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User30
Also, leider antwortet mir in meinem alten Thread niemand, deswegen erhoffe ich mir, dass das hier jemand liest der vielleicht etwas mehr Ahnung hat als ich.

Also alles fing an mit suizidalen aggressiven ZG, die auch von meiner Therapeutin als diese bestätigt wurden.

Seit den ZG habe ich natürlich auch Grübelzwang. Es fing so an, das mir eines Tages (am Mittwoch) auffiel, ganz realistisch gesehen, ist der Tod die schnellste Lösung. Das wollte ich so nicht akzeptieren und grübelte und grübelte, bis ich das widerlegen konnte. Dann kam mir an einem Tag nach vielem Grübeln, wie genau ich drauf kam und was genau ich dachte, weiß ich leider nicht mehr aber ich kam drauf, das alles sinnlos ist, das Leben an sich hat keinen Sinn, der Tod hat keinen Sinn, nichts hat einen Sinn. Einen ganzen Tag lang konnte ich an nichts anderes denken und es hat mir fertig gemacht, davon war ich aber auch wirklich überzeugt, also dass das ganz objektiv so ist.

Ich bin durch die Stadt gelaufen und sah die Leute an und dachte, wieso machen wir was alles? Wieso laufen wir hier rum und tun Dinge wenn es so sinnlos ist? Nur um glücklich zu sein? Und weiter ? Etc.


Beruhigen konnte ich mich in dem ich dachte hey, und wenn das ganze Leben keinen höheren sind, dann darf man sich seinen Sinn aussuchen, das ist doch super. Zu dem denke ich mir, den Tod an sich mag zwar sinnlos sein, aber immerhin lässt die Gewissheit, dass wir vergänglich sind uns Dinge genießen.

Also im Großen und Ganzen war ich einen ganzen Tag lang davon überzeugt das rein gar nichts einen Sinn hat, ich habe mich an den Punkt gedacht, mit meiner Meinung nach logischen Argumenten, die jedoch sehr objektiv waren und recht wenig mit der realistischen Welt in Bezug auf Gefühle etc.

Nachdem ich mich davon beruhigt hab denk ich mir, was soll das ? Gehört das auch zu ZG oder ist es jetzt ne Psychose ? Hört sich das nach Wahnideen an?

Wäre nett wenn einer was dazu sagen könnte, der sich eventuell ein wenig auskennt.

LG und danke fürs durchlesen

08.08.2020 17:09 • 16.01.2021 #1


36 Antworten ↓


User30
Dazu muss ich aber auch sagen, das ich mir sehr gewünscht hätte, das ich jemand gehabt hätte, der mit mir gemeinsam darüber philosophiert und mich vom Gegenteil überzeugt.

08.08.2020 17:15 • #2



Wahnidee, Einfall, Psychose oder doch Zwangsgedanken ?

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Orangia
Zitat:
Gehört das auch zu ZG oder ist es jetzt ne Psychose ? Hört sich das nach Wahnideen an?

Ich verstehe durchaus, daß dich diese Fragen umtreiben aber am besten können sie deine Therapeutin
oder dein Psychiater/in beantworten.
Ich glaube, hier wird sich niemand so weit aus dem Fenster lehnen und eine " Diagnose " abgeben.

08.08.2020 19:02 • x 1 #3


rero
Zitat von User30:
Also alles fing an mit suizidalen aggressiven ZG


.....müssen wir uns sorgen machen ?

Zitat von User30:
Es fing so an, das mir eines Tages (am Mittwoch) auffiel, ganz realistisch gesehen, ist der Tod die schnellste Lösung.


Die Lösung wofür ?

Zitat von User30:
Ich bin durch die Stadt gelaufen und sah die Leute an und dachte, wieso machen wir was alles? Wieso laufen wir hier rum und tun Dinge wenn es so sinnlos ist? Nur um glücklich zu sein? Und weiter ?


Ja was ist der Sinn des Lebens. Das ist wohl die Hauptfrage der Philosophie und der Menschheit.
Das frage ich mich hier auch:
small-talk-plauderecke-f74/philosophische-fragen-und-tiefgruendige-themen-t96869.html

(Du bist herzlich willkomme hier mitzudisskutieren)

Was ist der Sinn Deines Lebens ? Was ist der Sinn der Menschheit ?

Nun das mag alles Zufall sein das es uns Menschen gibt. Dennoch oder gerade deswegen sollten wir das Leben in all seinen Facetten als etwas wertvolles und kostbares wahrnehmen. Was der Sinn des Lebens ist muss jedes selber für sich herausfinden.

Es gibt ein Paar allgemeine Ansichten wie "ein Guter Mensch" zu sein. Ein wertvoller Mensch. Ein Mensch die die Welt zu einem bessere Ort macht.
Jeder kann seinen eingeben kleine Beitrag dazu beitragen in seinem kleinen Umfeld.

08.08.2020 22:06 • x 1 #4


User30

17.08.2020 16:25 • #5


Huhu,
Habe dasselbe Problem wie du. Angefangen hat bei mir alles vor ca. einem Monat, als ich mich von meinem Freund getrennt habe, die sehr schwierig war und mit emotionaler Erpressung und Schuldgefühlen einhergeht.
Bin von da an immer mehr in einen Grübelzwang verfallen und mich gefragt was mit mir nicht stimmt. Mittlerweile ist es so schlimm dass ich mich verrückt mache und mir jegliche Krankheiten selbst diagnostiziert habe. Von Angststörung zu Depressionen bis Zwangsgedanken alles dabei.
Jedes negative Wort das ich lese, beziehe ich auf mich.
Besonders präsent ist der Thema Selbstmordgedanken, weil ich das in einem Artikel zum Thema depressiver Verstimmung gelesen habe.
Nun befasse ich mich fast den gesamten Tag mit dem Gedanken "was wäre wenn..."
Gestern stand ich unter der Dusche und hatte den Rasierer neben mir. Dann kam mir direkt die Vorstellung "was wäre, wenn ich ihn an meine Handgelenke ranführe und (ich möchte es nicht aussprechen, denke der Rest ist klar)..."
Seitdem bin ich so geprägt von dem Gedanken, dass ich mich ständig frage, was mich dazu getrieben hat, so zu denken. Es macht mir Angst...

Bist du in therapeutischer Behandlung?

LG!

17.08.2020 18:28 • #6


User30
Ohje, dass tut mir leid und das mit den Selbstdiagnosen ist auch so ne Sache die ich gerne mal wieder mache.

Hast du auch diesen Drang oder den Angstauslösenden Gedanken allein ?

Ja ich bin ich therapeutischer Behandlung, schau mich aber grad nach einem neuem Therapeuten um, da meine selten greifbar ist.
Wie siehts bei dir aus ?

17.08.2020 21:16 • #7


Es ist schwer zu beschreiben. Generell wenn ich egal ob im Fernsehen oder jemand eine Aussage über Tod macht, damit konfrontiert werde, schlägt es mir auf den Magen und ich beziehe es auf mich. Es kommen sprunghafte und seltsame Gedanken auf, wie zum Beispiel "bei dir ist es auch bald soweit, oder wenn du weiterhin solche Grübelzwänge hast dauert es nicht mehr lange und dann..."
Irgendwie ist es traurig aber noch schlimmer ist es für mich dass es mir keine Angst mehr macht. Ich weiß nicht ob es ein gutes oder schlechtes Zeichen ist. Ist es noch angst oder ist es drang?
Ich bin zwar in Therapie aber bin mir irgendwie nicht sicher ob er mich versteht. Er hat es aber auch schwer mit mir weil ich nie gelernt habe über Emotionen zu sprechen oder mich zu öffnen.

17.08.2020 21:30 • #8


User30
Also, man kann sich an ZG gewöhnen, obwohl es auch sein kann, das es nur Angstgedanken sind, deswegen kommst du vielleicht schneller davon weg. Wenn es dir keine Angst mehr macht, wird sich die Sache bald von selbst erledigen. Die Gedanken kommen nur, weil man eben solche Angst hat und andauernd dran denkt, man gibt den ganzen zu viel Bedeutung.

Dann ist eine Therapie für dich aber besonders sinnvoll um zu lernen deine Gedanken und Emotionen zu teilen, dass wird dir dabei helfen eine Menge Stress abzubauen.

Wünsche dir gute Besserung

17.08.2020 22:07 • #9


Es ist zwiegespalten. Es gibt gute und schlechte Momente. Die gedanken sind aber immer da. Nur manchmal machen sie mich so wahnsinnig, dass ich wirklich denke bald zum Messer greifen zu müssen und manchmal denke ich sie einfach ohne groß zu bewerten.

Ich danke dir und wünsche dir dasselbe!

17.08.2020 22:12 • #10


Zitat von User30:
Also, man kann sich an ZG gewöhnen, obwohl es auch sein kann, das es nur Angstgedanken sind, deswegen kommst du vielleicht schneller davon weg. Wenn es dir keine Angst mehr macht, wird sich die Sache bald von selbst erledigen. Die Gedanken kommen nur, weil man eben solche Angst hat und andauernd dran denkt, man gibt den ganzen zu viel Bedeutung. Dann ist eine Therapie für dich aber besonders sinnvoll um zu lernen deine Gedanken und Emotionen zu teilen, dass wird dir dabei helfen eine Menge Stress abzubauen. Wünsche dir gute Besserung


Hi user30.
Wie geht es dir mittlerweile?
Ich hab jetzt mal sämtliche Sachen zum Thema Zwangsgedanken von dir gelesen und kann mich wie viele hier wahrscheinlich auch damit identifizieren.Ich habe zwar keine Diagnose aber so ziemlich passt alles was du schreibst.Mich würde nur interessieren wie du mittlerweile damit umgehst?Ist es vorbei?Wie gehst du damit jetzt um?

Liebe grüße......

01.09.2020 12:01 • #11


User30
Hallo @19Marina87

Wie geht es dir mittlerweile ?

Ich habe mich daran gewöhnt, es ist immer noch präsent aber es quält mich nicht mehr so, an Tagen an denen es mir generell schlecht geht, kommen sie wieder, aber viel leichter.

Es hat lange gedauert aber ich versuche die Gedanken als Wellen zu sehen, die vorbei gehen und versuche ihnen weniger Bedeutung zu geben.
Das klappt mittlerweile sehr gut, ansonsten sehe ich die YouTube Videos von Peter Beer.

Alles Gute

02.09.2020 17:38 • #12


User30
Und nicht Googlen am besten. Das wird dir nicht helfen.

02.09.2020 17:39 • #13


Zitat von User30:
Hallo @19marina87wie geht es dir mittlerweile ? Ich habe mich daran gewöhnt, es ist immer noch präsent aber es quält mich nicht mehr so, an Tagen an denen es mir generell schlecht geht, kommen sie wieder, aber viel leichter.Es hat lange gedauert aber ich versuche die Gedanken als Wellen zu sehen, die vorbei gehen und versuche ihnen weniger Bedeutung zu geben. Das klappt mittlerweile sehr gut, ansonsten sehe ich die YouTube Videos von Peter Beer. Alles Gute


@User30
Die Gedanken sind seid heute morgen deutlich weniger.Ich erwische wie ich mich selbst kontrolliere und immer noch ein zittern in den Beinen und Händen hab was aber auch daran liegen könnte das ich heute nach 4 Tagen endlich mal wieder was vernünftiges gegessen hab.

02.09.2020 17:48 • #14


Zitat von User30:
Und nicht Googlen am besten. Das wird dir nicht helfen.


Ja ich such nur die ganze Zeit danach das es heilbar ist.Ich hab Angst das es nie wieder weg geht!

02.09.2020 17:49 • #15


User30
Wenn es dir sehr schlecht geht kannst du bei der Krankenkasse anrufen, ihnen deine Situation erläutern und daraufhin bekommst du schneller einen Therapieplatz. Wieso isst du denn nicht ?

02.09.2020 19:04 • #16


Zitat von User30:
Wenn es dir sehr schlecht geht kannst du bei der Krankenkasse anrufen, ihnen deine Situation erläutern und daraufhin bekommst du schneller einen Therapieplatz. Wieso isst du denn nicht ?



Ich hab nichts runter bekommen.Habs immer wieder versucht aber ging nicht.Fühlte sich an wie ne blockade vielleicht wegen dem schlechten gewissen oder keine ahnung aber jetzt gehts wieder.Ich habs aber heute geschafft normal zu essen.
Auch noch die Krankenkasse einweihen was ich denke?um gottes willen.

02.09.2020 19:06 • #17


User30
Hmm.. musst du selbst wissen, denen ist es ja egal, die wollen ja nur das du schnellstmöglichst Hilfe bekommst.

Bei mir ist das Grübeln das schlimmste und heute fiel mir da was ein ..

Ich dachte immer, ich hatte nie richtige Suizidgedanken aber, hatte ich wohl..
Das hatte ich total verdrängt.

Eines Abends an Silvester waren meine Freunde ich im Club, mussten alle früher gehen weil ICH eine PA hatte und es nicht ausgehalten hab.

Ich war so wütend und traurig, als wir an den Gleisen standen, habe ich kurz überlegt, vielleicht vor den Zug zu springen und dem ganzen ein Ende zu setzten.

Bis heute habe ich nie wieder darüber nachgedacht ...
ich hab nichtmal danach gedacht, dass das ernst ist, ich bin in den Zug gestiegen und hab es wieder vergessen.

Jetzt fällt es mir wieder ein und ich habe schreckliche Angst ..

Versucht das Grübeln abzustellen, ihr findet alles mögliche da oben ..

02.09.2020 20:56 • #18


Guten Morgen nochmal.Ich hab mal wieder eine Frage.Ich will zum Arzt.Ich hab tierische Angst das ich eine Psychose hab.Ich hab Angst das ich die Kontrolle verliere und nichts mehr mitbekomme.Ich hab die Nacht kaum geschlafen.
Wie soll ich es machen?Soll ich dem Arzt oder der Therapeutin erzählen das ich glaube das ich Zwangsgedanken habe und jetzt aber glaube das es eine Psychose ist?Wie soll ich anfangen?

Gestern Abend konnte ich nicht mehr.Ich habs meinem Mann erzählt.Es hat mich bitterliche Tränen gekostet aber der Druck war nicht mehr so stark.Er meinte auch ich sollte lieber einen Arzt fragen.

03.09.2020 06:14 • #19


Calima
Zitat von 19Marina87:
Wie soll ich es machen?Soll ich dem Arzt oder der Therapeutin erzählen das ich glaube das ich Zwangsgedanken habe und jetzt aber glaube das es eine Psychose ist?Wie soll ich anfangen?

Du wirst dem Arzt schon erzählen müssen, was los ist. Wenn du zum Hausarzt gehst, wird er dir vermutlich entweder eine Überweisung zu einem Psychiater oder - wenn du es entsprechend dringend machst - direkt eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik schreiben.

Sonst kann er als Hausarzt nicht viel tun. Eventuell gibt er dir auch ein Medikament zur Beruhigung, aber das wird dir bestenfalls kurzfristig nutzen.

Du kannst auch gleich bei einem Psychiater anrufen und dir einen Termin geben lassen, solltest dich aber, wie bei jedem Facharzt, auf einige Wochen Wartezeit einstellen.

Auch in eine Klinik kannst du dich grundsätzlich selbst einweisen. Man wird dort prüfen, ob du akut behandlungsbedürftig bist und dich dann entweder aufnehmen oder erst mal wieder nach Hause schicken. Das wäre dennoch vermutlich der schnellste Weg zur Hilfe.

03.09.2020 06:51 • #20



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