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C

catsitter
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Hallo.

Um dieses kleine Vorwort komme ich leider nicht drum herum. Dieses Thema wird vermutlich die Gemüter einiger erhitzen, je nach Alter, Älteren die mit der Zeit geh`n und anderen. Daher bitte an die Netiquette denken, falls überhaupt jemand seine Meinung dazu äußern möchte.

Wisst ihr, was mir tierisch auf den S..k geht? Diese ganzen englischen Sendungsnamen der "Privaten" Das fängt mit News, Newstime an und hört mit Take mit out oder wie der Müll heißt, noch lange nicht auf. Und jetzt ziehen die Baumärkte mit ihrem Click & Meet nach. Ich find` das peinlich und einfach nur lächerlich, wie unterwürfig und devot die Medien und andere Institutionen mit deren Köppen bis zum Anschlag in den *Beeps* der Thommys und Amis stecken.

Außer den Jüngeren hier, 😉 gibt es andere unter euch, denen es auch zu viel geworden ist?

14.08.2021 x 5 #1


34 Antworten ↓
Calima

Calima
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Zitat von kritisches_Auge:
es wäre der Untergang der Kultur, idie Menschen würden ihrer Geschichte und ihrer Individualität beraubt.


Das stelle ich in Frage. Wenn ein Kind geboren wird, wächst es in die Kultur und die Sprache hinein, in deren Umgebung es lebt. Ob diese Sprache Deutsch, Englisch, Wolof oder Hindi ist, ist dabei völlig unerheblich. Würden alle Menschen irgendwann in die selbe Sprache hineingeboren, wäre diese ganz selbstverständlicher Bestandteil ihrer Kultur.

Das Vorhandensein vieler Sprachen ist nichts Verbindendes, sondern es trennt Menschen voneinander. Wer sich nicht verstehen kann, kann sich nicht verstehen.

Dieses Trennende ist schon innerhalb des eigenen Landes zu erkennen: Bestimmte Dialekte werden von anderen als minderwertig empfunden und/ oder abgelehnt - und damit auch die Menschen dahinter. Wenn das Ausdruck von "Individualität" oder "Kultur" ist, halte ich das für durchaus verzichtbar.


Zitat von kritisches_Auge:
Für mich ist Sprache das Wichtigste überhaupt

Für mich auch. Ich liebe es, mit Sprache zu jonglieren und zu spielen. Aber es wäre mir egal, ob ich das in Deutsch oder irgendeiner anderen Sprache könnte, wenn dadurch eine Verständigung mit jedem Menschen irgendwo auf der Welt möglich wäre.

Sprache ist immer schon Ausdruck von Macht. Eroberer haben sie den Unterlegenen aufgezwungen und diese haben sich zur Wehr gesetzt, indem sie die eigene so benutzt haben, dass sie zum Instrument des Widerstands wurde. Die Geschichte der geheimen Sprache des Blues ist ein bekanntes Beispiel. Man muss aber gar nicht so weit gehen: Jeder ausländische Touristenort, an dem Deutsch gesprochen wird, ist Demonstration von Macht: Wer das Geld bringt, entscheidet auch darüber , wie mit ihm gesprochen wird und zwingt andere zur Anpassung.

Und zur Sprache als Merkmal von "Kultur": Sie ist komplett abhängig von Bildung. Das, was ein nicht geringer Teil der muttersprachlichen Deutschen spricht, kann kaum als Sprachkultur bezeichnet werden, sondern ist bestenfalls rudimentäre Kommunikation. Das ist in anderen Kulturen nicht anders. Hochsprache= Bildungssprache = Machtsprache.

Gretchenfrage: Wenn dir Sprache so wichtig ist, wie viel "Kultur" gestehst du einem Muttersprachler zu, der sich völlig losgelöst von den Zwängen von Syntax und Semantik sprachlich äußert? Taugt er auf die gleiche Weise wie du als Träger eines "Kulturmerkmals" ? Was wäre, wenn er ausgewählt wäre, die deutsche Sprachkultur einer anderen Kultur zu vermitteln? Ohne zugrundeliegende Bildung wird Sprache zu einem durchaus hinterfragenswerten Kulturmerkmal.

Natürlich ist Zwang nicht das Mittel der Wahl - aber auch nicht nötig. Die Globalisierung wird uns mit Sicherheit irgendwann dahin führen, dass internationale Verständigung möglich und normal ist.

30.05.2021 10:56 • #21


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A


Ist Deutschland eine englische Kolonie?

x 3


Mondkatze

Mondkatze
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Erstmal muß ich sagen, dass mir bei dem Begriff Kolonie in der Überschrift ganz übel wird.
Dazu fällt mir automatisch Kolonisation / Kolonialisierung / Fremdherrschaft und schlimmeres ein.
Grausam.

Ich fände eine einheitliche Sprache auf der ganzen Welt toll.
Und hätte das auch viel lieber als eine Einheitswährung.

Aber ich würde dann chinesisch wählen. Oder auch russisch.
Die beiden Sprachen sind Musik in meinen Ohren.

Jedoch denke ich nicht, dass eine gemeinsame Sprache unbedingt zum besseren Verständnis beitragen würde.
Wir erleben jeden Tag Mißverständnisse, weil man etwas "falsch" ausgedrückt hat.
Und auch dass die selben benutzten Worte immer wieder für Fehlinterpretationen sorgen, weil eben die Herkunft auch eine große Rolle spielt.

Allerdings muß ich sagen, dass ich die deutsche Sprache auf der einen Seite sehr eindrucksvoll finde. Sie kann vieles sehr genau beschreiben, wir haben so viele Worte zur Verfügung, mit denen man Dinge wunderbar ausdrücken kann.

Jedoch auf der anderen Seite muß sich unsere Sprache wie das Zischen eines Reptils anhören.
Mir fällt das immer wieder ganz deutlich auf. Achtet mal darauf, wieviel s - und sch - Wörter wir haben.
Wenn man genau hinhört, fallen genau diese Zischlaute extrem auf. Für mich ist das jedenfalls so. Ich empfinde das manchmal richtig als störend.
Diese Zischlaute hören sich irgendwie gefährlich an. Wäre ich ein Lebewesen aus einer anderen Welt und würde solche Zischlaute hören, wäre ich sehr vorsichtig.
( Sprecht mal einen Satz mit vielen S - Wörtern vor euch hin und achtet mal auf das zischen- z.B. " du wußtest dass es ...das wird sich niemals ändern .... das hat mir Angst gemacht .... es ist alles in Ordnung .... )

14.08.2021 12:00 • #28


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fourofour
Zitat von catsitter:
Ist Deutschland eine englische Kolonie?

Meiner Meinung nach eine Bayrische

x 3 #2


F
Neee. Die Preußen sind schuld! Bin mir ganz sicher. Auch an dem angliezysmän.

Das. War. Ein. Scherz.

Mir ist meine Zeit zu wertvoll und zu schade, mich über so etwas aufzuregen. Gibt wichtigeres.

x 3 #3


Lottaluft
Englisch ist Weltsprache das ist fakt
Wir leben interkulturell auch das ist Fakt
Warum also nicht eine Weltsprache verwenden ?
wenn es dir so sauer aufstößt liegt das Problem in meinen Augen eher an einer generellen Unzufriedenheit und nicht an der Sprache
tut mir leid aber ich habe wirklich andere Sorgen als mir über sowas auch nur Gedanken zu machen
dann sag halt nicht Click and collect
sondern andrücken und abholen

x 4 #4


Islandfan
Sprache war schon immer im Wandel, auch die Deutsche. Was meinst du denn, wie hier gesprochen wurde, als noch Alt-und Mittelhochdeutsch geredet wurde? Dann kamen immer andere Einflüsse in die Sprache, englische, französische, etc., die die Sprache verändert haben und so ist es auch jetzt, besonders durch die Globalisierung und Digitalisierung. Selbst deine Eltern hatten noch ein anderer Sprachjargon als du. Ich weiß noch, als ich in den 90ern jugendlich war und immer g.eil gesagt habe. Bei meiner Mutter haben sich damals die Nackenhaare aufgestellt, weil sie dieses Wort ganz anders noch interpretiert hat.
So wandelt sich alles und nicht nur die Sprachen. Deutschland als das Land, das wir heute kennen, existiert in der Form noch gar nicht so lange. Bis ins 19. Jahrhundert war es ein Konstrukt aus vielen kleinen Staaten. Und vor 30 Jahren waren wir noch geteilt.
Ich denke, man muss akzeptieren, dass sich alles wandelt, denn hätte es das nicht, wären wir gar nicht erst aus den Höhlen gekommen.

x 4 #5


S
Zitat von catsitter:
Hallo. Um dieses kleine Vorwort komme ich leider nicht drum herum. Dieses Thema wird vermutlich die Gemüter einiger erhitzen, je nach Alter, ...

Oh ja, mir ist das alles viel zu viel, und ich muss sogar noch englisch den ganzen Tag sprechen.
S h i t happens. Cheers. LG aus U.K. 😜

x 2 #6


B
Als, Tommy! Nö, das Reich hat kein Problem. Aber fällt mir auch schon auf, die massive verenglishung our Language. Die Leute verdienen Geld damit und scheint "hipp" zu sein. "Click und Meet" - "Bestellen und Abholen". Die Welt ist halt ein Tante Emma Laden "Spar". Very Happy

x 1 #7


C
Zitat von Beermacht:
Als, Tommy! Nö, das Reich hat kein Problem. Aber fällt mir auch schon auf, die massive verenglishung our Language. Die Leute verdienen Geld damit und scheint "hipp" zu sein. "Click und Meet" - "Bestellen und Abholen". Die Welt ist halt ein Tante Emma Laden "Spar". Very Happy

Haste gut geschrieben. Dein Sinn für Ironie gefällt mir. 😎 Gut, dass es noch die öffentlich Rechtlichen gibt. Die wissen, was sie dem Teutschnn Bürger schuldig sind. 😁Spar kenne ich, Vivo auch, aber letzterer war wohl Regionsbedingt.

#8


Calima
Ich hege ja immer noch die Hoffnung, dass die Welt sich zu einer einheitlichen Sprache hin entwickelt. Gerne Englisch, weil es recht einfach zu lernen ist.

Das würde der Verständigung der Menschheit miteinander einen riesigen Vorschub gewähren und vieles an Missverständnissen und Ängsten gar nicht erst entstehen lassen.

I have a dream zwinkern.

x 1 #9


C
Da spielen die Buddhisten, die Kommunisten, besonders die Islamisten nicht mit, also träum weiter. 😁 Was mich betrifft, aber das ist wirklich nur mein "Problem", zumindest was die Sprache betrifft, oder Fußball, insbesondere gegen die Holländer, verfüge ich über einen sehr starken Nationalstolz. 😉

#10


Calima
Zitat von catsitter:
oder Fußball, insbesondere gegen die Holländer, verfüge ich über einen sehr starken Nationalstolz

Weil ein paar überbezahlte Söldner gegeneinander antreten, die morgen für den Gegner spielen, wenn der mehr bezahlt? 😂

x 2 #11


dorian
Zitat von Calima:
Weil ein paar überbezahlte Söldner gegeneinander antreten, die morgen für den Gegner spielen, wenn

Oha, da ist beim zitieren einiges verloren gegangen und mein Text ist auch weg. Na ja, zu spät, ab ins Bett.......

#12


Schlaflose
Ich schätze mal, dass das Phänomen auch in anderen Ländern zu finden ist, nicht nur in Deutschland. Vielleicht in Deutschland mehr, weil wir insgesamt offener für Fremdsprachen sind und auch sprachbegabter als die Leute anderer Muttersprachen. Da ich Englisch studiert habe, stört mich das überhaupt nicht Razz

x 1 #13


superstes
@catsitter , am besten du wirst französischer Staatsbürger...dort gibt es schon lange ein"Ministerium" zur "Reinerhaltung der französichen Sprache" die alle umgangssprachliche "Verenglischungen" gnadenlos verfolgt und ausmerzt...aber selbst dort ist dies für dieses Amt ein Kampf "gegen die Windmühlen", zu schnell tauchen immer neue "Schlagwörter, Abkürzungen auf..vor allem in der Jugendsprache und im IT Bereich. Es ist einfach nur noch lächerlich, wie sie die Franzosen dazu erziehen wollen. Doch manche "Bezeichnungen" haben sich schon in den allgemeinen Wortschatz verfestigt...so ist der "Computer" dort der "Ordinateur".und vieles mehr...

x 1 #14


kritisches_Auge
Dein Eingangsposting spricht mir so aus der Seele, catsitter- und eine einheitliche Sprache in der Welt wäre mein Alptraum pur, es wäre der Untergang der Kultur, idie Menschen würden ihrer Geschichte und ihrer Individualität beraubt.

Für mich ist Sprache das Wichtigste überhaupt und mein Herz lacht bei dem Gedanken, dass es noch jemand wichtig ist.

Eine Akademie für Sprachen die darauf achtet, dass nicht zu viel Anglizismen eingeschleppt werden, gibt es auch in Spanien. Mein spanischer Mailfreund äußerte des öfteren sein Unverständnis darüber, dass die Deutschen keinen Wert auf die Pflege ihrer wunderschönen Sprache legen.

Wieviel Sprache auch mit der Individualität des Menschen zu tun hat, zeigt auch, dass unter Franco in Spanien alle Dialekte verboten waren, es durfte nur kastilisch gesprochen werden

Barcelona hat seine eigene Sprache die natürlich dem Spanischen ähnelt, aber doch eigenständig ist, das geht so weit, dass es beide Sprachen Amtsprachen sind, in manchen Schulen darf oder durfte in der Pause nicht kastilisch gesprochen werden.

Sprache ist mein Herzblut, sie ist für mich so wichtig wie für andere Musik.

x 1 #15


klaus-willi
Zitat von cube_melon:
Meiner Meinung nach eine Bayrische

Aber nur aus bayrischer Sicht.

#16


C
Zitat von superstes:
, am besten du wirst französischer Staatsbürger..

Das einzige Französisch, das ich kenne, ist die Merci-Schokolade und "veux-tu coucher avec moi ce soir". Ein Songtext aus meiner Zeit. Die Franzosen haben weitaus größere Probleme, als stoisch an ihrem Sprachgut festzuhalten. Anschläge, Attentate, also da möchte ich nicht leben.

Also was ganz speziell mich betrifft, und ich bitte das zu respektieren, ich kann nicht verlieren. Selbst meine Mutter hat sich immer diebisch gefreut, wenn sie gegen uns Kinder gewonnen hat. Auch mein Schwager hat immer zu hören bekommen, wenn er gegen den Vatta verloren hat, da steht der Hühnerdieb, den hat kein Mensch mehr lieb. Und heute? Setzen die Eltern alles daran, um das Selbstvertrauen der Kinder schon früh zu stärken.

Ich setze das in den direkten Bezug zur englischen "Weltsprache". Ich weiß nicht wann und wo, aber als es darum ging, welche Sprache Weltweit den Verzug bekommen soll, hat England um eine Stimmer gegenüber Deutschland gewonnen. Ich kann mir deren Stolz so richtig gut vorstellen und dieses Gefühl hasse ich. Mag sein, dass andere auch so denken, aber der überwiegende Teil ist bzgl. der englischen Sprache weitaus toleranter.

Man braucht sich doch nur mal den Brexit vor Augen zu halten. Die Engländer kamen sich vor wie ein kastriertes Volk. Das Pfund wurde gegen den Euro getauscht, um nur eins zu nennen. Da war nichts mehr mit Stolz. Und jetzt haben sie ihn zurück. Mal seh`n, wie sie die kommenden Jahre solo auskommen, denn die brauchen uns mehr, als wir die.

#17

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C
Zitat von klaus-willi:
Aber nur aus bayrischer Sicht.

Wenn du "Hardcore-bayrisch" meinst, sicherlich. Wenn sie jedoch das hochdeutsche mit einfließen lassen, ist es ein sehr liebenswerter Akzent. 😎 Anders die Sachsen, das haut nicht hin. Ich hoffe, es ließt keiner von ihnen mit. Selbst wenn sie versuchen, das sächsisch zu verstecken, keine Chance. Ich mochte den Dialekt noch nie, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. 😉

#18


klaus-willi
Zitat von catsitter:
Wenn du "Hardcore-bayrisch" meinst, sicherlich.

Meine das aber eher Ironisch.
Klischees stimmen meistens nicht.
Ich mag alle ..egal woher...nur nett müssen sie sein.

#19


C
@kritisches_auge

Danke für deine Meinung zu dem Thema. Ich habe viel Neues dazu gelernt. Doch dass die deutsche Sprache liebenswert sein soll, ist mir neu. Sie wird eher als hart und gefüllt mit lauter Vokalen beschrieben. Es gibt talentierte Künstler, die das nachahmen vieler Sprachen in ihr Repertoire aufgenommen haben. Beispiel italienisch. Wer es nicht versteht, glaubt dem Künstler unbesehen, dass er italienisch spricht. Als jemand die deutsche Sprache nachahmte, war das schon merkwürdig, aber dennoch irgendwie vertraut und wie gesagt, voller Vokale, vor allem das "A" kam oft vor. 😉

#20


A


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