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Herzenssonne

Herzenssonne
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Ich leide unter starker Verlustangst in Bezug auf meine Eltern
Wie kann ich sie überwinden?

17.04.2026 x 1 #1


13 Antworten ↓

M
Zitat von Herzenssonne:
Ich leide unter starker Verlustangst in Bezug auf meine Eltern Wie kann ich sie überwinden?

Ohhh..mein Thema.

Bin gespannt was hierbei rauskommt.

#2


A


Verlustangst, wie überwinden

x 3


CosmicPancake
@Herzenssonne Du meinst das Sie sterben? Wie alt bist Du, wie alt und in welchem Zustand deine Eltern?
Grundsätzlich hilft da ja nur Akzeptanz und Selbstständigkeit.

x 1 #3


M
Schau mal hier diesen Link @Herzenssonne

Vielleicht kannst Du etwas brauchbares dort für Dich finden.

Zitat von Moonlight_74:
Meine größte Angst ist es Menschen aus meinem nahen Umfeld zu verlieren, sprich Familienangehörige.

Mein ganzes Leben beeinträchtigt mich diese Angst bis zur Panik. Bisher habe ich keinen Weg gefunden dem dauerhaft entgegenzusteuern.

Aus gegebenen Anlass und weil die Menschen in meiner Familie ja auch nicht jünger werden, möchte ich nun dieses Thema in den Raum stellen.

Gibt es eine Möglichkeit diese Angst und den Schmerz der erfolgt, wenn man einen geliebten Menschen verliert zu umgehen?

#4


P
Es ist ja prinzipiell normal, seine Liebsten nicht verlieren zu wollen, also da mit Unbehagen oder sogar Angst drauf zu blicken.

Wenn diese Gedanken jedoch deutlich einschränkend oder massiv werden, könnte man an zwei Punkten ansetzen, die mMn für diese (zu große) Verlustangst verantwortlich sind.

1. Man hat Angst, mit dem Verlust nicht klar zu kommen > hier kann man mit dem Ziel ansetzen, eine Einstellung zu festigen, die besagt, dass auch Trauer ein Gefühl ist, das man "überleben" bzw managen kann, das irgendwann nachlassen wird. Es gibt Dinge, die einem Trauer erleichtern etc. Es ist traurig, wenn die Eltern sterben, aber man kann gut damit weiter leben. Je nach Alter der Eltern und ihrem Leiden zum Schluss, kann man es auch erleichternd finden, wenn die Eltern nicht mehr leiden müssen. Die Angst vor einem überwältigendem, unaushaltbaren Trauergefühl ist oft unbegründet. In der Regel kann man den Verlust der Eltern gut verkraften, vor allem wenn man selbst schon lange erwachsen ist und unabhängig von den Eltern lebt (was man ebenfalls als Ziel anstreben sollte, wenn das der Grund für die Verlustangst ist, siehe 2. Punkt).

2. Man hat Angst, ohne seine Eltern nicht klar zu kommen > hier muss man an Selbstwert, -bewußtsein und -wirksamkeit ansetzen. Ein gesunder Erwachsener kann für sich selber sorgen. Diese Einstellung zu sich selbst kann man fördern durch Maßnahmen aus den oben genannten 3 Bereichen.

x 1 #5


Cathy79
Bei dem Thema bin ich dabei. Meine Eltern sind beide 80 Jahre alt. Da rückt das Thema immer stärker in den Fokus.

x 1 #6


CosmicPancake
Zitat von Cathy79:
Bei dem Thema bin ich dabei. Meine Eltern sind beide 80 Jahre alt. Da rückt das Thema immer stärker in den Fokus.

Ich würde mir da vermutlich vor Augen führen, was für ein tolles Alter das ist. Meine Eltern sind etwas jünger, aber ich habe keine Verlustängste, weil ich nicht abhängig von Ihnen bin und weil mir klar ist, dass das Leben endlich ist. Ich habe jetzt meine eigene Familie und ich betrachte den "Circle of Life" da bewusst nüchtern.
Was wäre in Deinem Leben so massiv anders, wenn Deine (steinalten) Eltern nicht mehr da sind?

#7


cats49
Schön für den der seine Eltern als Bezugspersonen,als Kontakt,als Halt im
Erwachsenenalter nicht mehr braucht.
Der ohne sie nicht ganz allein und sehr verloren ist.
Obwohl meine Mutter fast 20 Jahre tot ist ist sie bis heute mein einziger
Lebensinhalt. Sie war die Sonne um die ich gekreist bin.
Ohne sie bin ich haltlos,verlassen,treibe dahin wie ein Blatt im Wind.
Für mich ist die Verlustangst der TE verständlich und sehr nachvollziehbar.
Man muss irgendwie damit klar kommen wenn die Eltern als wichtigste
Bezugspersonen irgendwann nicht mehr da sind.
Wirklich geschafft habe ich das bis heute nicht kann da also nicht
mit Tipps dienen.

x 2 #8


Sonja77
Ich kann deine Ängste leider nicht nachvollziehen weil ich niemals das Glück hatte meine Erzeugerin als eine Bezugsperson anzusehen geschweige denn das andere Wort für Erzeugerin zu buchstabieren…Ich glaub ich hab das Wort noch nie gesagt…..sie ist auf dem Papier meine Erzeugerin mehr nicht und ich hab seit Jahrzehnten den Kontakt komplett abgebrochen
Meinen Papa liebe ich sehr und er ist bis heute der einzige Mensch der mich noch an meine Herkunft bindet,wenn er eines Tages nicht mehr sein sollte dann hab ich absolut keine Bindung keinen Bezug und nichts mehr was mich an meine Herkunft bringt obwohl ich theoretisch eine riesige Familie hätte…aber keinen Kontakt seit meiner Jugend

Ich kann dir also nicht mit Tipps oder Ratschlägen dienen und helfen ich bin mir aber sicher das hier im Forum viele sind die das können die dich verstehen wissen was du durchmachst und deine Ängste kennen
Du bist hier also ganz sicher nicht alleine

#9


CosmicPancake
Zitat von cats49:
Schön für den der seine Eltern als Bezugspersonen,als Kontakt,als Halt im Erwachsenenalter nicht mehr braucht. Der ohne sie nicht ganz allein und ...

Es ist eine Aufgabe von Eltern, ihre Kinder dazu zu ertüchtigen, ohne Sie auszukommen. Genau auf so etwas wollte ich hinaus. Wenn die Angst vor dem Verlust der Eltern daher rührt, dass man so sehr von Ihnen abhängt, dann haben die Eltern was falsch gemacht. Da gehen bei mir immer die Alarmglocken und ich würde empfehlen, genau an der Stelle anzusetzen und das mit professioneller Hilfe zu hinterfragen.

x 1 #10


cats49
Die Eltern haben in dem Fall aus ihrer Sicht nichts falsch gemacht.
Die sehen ihre Kinder als ihren lebenslangen Besitz an über den sie
dauerhaft die absolute Macht haben.
Kinder werden in die Welt gesetzt um die Erwartungen ihrer Eltern
zu erfüllen,um den Eltern zu genügen,deren Bedürfnisse zu befriedigen.
Kinder sollen nicht flügge werden sondern die Eltern gefälligst nicht
allein lassen.
Kinder sind ihren Eltern gegenüber lebenslang zu absoluter,bedingungsloser
Loyalität verpflichtet auch über deren Tod hinaus.
Diese Sicht sehe ich als ganz normal und natürlich.
Man schafft sich ja nicht aus Liebe Kinder an sondern weil man sie für
die eigenen Zwecke benutzen will.
Sorry für's OT @Herzenssonne.
Bevor ich deinen Thread weiter kapere ziehe ich mich besser schleunigst zurück.

#11


CosmicPancake
Zitat von cats49:
Die Eltern haben in dem Fall aus ihrer Sicht nichts falsch gemacht. Die sehen ihre Kinder als ihren lebenslangen Besitz an über den sie dauerhaft ...

Wenn Du so aufgewachsen bist, brauchst Du da wirklich Hilfe. Es tut mir leid, dass Du es nicht anders kennst.

#12


M
Man denkt, es geht immer so weiter, man möchte bestimmte Menschen nicht loslassen, auch wenn man weiß, der Tod gehört zum Leben.

Ich bin nicht abhängig von meinen Eltern, schon gar nicht von meiner Oma. Lebe ja mein eigenes Leben, dennoch, letztendlich ist es die Angst vor diesem Schmerz, diesem seelischen Schmerz des Verlustes, der ja definitiv kommen wird. Auch Trauer zuzulassen ..

Auch der Gedanke, in der Angst dann völlig überfordert zu sein, wo doch dann alles Mögliche geregelt werden muss, fällt mir persönlich schon schwer ganz zu Ende zu denken.

Der Tod gehört zum Leben und obwohl ich gläubig bin und sogar davon ausgehe, dass man sich nicht für immer verliert, ist es doch die Angst vor dem Verlust..ähnlich wie Liebeskummer.

#13


Cathy79
@CosmicPancake das hat nichts mit abhängig sein zu tun, jedenfalls nicht bei mir.
Vielleicht kannst du sowas nicht nachvollziehen, es geht einfach darum die liebsten Menschen zu vermissen

#14


A


x 4






Prof. Dr. Borwin Bandelow
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