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Icefalki

Icefalki


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Zitat von DieAlex:
Ich kann anfangs auch gut damit umgehen.
Ich strahle irgendwie ein "Kommt alle zu mir" aus.
Gebe dann auch jedem das Gefühl,dass es okay ist.
Verpasse dann aber immer den Punkt,wo ich sagen müsste "Sorry,das wird mir jetzt zu viel".
Und dann werde ich ausgesaugt.



Mein Mann hat mir auch schon vorgeworfen, dass ich ein Magnet für Problemfälle bin. Ziehe das magisch an. Allerdings bin ich ja auch ein Problemfall, und was hätte ich nur dafür gegeben, wenn es damals jemanden gegeben hätte, der den ganzen Mist verstanden hätte.

16.05.2019 09:53 • x 1 #141


kritisches_Auge

kritisches_Auge


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Panikattacken kenne ich nicht, Ängste ja, aber keine Attacken und keine Übelkeit.
Auch alles was hier als anstrengend beschrieben wurde kenne ich, aber damit das Bild nicht zu einseitig wird wende ich mich einmal den schönen Seiten der Hochsensibilität zu.

Ich kenne das Gefühl der tiefen Befriedigung nach einem schönem Gespräch, oft denke ich dann noch daran und freue mich darüber, auch unbedeutende Dinge können mir viel geben, z.B. wenn eine totgeglaubte Pflanze ein neues Blatt bekommt.

Sowohl positive als auch negative Eindrücke bleiben in mir haften.
Ich erinnere mich noch daran, wie wir Praktikantinnen uns während meiner Ausbildung als Bibliothekarin-ein furchtbarer Beruf übrigens- in der Pause unterhielten, wie einige große Probleme hatten. Mich beschäftigte das so, obwohl es mich doch nichts anging, dass ich beim Einsortieren der Karteikarten lauter Fehler machte, während diejenigen die die Probleme hatten, einwandfrei funktionierten, sie waren so flexibel sich gleich umstellen zu können.

Coru, dass mich ein Streitgespräch völlig Fremder runterzieht kenne ich nicht.
Nicht jeder ist von jedem Aspekt der Hochsensibilität betroffen.

16.05.2019 09:56 • #142


Jochanan

Jochanan


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Ich glaube, dass ich Hochsensibel bin, aber durch die Angststörung wurde ich extrems sensibel. Ich bin in ständiger Alarmbereitschaft.

16.05.2019 10:10 • #143


Icefalki

Icefalki


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Zitat von Jochanan:
Ich glaube, dass ich Hochsensibel bin, aber durch die Angststörung wurde ich extrems sensibel. Ich bin in ständiger Alarmbereitschaft.


Das ist bei Angst leider so, dieses Gefühl ständiger Alarmbereitschaft.

16.05.2019 10:19 • x 1 #144


DieAlex

DieAlex


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Sehr sensibel sein hat nichts mit Hochsensibel zu tun.
Das verwechseln einige.

16.05.2019 10:21 • x 1 #145


Schmetterling23

Schmetterling23


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Also ich würde mich unter hochsensibel einstufen. Sensibel bin ich sehr, aber was ich mit hochsensibel verbinde, dass man mit all seinen Sinnen alles sehr extrem wahrnimmt. Stimmungen zwischen Menschen. Zb komme ich in einen Raum und spüre schnell die dortige Stimmung. Gerüche nehme ich extrem wahr, die andere oft noch garnicht stört oder es garnicht so bemerkt wird. Dadurch bin ich auch oft sehr schnell erschöpft und kaputt. Man sagt ja auch, dass Hochsensibilität eine Gabe ist. Klingt eigentlich toll, nur fühle ich mich damit auch oft alleine. Da andere vieles ja nicht so intensiv wahrnehmen.
Früher als Kind fühlte ich mich immer 'anders' gefühlt, dieses anders sein hat mich lange begleitet. Inzwischen hat das Kind einen Namen 'Hochsensibilität'!
Generell kann ich damit gut leben. Nur beruflich finde ich noch nicht das, was mir gut tut oder sehe vor lauter alten Verletzungen meinen Weg nicht mehr. (Mobbing, Depression, Ängste. Erneutes Mobbing, Panikattacken, Depression, Ängste. = Kindheit bis heute)

16.05.2019 10:56 • x 2 #146


Coru

Coru


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@DieAlex bei mir ist das genau so. Wenn ich mit 20 anderen an der Bahn stehe kommt zielsicher der eine der über sein Leben reden möchte immer zu mir. Ich mag das nicht so. Wie merken die das?

16.05.2019 13:22 • #147


DieAlex

DieAlex


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Zitat von Coru:
@DieAlex bei mir ist das genau so. Wenn ich mit 20 anderen an der Bahn stehe kommt zielsicher der eine der über sein Leben reden möchte immer zu mir. Ich mag das nicht so. Wie merken die das?

Das frage ich mich auch immer wieder.
Wir strahlen anscheinend irgendwas aus.

16.05.2019 13:24 • #148


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von Coru:
@DieAlex bei mir ist das genau so. Wenn ich mit 20 anderen an der Bahn stehe kommt zielsicher der eine der über sein Leben reden möchte immer zu mir. Ich mag das nicht so. Wie merken die das?

Ich kann dir sagen, wie man das verhindern kann. Z.B. angestrengt aus dem Fenster schauen, so tun als ob man schläft, die Nase in ein Buch stecken, aufs Handy schauen, also auf keinen Fall Blickkontakt herstellen. So wird man meistens gar nicht erst angesprochen. Wenn man doch angesprochen wird, dann unfreundlich ein Morgen oder Tach knurren und wenn dann doch noch weitergeredet wird nur einsilbig drauf eingehen und sich immer wieder abwenden (Fenster, Buch, Handy). Bei mir klappt das immer gut.
Sehe gerade, dass du AN der Bahn stehen geschrieben hast. Da kann man sicht leicht woanders hinstellen.

16.05.2019 13:38 • x 1 #149


kritisches_Auge

kritisches_Auge


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ich werde nicht angesprochen, auch auf kurzen Fahrten habe ich immer ein Buch oder meine Psychologie heute vor meiner Nase.

Als wie positiv oder wie negativ die HS empfunden wird hängt auch sehr vom Umfeld ab, ganztägig Berufstätige die womöglich auch noch in einem Großraumbüro arbeiten, haben es sicher oft nicht leicht.
Mein eigenes Umfeld war sehr schonend, die Nachhilfeschüler verursachen keinen Stress, höchstens Ärger, Kinder können zwar sehr anstrengend sein, aber es gibt niemanden der einen ständig kontrolliert oder gegen einen intrigiert.

Wichtig fände ich, dass ein junger Mensch sich informiert und einen Beruf mit einem Umfeld auswählt in dem seine sämtlichen Vorzüge, die Genauigkeit, die Gewissenhaftigkeit, die gute Beobachtungsgabe, zur Geltung kommen können.

16.05.2019 14:46 • x 1 #150


DieAlex

DieAlex


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Zitat von kritisches_Auge:
Als wie positiv oder wie negativ die HS empfunden wird hängt auch sehr vom Umfeld ab, ganztägig Berufstätige die womöglich auch noch in einem Großraumbüro arbeiten, haben es sicher oft nicht leicht.

16.05.2019 14:48 • #151


Jochanan

Jochanan


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Wie läuft es bei euch mit dem abgrenzen und abends abschalten können?
Habt ihr tipps?

16.05.2019 17:18 • #152


Icefalki

Icefalki


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Zitat von Jochanan:
Wie läuft es bei euch mit dem abgrenzen und abends abschalten können?
Habt ihr tipps?


Ich denke, dass es sehr viel damit zu tun hat, dass man seine Empfindlich - Befindlichkeiten, seine Probleme und Nöte wirklich mal akzeptieren kann.

Nützt doch alles nichts, ständig zu meinen, sich mit gesunden Menschen vergleichen zu wollen. Es ist doch die reine Wahrheit, dass wir irgendein Defizit haben, und uns damit arrangieren müssen.

Lernen, damit umzugehen, und auf uns zu achten. Natürlich ist es der Wunsch jedes Menschen, gesund und zufrieden leben zu dürfen. Aber das funktioniert nie. Es gibt immer irgendwas, das nicht so klappt, wie man es gerne hätte.

Und es gibt die guten und die schlechten Tage.

16.05.2019 18:01 • x 3 #153


Entwickler

Entwickler


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Zitat von DieAlex:
Bin auch ne Hochsensible und würde gerne darauf verzichten,weil es sehr viel Energie kostet.
Was mir auch aufgefallen ist,dass ich die Menschen anziehe.
Vorallem in der Klinik.
Jeder kommt mit seinen Problemen zu mir.
Ist das bei euch auch so?

Nein, bei mir ist das Gegenteil der Fall. Ich stoße Menschen sofort ab, auch wenn die mich noch gar nicht kennen. Am Aussehen kann es auch nicht liegen. Eher an der Ausstrahlung.

17.05.2019 09:00 • #154


kritisches_Auge

kritisches_Auge


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Das dachte ich schon manchmal bei mir , vielleicht wirke ich arrogant .

17.05.2019 12:20 • #155


Icefalki

Icefalki


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Zitat von kritisches_Auge:
Das dachte ich schon manchmal bei mir , vielleicht wirke ich arrogant .


Ich denke eher, dass du mehr in Richtung unnahbar wirken könntest.

Als es mir früher so schlecht gegangen ist, hat auch mal eine Nachbarin gesagt, dass sie dachte, ich wäre arrogant. Dabei war ich nur so mit mir selbst beschäftigt, dass ich mein Umfeld nimmer richtig wahrgenommen habe. War aber schön, dass wir dann darüber gesprochen haben.

17.05.2019 12:26 • x 1 #156


kritisches_Auge

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Ja, ich bin immer in Gedanken versunken und gerade denke ich darüber nach warum ich den Satz " Ich habe keine Zeit" als so negativ im privatem Bereich empfinde, bei Handwerkern ist er ok.

17.05.2019 14:10 • #157


kritisches_Auge

kritisches_Auge


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Wenn ich sehr intensiv geputzt habe, was sehr selten vorkommt, ist es mir so wenn ich fertig bin als hätte ich noch Nachblder von der Aktion im Auge, besser kann ich es nicht beschreiben.

Kennt das jemand?

17.05.2019 23:04 • #158


Schlaflose

Schlaflose


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Mir geht es mit Gesprächen so. Ich habe sie noch längere Zeit im Kopf und sie laufen immer wieder ab. Bei Aktionen habe ich immer Vor-Bilder. Immer, wenn ich etwas vorhabe zu tun, gehe ich das in Gedanken vorher x-mal durch und sehe die Aktionen vor mir ablaufen.

18.05.2019 06:02 • x 1 #159


kritisches_Auge

kritisches_Auge


4242
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So geht es mir auch, aber ganz genauso.

18.05.2019 08:24 • #160




Dr. Reinhard Pichler

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