Hey, Ich bin neu hier und konnte zu meinem Problem nichts aktuelles finden, deshalb hab ich einfach mal ein neues Thema angefangen. Ich bin 16 Jahre alt und leide schon seit ich fünf oder sechs Jahre alt bin an Emetophobie, weiß aber erst seit ein paar Tagen dass es dafür überhaupt ein Wort gibt. Die Panik davor mich übergeben zu müssen hat schon im Kindergarten angefangen, es gab aber glaub ich kein direktes Schlüsselerlebnis was das ausgelöst hat. Seit dem war es immer mal schlimmer, mal richtig schlimm oder erträglich, aber vor etwas über einem Jahr hatte ich einen Magen-Darm-Virus von dem ich mich bis jetzt nicht mehr wirklich erholt habe. Ich war bei allen Ärzten die es in meiner Umgebung gibt, aber niemand hat eine körperliche Ursache feststellen können. Seit diesem Virus ist es mit der Emetophobie auch wieder richtig schlimm geworden deshalb kam mir so der Gedanke ob meine körperlichen Symptome (Übelkeit, Reflux, Völlegefühl, kann kaum noch was essen) auch von meiner Phobie kommen könnten? Ich hab schon von einigen gelesen dass sie durch die Phobie auch sämtliche körperliche Symptome bekommen haben. Ich weiß nicht was ihr dazu denkt, vielleicht hat noch jemand eine Idee?
Ich weiß dass zur Behandlung von so einer Phobie eine Therapie die einzige Möglichkeit wäre aber das würden meine Eltern glaub ich nicht mitmachen, die würden mir nie glauben dass ich eine Emetophobie hab, sie denken ich bin einfach nur sehr sensibel und das hab ich ja auch immer gedacht. Ehrlich gesagt war ich so froh in diesen Foren zu lesen dass es noch andere gibt wie mich, ich dachte die ganze Zeit ich bin die einzige die vor sowas Panik hat. Meine Eltern verstehen einfach nicht wie schlimm das für mich ist, was für Panikattacken ich bekomme wenn jemand sagt er hatte erst eine Magen-Darm Grippe gehabt. Schon Einkaufen zu gehen oder mit mehreren Menschen zusammen sein in so einer Grippe-Zeit ist die Hölle. Bei jedem kleinen komischen Gefühl im Magen bekomme ich solche Angstzustände das ich manchmal anfange zu zittern. Ich behalte das zwar auch immer weitestgehend für mich aber eine Therapie wird halt schwierig.
Ich würde mich sehr über ein paar Antworten, Tipps oder Erfahrungen freuen. Ich würde mich auch gern regelmäßig mit jemandem Austauschen dem es auch so geht wie mir : )
Ich habe das auch mit dem Erbrechen, Angst davor. Aber ich kann, auch wenn ich einen Virus habe, nicht erbrechen. Es geht nicht. Wie eine Sperre. Ich kann auch Menschen, die erbrechen nicht sehen, aber wenn natürlich jemand meine Hilfe braucht, bin ich da. Mach Dir nicht zuviele Gedanken darüber und deswegen das Leben schwer. Es kommt ja äußerst selten vor, das wir damit konfrontiert werden.
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Emetophobie Panik bei Übelkeit Angst vor Ansteckung
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Katniss31 Mitglied
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Danke für deine Antwort, das mit der "Sperre" ist bestimmt auch richtig unangenehm. Es ist halt echt schwierig sich da keine Gedanken drüber zu machen. Gibt es irgendwas, was dir hilft, wenn die Angst kommt? Für mich hab ich da noch nichts wirklich gefunden. Im allgemeinen tut mir Yoga immer richtig gut, aber bei akuten Situationen hilft das auch meistens nicht mehr.
LG Katniss31
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Abendschein Mitglied
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Zitat von Katniss31:
Danke für deine Antwort, das mit der "Sperre" ist bestimmt auch richtig unangenehm. Es ist halt echt schwierig sich da keine Gedanken ...
Ich habe mehrere Therapien gemacht und arbeite viel an mir selber meistens bekomme ich das jetzt so hin und die Angst kommt zwar noch ein bisschen hoch aber keine Panikattacken mehr
Ich habe keine offiziell diagnostizierte Emetophobie, ich bin wegen anderer Gründe in Therapie, aber habe auch meine Angst vor Übelkeit dort schon angesprochen und es hilft definitiv nicht, sich mal durch einen Infekt oder Co. übergeben zu müssen, wie manche behaupten. Das macht die Angst nur noch schlimmer.
In den letzten Tagen hatten viele Leute in meinem Umfeld einen Infekt, mir blieb glücklicherweise das Erbrechen erspart, aber ich hatte große Angst davor. Ist für die meisten Menschen nicht nachvollziehbar. Ich habe eine ganze Sammlung an verschiedenen Tabletten gegen Übelkeit hier, obwohl ich sie faktisch nicht nehme und sehr sparsam damit bin, falls mir mal länger am Stück schlecht sein könnte. Ich hatte 2023 eine heftige Gastritis, welche durch ein Antibiotikum ausgelöst wurde und seitdem habe ich zum einen eine übersteigerte Angst vor Übelkeit durch die Einnahme eines Antibiotikums und auf der anderen Seite habe ich seitdem Angst davor, dass die Gastritis sich nochmal so doll meldet und frage immer, ob ich einen Säureblocker zum AB nehmen darf. Vorher unbedingt absprechen. Manchmal vermindern Säureblocker die Wirkung von bestimmten ABs. Mir war damals durch die Gastritis monatelang übel und durch meine psychische Vorerkrankungen wurde ich bei meiner alten Hausarztpraxis nicht ernst genommen. Übelkeit war für mich nie direkt ein Stressthema und nach der Behandlung der Gastritis wurde es dann auch endlich mal besser. Ich wusste damals tatsächlich auch nicht, dass man Übelkeit mit Medikamenten behandeln kann, weil mir nichts verschrieben oder empfohlen wurde und dementsprechend habe ich vor mich hingelitten. Ich hatte schon vorher Angst vor Übelkeit, aber das hat der Sache irgendwie den Rest gegeben.