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Hallo zusammen, bin neu hier und habe auch gleich schon eine Frage an euch. Ich hoffe, dass ich mit dieser Frage hier richtig bin, kenn mich hier noch nicht so aus. Es ist so: Durch eine schwere, seit August 2019 bestehende Angsterkrankung (24/7 starke Ängste), die weder mit Antidepressiva ( habe 6 ausprobiert) noch mit Neuroleptika oder Psychotherapie in den Griff zu kriegen ist, war ich förmlich gezwungen, auf Tavor zurückzugreifen. Tavor hat auch sehr gut geholfen, aber es kam wie es kommen musste:Ich musste die Dosis immer weiter erhöhen, so dass ich jetzt bei 6 mg täglich bin und auch diese wirken kaum noch. Ich bin dann stationär in eine Klinik gegangen, jedoch wurde dort das Tavor bzw. als Ersatz Diazepam so schnell runtergefahren, dass ich es einfach nicht gepackt habe. Ich möchte daher jetzt ambulant entziehen. Problem: Meine Psychiaterin will das ambulant nicht machen und hat mir deshalb eine Überweisung für eine stationäre Entgiftung gegeben. Aber genau das will ich ja nicht. Habe jetzt schon diverse Psychiater und Neurologen angerufen, aber keiner will das ambulant machen. Daher meine Frage: Kennt irgend jemand von euch Ärzte, die einen Benzoentzug ambulant machen? Müsste allerdings aus entfernungstechnischen Gründen im Rhein-Ruhrgebiet sein, also Düsseldorf, Mönchengladbach, Essen, Duisburg etc. Ich muss unbedingt einen solchen Arzt finden, sonst sehe ich echt schwarz für mich. Zumal meine Psychiaterin mir bald keine Tavor mehr verschreibt. Bin echt im Panikmodus. Also kennt jemand einen solchen Arzt, wäre euch so dankbar! Ok, jetzt erstmal sorry für den langen Text und danke dafür, dass ich das hier schreiben durfte! Viele Grüße und einen hoffentlich angenehmen oder zumindest erträglichen Sonntag für Euch alle! GLG Abu

18.10.2020 12:14 • 29.12.2020 #1


18 Antworten ↓


NIEaufgeben
Hallo und herzlich willkommen in diesem forum

Einen Arzt kenne ich leider nicht,von daher kann ich dir nicht richtig helfen

Ich kann dir aber sagen das bei 6mg Tavor täglich deine Chancen eher schlecht stehen einen solchen Arzt zu finden...

6mg Tavor täglich ist eine sehr hohe Dosis und fast kein Arzt übernimmt die Verantwortung es ambulant zu machen..

Bei solch hohen Dosierungen macht man es stationär..

Also wirst du dich mit grosser Wahrscheinlichkeit an den Gedanken gewöhnen müssen es nochmals in einer Klinik stationär zu machen.

Ich wünsche dir jedenfalls alles gute
Und grüsse dich lieb

18.10.2020 13:21 • #2



Suche Arzt für ambulanten 6mg Tavorentzug

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Icefalki
Du hängst ziemlich drin.

Ich stell dir einen Link rein, warum das Ausschleichen in deinem Fall so schwierig ist.

https://www.google.com/url?sa=t&source=...MQEEGhs_Yn

Gut, das schreibt jetzt eine Klinik, aber ich würde mein Augenmerk eher auf eine gute Klinik richten, als alleine den Berg bewältigen zu wollen.

18.10.2020 13:25 • #3


Danke für eure Antworten! Letztlich brauche ich nur einen Arzt, der mir das Mittel über längere Zeit verschreibt. Den "Rest", also das Ausschleichen, würde ich dann nach Ashton machen. Naja, aber ihr habt schon Recht, dass es schwierig werden wird, einen entsprechenden Arzt zu finden. Keine Ahnung, bin jedenfalls deswegen absolut verzweifelt. GLG
Abu

18.10.2020 13:51 • #4


Lillibeth
Zitat von Abu:
Danke für eure Antworten! Letztlich brauche ich nur einen Arzt, der mir das Mittel über längere Zeit verschreibt. Den "Rest", also das Ausschleichen, würde ich dann nach Ashton machen. Naja, aber ihr habt schon Recht, dass es schwierig werden wird, einen entsprechenden Arzt zu finden. Keine Ahnung, bin jedenfalls deswegen absolut verzweifelt. GLGAbu

Ich denke das es auch ein versicherungstechnisches Problem ist. Der Arzt muss es ja verantworten falls Dir etwas passieren sollte.

18.10.2020 14:03 • #5


Aequitas
Was genau spricht denn gegen einen Klinikaufenthalt?

Kann mir nicht vorstellen, dass ein Arzt sowas ambulant verantwortet. Benzo Entzug ist nicht ohne

18.10.2020 14:15 • #6


Icefalki
Gibt es denn keine Klinik, die diese Art von Entzug durchführen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass nach diesen Wochen, sofern erfolgreich bzw. der gangbare Weg für dich ist, dein jetziger Therapeut anschliessend mitmacht.

Und mal etwas zum Nachdenken: Bisher bist du den "einfachen" Weg gegangen, hast Benzos eingeworfen. Jetzt ist die Kacke natürlich am Dampfen, und "einfach" geht nimmer. Zeigt auch deine Haltung bzgl. Klinik. Dass es da auch Unterschiede gibt, kann ich mir gut vorstellen. Drum wähle doch gemeinsam mit deinem Psychiater diejenige aus, die deinen Möglichkeiten am ehesten entspricht. Liegt ja nicht nur daran, dass die Benzos raus sollen, das Thema, das dich dazu gebracht hat, ist ja noch immer vorhanden.

Und wenn es nur darum geht, dass du "Leid" nicht spüren möchtest oder kannst. Also doppelt gemobbelt.

18.10.2020 14:23 • x 1 #7


@Aequitas Gegen einen Klinik aufenthalt, wie ich schon geschrieben habe, spricht, dass der Entzug zu schnell gemacht wird. Das hat beim letzten Mal deswegen auch nicht geklappt.

@Icefalki Nein, ich bin den einfachen Weg eben nicht gegangen. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mehrere ADs genommen und auch eine Psychotherapie gemacht habe. Hatte leider alles keinen Effekt, daher dann Tavor.

18.10.2020 14:52 • x 1 #8


Icefalki
Zitat von Abu:
Nein, ich bin den einfachen Weg eben nicht gegangen. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mehrere ADs genommen und auch eine Psychotherapie gemacht habe. Hatte leider alles keinen Effekt, daher dann Tavor.


Du darfst das nicht falsch verstehen, wenn ich das schreibe. Solche Fragen stellt man sich immer selbst, wenn man das mal gelernt hat. Dass Tavor reines Notfallmedikament ist, weiss man. Warum dann ständig die Einnahme , hat dann etwas mit "einfach" zu tun. Wobei einfach nicht negativ klingen soll.

Es geht auch nicht um Schuld, es geht darum, dass der "einfache, bzw. Der Weg, den du jetzt beschreiten möchtest, von den Fachleuten abgelehnt wird. Das Gleiche, wie Tavor ständig nehmen, das auch von keinem Psychiater akzeptiert wird. Notfall, ja, aber mehr auch nicht. Klinik ja, aber nicht alleine.

Merkst du, was ich dir sagen möchte?

18.10.2020 15:08 • x 1 #9


@Icefalki Mhm, ich weiß nicht. In dem Bereich soll ja Prof. Ashton die Kapazität schlechthin sein. Und die plädiert auch für einen ganz langsamen ambulanten Entzug. Und nochmal: Den einfachen Weg bin ich ja nicht gegangen, hab ja viel versucht (und gelitten). Und bis heute wissen Psychiater und Psychologen nicht, was ich eigentlich für eine Angsterkrankung habe. Naja, muss schauen, wie es weitergeht. GLG Abu

18.10.2020 15:26 • x 1 #10


Icefalki
Zitat von Abu:
Und bis heute wissen Psychiater und Psychologen nicht, was ich eigentlich für eine Angsterkrankung habe.


Und du selbst auch nicht? Keine Ahnung, vor was du dich fürchtest ?

18.10.2020 15:29 • #11


Nein, das ist ja das irre. Es ist einfach eine ununterbrochene starke Angst in mir. Ich habe keine Angst unter Menschen zu sein, keine Phobie, keine generalisierte Angststörung etc. Ich habe noch nichtmal irgendwelche angstmachenden Gedanken. Die Angst ist einfach immer da. Schilddrüse ist in Ordnung, Mrt vom Kopf ist in Ordnung. Will mich allerdings noch hormontechnisch untersuchen lassen. GLG Abu

18.10.2020 15:50 • #12


Safira
Wahnsinn 6mg allein zu Hause entziehen? Ich habe noch nicht ganz verstanden warum Du einen stationären Entzug ablehnst. Es ist wirklich sehr gefährlich ohne Aufsicht zu entziehen.

Es tut mir total leid für Dich das Dir so gar nichts geholfen hat. Das ist schon echt heftig.

18.10.2020 15:59 • x 1 #13


@Safira Die Kliniken entziehen halt sehr schnell, weil die Krankenkassen nicht so hohe Kosten haben wollen. Der schnelle Entzug ist aber zumeist qualvoll und wird deswegen auch häufig von den Betroffenen abgebrochen, ist also auch nicht sonderlich erfolgreich. Bei einem langsamen Entzug, d. h. ca. 0,25 mg alle zwei Wochen, sieht das schon anders aus (und ist deswegen auch nicht gefährlich). Bei adfd.org kann man das alles schön nachlesen. GLG Abu

18.10.2020 17:22 • x 1 #14


Ich war auch schonmal stationär und habe da mitbekommen, dass manche 8 oder gar 12 Wochen dort waren (keine Entzugspatienten). Falls das bei einem Entzug auch eine gangbare Zeitspanne wäre, kämst du auf 3mg runter, wenn man es im Laufe der Zeit vielleicht doch etwas schneller machen könnte, auf 2mg. Damit kämst du vielleicht in die Nähe von der Tavormenge, die du ambulant entziehen könntest... alternativ könntest du für den Rest nochmal stationär gehen.

25.10.2020 20:49 • x 1 #15


Entschuldige aber du hast innerhalb EINES Jahres 6 ADs, diverse Neuroleptika UND ne komplette Psychotherapie UND den Versuch einen Entgiftung durch? OK wieviel Zeit hast du denn den einzelnen Komponenten jeweils gelassen ? Eine Woche, 2 und keine Wunderheilung?
Und jetzt suchst du nachdem du innerhalb EINES Jahres in eine schwere Abhängigkeit geraten bist nen Arzt der dir weiter deinen Suchtstoff verschreibt damit zu "entspannt" entziehen kannst?
Hast du evtl. mal daran gedacht stationär in eine Klinik zu gehen oder einen ERNSTHAFTEN Behandlungsversuch zu unternehmen? Gibt leider keinen leichten Weg Angst zu behandeln, schön ist das auch nicht, nicht mal mit Benzos aber das solltest du ja inzwischen selbst gemerkt haben.
Klar ist das jetzt nicht einfach zu entziehen du bist süchtig, da ist Entzug immer sch. führt aber leider kein Weg dran vorbei denn mit dem vermeindlich einfachen Weg hast du dich ja grade selbst in dem Mist geritten.

29.10.2020 10:02 • x 1 #16


Angor
Die ambulante Variante kommt infrage, wenn Einnahmedauer und Höhe der Tagesdosis von Tavor eher leichtere Entzugserscheinungen erwarten lassen.
Quelle: https://www.lifespring.de/sucht-handbuc...en-lassen/

29.10.2020 10:20 • x 2 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

@Emelieerdbeer
Ein paar weniger Vorurteile würden dir nicht schaden. Die Antidepressiva habe ich jeweils 6 Wochen genommen. Also nix mit deinen 1, 2 Wochen. Die Psychotherapie habe ich parallel dazu gemacht, 35 Stunden, also wieder nix mit deinen 1,2 Wochen Zeit lassen für die einzelnen Komponenten. Und ja: Ich bin hochdosisabhängig geworden, und zwar weil alle Maßnahmen keinen Erfolg hatten und sich bei mir leider sehr schnell eine Toleranz entwickelt hat.
Was den Klinikaufenthalt angeht, habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Dieser zielte primär darauf ab, die Ängste (und Depression) zu lindern, gleichzeitig wurde ein Entzugsversuch unternommen. Insgesamt war ich übrigens 7 Wochen in der Klinik (leider ohne Erfolg) . Also wieder nix mit deinen 1,2 Wochen. Und hättest du meinen Post
ernsthaft gelesen, wüsstest du auch, dass es mir nicht um einen entspannten Entzug geht, sondern um einen erfolgreichen. Warum du angesichts meiner Bemühungen, d.h. 6 ADs für jeweils 6 Wochen, 35 Stunden Psychotherapie sowie 7 Wochen Klinikaufenthalt zudem schreibst, dass ich mir den Mist selbst eingebrockt habe, und zwar weil ich den "einfachen Weg" gewählt habe, bleibt dein Geheimnis.

GLG
Abu

30.10.2020 23:27 • x 1 #18


STATIONÄR, was du vorhast könnte tödlich enden ! Bitte Klinik !

29.12.2020 22:25 • #19



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf