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Wo meine Wurzeln sind, was hat das damit zun tun, ixmugl?
Ich versteh nicht, was du mir damit sagen willst. Sicherlich, dass es meinen Eltern bestimmt nich gefallen würde, sie also somit gar nicht an meinen Ängsten schuld sind? Und wenn wir schon dabei sind, kann ich auch Leainas Frage beantworten.
JA ich denke schon, dass es überwiegend an der Erziehung liegt. Jedenfalls bei mir.



~Silence~

06.07.2008 15:37 • #21


Hallo Silence,

ich fang mal von hinten an:
Zitat:
P.S. War dein erster Satz sarkastisch?


Er war aber ganz ernst gemeint. Nach dem, was ich hier alles von dir bisher gelesen habe, halte ich dich für sehr stark.
Auch und gerade, dass du so konsequent alles vermeidest, was dir Angst macht, sogar bis zum Aufgeben (mit 21 Jahren!), kommt nach meinem Gefühl davon, dass du alles mit großer Stärke machst. Eben auch das Sich-Zurückhalten.

Zitat von ~Silence~:
Was ich mit soziale Phobie meine?
Denkst du, ich red mir das vielleicht irgendwie ein oder übertreibe?

Nein, das denke ich nicht. S.o. Ich habe aber den Eindruck, dass das gar keine soziale Phobie ist in dem Sinne, wie andere sie haben. Da ich kein Fachmann bin, kann ich mich da vielleicht irren. Aber mein Eindruck ist es mehr, dass du dir einfach die Angst vor dem Ungewohnten
Zitat:
Ich meine damit, dass ich Angst habe. Ich gerate schon Wochen vor einem Termin in Panik

als soziale Phobie einstufst. Weil das natürlich viel besser klingt und dir als Krankheit einen höheren Rechtfertigungsgrad für dein Vermeidungsverhalten ermöglicht, als wenn du einfach sagten müsstest, ich bin so ungeübt in allen möglichen Dingen und ich habe so einen Perfektionsdrang, dass ich furchtbar häufig die Hosen voll habe und alles vermeide, was nur irgendwie geht.
Was meinst du dazu? Könnte das stimmen?

Zitat:
Ich gerate schon Wochen vor einem Termin in Panik und male mir die schlimmsten Dinge aus. Mein Kopf arbeitet den ganzen Tag, der Mist beherrscht mein ganzes Leben.

Hm. Ich weiß ja nicht, was das für ein Termin ist. Aber es gibt für eine 21-Jährige durchaus viele Termine (du meinst vermutlich ein Gespräch mit jemandem, von dem etwas Wichtiges für dich abhängt?), vor denen es völlig normal ist, sich vorher Kopfzerbrechen darüber zu machen und die Hosen voll zu haben. Das ist das, was ich mit Perfektionsdrang meine. Wie schon früher gesagt: Du bist zwar noch sehr jung, willst aber sowohl schon alles perfekt können, keine Fehler machen und keine Unsicherheit haben, UND du willst dich nicht anstrengen müssen.
Zitat:
Ich will aber normal leben

Woher zum Teufel weißt du eigentlich, was ein normales Leben ist?
Du gehst hartnäckig davon aus, dass ein normales Leben ein Leben ohne Angst und Sorgen ist. Und die einzige, die diesen Charakter umerziehen kann, bist du ...

Zitat:
Schon wenn ich die Wohnung verlassse, fühle ich mich wie auf dem Präsentierteller. Keine Ahnung, du kannst dir das wohl vielleicht nicht vorstellen.

Doch, ich kann es mir sogar sehr gut vorstellen, weil ich das früher genauso hatte. Ich hatte immer das Gefühl, dass ALLE mich angucken, sobald ich irgendwo aufkreuze, und das war mir extrem unangenehm, weil ich eigentlich - so dachte ich jedenfalls - völlig unauffällig sein wollte.

Das hat sich u.a. durch die Erkenntnisse aufgelöst, dass nicht nur die anderen mich, sondern genauso gut ich die anderen angucken, studieren und bewerten kann, wenn ich das will. Dass ich also den Standpunkt einfach umdrehen kann. Das hat die Sache enorm erleichtert. Inzwischen kann ich problemlos durch volle Lokale, volle Säle, volle Stuhlreihen und über Bühnen gehen, ohne das Gefühl zu haben, gleich tot umfallen zu müssen.
Geht es dir so ähnlich?

Zitat:
gerade mache ih mir so viele Gedanken um den ganzen Mist, weil ich schn 21 Jahre alt bin und noch nichts erreicht habe. Ich stell mir vor, as in 5 jahren ist und ehrlichgesagt mag ich daran gar nich denken.

Deswegen beschäftige ich mich mit dir, weil mir der Gedanke auch nicht gefällt.

Zitat:
Ich werd noch immer hier sitzen und darüber nachdenken.

Pass auf, dass das keine selffulfilling prophecy wird, wenn du das immer so behauptest. Sag wenigstens lieber: Ich fürchte, ich könnte dann noch immer so hier sitzen und darüber nachdenken. Das meine ich ernst. Das Unterbewusstsein nimmt Behauptungen wörtlich und realisiert sie.

Zitat:
Was ich mit meinem Kind machen würde, dass so ne Angst hat?

Nein. Was du mit einem Kind machen würdest, das so eine Angst hat.
Stell dir vor, du bist Erzieherin in einem Internat, und eines der Kinder verhält sich so altersuntypisch ängstlich.
Was würdest du tun? Wie würdest du vorgehen?
(Sag jetzt bitte nicht, du würdest mit dem Kind zum Arzt gehen, damit er dem Kind eine soziale Phobie bescheinigt. Und selbst falls das das einzige wäre, das dir einfallen würde: Und was dann?)
Würdest du das Kind einfach so belassen, die Augen zumachen und darauf warten, dass das Kind mit dem Abi endlich wieder verschwindet?

---------

Aber mal eine Verständnisfrage: Was sagen denn deine Eltern dazu, dass du nichts machst? Sind sie noch immer so lieb und verständnisvoll?

Zitat:
Nun ist es zu spät um irgendwas rückgängig zu machen.

?? Und wieder so eine Behauptung, die du deinem Unterbewusstsein einbläust.

Falls das so stimmen würde, könnte ja z.B. keine Psychotherapie irgendeinen Nutzen haben? Oder eine Selbst-Erziehung? Was meinst du, wofür es die Hunderte oder Tausende Selbsterfahrungs-/Selbstveränderungsbücher auf dem Markt gibt, wenn es überhaupt nicht möglich wäre, irgendetwas an seinem Charakter/Verhalten zu verändern? Und das erst recht, wenn man erst 21 Jahre alt ist ..?

Bist du sicher, dass du weißt, dass man auch 5x so alt werden kann wie du jetzt bist?
Andererseits benimmst du dich aber im konkreten Leben offenbar, als seist du erst 10 ...
Mein Vorschlag: Spiel mal ein wenig mit deinem Alter, mit der Zahl 21. Was fällt dir alles spontan dazu ein? Mach doch mal so eine Übung. Leg dich z.B. aufs Bett, guck in die Luft und lass einfach deine Gedanken und Assoziationen kommen. Einfach alles, was du jemals irgendwo irgendwie dazu gehört oder gedacht hast - und zwar völlig unzensiert, egal, wie irre dir etwas davon erscheinen mag. Irgendwas ist da vielleicht unbewusst festgetackert ...

Gruß,
GastB

06.07.2008 20:01 • #22



Hoffnung aufgegeben

x 3


@silence

Zitat:
JA ich denke schon, dass es überwiegend an der Erziehung liegt. Jedenfalls bei mir.


ich habe jetzt lange über deine worte nachgedacht. ja, vielleicht ist das alles wirklich das resultat deiner erziehung. ganz von der hand zu weisen, ist es nicht... vielleicht ist da aber auch noch mehr. das hingegen musst du selber erkunden.

was du an behütung vielleicht zuviel gekriegt hast, habe ich an liebe zu wenig bis gar nicht gekriegt. das resultat ist dem deinigen sehr ähnlich. also, was sind wir - opfer der umstände?!

ich war über diese umstände, wütend, traurig, voller hass und selbstzerfleischung. traurige tatsache ist, es ist für unser kommendes leben nicht mehr relevant, woher wir unsere probleme gekriegt haben - wir haben sie und da müssen wir wohl ansetzen!

wir können uns ein leben lang in dieser opferrolle sehen oder aber dafür kämpfen, dass wir unsere probleme in den griff kriegen. man muss dazu vielleicht bemerken, dass es immer noch kinder gibt, die viel schlimmeres durchmachen mussten und sich auch hier in der gegenwart zurecht finden müssen. es ist nie einfach, es ist immer mit schmerz und sehr viel selbstüberwindung verbunden. aber aus der hülle des opfers zu kriechen, und nicht mehr nur zu reagieren sondern wirklich zu agieren, lohnt sich!

diese entscheidung muss jedoch jeder an einem gewissen punkt für sich selber treffen.

einen lieben gruss

leaina

06.07.2008 21:09 • #23


GastB
Zitat:
Nach dem, was ich hier alles von dir bisher gelesen habe, halte ich dich für sehr stark.
Auch und gerade, dass du so konsequent alles vermeidest, was dir Angst macht, sogar bis zum Aufgeben (mit 21 Jahren!), kommt nach meinem Gefühl davon, dass du alles mit großer Stärke machst. Eben auch das Sich-Zurückhalten.



Interessanter Gedanke, Kamerad GastB!
Wer seine Wohnung nicht mehr oder kaum noch verläßt, der ist sehr mutig, ein tapferer Soldat!
Angsthasen und Feiglinge stellen sich den Wecker und rennen früh morgens auf Arbeit, weil sie sonst einen braunen Klecks in der Hose hätten: sie haben Angst vor den Konsequenzen, die ein konsequentes Zuhausebleiben nach sich ziehen würde oder könnte! Armut, HarzIV, Isolation, Schulden, Depressionen, Einsamkeit, Streit mit der Verwandtschaft, und weiß der Geier was noch!

Wer hat Angst und wer hat Mut, ist hier die Frage.


Solitärbaum

06.07.2008 21:15 • #24


Zitat von Solitärbaum:
Wer hat Angst und wer hat Mut, ist hier die Frage.

Hallo Alleinbaum

ich sprach nicht von Mut, sondern von Stärke!

Dass Silence wenig Mut aufbringt, ist ja offensichtlich.

Aber Angst und Stärke schließen einander nicht aus, meine ich.
Man lese auch noch einmal ihr erstes Posting:
Zitat:
Meine Angst begleitet mich zwar immer aber hin und wieder scheint auch mein wirkliches Ich durch... Ich bin oft auch zickig, beherrschend und rechthaberisch. Diese Energie besitze ich auch.
...
aber manchmal ist sie mir egal und ich tue, was ich will... Oft wirke ich als sehr lebensfroher Mensch und sehr selbstbeusst. Oft habe ich schon gehört Du bist auf keinen Fall schüchtern...
...
Ich nehme Sitationen oft die Fäden in die hand, um sie zu kontrollieren, was mich in den Mittelpunkt stellt, was ich wiederrum gar nicht möchte!

Das spricht für sich, oder? Wer schwach ist, könnte die Fäden gar nicht in die Hand nehmen und eine Situation kontrollieren.

06.07.2008 21:26 • #25


GastB, mir ist schon klar, was Du geschrieben und gemeint hast.
Ich hätte nicht meinen Einfall, den ich beim Lesen der Passage hatte, irgendwie Dir anhängen sollen.

Du bist recht flott mit passenden Zitaten von Forumsteilnehmern. Das erstaunt mich ein wenig und ich habe den Verdacht, Du legst Dir ne Art Zettelkasten an (Dokument gespeichert), erstellst event. ein Profil von ausgesuchten Teilnehmern.
Kann es sein, daß es sich bei GastB um einen Dipl.Psych./Psychotherapeut handelt? Um Moderator namens bernd? GastBernd.

Finde ich gut, daß Du hier fachmännische Hilfe leistest, kostenlos!


Solitärbaum

06.07.2008 22:02 • #26


So langsam kommt hier Leben ein, was? Naja, wenigstens ene Sache, die ich Leben nennen kann im Beug auf mich

Also für mich ist es eine soziale Phobie, da ich mich nun auch schon viel damit auseinandergesetzt habe (viel gelesen usw). Und jaaa, natürlich kling es besser zu sagen Ich habe eine soziale Phobie. Aber wieso sollte ich es nicht so nennen? Wenn ich es doch besser find als zu sagen Krankheit ? Du selbst versuchst mir hier beizubringen mein Unterbewusstsein zu bescheissen. Wenns mir damit besser geht... Andererseits kann ich es ja für mich nennen wie ich will, anderen werd nichs eh nich sagen Und abgesehen davon ist mir der name auch egal. Die Tatsachen sind die gleichen. Es ändert nichts dran.
Anders wiedrrum muss ich sagen... wenn du doch davon predigst, dass ich meinem Unterbewusstsein andere Dinge eintrichtern soll, würde das gar nicht funktionieren, weil ich selber weiss, dass ich mich belüge. Oder nicht? Also würde das far nicht klappen. Im Hinteropf hätte ich sowieso was anderes.
Aber ich muss sagen, du hast recht in der Perfektionusmus-Sache. Weiss jetzt nicht ob das etwas ist, was ausser dieser Phobie noch da ist oder ob es nur das ist.

Volle Säle (schreibt man das dann nicht eigentlich it doppel-ä? ), volle Lokale, über Bühnen.... Wenn ich diese bezwengen muss fühle ich mich genau, wie du beschrieben hast. Dazu kommt ja noch, dass ich da ja nich nur vorbeilaufe sondern mich da evtl mit Freunden hinsetz und dann da zu sitzen, nur darauf zu warten bis irgendwas unangenehmes passiert ist absolutes Gift für meine Nerven. ANdererseits bin ich dem auch schon trainiert. Es hört sich wirklich alles total bekloppt an und widersprüchig wenn ich das manchmal so schreibe, weil ich einerseits damit umgehen kann, andereseits aber nicht. Kein Wunder, dass man dann glaubt, ich hätte keine soziale Phobie. Versteh ich schon, ich verstehs ja selbst ncht wirklich.

Zu deinem Kinder-Beispiel... Ich musste echt lachen, als ich das gelsen hab:D Nein, ich würde ihm sicher nicht den Stempel soziale Phobie aufdrücken. Aber ich würd erst das Kind beobachten. Unauffällig darauf achten, wie es sich in manchen Situationen verhält. Ich weiss, das ist genau das was das Kind nicht wollen würde (wenn es denn unter diese Phobie leiden würde) aber das müsste ja sein... Und genau das ist ja auch der Grund wieso ich das niemandem erzähle. Wie gesagt, würde ich dann nur noch mehr im Mittelpunkt stehen. Wie auch immer...
Ich würd auf das Kind eingehen, keine Ahnung. Es in irgendeiner Weise versuchen zu stärken..... Kann ich so genau grad nicht sagen.

Also, meine Eltern sind noch immer lieb und verständnisvoll. Sie möchten mich auch zu nichts zwingen. Aber dass ich zu Hause sitze und nichts habe stört sie natürlich schon. Aber was sollen sie machn. Mehr als mir einzutrichtern, das sich was haben muss, können sie nicht. By the way schützen mih meine Eltern heute noch immer vor irgendwelchen Situationen. Sie sagenmir noch heute, dass ich nicht die tür aufmachen soll wenn ich nicht weiss, wer da ist. Ich soll Abends icht alleindurch die Gegend laufen. Sollmich melden, wenn ich mal nich nach Hause komme usw.. Bla bla bla..

natürlich würden evtl irgendwelche Therapien helfen, Klar. Aber das wären ja auch professionelle Leute mit denen man sich auseinandersetzen müsste.

Ich rede von meinen 21 Jahren so, weil ich weiss, dass die zeit schnell vorbeigeht. Ich weiss ja wie sie bis jetzt schon vorbeigegangen ist. Also wird sie in Zukunft auch schnell gehen.
Ok, das mit der Übung werd ich wohl mal probieren müssen. Aber danke, du hast mich zum schmunzeln gebracht


Ach so, meine Tastatur gibt den Geist auf. Es könnte also sein, dass nicht alle Buchstaben aufgeführt sind. Alles nun zu korrigieren wär mir zu viel. Aber ich überfliege es mal kurz.
Oh mein Gott. Etwas weniger Perfektionismus meinerseits. GastB, ich denke du hast mich gerettet

Ob das nun sarakatisch war kannst du dir aussuchen

06.07.2008 22:06 • #27


Zitat von Solitärbaum:
Du bist recht flott mit passenden Zitaten von Forumsteilnehmern. Das erstaunt mich ein wenig und ich habe den Verdacht, Du legst Dir ne Art Zettelkasten an (Dokument gespeichert), erstellst event. ein Profil von ausgesuchten Teilnehmern.

Da überschätzst du mich völlig, lieber Solitär, dafür wäre ich viel zu faul..
Ich schreibe doch sowieso nur ganz wenigen Usern, und zwar genau denen, deren Postings mich irgendwie besonders beeindruckt haben. Was einen beeindruckt, das behält man ja meist leicht.

Zitat:
Kann es sein, daß es sich bei GastB um einen Dipl.Psych./Psychotherapeut handelt? Um Moderator namens bernd? GastBernd.

Leider weder das eine noch das andere. Aber Lebenserfahrung ist auch keine schlechte Schule!

Gruß,
GastB

06.07.2008 22:08 • #28


@Leaina

Nur weil es Menschen gibt, denen es evtl schlechter geht, gehts mir ja nicht besser. Abgesehen davon empfinde jeder alles anders. Man kann da gar keinen Vergleich aufstellen....

06.07.2008 22:08 • #29


@GastB

WAs mir da einfällt:
Wenn ich in Situationen die Fäden in die Hand nehme um sie zu kotrollieren, sagst du, es zeigt, das sich stark bin. Aber man siehe doch den g´Grund, wieso ich das tue, weil ich versuche Situationen zu verhindern, die mir unangenehm sein könnten. Deswegen sehe ich es im großen und Ganzen doch eher als Schwäche anstatt als Stärke, da ich Situationen entkommen will.

06.07.2008 22:19 • #30


Zitat:
Ich schreibe doch sowieso nur ganz wenigen Usern, und zwar genau denen, deren Postings mich irgendwie besonders beeindruckt haben. Was einen beeindruckt, das behält man ja meist leicht.


Ja, und man müßte die entsprechenden Stellen erst wieder suchen.
Und Du hast so rasch bei der Hand, die Aussagen, auf die Du eingegangen bist oder bezug genommen hast. Dass Du Dich auf wenige Usern konzentrierst, ist mir nicht entgangen.
Hoffentlich ist jetzt Moderator bernd nicht beleidigt.

Solitärbaum

06.07.2008 22:37 • #31


Zitat von ~Silence~:
So langsam kommt hier Leben ein, was? Naja, wenigstens ene Sache, die ich Leben nennen kann im Beug auf mich

Schön! Das Leben kommt offenbar so langsam in dich rein.

Zitat:
Du selbst versuchst mir hier beizubringen mein Unterbewusstsein zu bescheissen.

Wie bitte? Was führt dich zu der Schlussfolgerung, es ginge darum, dein Unterbewusstsein zu betrügen?

Es geht darum, dein Unterbewusstsein nicht mit negativen Aussagen zu füttern, die es womöglich ernst nehmen und umsetzen könnte. Denn WER bitte wird über deine nächsten 5 Jahre entscheiden?
Das ist doch entweder dein Bewusstsein - und das scheint ja nicht sehr mutig zu sein
oder dein Unterbewusstsein; und wenn du diesem negative Vorgaben machst, dann wird es sich danach richten.

Zitat:
Anders wiedrrum muss ich sagen... wenn du doch davon predigst, dass ich meinem Unterbewusstsein andere Dinge eintrichtern soll, würde das gar nicht funktionieren, weil ich selber weiss, dass ich mich belüge. Oder nicht? Also würde das far nicht klappen. Im Hinteropf hätte ich sowieso was anderes.

Belüge? Hallo? Bist du Pythia, die weise Seherin? Wie kannst du wahre Aussagen darüber machen, was in 5 Jahren sein wird?

Was in 5 Jahren sein wird, wird das Ergebnis einer Entwicklung sein, und diese Entwicklung wird davon abhängen, was du bewusst tust und was dein Unterbewusstsein dich tun oder unterlassen lässt.
Das kannst du gar nicht wissen, sondern lediglich entweder als Hypothese aufstellen oder planen.

Wobei - siehe oben - das Unterbewusstsein aus Hypothesen eine feste Planung und Durchführung machen kann. Daher sollte man immer aufpassen, was man für Hypothesen aufstellt. Aus Gedanken werden Taten, ob durchs Bewusstsein oder Unterbewusstsein!

Hier mal ein möglicher Denkanstoß für dich:
http://www.moses-online.com/www10/berat ... oesung.htm

Vielleicht auch noch das:
http://www.gfscom.ch/portal/gfscom/site ... enlang=DE

http://www.richardnewman-ayurveda.de/selbstanalyse.htm

-------------------------------------------------------

Zitat:
sondern mich da evtl mit Freunden hinsetz und dann da zu sitzen, nur darauf zu warten bis irgendwas unangenehmes passiert ist absolutes Gift für meine Nerven.

Hast du das denn schon mal erlebt, dass dann irgendwas Unangenehmens passiert ist?
Und falls ja: Was war es? Erzähl es doch mal bitte.

Zitat:
Zu deinem Kinder-Beispiel... Ich musste echt lachen, als ich das gelsen hab:D Nein, ich würde ihm sicher nicht den Stempel soziale Phobie aufdrücken. Aber ich würd erst das Kind beobachten. Unauffällig darauf achten, wie es sich in manchen Situationen verhält. Ich weiss, das ist genau das was das Kind nicht wollen würde (wenn es denn unter diese Phobie leiden würde) aber das müsste ja sein... Und genau das ist ja auch der Grund wieso ich das niemandem erzähle. Wie gesagt, würde ich dann nur noch mehr im Mittelpunkt stehen. Wie auch immer...
Ich würd auf das Kind eingehen, keine Ahnung. Es in irgendeiner Weise versuchen zu stärken..... Kann ich so genau grad nicht sagen.

Siehsse. Also du würdest jedenfalls anfangen, dich um das Kind zu kümmern, damit es sein Verhalten verändert und von seiner überzogenen Angst wegkommt bzw. damit es lernt, am Leben teilzunehmen. Das ist ja schon mal erfreulich.

Du bist jetzt - gesetzlich gesehen - erwachsen. Und bist daher für die Erziehung deines inneren Kindes selbst verantwortlich, Silence. Es gibt wirklich niemanden, der dir das abnehmen kann. Du kannst dir dabei helfen lassen, indem du dich offen in einen oder mehrere Dialoge einlässt - und das machst du ja offensichtlich gerade. Einen oder mehrere Lehrer/innen auch fürs allgemeine Leben zu haben bzw. sich solche Personen zu suchen, ist eine kluge Sache, wenn man sie braucht.

Du solltest dir das immer wieder genauer anschauen, was du mit diesem Kind, das in dir steckt und sich vor Angst in die Hosen macht und so oft wie irgend möglich Nein, ich mach das nicht schreit, machen kannst, damit es vorwärts geht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Inneres_Kind
http://www.zentrum-fuer-psychosynthese. ... _kind.html

Zitat:
Also, meine Eltern sind noch immer lieb und verständnisvoll. Sie möchten mich auch zu nichts zwingen. Aber dass ich zu Hause sitze und nichts habe stört sie natürlich schon. Aber was sollen sie machn. Mehr als mir einzutrichtern, das sich was haben muss, können sie nicht.

Glaubst du das oder glauben das deine Eltern auch?
Wer kauft für dich Essen und Kleidung ein? Wer kocht dein Essen? Wer wäscht deine Wäsche?

Zitat:
natürlich würden evtl irgendwelche Therapien helfen, Klar. Aber das wären ja auch professionelle Leute mit denen man sich auseinandersetzen müsste.

Müsste? Wieso müsste? Kein Mensch wird gezwungen, sich mit dem auseinanderzusetzen, was ein Therapeut sagt. Das ist eine freie - und nicht immer leichte - Entscheidung, die immer wieder neu getroffen werden muss.

Genauso muss man nicht, aber kann sich mit dem auseinandersetzen, was hier gesagt wird. Oder sonstwo im Leben.
Zitat:
Ok, das mit der Übung werd ich wohl mal probieren müssen.

Und das ist es wieder, das müssen. ?? Wieso müssen?
Willst du es? Willst du es nicht?

Zitat:
Aber danke, du hast mich zum schmunzeln gebracht

Bitte, gern geschehen.

Zitat:
Ach so, meine Tastatur gibt den Geist auf. Es könnte also sein, dass nicht alle Buchstaben aufgeführt sind. Alles nun zu korrigieren wär mir zu viel. Aber ich überfliege es mal kurz.
Oh mein Gott. Etwas weniger Perfektionismus meinerseits. GastB, ich denke du hast mich gerettet

Bitte, gern geschehen.

Dies hier erscheint mir auch als Denkanstoß geeignet:
http://www.forum-humanum.eu/mybb/showthread.php?tid=35
Zitat:
Angst ist ein Gefühl, das jeden Menschen zum Rückgriff auf bisher bewährte Lösungen zwingt. Auf die Kreativität und den Innovationsgeist wirkt die Angst wie ein zäher Ölfilm, der sich über eine sprudelnde Quelle legt. Überwinden lässt sich die Angst nur dann, wenn es gelingt, ein anderes, entgegengesetztes Gefühl zu wecken: Vertrauen.

Wir Menschen verfügen über drei Ressourcen, mit deren Hilfe wir Angst und Verunsicherung überwinden können.
Erstens – Vertrauen in eigene Fähigkeiten, eigenes Wissen, eigene Erfahrungen.
Zweitens – Vertrauen in die Fähigkeiten anderer zur Zusammenarbeit, gegenseitiger Hilfe, auch das Vertrauen in das Verständnis, das uns andere entgegenbringen gehört hier her.
Und Drittens – Vertrauen in etwas, was „die Welt im Innersten zusammenhält“, das „Orientierung bietet“ und unserem Leben und Leiden Sinn verleiht.
...

Es ist wichtig, nach den Punkten des eigenen Misstrauens zu suchen und nach Möglichkeiten, Vertrauen zu haben. Je mehr Vertrauen in 1-3 der o.g. Quellen, desto weniger Angst und desto mehr Freiheit.

Gruß,
GastB

06.07.2008 22:55 • #32


Zitat von ~Silence~:
Deswegen sehe ich es im großen und Ganzen doch eher als Schwäche anstatt als Stärke, da ich Situationen entkommen will.

Das ist nun wiederum nicht Schwäche, sondern Feigheit.

Oder auch perfektionierte Vorsicht.

06.07.2008 22:56 • #33


Ich bin viel zu festgefahren in meinen Meinungen. Ich wills ja selbst nicht.
Weiss gar nicht mehr was ich dazu schreiben soll. Wirklich....

Danke für die Links. Ich werd sie mir mal in Ruhe ansehen müssen.... Oh sorry, streich bitte das müssen

Ok, ok.. ich versteh schon, was du mit dem Unterbewusstsein meinst usw... will dich ja auch nich ärgern Ich sehe nur eben auch andere Dinge, die möglich sein KÖNNTEN und schreibe sie auf. Alles kann für mich immer möglich sein. Ich sehe dan wohl auch immer nur die schlechten Dinge. Ich bin der pessimistischste Mensch, den ich jemals kennengelernt habe (abgesehen davon, dass ich mich vielleicht gar nicht kenne)...

UND ich bin verdammt misstrauisch. Also wenn meine Eltern sagen: mach die Tür nicht auf während wir weg sind dann mach ich das auch nicht, weil ich es auch selbst nicht will. Ich würds gern wollen aber ich kann nicht. Dieser Satz ist auch allgemein bezogen, natürlich nicht nur auf der Sache mit dem Fremden Unbekannten, der vor der Tür stehen könnte -.- Was ich ehrlichgesagt auch etwa slächerich finde. Mich regts auf, dass meine Eltern so sind. Sie machen sich auch ständig Gedanken, was, wer denken könnte von ihnen.

Es ist alles richtig was du sagst und ich verstehe es auch. Aber es ist nicht leicht. Schon allein die Tatsache sich so verdammt hart mit sich selber auseinanderzusetzen ist demotivierend. ich wil meinen Kopf für andere Dinge frei haben.

06.07.2008 23:37 • #34


Zitat von ~Silence~:
ich wil meinen Kopf für andere Dinge frei haben.


Für welche denn?

(This is no sarcasm )

07.07.2008 22:03 • #35


Danke für die Info, sonst hätt ich wohl wieder nachgefragt obs Sarkasmus gewesen wäre und mir unnötig Gedanken gemacht. Hey, du hast zum wiederholten male was geschafft. Du hast nun meinen Kopf für andere Dinge freigemacht!

DAS war Sarksamus


Ok, also.... für andere Dinge frei haben = Ich will mir nicht den ganzen Tag über solch einen dämlichen Mist, wie schon seit Tagen, Wochen (so lange schon?) Gedanken machen, was, wer über mich denkt oder evtl irgendwann mal denken könnte. Das ist krank! Wieso zum Teufel interessiert mich so ein schwachsinniger Mist. Dinge, die nichteinmal auftreten oder aufgetreten sind, beschäftigen mich schon im Vonherein so massiv, dass ich wie gesagt nichts anderes im Kopf habe. ICH bin im Grunde zufrieden mit mir selbst. was es irgendwie schwieriger macht. Wenn ich wüsste, dass ich eine Versagerin wäre, dann würd ich ja mit allem recht haben und mich evtl auch zurecht drum kümmern was andere leute von mir halten. Aber so kann es mir doch sch**** egal sein.

Weisste was? meine Texte sind voller Widersprüche und beim durchlesen macht es mich selbst krank, was es überhaupt für Dinge gibt über die ich mir Gedanken mache. Ich weiss nun, wie du dich fühlst, wenn du ein paar zeilen (wenn nicht alle) meiner Texte liest. Ich könnt auch grad brechen

08.07.2008 02:23 • #36


Zitat:
Nur weil es Menschen gibt, denen es evtl schlechter geht, gehts mir ja nicht besser. Abgesehen davon empfinde jeder alles anders. Man kann da gar keinen Vergleich aufstellen....


bitte reiss meine aussage nicht aus dem kontext und verdreh sie nicht. und es ging auch nicht um vergleich sondern darum, dass andere es auch meistern müssen/können, und dass man sehr, sehr viel kann, wenn man einen schritt aus seinem status quo raus macht.

08.07.2008 09:17 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von ~Silence~:
Danke für die Info, sonst hätt ich wohl wieder nachgefragt obs Sarkasmus gewesen wäre und mir unnötig Gedanken gemacht. Hey, du hast zum wiederholten male was geschafft. Du hast nun meinen Kopf für andere Dinge freigemacht!

DAS war Sarksamus

Bist du sicher? Warum soll das Sarkasmus sein? Es ist gut, wenn man jeden noch so kleinen Schritt vorwärts wahrnimmt und würdigt. Ich finde das gut, dass du das so sehen kannst und es erwähnst und dich dafür bedankst. Das ist jetzt auch kein Sarkasmus. Das finde ich einen sehr guten Zug von dir - zwischenmenschlich gesehen, aber auch für dich selbst. Weiter so.

Zitat von ~Silence~:
Weisste was? meine Texte sind voller Widersprüche und beim durchlesen macht es mich selbst krank, was es überhaupt für Dinge gibt über die ich mir Gedanken mache. Ich weiss nun, wie du dich fühlst, wenn du ein paar zeilen (wenn nicht alle) meiner Texte liest. Ich könnt auch grad brechen



Auch das finde ich ziemlich gut!
Einen Schritt von sich selbst wegtreten und sich mal objektiv betrachten hilft m.E. sehr gut dabei, eine vernünftige Einstellung zu bekommen. Und über sich selbst dann lachen zu können ist ja geradezu schon hohe Schule, Silence!

08.07.2008 21:13 • #38


Also, nun machste dich aber echt lustig!
I don't care

08.07.2008 22:54 • #39


Zitat von ~Silence~:
Also, nun machste dich aber echt lustig!

Es war und ist mein völliger Ernst. Im Ernst.

Du solltest dich nicht darüber lustig machen.


Zitat:
I don't care

What does this mean?

08.07.2008 23:17 • #40



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