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Hallo ,

ich bin neu hier.Ich hatte zwar schonmal ein Beitrag hier in diesem Forum habe aber mein Account gelöscht,da es mir besser ging.
Ich bin 19 und leide seit ca.4 Jahren an einer starken Zwangsstörung (stärker sind die zwangsgedanken).Es fing alles an durch viele Verluste in meinem Leben von Personen die mir sehr wichtig waren.Ich entwickelte verlustängste und Zwänge.Es ist vieles dabei von aggressiven Zwangsgedanken (die ich eigentlich sehr sehr gut in den Griff bekommen habe ) bis zu Partnerschafts gedanken.


Jz zu meinen eigentlichen Problem . Seit Tagen wieder habe ich starke Gedanken gegen meinen Freund.Normalerweise bin ich so gerne bei ihm und will auch garnicht weg von ihm.Wenn er in meiner Nähe ist und ich andere ZW habe geht es mir viel viel besser.Seit Tagen wieder reden mir meine Gedanken wieder ein zb. du liebst ihn doch garnicht" er geht dir doch nur auf die Nerven " du hast kein Bock mehr auf eine Beziehung trenn dich " etc. Das schlimmste daran ist immer man denkt wirklich es sind die eigenen Gedanken und Gefühle.Diese Gedanken gingen wieder los als bei mir wieder vieles los war an Streitigkeiten und Stress und Gefühle die hochkommen wie Trauer oder Wut ( die Streitigkeiten und die Gefühle haben nicht mit meinen Freund zu tun das waren andere Situation und Personen ).

Hat jemand so Erfahrungen mit solchen Gedanken ? Wenn ja ich würde mich sehr über eine Antwort und vielleicht auch Ratschläge freuen . Immer wenn diese Phase ist versuche ich mir Hilfe zu holen damit es etwas erträglicher wird.

08.03.2020 19:29 • 09.03.2020 #1


18 Antworten ↓


Gorilla
Welche Art von Hilfe hast du denn bisher in Anspruch genommen um die Gedanken in den Griff zu bekommen ?

08.03.2020 19:39 • #2



Hallo Alina2245,

Belastende Zwangsgedanken gegen meinen Freund

x 3#3


SoulFeather
Das was du da beschreibst kommt mir alles so bekannt vor. Habe auch seit ca. 5 Jahren Zwangsgedanken, die aktuell wieder besonders penetrant sind. Habe dann auch oft ähnliche Gedankengänge wie du und oft auch echt aggressive hartnäckige Zwangsgedanken, bei denen man dann an sich selbst zweifelt bzw. glaubt, man würde selbst so denken - obwohl man es eigentlich nicht tut. Das ist echt belastend, ja.

Leider habe ich auch noch nicht den richtigen Umgang mit den Zwangsgedanken gefunden, würde dir sonst gerne hier hilfreiche Tipps geben. Hatte jetzt seit September 2018 eine Verhaltenstherapie gemacht, die aber nicht verlängert wurde und ich letzte Woche meine letzte Stunde hatte. Die Therapie hat mir schon geholfen in Bezug auf meine Zwangshandlungen... aber leider nicht so sehr in Bezug auf die Zwangsgedanken... wobei ich da am Anfang wohl auch nicht ganz ehrlich gegenüber meiner Therapeutin war und das alles etwas verharmlost/runtergespielt habe.

Bist du denn aktuell in Therapie bzw. warst du schonmal in Therapie?

08.03.2020 19:44 • #3


Zitat von Gorilla:
Welche Art von Hilfe hast du denn bisher in Anspruch genommen um die Gedanken in den Griff zu bekommen ?



Ich habe einmal die Woche Therapie und meistens hat es mir geholfen mit meinem Freund zu sprechen.Das habe ich auch alles gemacht ,aber manchmal hat es mir auch geholfen Ratschläge oder vielleicht auch Gleichgesinnte in einem Forum zu fragen.

08.03.2020 19:45 • #4


Gorilla
@SoulFeather kann das eventuell der Grund sein das die Therapie nicht verlängert wurde ? Also weil du meintest das du nicht ganz ehrlich warst und es runter gespielt hast ?

Ich denke Therapie ist schon wichtig.

08.03.2020 19:46 • #5


Zitat von SoulFeather:
Das was du da beschreibst kommt mir alles so bekannt vor. Habe auch seit ca. 5 Jahren Zwangsgedanken, die aktuell wieder besonders penetrant sind. Habe dann auch oft ähnliche Gedankengänge wie du und oft auch echt aggressive hartnäckige Zwangsgedanken, bei denen man dann an sich selbst zweifelt bzw. glaubt, man würde selbst so denken - obwohl man es eigentlich nicht tut. Das ist echt belastend, ja.Leider habe ich auch noch nicht den richtigen Umgang mit den Zwangsgedanken gefunden, würde dir sonst gerne hier hilfreiche Tipps geben. Hatte jetzt seit September 2018 eine Verhaltenstherapie gemacht, die aber nicht verlängert wurde und ich letzte Woche meine letzte Stunde hatte. Die Therapie hat mir schon geholfen in Bezug auf meine Zwangshandlungen... aber leider nicht so sehr in Bezug auf die Zwangsgedanken... wobei ich da am Anfang wohl auch nicht ganz ehrlich gegenüber meiner Therapeutin war und das alles etwas verharmlost/runtergespielt habe.Bist du denn aktuell in Therapie bzw. warst du schonmal in Therapie?



Ja bin ich seit 3 Jahren meine Therapeutin sagt auch immer wieder sie ist sich 1000% sicher es sind nur zwangsgedanken die Therapie hilft mir sehr.Allerdings mache ich keine Verhaltenstherapie sonder gehe zu einer Tiefenpsyschologin.Vielleicht solltest du das auch mal in Anspruch nehmen.Ich kann dort alles aussprechen und meine Therapeutin versucht mir immer zu erklären woher diese Gedanken kommen das bringt mich dann immer ein Stück weiter.

08.03.2020 19:47 • #6


Zitat von Gorilla:
@SoulFeather kann das eventuell der Grund sein das die Therapie nicht verlängert wurde ? Also weil du meintest das du nicht ganz ehrlich warst und es runter gespielt hast ?Ich denke Therapie ist schon wichtig.



Ich kann mich @Gorilla nur anschließen es ist sehr wichtig mit so einer Krankheit zur Therapie zu gehen und auch ehrlich zu sein sonst bringt alles nichts

08.03.2020 19:48 • #7


SoulFeather
Zitat von Gorilla:
@SoulFeather kann das eventuell der Grund sein das die Therapie nicht verlängert wurde ? Also weil du meintest das du nicht ganz ehrlich warst und es runter gespielt hast ?Ich denke Therapie ist schon wichtig.

Nein... das war nicht der Grund. Aber sollte ich nochmal einen neuen Therapieplatz finden, würde ich diesmal schon die Karten von Anfang an offen auf den Tisch legen.

@Alina2245

Ok, schonmal gut, wenn du eine Therapeutin als Ansprechpartner hast. Ich weiß auch nicht, was bei Zwangsgedanken die angebrachtere Therapieform ist... bei einer Tiefenpsychologin war ich auch schon mal, die schon nach dem Erstgespräch meinte, das sei ihr eine Nummer zu groß und da wäre sie nicht die Richtige für mich. Hab dann die Verhaltenstherapie begonnen, wo es aber eben primär darum ging, im Alltag mit den Zwangshandlungen besser umgehen zu lernen, damit man uneingeschränkter wieder leben kann. Dort ging es dann mehr um meine Putz,- und Waschzwänge. Meine Zwangsgedanken sind aber eine ganz andere Sparte und hängen mit den Zwangshandlungen nur bedingt zusammen.

08.03.2020 19:52 • #8


Zitat von SoulFeather:
Nein... das war nicht der Grund. Aber sollte ich nochmal einen neuen Therapieplatz finden, würde ich diesmal schon die Karten von Anfang an offen auf den Tisch legen.@Alina2245Ok, schonmal gut, wenn du eine Therapeutin als Ansprechpartner hast. Ich weiß auch nicht, was bei Zwangsgedanken die angebrachtere Therapieform ist... bei einer Tiefenpsychologin war ich auch schon mal, die schon nach dem Erstgespräch meinte, das sei ihr eine Nummer zu groß und da wäre sie nicht die Richtige für mich. Hab dann die Verhaltenstherapie begonngen, wo es aber eben primär darum ging, im Alltag mit den Zwangshandlungen besser umgehen zu lernen, damit man uneingeschränkter wieder leben kann. Dort ging es dann mehr um meine Putz,- und Waschzwänge. Meine Zwangsgedanken sind aber eine ganz andere Sparte und hängen mit den Zwangshandlungen nur bedingt zusammen.



Weißt du den Hintergrund deine zwangsgedanken ich zum Beispiel gehe zu meiner Therapeutin um meine Vergangenheit zu verarbeiten und gleichzeitig damit auch meine zwangsgedanken. Natürlich arbeiten wir auch an diesen Gedanken was mir wie gesagt sehr hilft

Vllt solltest du mal überlegen woher diese Zwänge kommen

08.03.2020 19:57 • #9


SoulFeather
Ich weiß, wodurch die Zwangsgedanken so richtig ins Rollen kamen.
Ob das jetzt der alleinige Auslöser war... kann ich nicht 100%ig sagen... aber bin mir schon relativ sicher zu wissen, was der Auslöser dafür war, ja. Aufgearbeitet hab ich da aber in dem Sinne noch nichts.

08.03.2020 20:00 • #10


Zitat von SoulFeather:
Ich weiß, wodurch die Zwangsgedanken so richtig ins Rollen kamen.Ob das jetzt der alleinige Auslöser war... kann ich nicht 100%ig sagen... aber bin mir schon relativ sicher zu wissen, was der Auslöser dafür war, ja. Aufgearbeitet hab ich da aber in dem Sinne noch nichts.



Dann würde ich das vielleicht mal in Anspruch nehmen.Manchmal wenn ich etwas aufarbeite flachen auch die Gedanken immer mehr ab bis es zum neuen Stress kommt

08.03.2020 20:01 • x 1 #11


SoulFeather
Zitat von Alina2245:
Dann würde ich das vielleicht mal in Anspruch nehmen.Manchmal wenn ich etwas aufarbeite flachen auch die Gedanken immer mehr ab bis es zum neuen Stress kommt

Ja. Ich will ja eh schauen, ob ich einen neuen Therapieplatz bekomme. Aber das dauert ja leider manchmal so ewig
Hatte auch seit 2015 aktiv gesucht und erst ab September 2018 dann einen festen Platz bekommen.

Aber auch wenn die Therapie jetzt offiziell beendet ist, hat mir meine Therapeutin im Abschlussgespräch letzte Woche noch gesagt, dass ich sie ruhig nochmal anrufen/anschreiben oder auch mal vorbeikommen kann, sollte ich akuten Redebedarf haben. Nur in Therapie bin ich bei ihr jetzt eben nicht mehr. Da muss ich jetzt schauen, ob ich was anderes finde.

08.03.2020 20:05 • #12


Zitat von SoulFeather:
Ja. Ich will ja eh schauen, ob ich einen neuen Therapieplatz bekomme. Aber das dauert ja leider manchmal so ewig Hatte auch seit 2015 aktiv gesucht und erst ab September 2018 dann einen festen Platz bekommen.Aber auch wenn die Therapie jetzt offiziell beendet ist, hat mir meine Therapeutin im Abschlussgespräch letzte Woche noch gesagt, dass ich sie ruhig nochmal anrufen/anschreiben oder auch mal vorbeikommen kann, sollte ich akuten Redebedarf haben. Nur in Therapie bin ich bei ihr jetzt eben nicht mehr. Da muss ich jetzt schauen, ob ich was anderes finde.



Ich wünsche dir dabei sehr viel Glück und alles gute

08.03.2020 20:08 • x 1 #13


SoulFeather
Zitat von Alina2245:
Ich wünsche dir dabei sehr viel Glück und alles gute

Danke, dir auch alles Gute, dass du die Gedanken irgendwie in den Griff bekommst.
Ist schon echt eine Sch.... mit so Zwangsgedanken sich ständig rumplagen zu müssen... als hätte man nicht schon genug andere Probleme zu bewältigen.

08.03.2020 20:12 • x 1 #14


Zitat von SoulFeather:
Danke, dir auch alles Gute, dass du die Gedanken irgendwie in den Griff bekommst.Ist schon echt eine Sch.... mit so Zwangsgedanken sich ständig rumplagen zu müssen... als hätte man nicht schon genug andere Probleme zu bewältigen.


Ja das stimmt vorallem man möchte einfach nur seine Beziehung genießen

08.03.2020 20:19 • #15


Hallo Alina

Ich hatte schon mit 11 Jahren Zwangsgedanken und extreme Angststörungen.
Bei mir wurde das durch viele Faktoren ausgelöst.
Ich war damals zwar noch sehr jung hatte aber wirklich "kranke" und brutale Zwangsgedanken.
Mit meinem guten Gewissen war das noch unerträglicher.

Ich rate dir eine gute Therapeutin oder Therapeut auf zu suchen mit dem/der du dich gut verstehst.

Diese Therapien speziell für Zwänge können sehr hilfreich sein und wenn es erfolgreich läuft merkst du es gar nicht mehr bzw. es belastet dich nicht mehr.

Ich bin jetzt 18 Jahre alt und die Symptomatik tritt nur noch selten auf.
Mir hat die Therapie damals sehr gut geholfen (von Schweregrad 10/10 am anfang, und 1/10 nach der Therapie).

Ich kann dir noch eins sagen:
Das Leben ist immer ein Auf und Ab. Jeder Mensch hat seine Probleme mit denen er kämpfen muss. Bei uns ist das u.a. die Psyche.
Ich habe schon sehr viel erlebt und musste viele Therapien machen, hatte Phasen in denen es mir richtig gut ging und Phasen wo alles zerstört, sinnlos und hoffnungslos war.
Momentan bin ich wieder in einer Klinik stationiert lasse aber den Kopf nicht hängen.
Dir wird es sicher wieder besser gehen, das wünsche ich dir.
Lass dich auf Therapien ein, nutze das was dir zusteht und sei dir sicher du bist mit deinen Problemen nie allein.

Lg

08.03.2020 21:30 • #16


Und hier noch eine Sache die bei Zwangsgedanken helfen kann:

Stellt euch vor euer Kopf ist ein Vogelnest.

Versucht jeden Zwangsgedanke in einen Vogel zu interpretieren, der nur kurz in eurem Nest (Kopf) landen will.

Macht euch klar der Vogel (Zwangsgedanke) wird gleich wieder wegfliegen, er ist nur kurz da, also müsst ihr ihn gar nicht beachten.

Wiederholt bei jedem Zwangsgedanke dieses Denkmuster. Es ist wichtig sich nicht zu sehr mit dem Gedanke auseinanderzusetzen sondern sich klar zu machen das er nur kurz bleibt und wieder verschwinden wird.

08.03.2020 21:45 • x 3 #17


Zitat von NoLimits:
Hallo AlinaIch hatte schon mit 11 Jahren Zwangsgedanken und extreme Angststörungen.Bei mir wurde das durch viele Faktoren ausgelöst.Ich war damals zwar noch sehr jung hatte aber wirklich "kranke" und brutale Zwangsgedanken.Mit meinem guten Gewissen war das noch unerträglicher.Ich rate dir eine gute Therapeutin oder Therapeut auf zu suchen mit dem/der du dich gut verstehst.Diese Therapien speziell für Zwänge können sehr hilfreich sein und wenn es erfolgreich läuft merkst du es gar nicht mehr bzw. es belastet dich nicht mehr.Ich bin jetzt 18 Jahre alt und ...


Danke für deine Antwort.Deine letzten Worte haben mir sehr gut getan.Ich wünsche dir alles gute bei deinem Klinikaufenthalt und eine schnelle Genesung bzw das es dir bald wieder besser geht

09.03.2020 20:41 • #18


Zitat von NoLimits:
Und hier noch eine Sache die bei Zwangsgedanken helfen kann:Stellt euch vor euer Kopf ist ein Vogelnest.Versucht jeden Zwangsgedanke in einen Vogel zu interpretieren, der nur kurz in eurem Nest (Kopf) landen will.Macht euch klar der Vogel (Zwangsgedanke) wird gleich wieder wegfliegen, er ist nur kurz da, also müsst ihr ihn gar nicht beachten.Wiederholt bei jedem Zwangsgedanke dieses Denkmuster. Es ist wichtig sich nicht zu sehr mit dem Gedanke auseinanderzusetzen sondern sich klar zu machen das er nur kurz bleibt und wieder verschwinden wird.


Vielen lieben Dank, das hört sich gut an das werde ich mal ausprobieren.Mal sehen ob es klappt

09.03.2020 20:41 • #19




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