Pfeil rechts
149

E
Ein gesundes Mittelmaß ist gut. Zu viel Schweigen langweilt, zu viel Gebrabbel (v.a., wenn es sich nur um die eigene Person dreht) nervt. Ich bin auch eher introvertiert, aber nicht bei jedem. Es kommt auf die Chemie an, (gemeinsame) Hobbys usw. Mit den meisten Leute habe ich nicht besonders viel gemeinsam, da bin ich oft eher leise, weil mich viele Themen nicht interessieren.

15.10.2022 22:51 • x 7 #41


F
Zitat von Mylenix:
Bei mir ist es so, dass mir entweder nichts einfällt weil i zu dumm bin, oder ich mich gerade mehr so auf die Umgebung und meine Warhnehmung dieser ...

Oh das kenn ich mit der Wahrnehmung! Mir fällt es manchmal auch schwer sich auf ein Gespräch zu fokussieren.
Und bei mir ist es zb so, dass ich nix mit Smalltalk anfangen kann. Dann bin ich auch so dass mir einfach nichts dazu einfällt.

17.10.2022 20:13 • #42


A


Meine ruhige Persönlichkeit

x 3


Mylenix
Mancher Smalltalk ist gut um nen Gespräch zu beginnen, benutze smalltalk um erstmal so anzuknüpfen. Also sowas wie wie gehts? wie war dein Tag was hast du so gemacht?
Vorallem wenn man sich noch nicht so gut kennt.
Manchmal ergibt sich dann ein Thema.
Aber danach filter ich belangloses Zeug raus.

17.10.2022 21:43 • x 2 #43


K
Ich persönlich habe leider nur negative Erfahrungen damit gemacht. Oder diese bleiben mehr hängen. Es kam bei mir nie gut rüber, ruhig und still zu sein. Es wird in meiner Welt/Umgebung als vollkommene Schwäche angesehen. Leider. Der der quatscht und laut ist, ist der King.

28.12.2022 10:13 • #44


K
Zitat von Icefalki:
Für mich ist es anstrengend, wenn nicht geredet wird. Und anstrengend, dann nicht irgendetwas reinzuinterpretieren, was evtl. gar nicht stimmt. Natürlich kann jeder so sein, wie er ist, allerdings sucht man sich ja diejenigen aus, die zu einem passen. Ich persönlich kann mit Schweiger nicht viel ...

Du findest es anstrengend, zu schweigen? Wieso, da muss man doch nix dabei tun? Ich finde reden bzw. permanent grübeln, was man denn sagen könnte, mega anstrengend.

28.12.2022 10:18 • #45


Icefalki
Zitat von Kathrina001:
Du findest es anstrengend, zu schweigen? Wieso, da muss man doch nix dabei tun? Ich finde reden bzw. permanent grübeln, was man denn sagen könnte, mega anstrengend.


Naja, wenn mir der andere Mensch egal ist, ich den gar nicht kenne, schweige ich auch.

Aber ich gehe davon aus, es gibt einen Grund, dass wir zusammen sind. Und jetzt habe ich als Gegenüber den grossen Schweiger, kenne den aber noch gar nicht wirklich, und nun?

Schauen wir uns an und reden nix? Und nun bin ich als Quasselstrippe auch im Stress, da ich, wie der Schweiger, mit dieser Situation, da ungeübt, schlecht umgehen kann.

Kenne ich denjenigen besser, weiss ich, ok, der kriegt den Mund nicht auf und manchmal frage ich nach, ob alles ok ist.

Meine Schwiegertochter ist so. Drum habe ich geschrieben, dass man aufpassen muss, dass man Schweiger nicht falsch einschätzt. Viel hat man ja nicht, wenn nicht geredet wird. Man könnte dieses Verhalten auch als hochnäsig, gelangweilt und ablehnend interpretieren. Also, nicht nur die Stillen haben so ihre Probleme mit dem Verhalten anderer.

28.12.2022 12:17 • #46


K
Zitat von Icefalki:
Naja, wenn mir der andere Mensch egal ist, ich den gar nicht kenne, schweige ich auch. Aber ich gehe davon aus, es gibt einen Grund, dass wir zusammen sind. Und jetzt habe ich als Gegenüber den grossen Schweiger, kenne den aber noch gar nicht wirklich, und nun? Schauen wir uns an und reden nix? Und nun bin ich als ...

Also davon bin ich persönlich überzeugt, dass es für das Gegenüber ebenfalls schwierig ist. Ich denke ja z.B. auch die ganze Zeit darüber nach, was der andere bloß von mir denkt und von mir hält: Dumm, arrogant, gelangweilt, seltsam, total bescheuert, etc. Und je mehr man sich in diesem Gedankenkarussell verfängt, desto weniger bekommt man etwas heraus.

Auch habe ich ein Problem mit Folgendem:
Ich bin extrem sensibel. Wenn ich mal eine Antwort gebe und ich bekomme nicht die Reaktion, die ich erwartet habe, bin ich total verunsichert, gekränkt, verstört oder Sonstiges und sage dann erst recht nix mehr. Andere sind bei ruppigen, stichelnden oder sonst wie nicht ganz so 100 % sensiblen Antworten scheinbar 0 empfindlich und robust wie ein Nashorn. Ich bin da leider extrem empfindlich.

28.12.2022 13:06 • x 1 #47


Icefalki
Zitat von Kathrina001:

Auch habe ich ein Problem mit Folgendem:
Ich bin extrem sensibel. Wenn ich mal eine Antwort gebe und ich bekomme nicht die Reaktion, die ich erwartet habe, bin ich total verunsichert, gekränkt, verstört oder Sonstiges und sage dann erst recht nix mehr.


Ja, aber damit wird das alles nicht besser. Man kann immer an seinen Handicaps arbeitet. Musste ich auch. Ich bin das absolute Gegenteil von dir, allerdings hatte ich auch Angst, nicht zu genügen.

Du schweigst, ich quassel mein Elend weg. Mir war aber auch wichtig, was andere denken. Jetzt ist mir aber wichtiger, was ich denke. Und wichtig ist mir, dass es mir gut geht. Und dafür muss ich einiges tun:

Ich muss entscheiden, was ich verändern möchte, muss das dann üben, muss mich wichtig nehmen, Selbstfürsorge und Selbstliebe betreiben und mich natürlich auch sachlich und korrekt ausdrücken. Und meine Grenzen akzeptieren.

Wenn dir dein ruhiges Wesen lieb ist, dann ist das doch ok. Dann steh aber dazu. Wenn nicht, ändere es. Übe Konversation, Smalltalk.

Je besser deine Selbstreflektion funktioniert, desto eher kannst du das Verhalten anderer akzeptieren, da niemand nur toll ist. Alle haben ihre Grenzen, wenn du deine kennst und achtest, hast du vielen etwas voraus.

28.12.2022 13:23 • x 2 #48


K
@Icefalki

Ich finde das sehr interessant! Vor allem das mit Elend wegquasseln. So geht es mir evtl. im aller engsten Vertrautenkreis (Partner, beste Freundin). Aber in einer Runde, wo man alle nicht wirklich gut kennt, traue ich mich das nicht.

Hast du z.B. nie Angst, etwas Dummes zu sagen? Ich könnte dann leider im Erdboden versinken und denke die nächsten 3 Wochen darüber nach und bin am Ende, wenn mir das passiert. bzw. schon alleine wenn ich nur der Meinung bin, dass es dumm war.

28.12.2022 15:14 • x 1 #49


Icefalki
Zitat von Kathrina001:
etwas Dummes zu sagen

Nö, ich rede aber auch nur mit, wenn ich ne Meinung dazu habe. Auch wenn die mal gegenteilig ist. Und ich rede auf Dauer auch nur mit Menschen, mit denen man reden kann. Ich denke, dass man das auch spürt.

Und diese Wegwerfgespräche, die kann ich nur im Job.

Was ist denn dumm? Guck, ich bin ja schon älter und angenommen, jemand würde irgendetwas plaudern, das absolut falsch wäre. Da ich im medizinischen Bereich arbeite, passiert das sehr oft. Ich sage dann, Stopp, ist grottenfalsch, ist nämlich so und so. Dabei lächel ich, und schieb die Korrektur und die Begründung, warum es so richtig ist, gleich hinterher. In der Regel sagt der andere dann, echt? Das wusste ich jetzt nicht, das ist aber interessant, oder wichtig, oder was auch immer.

Und keiner ist jetzt dumm oder doof. Da passiert wirklich nichts. Besteht der andere aber auf seine Meinung, höre ich auf, wende mich ab, denn dann wird es dumm. Oder wir befinden uns in einer Diskussion, dann ist das Wie wir uns miteinander austauschen, sehr wichtig.

Vielleicht hattest du es ziemlich oft mit Dumpfbacken zu tun, die durch Lautstärke und Rumgequassel den Anschein von Wissen erwecken wollten. Manche Menschen tun das. Aber mit denen muss man nicht mithalten können.

Selbstbewusstsein kann man lernen. Und das heisst nicht, dass man bei jedem Mist mitreden muss, es heisst, dass man sich seiner selbst bewusst ist. Da interessiert die Meinung Fremder nur am Rande.

28.12.2022 15:48 • x 2 #50


K
Ich frage mich in so einer Runde sehr oft, ob das eigentlich der Sinn des Zusammenseins ist. Jeder, der was sagt, hat den Test bestanden. Alle die schweigen, sind doof und haben den sozialen Test nicht bestanden. Warum fühlt man sich immer verpflichtet, etwas sagen zu MÜSSEN? Merkt ihr das in Runden nicht auch? Ich definitiv. Auch wenn bspw. ruhige Personen dabei sind, von denen ich weiß, sie quatschen auch nicht gern, merke ich, sie zwingen sich, jetzt auch mal was zu sagen. (so wie ich selbst ja auch oft).

Was soll daran Vergnügen sein? Verstehe ich nicht. Für mich sind Treffen in Gruppen mit Menschen, die man nicht sehr gut kennt, einfach nur Zwang und Austestung und irgendwem was beweisen müssen (ist zB oft bei Firmenfeiern oder sonstigen gezwungenen Treffen so). Das hat für mich nichts mit Vergnügen und GERNE TUN zu tun.

Viele Treffen kommen mir vor wie eine Runde Politiker, die ihre Partei am besten verkaufen zu versuchen. Und wenn man den Mund nicht aufbekommt, ist man der Loser.

29.12.2022 12:25 • x 1 #51


Mylenix
Ihr macht euch da beide ganz schön Stress. Auch wenn ich es interessant finde zu wissen wie Andere mich wahrnehmen, ich mache mir mittlerweile nicht mehr so viele Gedanken und sie stressen mich auch weniger. Ich war jetzt lange in einem sozialen Umfeld und bin da lockerer geworden, was aber nicht bedeutet, dass ich viel mehr rede. Man kann für manche sogar interessant wirken wenn man ruhiger ist, selbst für extrovertierte (Es gibt extrovertierte die das fasziniert), das sind dann die richtigen Menschen mit denen du dich verstehen würdest.
Ich hab auch einen sehr introvertierten Freund kennen gelernt, manchmal sitzen wir auch einfach nur da und sagen überhaupt nix, aber trotzdem sind wir bros und machen gerne was zusammen. Ich bin sogar manchmal mit einem langjährigen Extro Freund im Sprachchat wo wir Phasen haben wo 15 Minuten lang keiner was sagt. xD

@Kathrina001

Ich denke auch, dass du wohl nicht in einem guten Umfeld aufgewachsen bist oder dich noch befindest.

29.12.2022 23:28 • x 3 #52


A


x 4





Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler