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Eigentlich habe ich gedacht, die Zeit bis zur Therapie mit Lorazepam gut überbrücken zu können...
Die Angst wurde erheblich gemindert, hab viel geschlafen, und war insgesamt viel ruhiger.
Was mich jetzt wahnsinnig ärgert, ist dieses "heulende Elend"...So plötzlich sitz ich hier und, und weiß nun gar nicht, wie die ganze "Sch...e" sich noch weiter entwickeln kann..
Soll (muß..) ich vielleicht die Dosis erhöhen? Nehme 2x tägl. 1mg...
Da ich mich auf die Einnahme dieses Medis nur eingelassen habe, weil mir mein Hausarzt sowie auch der Neurologe dazu geraten haben, verzichtete ich auch bewußt auf das Lesen des Beipackzettels...

Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht?
Ich weiß im Moment nicht, wie ich "aus der Nummer" wieder rauskomme...

Carmen.

27.05.2008 10:23 • 28.05.2008 #1


10 Antworten ↓


Wie kann ich einen Beitrag löschen? (fehlt was vom Text....)

27.05.2008 10:35 • #2



Therapie mit Lorazepam - habe Depressionen bekommen

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Hallo Carmen, mit der Erhöhung Deiner Medikamenten Dosis, rate ich Dir wenn überhaupt, Frage bei deinen Ärzten nach und erzähle deine jetzige Situation. Leider kommt bei unserem Problem auch manchmal eine Deppression hinzu. Ich schreibe einfach wenn ich merke mir geht zu viel im Kopf rum. Ich setze mich mit einer Enntspannungscd hin und schreibe einfach alles auf was mir durch den Kopf geht dann lege ich es weg und mir geht es danach etwas besser.
Versuche Die Sonne und die Wärem zu genießen.
LG Patti "Kopf hoch, dass wird auch wieder "

27.05.2008 11:22 • #3


Ob du die Dosis erhöhen sollst das mußt du lieber Deinen Arzt fragen

Lg

27.05.2008 11:24 • #4


Danke für Eure Antwort,
im Moment geht es auch wieder etwas besser...kann sein, daß ich die Einnahme heute früh zu lange herausgezogen habe....

Finde gut, daß hier Ansprechpartner sind, die nicht nur versuchen, eine Situation zu verstehen (kann ja nur jemand, der/die ähnliches selbst erlebt hat... ), sondern so ein Forum gleicht auch sehr einer Selbsthilfegruppe...nur halt im Internet...

LG
Carmen.

27.05.2008 11:38 • #5


Christina
Zitat von Carmen:
Da ich mich auf die Einnahme dieses Medis nur eingelassen habe, weil mir mein Hausarzt sowie auch der Neurologe dazu geraten haben, verzichtete ich auch bewußt auf das Lesen des Beipackzettels...
Tolle Ärzte ! Nicht, weil sie Dir Lorazepam verschrieben haben, das ist in Krisenzeiten völlig okay. Aber weil sie es Dir für einen recht langen Zeitraum und zur Dauereinnahme verschrieben haben - das ist m.E. unverantwortlich. Ich würde das Lesen des BPZ schleunigst nachholen. Da steht etwas von "primärem Abhängigkeitspotenzial" und wie kurz (!) man dieses Medikament eigentlich nur einnehmen soll. Lorazepam mit seiner relativ kurzen Halbwertzeit ist für so eine dauerhafte Einnahme sogar besonders schlecht geeignet. Leider gibt es trotzdem immer wieder Ärzte, die ihre Patienten so ohne weitere Aufklärung und ohne sinnvolle (auch medikamentöse) Therapieplanung ruhig stellen. M.W. haben schon einige Patienten, die auf diese Weise in eine Benzodiazepinabhängigkeit geraten sind, versucht, ihre Ärzte später zu verklagen. Mit bescheidenem Erfolg, denn im BPZ steht ja, dass die Dinger abhängig machen können...

Wenn Dir eine "verspätete" Einnahme schon so unangenehm auffällt oder Du tatsächlich die Dosis erhöhen musst, halte ich das für kein gutes Zeichen. BTW: Benzodiazepine können Depressionen auslösen und/oder verstärken. Dafür nimmst Du sie sicherlich noch nicht lange genug, aber auch das ist ein Grund, etwas an der Medikation zu ändern.

Zitat von Carmen:
Ich weiß im Moment nicht, wie ich "aus der Nummer" wieder rauskomme...
Ich würde die beiden Ärzte mal fragen, wie sie sich das mit der Abhängigkeit denn so vorgestellt haben und ob sie Alternativen anbieten können. Falls sie solche Bedenken nicht ernst nehmen, würde ich mir einen kompetenten Facharzt, also einen Psychiater, suchen. Und ich würde mit dem behandelnden Arzt - wenn ich schon den BPZ wegen einer Medikamentenphobie nicht lesen will - nicht nur besprechen, welche Hilfe ich von einem Medikament erwarten kann, sondern auch, ob es bzgl. der Risiken angemessen ist und wie und wann der Ausstieg aus der medikamentösen Behandlung zu planen ist.

Liebe Grüße
Christina

27.05.2008 13:54 • #6


.....soviel wurde mir von den Ärzten schon gesagt.
Gleichzeitig aber auch, als "Übergang" bis zur einer "Maßnahme"...
Denen sollte doch klar sein, daß es Wochen bis Monate dauern kann, bis man endlich einen Therapieplatz bekommt - ambulant od. stationär.
Nun hat mir ja der Berater von meiner KK versprochen, noch in dieser Woche mir Bescheid zu geben, welche Möglichkeit kurzfristig besteht. Er will sich "persönlich" drum kümmern...
Jetzt sitz ich hier auf heißen Kohlen, und warte auf den Anruf...

Allerdings habe ich auch den Eindruck, daß oft zu schnell mit Medis das "Ruhigstellen" im Vordergrund steht.
Keine Frage, daß mir, als Patient, das sehr entgegenkommt - die schnelle Abhänigkeit müßte von den "Fachleuten" dann aber auch nicht nur so nebenbei mal erwähnt werden...

27.05.2008 14:19 • #7


Christina
Zitat von Carmen:
Denen sollte doch klar sein, daß es Wochen bis Monate dauern kann, bis man endlich einen Therapieplatz bekommt - ambulant od. stationär.
Eben, und dann fällt die Angst ja nicht von einem ab, sobald man dem Psychotherapeuten die Hand zur Begrüßung gereicht hat. Bis die "Maßnahme" greift, dauert es wiederum eine Weile. Je nachdem, wie lange Du das Zeug dann schon nimmst, gehen von Deiner stationären Behandlung zwei Wochen ans Benzo-Absetzen. Gut, die sind nicht völlig verloren, aber auch ohne ausgemachte Abhängigkeit musst Du mit Rebound-Phänomenen rechnen, die Dir die Behandlung als solche nicht leichter machen werden.

Zitat von Carmen:
Nun hat mir ja der Berater von meiner KK versprochen, noch in dieser Woche mir Bescheid zu geben, welche Möglichkeit kurzfristig besteht. Er will sich "persönlich" drum kümmern...
Jetzt sitz ich hier auf heißen Kohlen, und warte auf den Anruf...
Das ist ja schon mal gut. Wobei sich meiner Erfahrung nach mit einer sog. Akuteinweisung die Wartezeit bei psychosomatischen Fachkliniken (und in eine solche sollte es wohl gehen) von mehreren Monaten auf doch noch bis zu vier Wochen verkürzt. Außer der Genehmigung und Kostenzusage brauchst Du ja auch einen freien Platz...

Liebe Grüße
Christina

27.05.2008 14:29 • #8


Hallo Ihr,

nach mehreren Jahren Erfahrung bin ich ein ziemlicher Gegner von Medikamenten in Sachen Psychopharmaka. Es gibt nicht nur die Gefahr der Abhängigkeit, auch andere Dinge machen Probleme. In Kliniken habe ich immer wieder erlebt, daß Leute sozusagen ruhig gestellt wurden. In der Therapie fühle ich mich besser aufgehoben. Da mein Therapeut kein Psychiater ist muß ich zweigleisig fahren.

Manche Leute nehmen über sehr lange Zeit alle möglichen Medikamente und merken garnicht, was sie verkehrt machen.

Wenn man schon bald mehr braucht ist das kein gutes Zeichen.

gruß
Monalisa

27.05.2008 15:32 • #9


Hallo Carmen,

nach meiner Erfahrung sind Angsterkrankung und Depression oft miteinander verbunden ...
bei mir war es jedenfalls so. Zuerst kam die Angsterkrankung mit PA's und dann die Depression. Ich lag nur noch auf dem Sofa.
Mir hat Citalopram gut geholfen, wirkt aber erst nach 3-4 Wochen (bei mir).

Also Gegenmaßnahmen: Raus in die Natur, an die frische Luft, leichte
Bewegung, vielleicht mit Freund/Freundin?
und ... Entspannungstraining - wie wäre es mir progressiver Muskel-
entspannung.
Wenn du es willst, schicke ich dir per Mail meine "Langform der PMR", da ich nebenberuflich Kursleiter für PMR bin.

Ganz liebe Grüße ... du schaffst das!
Michael

28.05.2008 20:58 • #10


Danke für den Tip "Raus in die Natur"....
Leider hast Du die anderen Beiträge von mir nicht gelesen... , denn genau DAS ist es ja, was ich z.Zt. nicht! kann - meine Wohnung verlassen...
Aber ich arbeite dran .
Jacobson kenne ich - gelingt mir im Moment leider auch nicht.

Auf die "Langform der PMR" komme ich aber gerne noch mal zurück.

LG
Carmen.

28.05.2008 22:12 • #11



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