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Roselyy
Mitglied

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Hi,
ich habe schon seit 11 Jahren die Diagnose paranoide Schizophrenie. Vor zwei Jahren habe ich zufällig eine ehemalige Klassenkameradin und frühere Freundin bei einem Psychiater wiedergetroffen. Dabei habe ich herausgefunden, dass sie die gleiche Erkrankung seit 5 Jahren hat.
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich wünsche diese Krankheit wirklich niemandem auch ihr nicht, obwohl sie mich über Jahre hinweg gemobbt hat und mir gegenüber gewalttätig war. Trotzdem wäre es nicht richtig zu sagen, sie habe das Leid „verdient“, denn Leid macht einen Menschen nicht zu einem guten
Menschen.

Was denkt ihr? Und wir würdet ihr euch fühlen?
Lg :>

09.02.2026 x 1 #1


11 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Roselyy:
Was denkt ihr? Und wir würdet ihr euch fühlen?

Ich würde es ihr "gönnen".
Ganz ehrlich? Leuten, die mir mein Leben schwer gemacht haben, habe ich immer eine schlimme Krankheit oder den Tod gewünscht. Und ich habe auch schon Genugtuung empfunden, wenn ich eine Todesanzeige von so jemanden gelesen habe.

x 1 #2


A


Gleiche Erkrankung wie sie

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Feuerschale
@Roselyy ich denke wie du. Ich sehe das Leid nicht als "verdient" an und es macht auch nicht unbedingt
einen besseren Menschen aus einem, oder einem anderen.
Am Ende ist es wohl eher zufällig, dass sie nun auch die Krankheit hat.

x 1 #3


R
@Feuerschale Ich habe schon lange darüber nicht mehr nachgedacht, ob jemand bestraft wird, die mir Leid hinzugefügt hat.
Schizophrenie fühlt sich für mich wie eine Strafe. Deshalb weiß ich den Schmerz der Person sehr gut.
Aber wünschte mir etwas anderes: eine Entschuldigung. Auch wenn sie vielleicht unwahrscheinlicher ist als eine Strafe des Schicksals.
Ich bin überrascht, dass mich das nicht erfreut.
Was wäre ich für ein Mensch, mich am Leid anderer zu erfreuen. Ich bin dann genauso wie sie. Das könnte ich nicht aushalten, dieser Gedanke ist hässlich.
Während der Schulzeit war sie wohl auch unglücklich.
Denn niemand, der andere verletzt, ist glücklich. Leid zu befürworten ist kein Zeichen von Stärke oder Gerechtigkeit, sondern ein Zeichen einer gebrochenen Seele.

x 2 #4


B
Zitat von Roselyy:
eine Entschuldigung

ja, das wäre zu schön. Da müsstest du ein riesiges Glück haben, dass das passiert. Sie müsste Einsicht üben. Aber da muss sie selbst drauf kommen. Vielleicht tut sie das irgendwann. Vielleicht ist es dann noch nicht zu spät. Aber, andererseits, wenn sie diese Einsicht gewinnt, dass sie anderen geschädigt hat und dies nie wieder gut machen kann, dann zieht es sie eventuell noch mehr runter. Oder vielleicht zieht es sie deswegen bereits runter.
Zitat von Roselyy:
Während der Schulzeit war sie wohl auch unglücklich.

Das hast du gut assoziiert, dass sie schon da "krank" war und es nur deshalb getan hat. Leider hat sie dadurch andere wie dich geschädigt. Verzeihen, aber nicht vergessen.

x 1 #5


Feuerschale
Zitat von Roselyy:
Ich habe schon lange darüber nicht mehr nachgedacht, ob jemand bestraft wird, die mir Leid hinzugefügt hat.
Schizophrenie fühlt sich für mich wie eine Strafe. Deshalb weiß ich den Schmerz der Person sehr gut.
Aber wünschte mir etwas anderes: eine Entschuldigung. Auch wenn sie vielleicht unwahrscheinlicher ist als eine Strafe des Schicksals.

Da kommt dann ja irgendwie viel zusammen. Dass sie dir damals Schaden zugefügt hat. (Verhalten im Kontakt)
Du bist krank. Sie ist nun heute krank. (Beides eher Schicksal m. M n aber ohne Kontext).

Habt ihr denn soweit noch Kontakt jetzt, dass ihr euch austauscht, wie es euch geht und
solche tiefgründigen Gespräche führen könntet?
Also dass du noch an damals denkst, dass du dich davon verletzt gefühlt hast?
Zitat von Roselyy:
Während der Schulzeit war sie wohl auch unglücklich.
Denn niemand, der andere verletzt, ist glücklich.

Wäre möglich. Und viele agieren sich auch einfach aus ohne groß zu reflektieren glaub ich.
Vielleicht UM sich selbst auch wegzudrängen.
Machts halt im Ergebnis auch nicht besser, auch nicht für die anderen, die da keine Wahl haben.

x 1 #6


Schlaflose
Zitat von Roselyy:
Aber wünschte mir etwas anderes: eine Entschuldigung

Das würde ich nie wollen. Ich nehme grundsätzlich Entschuldigungen nie an, weil sie nichts ungeschehen machen. Im Gegenteil, Entschuldigungen machen mich erst recht wütend.

x 1 #7


Sonja77
Also mir wurde in meinem Leben wirklich schreckliches angetan

Ich würde mich aber niemals darüber freuen oder es den Menschen gönnen wenn sie schwer krank werden würden oder irgendwie einen schweren Unfall hätten oder gleiches

Nein das würde und wünsche ich niemandem egal was man mir angetan hat
Denn würde ich sowas tun oder denken,fühlen dann wäre ich nicht besser als diejenigen die mir Leid zugefügt haben und auf das Niveau lasse ich mich nicht runter

In Italien gibt es ein Sprichwort was hier perfekt passt und mit dem ich sufgewachsen bin

Wer dem anderen das schlechte wünscht
Bei dem wartet das schlechte schon hinter der eigenen Türe

x 4 #8


Schlaflose
Zitat von Sonja77:
Ich würde mich aber niemals darüber freuen oder es den Menschen gönnen wenn sie schwer krank werden würden oder irgendwie einen schweren Unfall hätten oder gleiches

Das qualifiziert dich zur Heiligsprechung 😇

x 1 #9


Sonja77
Zitat von Schlaflose:
Das qualifiziert dich zur Heiligsprechung 😇

Wieso so arrogant?
ist man heilig nur weil man niemanden etwas schlimmes wie schlimme Krankheit oder Unfall oder Tod wünscht?

Sorry deine Aussage ergibt für mich keinen Sinn

man muss ja nicht gleicher Meinung sein aber so arrogant muss man mir nun auch nicht kommen ohne Grund

x 3 #10


Schlaflose
Zitat von Sonja77:
man muss ja nicht gleicher Meinung sein aber so arrogant muss man mir nun auch nicht kommen ohne Grund

Ich war keine Arroganz sondern Ironie.

x 1 #11


SMT
Meine leibliche Mutter litt an Paranoia und machte mir das Leben sehr schwer.Trotzdem konnte ich ihr mit der Zeit verzeihen,als ich begriff,was für eine schlimme Erkrankung das ist.Sie fühlte sich stets verfolgt und bedroht.Zuletzt
wollte sie mich gar nicht mehr sehen,denn mein Leben sei falsch.Sie hatte einen religiösen Wahn.Ich weiss heute,
dass sie sehr gelitten haben musste.Das Schlimmste war,dass ich nie wusste,wann sie "normal " war und wann krank.
Sie starb mit fast 80 Jahren,vereinsamt und allein,weil sie mich und mein Leben nicht ertragen konnte.Ich hätte sie
gern begleitet,schliesslich war sie meine leibliche Mutter!

Herzliche Grüsse von SMT

x 1 #12


A


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