Zitat von Bobbylein:
Traurig aber so denke ich
Wieso traurig? Ich denke, so denken die meisten.
Wir alle sind ja in der Weltsicht der letzten Zeit sozialisiert worden und die ist nun mal materialistisch/physikalstisch durch und durch und da ist es völlig normal zu denken, dass mit dem Tod alles aus ist und das Ich vom Gehirn 'gemacht' wird.
Jede davon abweichende Lesart ist erst mal unnormal und bedarf daher der Rechtfertigung. Der Punkt ist nur, dass die Eleganz und Lückenlosigkeit, die erklärende Kraft unseres Weltbildes zunehmend leidet. Aus zig Gründen. Damit sind religiöse oder esoterische Vorstellungen nicht automatisch im Spiel.
Aber man kann die Probleme und Widersprüche unserer Weltsicht benennen, NTE gehören insofern dazu, weil sie nicht ins Bild passen und Standarderklärungen hier oft versagen und im Grunde auch nicht viel erklären sollen, sie sollen oft nur eine nähere Auseinandersezung verhindern.
Man kann sich diesen Problembereichen aber auch über Alltagsphänomene annähern und einfach mal schauen, ob die Geschichten, wie wir erzählt bekommen aufgehen. Nicht biestig oder ideologisch, sondern mit offenem Interesse, sowie man einen Krimi verfolgt oder so wie man in einer Psychotherapie irgendwann vielleicht alte Glaubensssätze hinterfragt, die einfach dadurch wirken, dass sie ständig wiederholt werden: 'Wenn du es jetzt nicht schaffst, schaffst du es nie.' Hört man das über Jahre, verinnerlicht man es, aber stimmt es eigentlich wirklich?
Wenn Theorie A irgendwie wackelig ist, heißt das nicht, dass Theorie B damit automatisch stimmen muss, auch das wäre ein Argumentationsfehler, aber man kann ja auch erst mal A gründlich betrachten. In Ruhe. Das mag etwas zäh sein, aber es ist lohnend.