Zitat von Liucid: vielleicht sein könnte
Das ist doch unser Hauptthema, dass wir Angst vor etwas haben, das sein könnte, dadurch bleiben wir ja im Angstkreislauf drin. Wenn bei jeden Mensch, der seine erste Panikattacke erlebt, sofort ein Arzt käme, um zu erklären, was gerade passiert ist, und dass das nur eine reine Körperreaktion auf Stress gewesen sei und vollkommen harmlos, würde man vieles vermeiden können.
Aber das ist leider Wunschdenken. Ab Tag 1befindet man sich plötzlich im Ausnahmezustand und hat dadurch das Gefühl, irre zu werden. Wobei unser Wissen um "Irre" eh total falsch ist . Tatsächlich fürchten wir eher das negative Gerede anderer, den vermeintlichen Gesichtsverlust, und hier liegt dann mit die Grundthematik offen, um die es sich m.E. überhaupt handelt.
Man könnte sagen, dass Angsterkrankte wenig Vertrauen und Liebe zu sich selbst haben, anderen Menschen zuviel Macht einräumen, in der Kindheit ziemlich verletzt wurden und deswegen in einem permanenten Stress leben und sich deswegen irgendwann der Stress als Panik entlädt. Und weil die Grundmuster so sind, wie sie sind, beginnt jetzt der vermeintliche Wahnsinn, da alles eine Erklärung braucht.
Was wäre so schlimm dran, "verrückt" zu sein? Hier liegt unser Problem, dass man alles daran setzt, brav, geliebt und in der Norm zu funktionieren zu müssen, damit kein Mensch mehr negativ über einen denken kann. Und hier haben wir dann unseren Stress, der tata! zur Panikattacke führt. Und nun wieder Stress, weil man plötzlich immer näher an den Zustand kommt, der schon immer gefürchtet wurde: Abgelehnt, Aufgefallen, vernichtet durch die Kritik anderer.
Weil wir Neurotiker aber so ein tolles Völkchen sind, bekommen wir alle eine 2. Chance, um unsere Negativsichtweisen ablegen zu lernen. Und bissle gaga, darf man sich doch auch mal gönnen.
😜