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Zitat von charmest:Aus Sicht der Angehörigen versteh ich das. Aber der Mensch selbst der kurz vorm Sterben steht, da versteh ich das nicht.
Logisch betrachtet muss man adäquat handeln. Winseln, jammern und weinen dass man ja nicht erschossen werden will, verstehe ich nicht so ganz.
Weiß "der Mensch, der kurz vor dem Sterben steht" denn stets, dass er kurz vor dem Sterben steht? In jedem Fall? Und warum sollte ihm dieses Wissen das Recht aberkennen, Angst vor dem Tod zu haben?
Wenn er sich vor dem Ungewissen fürchtet, wie das häufig der Fall ist - weil wir nun einmal dazu neigen - sollten wir ihm das nicht nachsehen?
Logisch betrachtet - was ist Logik im Anbetracht des eigenen Endes?
Wenn das, was die Logik verstehen kann, das eigene Gehirn, aufhören wird zu arbeiten, welche Rolle spielt Logik dann noch?
Man muss überhaupt nicht adäquat handeln. Viele haben schier ausweglose Situationen und tödliche Krankheiten überlebt, Tödlichkeit ist in den meisten Fällen eher eine statistische Frage. Im Einzelfall sieht es anders aus. Wenn ein Mensch Hoffnung hat zu leben, obwohl er statistisch gesehen sicher sterben wird - sollte man ihm logisch adäquat sagen, dass er aufgeben soll?
03.09.2015 01:35 •
#17
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