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43

C

Charly223
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Hallo zusammen,

ich bin gerade selbst auf geschlossener Station und würde mich gern mit Leuten austauschen, die das auch kennen.

Wie geht ihr mit dem Alltag hier um? Was hilft euch, wenn die Zeit lang wird?

Über eure Erfahrungen mit Ausgang, Visite, Gruppen oder einfach dem Ankommen würde ich mich echt freuen.



Manchmal tut es schon gut zu lesen, dass man nicht allein ist mit den Gedanken.

Schreibt mir gern - per Kommentar.☺☺☺



LG

01.06.2026 #1


26 Antworten ↓
Sonja77

Sonja77
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Zitat von Kimsy:
@Sonja77 hat dir der Aufenthalt geholfen? Ich selber war auch 2009 für 1 Woche in der Offenen und wurde wuf Mirtazapin eingestellt...dann 2014 als ...

Also gut aufgehoben hab ich mich in der zweiten mehr gefühlt,in der ersten nicht wirklich…ich muss dazu aber sagen das mir ganz am Anfang auch eine komplett falsche Diagnose gestellt wurde und ich somit in beiden Psychiatrischen Kliniken völlig falsch behandelt therapiert und medikamentös eingestellt wurde
somit ging es mir beim rausgehen schlechter als beim reingehen besonders bei der ersten Psychiatrie

ich musste dann circa 2 Jahre lang kämpfen mit verschiedenen Gutachtern Psychiater und Therapeuten um die erste Diagnose aus der Krankenakte entfernen zu lassen und dann bekam ich meine hauptdiagnose die ich bis heute hab

also konnte mir zu der Zeit schlecht geholfen werden,sie haben alles gegeben aber leider für eine völlig andere Diagnose als die die ich hab

Heute 20:01 • x 3 #6


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Psychiatrie/Geschlossene Station

x 3


Sonja77

Sonja77
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Zitat von boomerine:
Wieso Stempel ? Ich war zweimal in einer geschlossenen. Ich wußte warum. Im Nachhinein war es gut, das ich dort gelandet bin.

Ja,👍 es gibt Momente und Situationen wo die geschlossene der einzig geschützte Raum ist für den Patienten und zum Glück gibt es solche Plätze und Orte wo man dann hin gehen kann,denn auch das ist nicht in jedem Land selbstverständlich und wir können froh sein das wir so etwas haben

und ich glaube mit Stempel meinte man die Diagnosen und die Stigmatisierung die es leider auch heute noch viel zu oft gibt was Psychische Erkrankungen und Störungen angeht
ich selber muss auch immer wieder auf den Tisch hauen damit man mich als Sonja ansieht und nicht als die Psychisch kranke
der Stempel hat man ob man will oder nicht wird der einem aufgedruckt

und leider ist das weltweit noch immer ein großes Problem

Heute 20:27 • x 2 #15


Zum Beitrag im Thema ↓


Gedeon
Weshalb bist du denn dort? Freiwillig oder notfallmäßig. Mit welcher Diagnose, wenn du es sagen magst?
Wie lange bist du denn schon im geschlossenen Bereich? Besteht die Möglichkeit bald auf eine offene Station zu kommen?

x 2 #2


C
Danke für die Antwort.

Naja notfallmässig ..

ich bin schon 5 Wochen lange hier und muss noch ungefähr 3 Monate hierbleiben.. Weil bei mir verschiedene schlimme Sachen vorgefallen sind und ich dann einen Zusammenbruch hatte….🥴🥴🥴 und mein handy durfte ich an Anfang die ersten 3 Wochen auch nicht haben… und dann haben Sie mir mein handy wieder gegeben.

Ich suche bisschen Austausch hier. Und eure Erfahrungen .

Da würde ich mich sehr darüber freuen ☺☺☺

#3


Sonja77
Zitat von Charly223:
Danke für die Antwort. Naja notfallmässig .. ich bin schon 5 Wochen lange hier und muss noch ungefähr 3 Monate hierbleiben.. Weil bei mir ...

Hallo 🙋‍♀ guten Abend 🌇 an dich

Musst du denn die kompletten über 4 Monate auf der geschlossenen bleiben,oder kommst du im laufe der Zeit dann auf eine normale Station?

magst du ein wenig erzählen?

Ich selber war 2018 zweimal in 2 verschiedenen Psychiatrien
das erste Mal 10 Wochen lang in einer privaten Psychiatrie und das zweite Mal knappe 9 Wochen lang in einer städtischen Psychiatrie
beide Male aber nicht auf der geschlossenen sondern auf normalen
Trauma und Angst Stationen

x 3 #4


Kimsy
@Sonja77 hat dir der Aufenthalt geholfen? Ich selber war auch 2009 für 1 Woche in der Offenen und wurde wuf Mirtazapin eingestellt...dann 2014 als mein Vater starb für 2 Wochen, da hab ich Medikamente verweigert und musste nach 2 Wochen gehen..hab mich da gut aufgehoben gefühlt...

x 2 #5


Sonja77
Zitat von Kimsy:
@Sonja77 hat dir der Aufenthalt geholfen? Ich selber war auch 2009 für 1 Woche in der Offenen und wurde wuf Mirtazapin eingestellt...dann 2014 als ...

Also gut aufgehoben hab ich mich in der zweiten mehr gefühlt,in der ersten nicht wirklich…ich muss dazu aber sagen das mir ganz am Anfang auch eine komplett falsche Diagnose gestellt wurde und ich somit in beiden Psychiatrischen Kliniken völlig falsch behandelt therapiert und medikamentös eingestellt wurde
somit ging es mir beim rausgehen schlechter als beim reingehen besonders bei der ersten Psychiatrie

ich musste dann circa 2 Jahre lang kämpfen mit verschiedenen Gutachtern Psychiater und Therapeuten um die erste Diagnose aus der Krankenakte entfernen zu lassen und dann bekam ich meine hauptdiagnose die ich bis heute hab

also konnte mir zu der Zeit schlecht geholfen werden,sie haben alles gegeben aber leider für eine völlig andere Diagnose als die die ich hab

x 3 #6


Kimsy
@Sonja77 oh Gott, das ist ja fürchterlich, wenn man eine falsche Diagnose erhällt, kann mir vorstellen, dass es dann später schwer ist, die falsche Diagnose aus den Akten streichen zu lassen. Meisten hat man einen Stempel, den wird man schwer wieder los:( nicht auszumalen, was dann die falsche Medikation mit einem macht.

x 1 #7


C
@Sonja77 ja nur auf der geschlossenen bleibe ich…

x 1 #8


Sonja77
Zitat von Kimsy:
@Sonja77 oh Gott, das ist ja fürchterlich, wenn man eine falsche Diagnose erhällt, kann mir vorstellen, dass es dann später schwer ist, die ...

Oh ja das kannst du laut sagen
wie gesagt,ich hab mich vom ersten Tag an gegen die gestellte Diagnose gewehrt und gesträubt weil ich genau wusste das sie falsch ist und ich diese Störung nicht hab….dieses ganze Theater hat wie gesagt etwas länger als 2 Jahre gedauert und ich musste mich selbst um 4 verschiedene Gutachter kümmern plus mein damaliger Psychiater und Therapeutin
bis es klar war das ich Recht hatte und man mir voreilig eine Diagnose gestellt hatte die komplett falsch war
danach wurde es komplett aus meiner Krankenakte entfernt also ist über die erste Diagnose nichts mehr zu sehen oder lesen
nur noch meine 4 Diagnosen die ich bis heute hab und die auch stimmen 😉

x 1 #9


Kimsy
@Charly223 hast du auch Therapien oder irgendwelche Beschäftigungsmöglichkeiten? Ist das Personal zumindest nettt?

#10


Kimsy
@Sonja77 aller Achtung, dass du es geschafft hast, es wieder klar stellen zu lassen 👍

x 1 #11


boomerine
Wieso Stempel ?

Ich war zweimal in einer geschlossenen.
Ich wußte warum.
Im Nachhinein war es gut, das ich dort gelandet bin.

x 2 #12


C
@Kimsy naja immer in 24h Beobachtungszimmer und das ist unangenehm.. und darf nichts alleine machen.. naja das personal geht so ist unterschiedlich…

#13


Kimsy
@boomerine mit Stempel meine ich nicht den Aufenthalt in der Klinik, sondern die Diagnose...

#14


Sonja77
Zitat von boomerine:
Wieso Stempel ? Ich war zweimal in einer geschlossenen. Ich wußte warum. Im Nachhinein war es gut, das ich dort gelandet bin.

Ja,👍 es gibt Momente und Situationen wo die geschlossene der einzig geschützte Raum ist für den Patienten und zum Glück gibt es solche Plätze und Orte wo man dann hin gehen kann,denn auch das ist nicht in jedem Land selbstverständlich und wir können froh sein das wir so etwas haben

und ich glaube mit Stempel meinte man die Diagnosen und die Stigmatisierung die es leider auch heute noch viel zu oft gibt was Psychische Erkrankungen und Störungen angeht
ich selber muss auch immer wieder auf den Tisch hauen damit man mich als Sonja ansieht und nicht als die Psychisch kranke
der Stempel hat man ob man will oder nicht wird der einem aufgedruckt

und leider ist das weltweit noch immer ein großes Problem

x 2 #15


boomerine
Zitat von Kimsy:
@boomerine mit Stempel meine ich nicht den Aufenthalt in der Klinik, sondern die Diagnose...

Die Diagnose weist nur du und dein Artzt.
Du weist warum, dementsprechend must nur du dich auseinander setzen.
Ich persönlich sehe es nicht als Stempel. Das ist meine Krankheit.
Daß wusste nur der allerengste Familienkreis.
Und das Forum hier.

x 3 #16


-juli
Für mich waren meine Diagnosen teilweise auch eine Erleichterung. Man ist ja doch auf der Suche nach einer Erklärung. Und die Therapie hilft mir, mich mehr zu verstehen. Als Jugendliche ging es mir sehr schlecht.
Trigger

Ich musste jede Woche versprechen, dass ich die nächste Woche noch erleben werde.



Das ist heute sehr weit weg für mich und die Diagnosen haben sich auch einige Male geändert, bis die Erklärung gepasst hat und das ist vermutlich ein Prozess. Aber die Erkrankungen zu erkennen und zu akzeptieren, wenn sie zutreffend waren, hat die Weichen für alles weitere gestellt.

x 1 #17

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Kimsy
@boomerine ich glaube, das mit dem Stempel wurde missverstanden...damit meine ich, wenn ein Arzt dir eine Diagnose stellt, wirst du sie nicht leicht los..wie von Sonjas Fall auch...Stempel als Begriff war nicht als Voruteil gemeint, sondern eine Diagnose, die du nicht mehr los wirst...

x 2 #18


Sonja77
Ne ne ich meine nicht das man einen Stempel aufgesetzt kriegt durch die eigenen Diagnosen
Das ist mir völlig egal,die Leute können froh sein nicht meine Diagnosen zu haben und ich wünsche es auch keinem
Die habe ich und die gehören zu mir dazu
Ich hab mir meine Erkrankungen ja nicht ausgesucht

Ich meinte mit Stempel wie gesagt die Stigmatisierung durch psychische Erkrankung weil man leider heute noch viel zu oft weltweit stigmatisiert wird wenn man psychisch krank ist

x 3 #19


Sonja77
Zitat von Kimsy:
@boomerine ich glaube, das mit dem Stempel wurde missverstanden...damit meine ich, wenn ein Arzt dir eine Diagnose stellt, wirst du sie nicht leicht ...

Nein 👎 leicht ist es allemal nicht eine fehl Diagnose wieder los zu werden und sie dann auch noch aus der Krankenakte löschen zu lassen ist wirklich ein kräfteakt und das wünsche ich auch keinem vorallem wenn man eh schon am Boden ist muss man sich noch um so einen Mist kümmern
aber alles besser als eine falsche Diagnose zu behalten und mir war immer klar das die bei mir erst gestellte Diagnose falsch war

x 3 #20


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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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