App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

7

B

beside
Mitglied

Beiträge:
545
Themen:
11
Danke erhalten:
380
Mitglied seit:
Hallo,

durch meine sehr vielen Unverträglichkeiten bleibt mir nicht mehr viel zum Essen. Obst und Gemüse fällt vollkommen raus. Schlimm ist es immer, wenn eine neue Unverträglichkeit hinzu kommt, oder wenn die Zutaten von Nahrungsmitteln geändert werden. Letzteres ist aktuell der Fall.

Erst seit wenigen Jahren wird "gepufferter Essig" als Konservierungsstoff verwendet. Bisher stand da immer "Diphosphate", die kein Problem sind. Gepufferter Essig ist hingegen ein Problem: schmerzhafte Magenkrämpfe und akuter Durchfall.

Die EU hat 2023 ihre Unbedenklichkeit zu gepufferter Essig herausgegeben und es als Zusatzstoff zugelassen:
Zitat:
Unter Berücksichtigung der
Bewertung von Essigsäure aus dem Jahr 2013 sowie der Tatsache, dass gepufferter Essig in Essigsäureanionen
dissoziiert, die ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Ernährung und des menschlichen Körpers sind und für
die umfassende Daten zur biologischen Wirkung vorliegen, bewertete die Behörde die Sicherheit von gepuffertem
Essig ohne für diesen Lebensmittelzusatzstoff gewonnene biologische oder toxikologische Daten und kam zu dem
Schluss, dass hinsichtlich der Verwendung von gepuffertem Essig als Lebensmittelzusatzstoff bei den
vorgeschlagenen Verwendungshöchstmengen keine Sicherheitsbedenken bestehen.

https://eur-lex.europa.eu/legal-content. 32023R2086

Ich frage mich: Müsste dann nicht die Nahrungsmittel deutlich gekennzeichnet werden, die ihre Zutaten ändern, insbesondere wenn es wie bei "gepufferter Essig", der bei Histaminintoleranz triggert, zu einem anaphylaktischen Schock führen kann?

Stattdessen ist weiterhin immer mal wieder zu lesen, dass Personen an Nahrungsmittelunverträglichkeiten gestorben sind.

Wenn "gepufferter Essig" jetzt im großen Stil eingesetzt wird, reduziert sich meine klitzekleine Auswahl an Nahrungsmittel extrem weiter.

Hier mehr zum Thema:
rechtlich: https://www.cibus-recht.de/zulassung-vo. satzstoff/
allgemein: https://www.zusatzstoffmuseum.de/lexiko. essig.html

06.07.2026 x 1 #1


7 Antworten ↓

-juli
@beside guter Hinweis. Ich hatte neulich auch eine ziemlich dumme Situation. Ich habe mir bei einem ziemlich bekannten Discounter ein Gebäck geholt, das als „Gebäck mit Pistazien“ beschrieben war und auch mit einer Füllung (die natürlich nicht ansatzweise Nüsse enthielt) beschrieben war. Ich habe extra die Allergene gecheckt, aber da stand nur ein Hinweis, dass man sich am Service-Point des Ladens erkundigen müsse, wenn man das Wissen bräuchte.

Pistazien kann ich essen und ich muss idR nicht auf Kontaminationen achten, weil meine Allergien bisher nicht so stark waren. Ich war mit ner Freundin unterwegs und dann haben wir zu Hause festgestellt, dass das auf dem Gebäck keine Pistazien waren, sondern andere, grün eingefärbte Nüsse. Das ist und aber erst aufgefallen, nachdem ich fast das ganze Ding gegessen hatte.

Ich bin allergisch gegen Erdnüsse und konnte vom Geschmack her nicht identifizieren, welche Nüsse es waren, weil das Gebäck einfach so übermäßig süß war. Ich habe erstmal nicht weiter darüber nachgedacht, aber schon die Allergiemedis parat gehabt, weil man weiß ja nie.

Zwei Stunden später bekam ich dann Juckreiz, Ausschlag am Oberkörper und diese „typischen“ Hitzewallungen. Die Medikamente haben zum Glück geholfen, aber das war so unnötig. Ich bin noch nicht so lange von Nahrungsmittelallergien betroffen, aber werde in Zukunft vorsichtiger sein, wenn ich nicht weiß, was drin ist. Früher waren meine Reaktionen auch deutlich milder…

x 1 #2


A


Gepufferter Essig - Vorsicht!

x 3


B
Hallo @-juli , ich hatte vor ein paar Wochen - wie jedes Jahr - den knallroten Kirschen im Discounter nicht widerstehen können. Da kann ich aber immer nur ein paar wenige am Tag essen. Von den Bäumen esse ich keine mehr. Auch keine Plfaumen mehr. Aber bei Heidelbeeren und Brombeeren im Wald kann ich schwer widerstehen. Vor 2 Wochen hatte ich richtig schöne große Walderdbeeren im Wald gesehen und konnte auch nicht widerstehen. Da war ich mir immer unsicher, weil Erdbeeren stehen bei mir auf der Nein-Liste. Es ist aber noch nie etwas passiert. Walderdbeeren sind anders als Erdbeeren aus dem Garten oder Einkaufsmarkt. Sie haben nur ein Kontaktallergen und andere allergische Reaktionen sind nicht bekannt.

Wald-Erdbeere: https://www.alles-zur-allergologie.de/A...-Erdbeere/
Erdbeere: https://www.alles-zur-allergologie.de/A...beere.html

Solche Experimente wie du mache ich schon lange nicht mehr. Das ging zu oft schief.

x 1 #3


B
noch vergessen zu erwähnen: Mich hatte dieses Jahr die Raupe vom Nachtfalter namens Goldafter im Genick besucht als ich auf einer Bank unter einem Obstbaum saß. Ich hatte sie ahnungslos mit der Hand weggewischt, wobei sie unter meiner Hand über meinen Hals rollte. Die Raupe hatte es überlebt. Die Raupe hat Brennhaare. Es war eine große Flläche gerötet mit Pusteln wie bei Brennnesseln. Es hat eine Woche angehalten und gejuckt. Ich habe aber keine Salbe drauf gemacht. Nur geduscht und T-Shirt in die Wäsche.

Zwei Wochen später erwischte es mich an selber Stelle (Hals) nochmal. Da weiß ich aber nicht was es wahr. Da waren keine Obstbäume, aber Eichen in der Nähe. Also vermutlich Haare vom Eichenprozessionsspinner. Das hielt auch eine Woche an mit Rötung und Pusteln und Juckreiz.

Nochmal eine Woche später erwischten mich an der Hüfte vermutlich Haare vom Eichenprozessionsspinner, als ich unter einer Eiche lag. Einen Baum weiter gab es ein Nest, das bereits beseitigt wurde.

x 1 #4


-juli
@beside oh, krass. Ich bin gar nicht so tief im Thema, weil nicht so stark betroffen, mein Hausarzt sah das aber auch nicht so entspannt wie ich und meinte, dass ich bitte den Epipen immer dabei haben soll, wenn ich unterwegs bin und auch die anderen Notfallmedis, weil es eben mal ganz schnell anders sein könnte.

Ich werde das in Zukunft auch nicht mehr machen. Das Risiko ist einfach zu hoch und tendenziell wird es mit jedem Versehen, wo ich dann mal was abbekomme, schlimmer.

x 2 #5


-juli
@beside diese Tierchen sind der Horror. Vor denen graut es mir. Habe ich neulich auch unterwegs gesehen. Es gibt auch eine bestimmte Mückenart, nach deren Stiche ich Allergietabletten brauche, weil die Stellen sonst unfassbar stark anschwellen. Meine Hand hatte durch einen Stich mal die doppelte Größe angenommen und da war ich auch noch den ganzen Tag unterwegs und hatte nichts dabei. Absolut nicht schön…

x 1 #6


B
Einen Epipen habe ich nicht. Aber ist auch schwierig mit den Ärzten. Die Praxis, bei der ich bisher war meinte zuletzt, ich wäre da immer nur zur Akutsprechstunde gewesen und sie nehmen keine Neupatienten. Eine andere Praxis meinte auch: keine Neupatienten. ... dann verrecken wir halt. sch. drauf. Ar..

#7


B
Zurzeit bin ich auch etwas am Limit. Einmal wegen den Waffeln (Mehl). Andermal weil ich wieder fast jeden Tag als Zwischenmahlzeit Aufbackbrötchen (Mehl) mit kleinen Bratwürsten esse. Ich habe zwar keine nachgewiesene Zöliakie, aber einen Reizdarm und Mehl reizt den Darm.

Aber ich habe wegen dem gepufferten Essig etwas bemerkt. Ich vertrage es Abends weniger als Frühs. Also die Beschwerden waren vorwiegend am Abend. Wie das einzuordnen wäre weiß ich noch nicht.

#8





App im Playstore