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40

A

Anabell
Mitglied

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Mitglied seit:
HALLO IHR LIEBEN,

wer hat möglicherweise ERFAHRUNGEN mit der Traumatherapie?
Worauf muss man beim Therapeuten achten (Bezeichnung, Fort- und Weiterbildungen usw.)?
Was erachtet ihr als wesentlich?

Gerne auch gegebenenfalls Alternativen. ...

Warum schreibe ich? -> Siehe bitte unter dem Thema: "Familienbruch leider notwendig - Anregungen bitte".

Meine bisherigen Erfahrungen mit Therapien sind bisher mehr schlecht
als gut,
halbstationär - also Tageskliniken,
genauso wie vollstationäre Aufenthalte
und das in verschiedenen Kliniken.

Würde mich sehr freuen. Hoffnung ...

17.08.2018 #1


53 Antworten ↓
N

nurgabi
Gast

Hallo Gabi,
darf ich fragen hinsichtlich "Deine Geschichte könnte meine sein.", - wo du bis dato die Übereinstimmungen siehst, sind?
LG Anabell[/quote]

Ich habe bereits bei meiner ersten Therapie voll ins Klo gegriffen (ich war in einer Tagesklinik). Zugedröhnt mit komplett falschen Medikamenten (heute weiß ich das ich überhaupt keine nehmen darf), wurde gleich am Anfang mal klar gestellt "keine Medis keine Hilfe". Ich habe zu dem Zeitpunkt schon recht schnell und häufig zum Alk gegriffen und das wussten sie dort auch. Fand ich schon befremdlich wenn nicht sogar unverantwortlich mich dennoch mit Medis zu füttern aber was sollte ich tun ich brauchte doch so unbedingt Hilfe. Ich nahm es nicht so genau mit den Medikamenten wenn ich das Bedürfnis hatte zu trinken lies ich sie einfach weg. Was man mir allerdings verschwiegen hatte war das man bei mir "Heimlich" jede Woche einen Alk. durchführte (ich habe NIE verschwiegen wenn ich getrunken habe). Der Anschiss bei der Oberärztin lies nicht lange auf sich warten, ich will hier gar nicht weiter ins Detail gehen aber bei dem Gespräch habe ich mich zum ersten Mal geärgert es nicht aufgezeichnet zu haben. Ich habe mich mit der Ärztin heftig in die Wolle bekommen denn ich lass mich nicht wie ein Kind behandeln lies aber ab da die Finger von Alk und nahm die Medis regelmäßig. Dann wurde die Dosis verdoppelt (verstehe ich bis heute nicht) dann zum allerersten mal in meinem Leben Suizid Gedanken (ich hatte ganz genaue Vorstellungen wie ich es tun wollte) die Medis wurden wieder runter Dosiert (aber auch nur weil ich darauf bestanden habe und ich kann verdammt stur sein). Mir kam dort alles komisch vor aber was wusste ich den schon war ja meine erste Therapie. Ich hatte dort 4 verschiedene Therapeuten (war kein schönes Gefühl ständig weitergereicht zu werden), die Gruppensitzungen waren für mich die Hölle alle durfte über das reden was ihnen passiert ist nur ich nicht (also über eine bestimmte Sache nicht) weil ich meine Mitpatienten damit überfordert hätte. Das mich ihre Geschichten überforderten schien egal zu sein. Was soll ich sagen nach 8 Wochen ging es mir so schlecht wie noch nie zuvor und anstatt mir endlich die Hilfe zu geben die ich brauchte schickte man mich (mit 300 Tabletten, noch immer Suizid Gedanken im Kopf) in eine 6 Wöchige Therapiepause. Nach der Pause gab man mir nur noch das Gefühl das man mich schnell wieder los werden will. Nun was soll ich sagen ich war dann nur noch froh als es vorbei war. Ich setzte dann die Medis mit Hilfe meiner Hausärztin ab (war ne echt tolle Ärztin). Tja und ich brauchte noch immer Hilfe sogar dringender als vor der ersten Therapie aber auch die Zweite lief ähnlich ab einziger Unterschied ich weigerte mich Medis zu nehmen und mit dieser Einstellung bin ich sehr oft angeeckt. Du wirst nicht glauben wie oft ich den Satz gehört habe: "Ohne Medikamente sei mir nicht zu helfen". Mittlerweile hinterfragte ich alles und wurde (berühmt Berüchtigt Laughing ) durch meine Art, ich sagte schonungslos (den Göttern in Weiß) meine Meinung tja so will dich niemand. Aber ich gab nicht auf suchte weiter und fand dann auch endlich die Hilfe die ich brauchte. Auch wenn dort einiges schief lief so konnte ich doch ein paar Belastende Dinge los werden. Mir geht es nicht wirklich gut aber doch um einiges besser als vorher. Ich komme im Moment klar und bin jetzt auch erst einmal Müde von dem ganzen Kram aber ich weiß auch das ich mich früher oder später wieder auf die suche nach Hilfe begeben werde.
Ich habe gelernt nicht mehr alles ungefragt einfach so zu akzeptieren und weiß selber was mir gut tut und was nicht und ich möchte Behaupten das es mir Helfen wird nicht wieder in einer falsche Therapie zu landen.
Never give up.....
Lg Gabi

29.03.2018 04:03 • x 1 #48


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Therapie: Traumatherapie und so weiter

x 3


N

nurgabi
Gast

Ich habe erst vor kurzen eine Traumatherapie gemacht und habe da gemischte Gefühle. Was ich wichtig finde ist das man sich dort wohl fühlt und ja auch ein wenig geborgen. Auch wenn ich auf einer reinen Frauenstation untergebracht war haben meine ängste in der Nacht mich wach gehalten (da im Haus auch Männer waren) nach 6 Tagen war ich durch und wollte die Therapie abbrechen hatte aber glück das man mir anbot es Teilstationär zu probieren (ich kann nur jedem raten überlegt es euch sehr gut ob ihr euch das wirklich zu traut das ist nicht ohne) dieses Angebot erhält man eher selten und dies auch nur wenn Therapeuten und Ärzte damit einverstanden sind (also so meine Erfahrungen). Bedingung war allerdings das ich nach den Expos (EMDR- Sitzungen) die Nacht dort verbringen muss, da ich gerade vor der ersten Sitzung mega Angst (angst zu haben ist was ganz normales) hatte war ich froh über diese Bedingung.
Ich wurde sehr gut auf die Expos vorbereitet und habe wahnsinnig viel Infos dazu bekommen und auch das danach wurde ausführlich besprochen.
Da ich mir für die erste Sitzung gleich mal ein Brocken rausgesucht habe (Ja ich durfte selber entscheiden welches Trauma ich angehen wollte, ich habe viel erlebt Crying or Very sad ) war meine Liste für das was ich danach brauchen werde recht groß.

Ich will gar nicht weiter ins Detail gehen weil es jeder anders erlebt ich kann nur sagen ich bin Begeistert von dieser Methode, ich kann gar nicht beschreiben wie frei ich mich jedes mal nach einer Expo gefühlt habe. Lasst euch von euren Ängsten nicht daran hindern eine derartige Therapie auszuprobieren. Ich habe 3 Traumatische Erlebnis dadurch verarbeitet aber es hat auch mega viel Kraft gekostet und wäre es mir nicht immer schwerer gefallen ein neues Trauma anzugehen würde es mir heute vielleicht richtig gut gehen.

Eine Traumatherapie wird normalerweise in 3 Phasen durchgeführt:
1. 4 -5 Wochen Stabilisierung und in meinem Fall auch ein Test ob ich auch wirklich PTBS habe
dann macht man eine Therapiepause (bei mir waren es 9 Wochen da die Klinik voll war normal sind es so ca. 4 Wochen)
2. 4-5 Wochen Traumaaufarbeitungsphase (hier hat man erst die EMDR- Sitzungen)
wieder wird eine Therapiepause gemacht (mir wurde gesagt 3 Monate)
3. Integrationsphase

Da ich die Therapie in der 2. Phase kurz vorm Ende abbrach kann ich nicht sagen wie lange dann die dritte Phase gegangen wäre.
Da ich sie ja in Tages- Klinischer Form durchführte hatte ich, laut aussagen der Oberärztin, nicht den Anspruch auf das volle Programm dort und das lies ich mir nicht länger gefallen. Worte die dann gefallen sind machen es mir unmöglich in dieser Klinik zurück zu gehen.
Auch wenn ich immer noch dunkle Tage habe und längst nicht gesund bin, bin ich durch diese Therapie um einiges leichter geworden vieles was ich mir vorher gar nicht mehr zugetraut habe ist heute kaum noch so. Ich mache kleine Schritte aber immerhin mache ich Sie, ich bleib nicht stehen denn das konnte ich noch nie.

Also es lohnt sich...finde ich!

25.03.2018 07:02 • x 1 #22


Zum Beitrag im Thema ↓


B
Hey Anabell!
Das wesentliche dabei ist, dass du ihr vollkommen vertraust und ihr beide euch sympathisch seid.
Bin bei einer Traumatherapeutin, die auch EMDR anwendet. Ohne diese gute Frau hätte ich auf meiner neuen Arbeitsstelle ganz schnell wieder aufhören können! Wurde auf der Arbeit regelmäßig mit meinem Trauma konfrontiert und litt mehrmals täglich unter Todesangst. Nach fünf Sitzungen ist die Angst beinahe komplett weg.
Drück dir die Daumen und wünsche dir Kraft!

Liebe Grüße
Jani

x 2 #2


A
Zitat von Bauer-Jani:
Hey Anabell!
Das wesentliche dabei ist, dass du ihr vollkommen vertraust und ihr beide euch sympathisch seid.
Bin bei einer Traumatherapeutin, die auch EMDR anwendet. Ohne diese gute Frau hätte ich auf meiner neuen Arbeitsstelle ganz schnell wieder aufhören können! Wurde auf der Arbeit regelmäßig mit meinem Trauma konfrontiert und litt mehrmals täglich unter Todesangst. Nach fünf Sitzungen ist die Angst beinahe komplett weg.
Drück dir die Daumen und wünsche dir Kraft!

Liebe Grüße
Jani


Hallo lieber Jani,
vielen lieben Dank. ...
Von EMDR hatte ich bis dato noch nicht gehört.
Darf ich fragen, wie lange du auf deinen ersten Termin warten musstest?
Dir auch weiterhin viel Kraft etc.!
Liebe Grüße

P.S.: Ich bin am schwanken aufgrund der bisherigen Erfahrungen und genau das macht mir noch eher Angst, noch mehr Angst (dass es mir dann wieder noch schlechter geht und ich ins Bodenlose falle und u.a. mühsam Erarbeites wieder zunichte gemacht. Und wie gesagt mir es schlechter als vorher geht. Mein damaliger Partner hat 2x was mitbekommen, wie man u.a. auch in Kliniken behandelt werden kann / mit einem mitunter umgegangen wird. Sad
Ich glaube dann stehe ich nicht mehr auf. :-/ )!
Ob jemand kompetent ist, steht ja nirgens dran.
Eine Idee dahingehend zufällig, wie man sich da etwas absichern kann bzw. ggf. könnte?
Würde mich ganz doll freuen, denn es macht mir Angst und eine Traumatherapie vielleicht gar nicht so schlecht um wirklich wieder im Leben anzukommen.
Geht es nicht auch darum - "im Leben ankommen" usw.?!?

#3


B
Bin an die Therapeutin gekommen, da meine Cousine bei ihr war um ihr Trauma verarbeiten zu lassen. Hab ca. 12 Wochen auf das Erst-Gespräch gewartet.
Du wirst auf EMDR ja vorbereitet, nach der Sitzung kannst ein paar Tage, je nachdem, gar nichts, noch weniger als jetzt, aber dann spürst du wie es dir besser geht Smile

x 1 #4


A
Zitat von Bauer-Jani:
Bin an die Therapeutin gekommen, da meine Cousine bei ihr war um ihr Trauma verarbeiten zu lassen. Hab ca. 12 Wochen auf das Erst-Gespräch gewartet.
Du wirst auf EMDR ja vorbereitet, nach der Sitzung kannst ein paar Tage, je nachdem, gar nichts, noch weniger als jetzt, aber dann spürst du wie es dir besser geht Smile


Hi, sowas würde ich mir auch wünschen, so eine Art Empfehlung (wobei natürlich alles immer auch individuell ist, ganz klar).

Ich weiss natürlich, dass man durch Therapien erstmal stark beansprucht wird, es in der Regel mitunter auch sehr anstrengend und so weiter ist, aber darauf hatte ich mich auch eingestellt uvm., aber was die abgezogen haben - mehr als traurig (kann leider derzeit nicht drüber reden). Das Problem ist auch - man wird immer gefragt, wo waren sie schon usw., soll i.d. Regel unterschreiben, sodass sie Auskunft einholen können. Macht man es nicht - "ist man im Ar.", macht man es - genauso. Sad Sorry, die Wortwahl, aber das bringt es leider irgendwie auf den Punkt, wenn auch sonst nicht so meine Art.
Musstest du bei der EMDR sowas auch unterschreiben? VLG Anabell

#5


A
@Bauer-Jani - Hallo Jani,
wenn die letzte Frage zu privat war, dann entschuldige bitte. Hab noch 'nen schönen Tag.
LG Anabell

#6


B
Hay Anabell! Smile
Nein, wollte dir darauf noch antworten.
Ich musste bezüglich EMDR nichts unterschreiben.
LG
Jani

x 1 #7


L
Liebe Anabelle,
Am wichtigsten ist denke ich wie Jani schon gessgt hat vertrauen zu deiner Therapeutin, sonst geht garnichts, jetzt ist das ja meistens so wenn man Traumatisierungen erlitten hat, das man dafür Zeit braucht. Du solltest auch darauf achten das der/die TherapeutInn, wirklich in Traumatherapie ausgebildet ist Smile Habe einige Sitzungen gebraucht um das Thema wirklich mit meiner Thera besprechen zu können und am Anfang war es richtig schwer und ich hab kaum einen Satz rausbekommen und alle Gefühle kamen wieder hoch.... Aber es lohnt sich, die Flashbacks sind erheblich zurückgegangen und das Vertrauen in mich und andre wird auch langsam besser.
Was dabei auch sehr wesentlich für mich war ist zu verstehendas ein Teil in mir noch nicht begriffen hat, das die Gefahr, die Bedrohung vorüber sind... Also das ich jetzt, in der Gegenwart, in Sicherheit bin.
Das muss man dem Teil in sich der das noch nicht begriffen hat klarmachen, dass keine Bedrohung mehr besteht, das man nun Erwachsen ist und sich wehren kann und nichtmehr Hilflos ist. Damit man rausaus der Schockstarre kommt und wieder Handlungsfähig wird.

Lg

Lieber Jani,
Das ist super das es dir nach so wenigen sitzungen so viel besser geht! Darf ich fragen wie deine Therapiestunden so grob ablaufen? Falls es nicht zu persönlich ist

Viele Grüße und ganz viel Kraft ihr Lieben!

x 1 #8


Schokopudding
Ganz wichtig ist eine Vorbesprechung zur 'Trauma-Stunde', wo einem genau erklärt wird, wie das ablaufen wird.
Bei EMDR ist das Safe Space, die Sache mit Finger-Seh-Bewegungen (oder auch auf den Knien trommeln) und dass man jederzeit abbrechen kann.
Man geht mit seinen ganzen Gefühlen in das Trauma rein, bleibt für ein paar Minuten intensiv dort, dann kommt die Sache mit dem Blicken (link-rechts, links rechts), dann geht man wieder zum Trauma rein, beschreibt es ganz genau, was man erlebt, was man dabei fühlt, wie der Körper reagiert. Diese Blöcke wechseln immer wieder. Am Ende sollte unbedingt ausreichend Zeit zum Stabilisieren sein, also die Sitzung darf nicht zur üblichen Zeit enden, sondern es muss Zeit geben, um sich zu fangen, nachzubesprechen. Mir hat es sehr geholfen. Wobei ich auch ganz ehrlich sagen muss, nicht innerhalb von ein paar Wochen, das hat deutlich länger gedauert. Alles Gute dir!

x 2 #9


A
Zitat von Liveit:
Liebe Anabelle,
Am wichtigsten ist denke ich wie Jani schon gessgt hat vertrauen zu deiner Therapeutin, sonst geht garnichts, jetzt ist das ja meistens so wenn man Traumatisierungen erlitten hat, das man dafür Zeit braucht. Du solltest auch darauf achten das der/die TherapeutInn, wirklich in Traumatherapie ausgebildet ist Smile Habe einige Sitzungen gebraucht um das Thema wirklich mit meiner Thera besprechen zu können und am Anfang war es richtig schwer und ich hab kaum einen Satz rausbekommen und alle Gefühle kamen wieder hoch.... Aber es lohnt sich, die Flashbacks sind erheblich zurückgegangen und das Vertrauen in mich und andre wird auch langsam besser.
Was dabei auch sehr wesentlich für mich war ist zu verstehendas ein Teil in mir noch nicht begriffen hat, das die Gefahr, die Bedrohung vorüber sind... Also das ich jetzt, in der Gegenwart, in Sicherheit bin.
Das muss man dem Teil in sich der das noch nicht begriffen hat klarmachen, dass keine Bedrohung mehr besteht, das man nun Erwachsen ist und sich wehren kann und nichtmehr Hilflos ist. Damit man rausaus der Schockstarre kommt und wieder handlungsfähig wird.
...


@Liveit - Hallo liebe Liveit,
wenn ich deine Zeilen so lese,
"Schockstarre",
"handlungsfähig"...
(wenn die Dinge bei mir auch etwas anders liegen), wird mir im Prinzip wieder einmal mehr klar, dass eine >>Traumatherapie<< im Prinzip unumgänglich ist.
War ich ja im Prinzip schon mal fast auf den Weg dahin,
wie unter Kornys Thema "Erfahrung beim Psychotherapeut"
in meinem Beitrag dazu erwähnt,
ich eben dann allerdings zu diesem Zeitpunkt körperlich nicht mehr in der Lage dazu nach all dem. Sad

Du sprichst neben der EMDR von der Psychodynamisch-Imaginativen Therapie in deinem eröffneten Thema "Komplexe PTBS, wieder in die Gegenwart finden" auf meinen Beitrag hin, was ich auch sehr interessant finde.

Wenn ich das alles so lese - ist - das - das - was ich u.a. damals so erwartet hatte, - meine Hoffnung usw. (Therapie-Ansatz, Ursachenforschung ...),
"lebe" ich doch schon lange nicht mehr.
Ein dahin vegetieren usw. trifft es wohl eher. :-/

Es ist natürlich richtig - dass Vertrauen eine Voraussetzung ist neben der Fachkompetenz usw..
Leider wurde ich in dieser Hinsicht sehr enttäuscht und das mit der Konsequenz, dass es mir dann noch schlechter ging als vorher und wenn man schon am Boden liegt nach der einen oder anderen "missglückten" Therapie, verheerend, - und wie bereits erwähnt leider nicht nur einmal.
Das hätte ich nicht erwartet, nicht so, auf gar keinen Fall, komme ich doch auch aus dem medizinischen Bereich und Verantwortung ... .
Manche Menschen haben anscheinend nicht wirklich so etwas wie ein Gewissen und das in diesem Bereich. Erschreckend uvm..

Aus dem Grund habe ich natürlich entsprechend große Angst, denn ich möchte nicht wieder in den Kreis von Suizidgedanken kommen usw.. - Teufelskreislauf, Spirale ... Abwärtstrend (Ursache -> Wirkung /Auswirkungen... Folgen => Folgekette), denn eins bedingt das andere,
so 'ne Art Domino-Effekt.
Ich hoffe, ich hab dich jetzt nicht erschreckt mit Suizid... .

Daher auch das Thema hier - "Therapie: Traumatherapie und so weiter" - um quasi ausreichend gewappnet zu sein, um dann auch gezielte Fragen stellen zu können vor möglichen Therapiebeginn. Und ich hoffe das noch weitere den Mut finden etc. hier zu schreiben.

Selbst in anderen medizinischen Fachbereichen werden u.a. Versprechungen gemacht - unter dem Motto wir können das - und was bisher dabei rausgekommen ist,
ist egal ob hinsichtlich der Traumatas hier oder den anderen Defiziten nur eine Katastrophe nach der anderen, weil man nur belogen wurde hinsichtlich des fachlichen Könnens.
Vertrauen ist wichtig (ganz klar), aber ich kann ja schlecht fragen, ob ich den Nachweis mal sehen kann (so oder so ähnlich),
denn dann ist ja das "Vertrauensverhältnis" usw. von therapeutischer Seite ... und das natürlich keine guten Startbedingungen. :-/
Es ist schon unglaublich enttäuschend, wie leichtfertig da vorgegangen wird, ist doch der seelische Schaden usw. schon groß genug, denn so ein unprofessionelles Verhalten gerade bei sowas schlimm (Folgen/Auswirkungen)! ...

Wenn man dann schlechter dran ist als vorher, das kann's nicht sein, schließlich geht es nicht "nur" um einen Armbruch o.ä. (und ich weiss auch da wovon ich rede).

Auf jeden Fall, liebe Liveit, schon mal DANKE bis dahin,
natürlich auch allen anderen, die bisher geschrieben haben! Gute Nacht ...

#10


A
P.S.:
Liebe Liveit (@Liveit),
vielleicht noch dazu: Es sind natürlich nicht alle grundsätzlich schlecht, denn die letzte Erfahrung, die ich machen durfte bei dem Palliativmediziner, der meine Mutti dann noch unterstützte usw., war professionell.
Das nur noch dazu.

#11


A
Idea
Hallo Ihr Lieben,

ein kurzer Hinweis zu der bereits benannten Thematik, - beginnend hier im Forumbereich mit "Familienbruch leider notwendig - Anregungen bitte", dann "Therapie: Traumatherapie und so weiter",
gestern "Zwang/Zwänge: Waschzwang und so weiter
und jetzt aktuell in diesem Zusammenhang
"Bruxismus (=Zähneknirschen) und so weiter".

Gerne wer Erfahrung hat etc..

Ich freue mich, da es komplex ist, - wer kennt das nicht, - Körper und Psyche doch eine Einheit.


#12


A
Zitat von Schokopudding:
Ganz wichtig ist eine Vorbesprechung zur 'Trauma-Stunde', wo einem genau erklärt wird, wie das ablaufen wird.
Bei EMDR ist das Safe Space, die Sache mit Finger-Seh-Bewegungen (oder auch auf den Knien trommeln) und dass man jederzeit abbrechen kann.
Man geht mit seinen ganzen Gefühlen in das Trauma rein, bleibt für ein paar Minuten intensiv dort, dann kommt die Sache mit dem Blicken (link-rechts, links rechts), dann geht man wieder zum Trauma rein, beschreibt es ganz genau, was man erlebt, was man dabei fühlt, wie der Körper reagiert. Diese Blöcke wechseln immer wieder. Am Ende sollte unbedingt ausreichend Zeit zum Stabilisieren sein, also die Sitzung darf nicht zur üblichen Zeit enden, sondern es muss Zeit geben, um sich zu fangen, nachzubesprechen. Mir hat es sehr geholfen. Wobei ich auch ganz ehrlich sagen muss, nicht innerhalb von ein paar Wochen, das hat deutlich länger gedauert. Alles Gute dir!


Hi,
auch dir vielen lieben Dank.
"Aufgeben lohnt sich nicht."
Du hast Recht. Deinen Slogan finde ich super usw.. Smile

Darf ich dich fragen, wie lange es bei dir ungefähr gedauert hat?

Vielen Dank bis dahin
und auch für dich natürlich ALLES GUTE.

Hab noch 'nen schönen Tag!

x 1 #13


Schokopudding
Danke dir.
Das lässt sich gar nicht so leicht sagen, da es ein gradueller Prozess war. Nach einem halben Jahr habe ich definitiv einiges an Fortschritt und Erleichterung verspürt. Heute, ca. 4 oder 5 Jahre danach kann ich sagen, dass ich das Trauma gut verarbeitet habe und mir sogar zutrauen würde mit der Person zu sprechen, die bei mir im Zentrum stand.
Alles Gute dir!

x 1 #14


B
Zitat von Schokopudding:
Nach einem halben Jahr habe ich definitiv einiges an Fortschritt und Erleichterung verspürt. Heute, ca. 4 oder 5 Jahre danach kann ich sagen, dass ich das Trauma gut verarbeitet habe und mir sogar zutrauen würde mit der Person zu sprechen, die bei mir im Zentrum stand!

Das freut mich zu lesen das du dein Trauma gut verarbeitet hast! Smile

x 1 #15


Schokopudding
Zitat von Bauer-Jani:
Das freut mich zu lesen das du dein Trauma gut verarbeitet hast! Smile


Danke dir, ganz lieb!

Liebe Grüße
Schoko

x 1 #16


B
@schokopudding:
Was auch immer damals war, ich hoffe du hast auch keine körperlichen Schäden davon getragen!

x 1 #17

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A
Zitat von Schokopudding:
Danke dir.
Das lässt sich gar nicht so leicht sagen, da es ein gradueller Prozess war. Nach einem halben Jahr habe ich definitiv einiges an Fortschritt und Erleichterung verspürt. Heute, ca. 4 oder 5 Jahre danach kann ich sagen, dass ich das Trauma gut verarbeitet habe und mir sogar zutrauen würde mit der Person zu sprechen, die bei mir im Zentrum stand.
Alles Gute dir!


Hi,
Glückwunsch! Das klingt wunderbar.
Und vielen Dank nochmal für deine bisherigen Zeilen dazu.
Alles Gute auch weiterhin für dich!
LG Anabell

x 1 #18


Schokopudding
Danke euch beiden.
Nein, ich habe zum Glück keine körperlichen Beschwerden (außer das Zähneknirschen, Migräne-Attacken und Durchblutungsstörungen - wobei ich hier auch nicht genau weiß, woher das alles kommt).

x 2 #19


A
Zitat von Schokopudding:
Danke euch beiden.
Nein, ich habe zum Glück keine körperlichen Beschwerden (außer das Zähneknirschen, Migräne-Attacken und Durchblutungsstörungen - wobei ich hier auch nicht genau weiß, woher das alles kommt).


Hi, danke auch dir. Darf ich noch fragen, wo bei dir die Durchblutungsstörungen sind (bzw. wie die sich darstellen), denn auch das kenne ich neben dem Zähneknirschen? Auch nochmal DANKE für deine Zeilen im eröffneten Thema "Bruxismus (= Zähneknirschen) und so weiter".
Hab 'nen schönen Tag
und sei lieb gegrüsst. Anabell

#20


A


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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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