Zitat von viol:@Jakob02 Aus nichts wird nichts ohne den Eingriff einer unvorstellbar überlegenen Existenz. Das gilt auch für die Quantenmechanik. Und dass sich ...
Die Vorstellung, dass aus dem Nichts heraus eine Kraft das Dasein erschafft, lässt sich vielleicht treffend als „Gott“ bezeichnen. Das ist ein spannender Ansatz, mit welchem ich mich vor Jahren schon anzufreunden vermochte, weil er sowohl philosophische als auch wissenschaftliche Dimensionen eint.
Wir befassen uns im Rahmen kosmologischer Spekulationen rein hypothetisch durchaus mit dem Zustand des absoluten „Nichts“, auch wenn es sich aus physikalischer Sicht um einen absoluten Grenzfalls handelt, da im Nichts natürlich kein Potential existieren dürfte - auch keine energetischen Zustände, Quantenfluktuationen.
Dennoch ist die Implementierung der Quantenmechanik in solche Überlegungen nicht falsch. Sie basiert auf dem Prinzip der Wahrscheinlichkeit und somit Zufälligkeit, welche keine intendierte Absicht erfordern. Ein Kerngedanke der Quantenmechanik ist, dass Ereignisse spontan und ohne äußere Ursache auftreten können - so entstehen Quantenfluktuationen aus dem Quanten-Vakuum aufgrund von Unschärferelation, ohne dass eine äußere Instanz etwaige Vorgänge beobachtet (in der Regel sind es höhere Säugetiere, welche beobachten). Weiter gedacht könnte die Idee, dass quantenmechanische Wahrscheinlichkeiten, welche im schieren Nichts existiert haben könnten, einen Übergang ermöglicht haben, in welchem aus
gar nichts sich ein Zustand
zufällig entwickelt haben könnte, welcher Fluktuationen erlaubt.
Ein weiterer Gedanke, welcher bei etwaigen Betrachtungen nicht außen vor gelassen werden darf, ist der, dass das Universum immer schon in irgendeiner Weise existiert hat. Die Sichtweise erlaubt uns schließlich, die frage nach einem Ursprung dieses selbst in einem kohärenten Rahmen zu betrachten, ohne auf die Vorstellung eines „Nichts“ und einer initiierenden Instanz zurückgreifen zu müssen.
Dies sind natürlich alles nur Spekulationen. Die einzig wahre Antwort wird uns immer verwehrt bleiben, sofern etwaige menschliche Ansinnen abseits unserer eigenen Fassungskraft in einer weiter gesponnenen Realität überhaupt eine Relevanz haben - Bedeutung messen schließlich auch nur
wir den Dingen bei.