App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

5

OrsimerCordia

OrsimerCordia
Mitglied

Beiträge:
123
Themen:
22
Danke erhalten:
48
Mitglied seit:
Hallo zusammen,
ich überlege aktuell, in eine besondere Wohnform (früher stationäres Einzelwohnen/Wohnheim) für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu ziehen. Ich wünsche mir dort die Sicherheit und Struktur, die ich aus der Klinik kenne (24/7 Ansprechpartner, Gemeinschaft), um nach einer schweren Zeit (Angststörung/Trauma) wieder stabil zu werden.
Ich hatte nun ein Beratungsgespräch, das mich völlig verunsichert hat. Mir wurde dort gesagt:
Man verliere dort seine Selbstbestimmung und müsse „Anweisungen Folge leisten“.
Es sei fast unmöglich, dort wieder „rauszukommen“.
Man würde seine Kompetenzen verlieren, weil einem alles abgenommen wird.
Es gäbe Probleme mit dem Behalten des eigenen Autos (Finanzierung/Anrechnung).
Das klingt für mich eher nach Gefängnis als nach Hilfe. Da ich aber meinen Job (WfbM) und mein Auto unbedingt behalten will, bin ich jetzt total verunsichert.
Meine Fragen an euch:
Wer lebt in so einer Wohnform oder hat dort gelebt? Wie viel Freiheit habt ihr wirklich?
Dürft ihr euer eigenes Auto behalten und zur Arbeit fahren?
Wie ist die Betreuung nachts oder in Krisen? Ist wirklich jemand da, der hilft?
Fühlt ihr euch „entmündigt“ oder eher unterstützt?
Ich danke euch sehr für eure ehrlichen Antworten!

14.03.2026 #1


13 Antworten ↓

Peekay
Hallo, ich wohne zwar nicht in einer Gemeinschaft, aber würde es auch nicht wollen. Wer weiss mit wem man dort gezwungenermaßen auskommen muss.
Aber, ich habe ambulant betreutes Wohnen, das läuft über einen Psychosozialen Dienst, zweimal in der Woche kommt eine nette Dame zu mir und macht mit mir Erledigungen. Wenn ich Redebedarf habe kann ich sie zudem kontaktieren.
Da du ja noch arbeitest, gehe ich mal davon aus das es dir verhältnismäßig gut gehen müsste. Vielleicht wäre es eine Option sich nach einer WG umzusehen in der man sich mit Leuten zusammen findet die einsam sind.

#2


A


Besondere wohnform für Menschen mit psychischen Erkrank

x 3


Abendschein
Zitat von OrsimerCordia:
Hallo zusammen, ich überlege aktuell, in eine besondere Wohnform (früher stationäres Einzelwohnen/Wohnheim) für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu ziehen. Ich wünsche mir dort die Sicherheit und Struktur, die ich aus der Klinik kenne (24/7 Ansprechpartner, Gemeinschaft), um nach einer schweren Zeit ...

Ich lebe in keiner Wohngruppe und habe versucht ein normales Leben zu leben. Da siehst Du noch mehr Elend und Leid, kann ich mir vorstellen. Möchtest Du immer über Deine Ängste reden? Das kann ich mir nicht vorstellen. Du bist noch so Jung, möchtest Du nicht mal eine eigene Familie haben? Sicherheit und Struktur, kannst Du Dir geben oder später Dein Partner. In einer Wohngruppe, denke ich auch, das man dort die Freiheit aufgibt.

#3


E
Zitat von OrsimerCordia:
Wie viel Freiheit habt ihr wirklich?

Stehst du unter Betreuung oder weshalb möchtest da unbedingt hin?

#4


Perle
Hallo, Du hattest doch Ende Januar in Deinem Tagebuch von einem Wohnungsangebot berichtet, was ist denn daraus geworden?

LG Perle

#5


Sonnenzauber
@Perle ja das war ja ne super Lösung fand ich.
@OrsimerCordia
Lass das mit dem betreuten wohnen da sind nur noch mehr kranke die einen belasten habe ich selber so erlebt.

x 1 #6


M
@OrsimerCordia Es gibt auch betreutes Einzelwohnen.
Da behälst du deine Kompetenzen, Kontrolle und hast deine eigene Wohnung plus Betreuung. Allerdings solltest du den Betreuer dann mit bedacht wählen und im Hinterkopf behalten, dass du den auch zur Not wechseln kannst (leider gibts einige die ziemlichen Mis.brauch betreiben)

#7


Sonnenzauber
Betreutes Einzelwohnen ist super 👍🏼 hab ich durchweg nur positive Erfahrungen gemacht. Bieten viele an einfach mal Kennenlern Termine vereinbaren und schauen ob die Chemie passt.

#8


Tulichtgut
@OrsimerCordia

Ist dein Anliegen noch aktuell?

Ich arbeite in einer besonderen Wohnform für Menschen mit psychischen Erkrankungen und kann Dir gerne Fragen beantworten.

x 2 #9


OrsimerCordia
@Tulichtgut Hallo, ja ich würde gerne wissen wie das Leben so ist in einer wohnform

#10


OrsimerCordia
@Perle das wurde leider abgelehnt

#11


Sonnenzauber
Das Leben in einer therapeutischen WG ist einfach nur anstrengend. Jeden den ich dort kannte, der dort wohnte wollte wieder ausziehen. Du musst dich halt gut gegen die Krankheiten der anderen, abgrenzen können. Je nachdem mit wem du zusammen wohnst, das entscheidet in der Regel die Organisation. Kann halt sein dass du dann mit Leuten zusammen wohnst, die Schizophrenie haben oder schwere Zwänge. Aber lass dich gerne beraten, ich bin froh dass ich da weg bin.

x 1 #12


Oliver1967
Ich arbeite in einer Wohnform mit Klienten die durch Dro. psychische Probleme haben.
Bei uns ist es sehr schön und alle fühlen sich sehr wohl bei uns.
Aber man kann bestimmt auch Pech mit Einrichtungen haben.

x 1 #13


Sonnenzauber
@Oliver1967 das klingt gut 👍🏼 klar es gibt bestimmt auch viele gute Einrichtungen. Kommt halt auch drauf an, wie sehr man seine Privatsphäre und Ruhe schätzt. Eine eigene Wohnung ist halt einfach was komplett anderes.

#14


A


x 4






Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
App im Playstore