnung, dem unbedingten Willen, immer "das richtige" zu tun sowie Schuld und Verantwortung verknüpft ist.
Das ist ein ziemliches Kuddelmuddel, weil ich glaube ich zu sehr auf Ursachen und Konsequenzen schaue, statt auf die reine Akzeptanz die eigentlich tatsächlich nichts mit all dem zu tun hat (ausser wann sie mir schwer und wann sie mir leicht fällt).