Guten Morgen Genossen
Hallo Krok,
danke, dass Du mir den Link noch mal geschickt hast- ich bin seit Gestern stolzes Mitglied für 5,70 monatlich Vielen Dank für diesen Tip. Ich hab die Seite gelesen und war ganz begeistert. Jetzt fühle ich mich jedenfalls ein klitzekleines bisschen sicherer.
Staun- was? Was war denn das? Vielleicht Adrenalin, oder so? Beim Zahnarzt bekommt man ja auch Adrenalin um beim ziehen die Blutung zu stillen. Das wußte ich gar nicht, aber zum Glück kennt mein Zahnarzt mich seit 25 Jahren und weiß von meiner Erkrankung, sodass er was anderes genommen hat. Das hätte sonst vieles wieder negativ ankurbeln können. Ich hab meinen Therapeut dann auch mal gefragt, ob er sich von seinem Bruder (auch Zahnarzt) nicht mal Adrenalin spritzen lassen will, damit er mal weiß, wie seine Patienten sich fühlen, aber er meinte darauf nur, dass Adrenalin gefährlich ist und tödlich sein kann und er das nie tun würde.
Boah, also dass ist ja heftig. Wie herablassend, wie unmenschlich. Das sollten nur Leute spritzen dürfen, die sich selbst schon was gegeben haben, damit sie wirklich wissen, wie es sich anfühlt. Unverantwortlich. Ich meine, das setzt doch allein aus biochemischen Gründen (Hormonausschüttung bei der Attacke) etc einen Kreislauf in Gang, den man vielleicht kaum wieder stoppen kann. Na gut, wenn man eh schon PA hat dann ist das für den Körper vielleicht keine neue Situation, aber trotzdem. Man kann doch gar nicht absehen, was das anrichtet in der Psyche. Furchtbar.
Danke für all deine Anteilnahme und dein Mitgefühl, tut richtig gut!
Hallo Taddy,
vielen Dank für deine Antwort und auch dein Mitgefühl GENAU so war es bei mir auch. Ich habe 40 mg Citalopram eingeworfen und hatte einen totalen Zusammenbruch. Lag nur noch da, innerlich Panik, äusserlich kaum fähig den Arm zu heben. Schweißausbrüche, Übelkeit. Meine Eltern haben mich sogar ins Krankenhaus gebracht.
Und ich habe die Tagesklinik genauso erlebt wie Du. Die waren weder daran interessiert noch hatten sie die Kompetenz wirklich zu helfen. Mein Arzt meinte, dass man das auch nicht falsch verstehen dürfte: Das gibt Struktur, fängt auf wenn man in einer Krise steckt- aber mehr auch nicht. Nichts mit Therapie.
Ich konnte mich da auch ab dem Moment nicht mehr sicher fühlen wo ich gemerkt hab, die tun nix, wenns einem schlecht geht. Nichts mit aufgefangen werden.
Taddy, ich auch nicht. Habe einen starken Eisenmangel- aber nicht mal die ansich harmlosen Sachen nehme ich. Und wenn ich meine Regel hab, mit heftigsten Schmerzen, die fast die Beine wegreissen- ich nehm nix. Obwohl ich mir früher immer zu jeder Gelegenheit was reingepfiffen hab. Kopf drückt, zack rein. Leicht erhöhte Temperatur, da gibts doch was von r.... Ich war sogar mal abhängig von Mcp Tropfen, weil mir vor einigen Jahren nur noch übel war, konnte mich kaum bewegen. Also dreimal täglich die Tropfen, wußte aber a nicht wie heftig die neurologisch wirken und b dass sie süchtig machen. Irgendwann hatte ich einen heftigen Krampfanfall und das hat den Grundstein insgeheim schon gelegt, für meine Angst vor Medis, auch wenns mir nicht bewusst war.
Mensch, was machen wir nur wenn wir mal Antibiotika brauchen?
Wobei, wenn man etwas wirklich braucht geht alles. Was ich hab ich mir vor meiner Op für Sorgen gemacht, was die mir alles spritzen zur Narkose und für die Muskelentspannung und zum wach werden und und und. Aber am Ende wars mir dann egal, weils sein musste.
Ich drück Dich und freu mich sehr, dass ich von dir lesen durfte
Hallo Cleopatra,
also für mach war Tagesklinik nichts. Aber meine Cousine aus Stuttgart hat ihre ohne Ende geholfen. Die kannten sich super aus mit Angst und haben sie fast komplett wieder hergestellt. Sie war da unglaublich lang, weil sie immer wieder gebettelt hat bleiben zu dürfen. Als es nicht mehr ging, war sie total fertig. Heute, Jahre später (sie ist grade auf einer Reise durch Singapur ) besucht sie ihre Ärzte da immer noch. Also so kanns auch gehen!
Mein Arzt sagt, Tagesklinik ist nur, um wieder etwas gestärkt zu werden durch Struktur und Gemeinschaft. Mehr ist das oft nicht, leider. Die Erfahrung habe ich auch machen müssen. Und dadurch, dass der Wechselfluss so hoch ist hatte ich auch nicht den Eindruck, dass da irgendeiner von Betreuern und Ärzten an mir persönlich interessiert ist. Aber geh auf jeden Fall hin, man KANN sich wohlfühlen. Die Mitpatienten sind oft so wohltuend. Entspannungsübungen, gutes Essen. Lg