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S

Ablehnung & Offenheit der Freunde, soziale Medien

Hallo zusammen,
ich bin seit ein paar Minuten neu bei euch registriert und bin mal so frei, das hier (auch) als Kummerkasten zu benutzen.
Für einige/viele mag das Problem sicher belanglos sein, aber mich belastet es heute doch mehr als ich dachte.

Allgemein geht es um das Thema Offenheit/Ehrlichkeit unter Freunden. Und wahrscheinlich auch, wie man mit sozialen Medien umgeht.

Ich war vorhin mit einem Freund bei Skype verabredet. Wir kennen uns schon seit einiger Zeit, ursprünglich im Semester kennen gelernt, aber auch außerhalb vom Studium haben wir Kontakt gehalten. Also durchaus ein Mensch dem ich vertraue und mit dem ich über Ehrlichkeit gesprochen habe und Wert darauf lege.
Wir haben uns also vorhin online getroffen, 3-4 Stunden gesprochen. Das Gespräch hatte leider ein paar Hänger, was natürlich auch an mir liegt. Bei mir passiert momentan nicht viel und allgemein bin ich wahrscheinlich kein sehr aktiver Gesprächspartner.

Um das abzukürzen, während unseres Gesprächs kam ein anderer Anruf rein und er musste dann auch sehr bald "ins Bett". Ich konnte noch nicht schlafen und sehe jetzt am Laptop, dass er weiterhin online ist und die andere Person (es gibt nur wenige, die um diese Zeit in Frage kommen) auch regelmäßig online ist.
Das ganze belastet mich jetzt leider. Ich hätte es ehrlicher & besser gefunden, wenn er einfach gesagt hätte - hey pass auf, xyz hat sich gemeldet, ich möchte unser Gespräch jetzt beenden.

Bei mir entsteht jetzt das Bedürfnis, das Thema beim nächsten Gespräch anzusprechen. Aber leider können dadurch auch viele Missverständnisse entstehen. Es ist nunmal nichts "bewiesen", ich sehe nur einen Status und ziehe (unbewusst) meine Schlüsse.

Habt ihr dazu eine Idee, wie man damit am besten umgeht? Ansprechen? Ignorieren? Alles nur Einbildung?
Schickt auch gerne Links rein falls das schon diskutiert wurde! Ich musste mir das einfach mal runter schreiben und wüsste auch nicht wie man ähnliche Themen findet.

Danke & Grüße

x 1 #41


L
Kann dich verstehen, das man das nicht gern bemerkt das man wohl abgewimmelt wurde.
Es kann aber auch sein das er einfach nur noch dort kurz hängen geblieben ist.
Es gibt so viele Möglichkeiten die man sich jetzt zusammen denken könnte.
Das sagt doch jeder mal. Ich finde das auch nicht ganz so schlimm.
Zu jeder Zeit immer und überall zu sagen was man wirklich denkt usw. ist fast nicht machbar.
Dein Date sagte er wolle ins Bett, ist aber doch noch hängen geblieben. Hatten wir alle schon, ohne bösen Willen !
Versuche nicht so hohe Erwartungen zu haben.
Und denke dir nicht was passiert ist, warum wurde das Gespräch beendet usw. da kannst du nur bei verlieren, weil es in deinen Gedanken passiert und wahrscheinlich nicht der Wahrheit entspricht.
Grübel nicht.....wenn es so wichtig ist frag einfach, aber ohne Vorwürfe natürlich. Wenn er merkt das du hinter ihm her schnüffelst, wäre auch nicht gut.

#42


A


Angst vor negativer Bewertung

x 3


fourofour
Zitat von sce:
Um das abzukürzen, während unseres Gesprächs kam ein anderer Anruf rein und er musste dann auch sehr bald "ins Bett". Ich konnte noch nicht schlafen und sehe jetzt am Laptop, dass er weiterhin online ist und die andere Person (es gibt nur wenige, die um diese Zeit in Frage kommen) auch regelmäßig online ist.

Junge mach dir keinen Kopp.

Ja, er hätte das mit dir besser kommunizieren können.
Kann sein das er wirklich vor hatte zeitnah schlafen zu gehen und noch vorher ein kurzes Gespräch mit dem anderen Kumpel führen wollte.
Vllt. hatte der Kumpel Sorgen, vielleicht war es eine Frau und da wollte er länger sprechen.
Vllt, hat er das Smartphne angelassen und war deswegen die ganze Nacht als "online".
Für mehr Spekulationen gehe bitte auf Kristallkugel dot com.

Wenn das etliche mal vorkommen sollte und es dich stört, würde ich mal vorstichtig nachfragen.

#43


N
In das Verhalten eines anderen negative Dinge zu interpretieren, die gar nicht bewiesen sind, hat meist mit dem eigenen Selbstwert und Selbstbild zu tun. Wenn man ständig nur denkt, dass man z.B. die Aufmerksamkeit des anderen nicht wert ist, sucht man unterbewusst nach Beweisen dafür und interpretiert aus den eigenen negativen Gedanken. Wodurch wiederum eine Unterstellung an den anderen entsteht, von der man gar nicht weiß, ob sie stimmt. Aber man möchte, dass es stimmt. Sowas nennt man selbsterfüllende Prophezeiung. Die negativen Glaubenssätze beeinflussen das.
Und da die Psyche nur Sicherheit in dem findet, was sie kennt, stellt sie auch selbst solche Situationen her - ohne, dass die Situation wirklich so ist.

x 4 #44


D
Vom Prinzip her kann ich deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Ich werde auch nicht gerne abgewimmelt (sofern es überhaupt ein abwimmeln war). Allerdings sehe ich in deinem Fall, dass ihr 3-4 Stunden gesprochen habt. Das ist doch wirklich viel, und dann muss auch mal sozusagen "gut sein".

Ahh, und noch willkommen im Forum.

#45


BellaM85
Ich kann sowas leider nicht verstehen! Er hat doch vorher mit dir gesprochen! Ihr seid Freunde und er kann doch machen was er will! Es kann doch sein das er noch nen Anruf bekam etc. Versteh das Problem jetzt nicht. Weil nur weil er äußerte er geht schlafen kann es trotzdem sein das Dinge dazwischen kommen!
Ich denke hatte jeder schon von uns!
Ich würde die Sache nicht so hoch puschen!


Lg Smile

x 1 #46


E
Hat 'ne scene gemacht. Wink

x 1 #47


fourofour
Ne, der Kummerkasten war voll und da ist er gegangen. Und bei einem Kummerkasten muss man sich ja nicht bedanken.^^

#48


L

Mittel gegen destruktives Denken bei Ablehnung

Hallo liebe Leser und Mitglieder hier im Forum

Wie ihr am Titel erkennen könnt, machen mir Ängste das Leben schwer. das ist erstmal nur grob gesagt, ich werde im weiteren noch einmal konkret auf meine Probleme eingehen.

Zu mir: Ich bin 17 Jahre alt, lebe in einem kleinen Ort und mache gerade eine Ausbildung. Außerdem habe ich eine Freundin, mit der es zwar ab und zu Streitereien gibt, aber mit der ich trotzdem sehr glücklich bin.

Ich kann meine Angststörung nicht wirklich sehr gut schildern, deshalb erzähle ich einfach eine Geschichte, welche vielleicht Aufklärung leistet.

Ich war bis zu meinem 13. Lebensjahr ein sehr begeisterter und humorvoller Junge, der immer gute Laune hatte und nie wirklich alles hinterfragt hat. In der fünften Klasse wurde ich sehr schlecht in der Schule, weshalb mich meine Lehrer im Fadenkreuz hatten, und meine Eltern mir keinen Zuspruch mehr gaben. Was das in mit auslöste? Ich verlor sowohl die Motivation für Schule und Hausaufgaben, als auch meinen Selbstwert und mein Selbstbewusstsein. Das mag für dich als Leser etwas widersprüchlich klingen, ist aber so gewesen. In meinem Freundeskreis war ich immer der, den man ab und zu mal ein wenig provozieren konnte und über den man auch mal lachen konnte. Ich möchte hier nicht von Mobbing sprechen, aber es gab schon Momente in denen ich von Freunden sehr respektlos behandelt wurde.

An meinem 14. Geburtstag traf ich dann auf neue Leute, welche ich auf Anhieb mochte. Sie waren alle schon 16, 17 Jahre alt und gaben mir sehr schnell das Gefühl, dazu zu gehören. Bereits an dem ersten Tag, als ich sie kannte, wurde mit angeboten, mit ihnen Canna. zu konsumieren. Weil ich mich bei ihnen beweisen wollte, kaufte ich mein erstes Päckchen Gras und bunkerte es bei mir Zuhause. Das tat ich natürlich, weil ich zu einem Freundeskreis gehören wollte und nach Anerkennung strebte, die ich in der Schule und Zuhause einfach nicht bekam. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, aber später ist man wie bekanntlich immer schlauer.

Am nächsten Tag rauchte ich dann das erste mal mit den Jungs, und es war etwas Neues. Ich fühlte mich angenommen durch das Lob und den Zuspruch, den ich für meinen Dro. erhalten habe. Ich konsumierte mehrere Wochen mit den Jungs zusammen, bis dann plötzlich etwas anders geschah.

Ich bekam mitten im Rausch sehr wildes Herzrasen, habe schwer Luft bekommen und war in Gedankenschleifen verstrickt, die extrem unangenehm waren. Ich schämte mich, es meinen Jungs zu sagen und fuhr einfach nach Hause. Zuhause wurde es dann etwas ruhiger und ich schlief ein.

Am nächsten Morgen wachte ich auf, und machte Erfahrung mit einer starken Desrealisation (diese Bezeichnung kannte ich damals nicht, aber das googlen der Symptome hat mich schnell belehrt.). Ich fühlte mich wie in einem Traum, und das war zutiefst unangenehm. Zusätzlich tauchten in meinem Kopf ständig kritisierende Fragen auf:

-Bin ich gut genug?
-Wollen die Jungs mich hintergehen, machen sie sich über mich lustig?
-Sehe ich nicht extrem schlecht aus?

-Werde ich jemals aus dieser Desrealisation hinauskommen?
-Bin ich normal?

Diese Fragen dominierten seit daher meinen Kopf, und ich werde einige von Ihnen immer noch nicht wirklich los.


Die Jahre darauf lief es anders. Mit 16 machte ich meinen Realschulabschluss, treibte Sport und die Desrealisation verschwand einfach. Auch Dro. habe ich seitdem nicht mehr angefasst.

Zusammen mit meiner Freundin kamen die ersten Gefühle emotionaler Abhängigkeit in mir auf, ich spürte große Verlustangst und erlitt massive Panikattacken bei dem Gedanken, verlassen zu werden. Ich denke jeden Tag sehr destruktiv. Manchmal kommt es vor, dass ich bereits morgens so eine Traurigkeit empfinde, dass der ganze Tag zerstört ist. Der Nebel in meinem Kopf sorgt die letzten Wochen dafür, dass ich auf der Arbeit keine Leistung bringen kann, ständig alles vergesse und kaum einen positiven Gedanken fassen kann.

Meine Frage: Kennt jemand das? Hat jemand Erfahrungen mit so etwas und gibt es ein Mittel gegen overthinking?


Danke und schöne Grüße

#49


L
Hey Lukas, ich kenne das auch mit dem destruktiven Denken und denke persönliche dass das eine große Aufgabe ist, es ins produktives Denken zu verändern.
Mein Weg ist es, neben der Therapie, den Weg der Meditation und Achtsamkeit zu gehen. Also ich werde sozusagen zum Beobachter meiner Gedanken, ich nehme sie wahr, aber ich identifiziere mich nicht zwingend damit. Gedanken sind wie das Wetter, sie kommen und gehen, der Trick ist sie als das zu erkennen und mehr ins fühlen zu kommen.

Ansonsten vielleicht mal zuhause bleiben und ausruhen wenn du auf der Arbeit wenig Leistung bringen kannst ?

x 2 #50


L
Zitat von Laraow:
Hey Lukas, ich kenne das auch mit dem destruktiven Denken und denke persönliche dass das eine große Aufgabe ist, es ins produktives Denken zu verändern.Mein Weg ist es, neben der Therapie, den Weg der Meditation und Achtsamkeit zu gehen. Also ich werde sozusagen zum Beobachter meiner Gedanken, ich nehme sie wahr, aber ich identifiziere mich nicht zwingend damit. Gedanken sind wie das Wetter, sie kommen und gehen, der Trick ist sie als das zu erkennen und mehr ins fühlen zu kommen.Ansonsten vielleicht mal zuhause bleiben und ausruhen wenn du auf der Arbeit wenig Leistung bringen kannst ?



Danke erstmal für deinen Rat, ich habe mir deine Punkte gemerkt und werde einmal versuchen, vor allem meine Gedanken zu beobachten, ohne sie nicht zu bewerten.


Das kann ich gerade jetzt sehr gut trainieren, denn meine Freundin liegt im Krankenhaus, ihr wird morgen Nervenwasser entzogen und die Ärzte müssen ihr Gehirn mittels EEG und EKG sowie MRT durchsuchen... ich mache mir gerade riesengroße Sorgen deswegen.

#51


L
Das verstehe ich gut, dass du dir Sorgen machst..
Welche Gedanken kommen dir in den Kopf ?

#52


L
Zitat von Laraow:
Das verstehe ich gut, dass du dir Sorgen machst..Welche Gedanken kommen dir in den Kopf ?


Ich sorge mich darum, sie könne einen Tumor haben oder eine sonstige ernsthafte Erkrankung des Gehirns...

Oder das bei der nervenwasserentnahme morgen etwas schiefgeht und sie eine Lägmung bekommt o.ä.

#53


L
Okay das wären dann die worst Case Gedanken.
Hast du dir auch schon Gedanken gemacht wie es im besten Fall laufen würde ?

#54


L
Zitat von Laraow:
Okay das wären dann die worst Case Gedanken.Hast du dir auch schon Gedanken gemacht wie es im besten Fall laufen würde ?



Jaa, aber meine Gedanken konzentrieren sich vorwiegend auf die negativen Gedanken. Ich habe gerade etwas meditiert und mich beruhigen können, aber trotzdem habe ich irgendwo noch Angst

#55


L
Das ist ja auch ok und normal.
Lass die Angst da sein, biete ihr eine Tasse Tee an. Sie will dir nichts tun, nur gesehen werden.

Ich wünsche euch alles Gute !

#56


A


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Dr. Reinhard Pichler
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