Zitat von Disturbed: Aber es ist natürlich eventuell anstrengend, sich darüber Gedanken zu machen, was freier Wille ist und ob ich den respektieren und akzeptieren kann, wenn mir daraus kein wirklicher persönlicher Schaden entsteht, der über eine kurze persönliche Kränkung hinaus geht und es ein persönliches Nachtragen gegenüber dem Anderen erfordern muss.
Nehmen wir an, du hättest mir einen Gefallen getan und ich sehe das nicht selbstverständlich an, weil es, gerade in der heutigen Zeit, immer weniger selbstverständlich ist.
Ich bin dir somit dankbar und möchte diese Dankbarkeit auch deutlich zum Ausdruck bringen und deswegen würde ich dir eine Kleinigkeit schenken. Es ist eine Geste, dem Wort
Danke zusätzlich Ausdruck zu verleihen.
Das wäre sozusagen mein
freier Wille, kein Zwang, kein Pflichtgefühl, kein erlerntes Verhalten.
Indem du das Geschenk annimmst, würdest du das (meinen freien Willen) respektieren und akzeptieren und es würde dir daraus kein persönlicher Schaden entstehen.
Du willst es aber nicht annehmen. Bist du dann enttäuscht, wenn ich enttäuscht wäre (was ich aber eigentlich nicht wäre)?
Welcher freie Wille
Ich will dir ein Geschenk machen
oder Ich will kein Geschenk annehmen
sollte denn jetzt respektiert und akzeptiert werden? Wer legt das fest? Meiner Meinung nach das Ego.
Und derjenige der bei irgendeiner Variante enttäuscht ist, der hat ein Ego, das der Meinung ist, dass der andere es doch respektieren und akzeptieren müsste.