Zitat von Yuna1976: So fortschrittlich und " intelligent " einige von ihnen auch schon sein mögen, bis sie es schaffen ihre Erschaffer/ Erfinder zu übertreffen, wird es hoffentlich noch eine ganze Weile dauern
Da ist ja auch erstmal die Frage, was ist Intelligenz überhaupt. Oder wie äußert sie sich. KI ist ja auch wieder eher nur ein Überbegriff für maschinelles Lernen und selbst was Lernen angeht, gibt es ja unterschiedliche Formen. Und von daher bliebe bei einem therapeutischen Einsatz halt die Frage, was wie beim Klient passiert, oder eben auch nicht und ob dessen Bedürfnisse befriedigt werden oder eben auch nicht. Daher müsste die Intelligenz eben viele Teilbereiche des menschlichen Lebens und auch Emotionen und Gefühle in entsprechende Dialoge mit einbeziehen können. Das sehe ich bislang nicht, weil es da keine allumfassende Datenlage gibt, auf die eine KI zugreifen kann.
Wie soll es „funktionieren“ wenn eine KI nicht weiß wie es ist, alkabhängige Eltern zu haben, wegen seiner körperlichen Statur gehänselt geworden zu sein, vom Arbeitgeber gemobbt zu werden, gesehen zu haben wie jemand vor einem von der Straßenbahn überfahren worden ist, oder wie ein Anderer durch einen Fehler den man machte, zu schaden kam.
Das muss meiner Meinung nach in einer therapeutischen Sitzung aber mit einfließen und entsprechend vom Behandelnden nachvollziehbar erfasst werden können. Selbst bei einer Verhaltenstherapie wo es auch um kognitives „Lernen“ geht, wird ja nich nur etwas „abgearbeitet“ was als Grundlage einer Behandlung mal in der Psychologie an der Uni gelehrt wurde.
KI liefert einen Geschwindigkeitsvorteil in vielerlei Hinsicht, aber schneller ist auch nicht gleichzusetzen mit besser. Nicht mal mit richtig oder falsch. Und Ratschläge sind auch nur Ratschläge, die dem Einen vielleicht nutzen und einem Anderen eben nicht.