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prodomo81
Zitat von Cloudsinthesky:
Ich denke sie komplett ignorieren ist wie ein TEil von mir zu ignorieren, aber viel zu oft und fast ständig sind sie das Einzige,was präsent ist. Auch jetzt wieder dieses Gefühl, den Monitor garnicht richtig im Fokus zu haben.

Zitat von Cloudsinthesky:
Ich kann das nu rnoch überhaupt nicht richtig trennen und falle innerhalb von Sekunden in die Angst, wenn sie stärker werde

Das meinte ich ja vorhin. Die Symptome sind Ausdruck deiner Psyche, Seele, des inneren Kindes, wie auch immer du es am liebsten nennst. Sie zu ignorieren wäre, wie dein Seelenleben zu ignorieren. Aber wahrnehmen und akzeptieren sind hier die wichtigen Dinge, die du...wir tun müssen und dann dahinter schauen. Was ist los mit mir? Hat mich kürzlich etwas getriggert? Quasi eine Verbindung von Symptom und Gefühl suchen und nicht von Symptom und Krankheit. Da kommt man nirgends hin. Sich in Symptomen zu verlieren empfinde ich mittlerweile als eine Art Abwehrmechanismen, um ja nicht dem eigentlichen "Grauen" ins Gesicht schauen zu müssen.

Zitat von kritisches_Auge:
Ungeschicklichkeit in Bezug auf den Körper und manuelle Fähigkeiten etwas mit dieser Problematik zu tun haben können, Physiotherapie ist für mich nur ein einziger Graus.

Für mich auch. Ich mag auch keine Frisörbesuche. Da ich eine Strähnchen-und-Schneiden-Tante bin und es entsprechend dauert, war ich z.B. in diesem Jahr noch gar nicht. Das ist so eine Überwindung. Und bei manuellen Therapien hab ich für mich raus gefunden, dass die Angst davor darin begründet ist, dass mein Körper "bearbeitet" wird. Und wenn die Psyche sich über die Symptome bemerkbar macht, wie ist es dann andersherum? Sprich, was wenn der Therapeut über das Körperliche an die Psyche gelangt? Was tritt er damit vielleicht los? Halte ich das aus? Gibt es da Sachen, die ich noch gar nicht weiß? usw. Es ist zumindest scheinbar so schlimm, dass ich mich lieber mit Körperlichkeiten "rumschlage", anstatt meinen Schmerz anzuschauen. So meine Theorie.

Zitat von kritisches_Auge:
Wenn ich einen wichtigen Termin habe, bin ich davon überzeugt, dass mich etwas daran hindern wird ihn wahrzunehmen, ich fühle mich nie sicher.


Is bei mir genau so. Passiert nix, eigentlich. Aber schon ein Telefonat, in eigener Sache, kann für mich schwierig sein. Als hätte ich kein Recht dazu, für mich Dinge zu regeln. Angst vor Zurückweisung vielleicht auch...weiß nicht. Für andere kann ich das, da kann ich sogar sehr bestimmend sein. Wenn ich auf Tierschutzdemos gehe, bin ich richtig laut, aber in eigener Sache...

Zitat von Cloudsinthesky:
Wenn ich jetzt bei der Symbolik bleibe, ist der Drehschwindel dann wieder dieses Gefühl, ich habe keinen Halt und könnte deshalb den Termin nicht wahrnehmen. Ich ahbe das aber auch bei Treffen mit Freunden zB. Also fast immer, wenn ich etwas vorhabe bei dem andere Menschen involiviert sind.


Vermutlich willst du, dass es perfekt wird? Und niemanden belasten? Kenne ich auch. Uns drei verbindet einiges. Am meisten fällt mir das Fehlen bzw. Abhandenkommen der Bezugspersonen im frühen Kindesalter auf...Heim, Grippe, Vater weg, zu Oma gegeben...Urvertrauen futsch. Traurig!

Zitat von Cloudsinthesky:
ich glaube das macht es mir auch gerade so schwierig mit dem "rauswurf" , dem plötlzlichen Ende der Tagesklinik

Das Problem habe ich auch immer. Da traut man sich, sich zu öffnen, bekommt Hilfe und Verständnis, hat das Gefühl geschützt zu werden und dann muss man (wieder) gehen, wird (wieder) "verlassen". Das triggert arg. Du bist jetzt auch mit weniger "Schutzmechanismen" unterwegs und hast "Türen geöffnet". Das dauert etwas, bis sich die Themen wieder "beruhigen". Ganz normal.

30.08.2019 10:46 • x 1 #21


Cloudsinthesky
@prodoma81 ich muss jetzt leider Haushalt und den ganzen Alltagskram irgendwie schaffen, aber kurz zur Info was mich so getriggert hat an der Tagesklinik. Ich habe Donnerstag letzte Woche erfahren, dass ich Freitag gehen muss. Also einen Tag vor Ende und konnte mich null darauf einstellen und das war extremst schwierig und ist es noch. Vielleicht eine Art Wiederholung des "wegegeben" werdens... weiß nicht, aber es ist schwer gerade. Und der "Witz" ist, ich hatte eigentlich die Kostenzusage bis wie von der Klinik gewünscht zum 30.8, aber die kam erst am Samstag dort an. Es ist zum heulen und zum etwas kaputt hauen, aber was nutzt es. JEtzt steh ich da, alles auf, schwanke, wanke, schwindele und taumele vor mich hin... und so geh ich jetz mal einkaufen, obwohl ich mich lieber verkriechen würde.

30.08.2019 11:05 • #22



Vorkindliches Trauma oder was ist los?Haltlosigkeit

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Icefalki
Weisst du Cloudi, genau darum geht es. Wir alle reagieren wie auf Knopfdruck auf gewisse Trigger. Verlassen werden, zur Schau gestellt, Wünsche nicht erfüllt bekommen, Kritik, was auch immer......

Wenn man aber weiss, wo der Hund begraben ist, kann man lernen, damit besser umzugehen. Ich vergleiche das z.B. mit einem Verlust eines Körperteils. Ein Mensch, dessen Bein amputiert wurde, hat ein Problem. Das wächst nimmer nach. Nun muss er sich damit auseinandersetzen, sowohl psychisch, als auch physisch. Er braucht dazu Krücken, oder ein Kunstbein, und muss lernen, damit umzugehen.

Vergleichbar mit unseren seelischen Defiziten. Warum sie vorhanden sind, ist irrelevant, denn sie sind da. Ergo, nützt es nichts, sich extremst damit aufzuhalten, es reicht, Zusammenhänge zu begreifen und akzeptieren, dass es eben so ist. Und immer wieder zu erkennen, dass man eben Gefahr läuft, in alte Muster zurückzufallen, wenn man nicht gut aufpasst.

Und gaaanz wichtig, man darf nicht mit dem Schicksal hadern, sondern erkennen, dass man weit mehr ist, als nur dieses Angstbündel oder depressives Etwas, oder was auch immer.

Da dir dein Schwindel zeigt, dass du sehr unsicher in dir drin bist, schau ihn doch als Freund an. Er zeigt dir doch, dass du Halt suchst. Das Problem dabei ist immer die Heftigkeit, die sich in dieser Symtomatik äussert. Und selbst die ist verständlich, weil wir früher überhaupt nicht in der Lage waren, unser Innerstes zu begreifen. Warum auch, hat ja irgendwie funktioniert, bis eben Tag X eingetreten ist.

Aber vor Tag X gab es schon immer unterschwellige Ängste, die noch kompensiert werden konnten.

Ich schreibe es hier sehr oft, Angst hat damit zu tun, dass man keinen Ausweg kennt und um sein Leben fürchtet. Wer als Kind also immer wieder negatives erleben musste, keinen wirklichen Halt, oder kein Selbstbewusstsein aufbauen konnte, uvm. , den treffen eben Ängste. Und ob sich das jetzt in Panikattacken, oder in hypochondrischen Ängsten zeigt, es geht immer um eine Lebensangst, allerdings gefühlt als Todesangst. "Mir wird was schlimmes passieren, oder Hilfe, was passiert mit mir"?

Und dieses Gefühl steckt schon lange vor Ausbruch einer Angsterkrankung in uns drin.

30.08.2019 13:00 • x 4 #23


Cloudsinthesky
Zitat von Icefalki:
Weisst du Cloudi, genau darum geht es. Wir alle reagieren wie auf Knopfdruck auf gewisse Trigger. Verlassen werden, zur Schau gestellt, Wünsche nicht erfüllt bekommen, Kritik, was auch immer......Wenn man aber weiss, wo der Hund begraben ist, kann man lernen, damit besser umzugehen. Ich vergleiche das z.B. mit einem Verlust eines Körperteils. Ein Mensch, dessen Bein amputiert wurde, hat ein Problem. Das wächst nimmer nach. Nun muss er sich damit auseinandersetzen, sowohl psychisch, als auch physisch. Er braucht dazu Krücken, oder ein Kunstbein, und muss lernen, damit umzugehen. Vergleichbar mit unseren seelischen ...


Ja, du hast das ganz oft geschrieben bisher und bislang war es für mich eher theorie. ich bin froh, dass ich in der klinik wirklich gespürt habe, wo es hängt. du hast auch recht damit, dass es im grunde jetzt völlig egal ist, die einzelheiten sind unwichtig, aber ich weiß, ich hatte keinen halt, ich habe das (endlich) erkannt und somit fällt es mir einen tick leichter, den schwindel ein winziges bisschen anzunehmen. vielleicht reicht das wizinge bisschen erstmal. die angst um mein leben wie du es nennst, die ist richtig groß, das stimmt.
ich denke auch,d Ar. es für mich jetzt nicht mehr wichtig ist in die vergangenheit zu schauen, ich habe jetzt die aufgabe, meine gegenwart irgendwie zustabilisieren und gerade sind die symptome mit einer heftigkeit da, die vermutlich auch genau dieses verlassen werden angetriggert hat...das meine theorie. jetzt da raus kommen....ich bin innerlich so arg einsam immer, das ist so schwierig, aber ich hoffe, dass ich mit diesem inneres kind buch etwas besser klar komme und es langsam schaffe, mein inneres kind,a lso mich, nicht mehr ständig abzulehnen....einiges an aufgaben die da sind.

30.08.2019 13:05 • x 1 #24


Icefalki
Cloudi, lass dir alle Zeit dabei, dieses Thema mit viel Liebe zu dir selbst anzugehen. Meiner Meinung bist du ein grosses Stück weiter gekommen. Wenn man erstmals die Ursache erkennt, kann man damit arbeiten. Und nochmals, mach es mit Liebe, mit Verzeihen, mit Annehmen. Und sei geduldig.

Weisst du, ich muss manchmal über mich auch lächeln. Da weiss ich so viel, hab mich extremst damit beschäftigt, kann sehr kluge Denkweisen vermitteln und was passiert? Verfalle eben auch hin und wieder in meine alten Muster zurück und dann geht es mir auch wieder beschissen.

Allerdings verzeihe ich mir das auch. Auch beschissen darf mal sein. So ist das Leben. Und wenn ich es in allen Facetten leben möchte, gehören dann eben auch diese Abschnitte dazu. Warum? Weil mir symbolisch ein Bein fehlt. Und man mit nur einem Bein hat, kann man eben auch öfters mal hinfallen.

Insofern muss ich diesen Mangel nicht verfluchen, sondern eben akzeptieren und zwar mit viel Liebe zu mir selbst.

30.08.2019 13:21 • x 1 #25


Cloudsinthesky
Die Metapher mit dem Bein ist wirklich gut.
Ich denke, dass ich da gerade noch ganz am Anfang stehe und ich ja..taumel auf einem Bein so vor mich hin und versuche erstmal die Orientierung zu finden und das ist auch echt gerade schwierig. DAnke für deine Hinweis, dass es Zeit braucht. Ich habe in meinem "jugendlichen Leichtsinn" schon wieder im Kopf gehabt, damit in 3 Wochen durch zu sein
Ich fürchte, ich werde eher noch öfter stolpern und wirklich Zeit brauchen...
Auch dwas das Thema Selbstliebe angeht du lieber Himmel...da stehe ich wirklich am Anfang. Sogar bildlich, weil es mit einem Babyfoto anfing, dass ich merkte, ich habe diese überhaupt nicht und lehne mich ab.
Danke

30.08.2019 13:30 • x 1 #26


kritisches_Auge
Ich möchte noch etwas zu den Erinnerungen sagen, man geht davon aus, dass es Erinnerungen seit dem frühestem Lebensalter gibt, nur sind diese sprachlich nicht faßbar und werden es nie sein, aber es gibt ein Körpergedächtnis.

Ich hatte einmal eine Nachhilfeschülerin die eine extreme Frühgeburt war und lange im Krankenhaus, die Folgen zeigten sich an den Augen, ohne Vergrößerung konnte sie keine Texte lesen, es gab auch noch andere Behinderungen.
Dieses Mädchen fühlte sich äußerst unwohl wenn sie die Farbe Weiß sah und dies wurde darauf zurückgeführt, dass im kh alles weiß gewesen war.

Als Siebenjährige bekam ich einmal einen Schreianfall weil einer Puppe der Kopf abgegangen war und noch später konnte ich es nicht ertragen wenn Gliedmaßen bei den Kuscheltieren der Tochter abgegangen waren, der Herr Auge musste sich darum kümmern.

Wie gesagt, mein Vater wurde überfahren als ich 21 Monate alt war, ich soll ein ungewöhnlich sprachbegabtes Kind gewesen sein das den Konjunktiv richtig benützte," ich dachte, es wäre ..." und die Erwachsenen erzählten alle Einzelheiten des Unfalls. Ich bin davon überzeugt, dass meine Panik bei der kaputten Puppe etwas damit zu tun hatte, heute kann ich es sehen, nicht gerne, aber ich muss nicht mehr davonrennen.

Die Verlustangst ist mir geblieben und die wird auch bleiben, manches kann man nicht reparieren, aber ich sehe sie jetzt etwas gelassener und wenn ich eine Bestandsaufnahme mache, denke ich, dass ich doch sehr viel Stärke in mir haben muss, trotz aller Umstände war ich nie ganz am Boden.
Meine Verlustangst mache ich mir nicht zum Vorwurf, ich habe ein Recht auf sie.

30.08.2019 14:14 • x 3 #27


prodomo81
Zitat von Icefalki:
Weisst du Cloudi, genau darum geht es. Wir alle reagieren wie auf Knopfdruck auf gewisse Trigger. Verlassen werden, zur Schau gestellt, Wünsche nicht erfüllt bekommen, Kritik, was auch immer......Wenn man aber weiss, wo der Hund begraben ist, kann man lernen, damit besser umzugehen. Ich vergleiche das z.B. mit einem Verlust eines Körperteils. Ein Mensch, dessen Bein amputiert wurde, hat ein Problem. Das wächst nimmer nach. Nun muss er sich damit auseinandersetzen, sowohl psychisch, als auch physisch. Er braucht dazu Krücken, oder ein Kunstbein, und muss lernen, damit umzugehen. Vergleichbar mit unseren seelischen ...

Wow, danke. Das ist die beste Zusammenfassung die ich je gelesen habe. Auf den Punkt gebracht.

30.08.2019 15:18 • x 2 #28


Icefalki
Zitat von kritisches_Auge:
Meine Verlustangst mache ich mir nicht zum Vorwurf, ich habe ein Recht auf sie.



Super Satz. So denk ich auch.

30.08.2019 15:23 • x 3 #29


Cloudsinthesky
Zitat von kritisches_Auge:
Ich möchte noch etwas zu den Erinnerungen sagen, man geht davon aus, dass es Erinnerungen seit dem frühestem Lebensalter gibt, nur sind diese sprachlich nicht faßbar und werden es nie sein, aber es gibt ein Körpergedächtnis.Ich hatte einmal eine Nachhilfeschülerin die eine extreme Frühgeburt war und lange im Krankenhaus, die Folgen zeigten sich an den Augen, ohne Vergrößerung konnte sie keine Texte lesen, es gab auch noch andere Behinderungen.Dieses Mädchen fühlte sich äußerst unwohl wenn sie die Farbe Weiß sah und dies wurde darauf zurückgefü...


wie furchtbar. bist du bei dem unfall dabei gewesen, oder weißt du es aus den erzählungen?
das ist ja das hauptproblem...diese nicht sprachlichen dinge. wir fühlen diese nur, aber wir wissen sie nicht mit dem kopf und deshalb kann man sie auch nicht therapieren...wobei ich hoffe, dass es doch möglich ist ein wenig innere sicherheit zu bekommen...das wäre ja eine katastrophe sonst...mir hat immer sicherheit gegeben zur therapie zu gehen glaube ich...hm

30.08.2019 15:54 • #30


kritisches_Auge
Ich war nicht dabei, aber als sprachbegabtes Kind von 21 Monaten konnte ich die Erzählungen sicher verstehen.
Cloud, wie alt wurde dein Kaninchen, ja,ich vermisse noch jedes das starb.

30.08.2019 16:06 • #31


Cloudsinthesky
Zitat von kritisches_Auge:
Ich war nicht dabei, aber als sprachbegabtes Kind von 21 Monaten konnte ich die Erzählungen sicher verstehen.Cloud, wie alt wurde dein Kaninchen, ja,ich vermisse noch jedes das starb.


Ich verstehe. Und zusätzlich nimmt ein Kind noch alles an Stimmung auf...

Mein süßer wurde auf den Tag genau 6 als er starb
Seine Schwester ist 6 Monate vor ihm gegangen und über die regenbogenbrücke gehoppelt

30.08.2019 16:12 • x 1 #32


Cloudsinthesky
Kennt ihr auch dieses gefühl, dass wie ein Loch in euch etwas ganz einsames ist dass unendlich traurig ist und alleine, wirklich wie so ein Loch oder ähnliches und ihr euch immer ein wenig von allem abgetrennt fühlt?

Ich habe das schon sehr lange.
Als wäre ich von allen ein wenig getrennt und zutiefst einsam.

Richtig getriggert hat es damals die Trennung von meinem ex, da bekam ich Magersucht, meine neue beste Freundin. Die gab mir wohl halt.

Jetzt dieses aprubte Ende der Tagesklinik Zeit (noch dazu aufgrund eines Fehlers im System) hat das ganze wieder extrem getriggert.

31.08.2019 09:24 • #33


Icefalki
Natürlich kenne ich das. Hat aber auch lange gedauert, bis ich dieses Grundgefühl spüren konnte. Vorher war das überlagert von Symtomen. Bist aber jetzt beim Kern deiner Problematik.

Alles lässt sich dadurch erklären. Es ist die pure Verzweiflung, eine unendliche Traurigkeit, Verzweiflung und Ohnmacht, die man auch Depression nennt.

Ich schreibe dir schon lange, dass du mal Antidepressiva ausprobieren solltest. Deine Weigerung ist nichts anderes, als die Angst, dass du deine Kontrolle nicht aufgeben möchtest, mal einen anderen Weg versuchst, der auf Vertrauen beruhen könnte.

Dein Thema ist wie meines: Alleine alles bewältigen wollen, und da man Hilfe nicht wirklich kennt, oder Hilfe mit Negativität verbunden wird, lehnt man sie ab.

31.08.2019 09:55 • x 1 #34


Cloudsinthesky
Ich weiß nicht, ob ich Hilfe mit negativitat verbinde, ich glaube eher einfach nicht daran, relativ neutral.
Als mir in der Klinik angeboten wurde mal ein ad zu versuchen, hat mich das extrem getriggert. Es hat absolut keinen Zweck, wenn ich mich so dagegen wehre und so extrem Angst davor habe, es zu versuchen. Das würde ich nicht schaffen
Das kommt bei mir gleich mit mein Bewusstsein ausschalten. Ich weiß wie beim schwindel, der mich nicht so vernichten würde, wie ich es befürchte, dass es nicht logisch ist, aber ich kann es nicht. Ich kann es überhaupt absolut nicht. Ich habe davor so große Angst, dass es nicht normal ist.

31.08.2019 11:07 • #35


Icefalki
Zitat von Cloudsinthesky:
Ich weiß nicht, ob ich Hilfe mit negativitat verbinde, ich glaube eher einfach nicht daran, relativ neutral.Als mir in der Klinik angeboten wurde mal ein ad zu versuchen, hat mich das extrem getriggert. Es hat absolut keinen Zweck, wenn ich mich so dagegen wehre und so extrem Angst davor habe, es zu versuchen. Das würde ich nicht schaffen Das kommt bei mir gleich mit mein Bewusstsein ausschalten. Ich weiß wie beim schwindel, der mich nicht so vernichten würde, wie ich es befürchte, dass es nicht logisch ist, aber ich kann es nicht. Ich kann es überhaupt absolut nicht. Ich habe davor so große Angst, dass es nicht normal ist.


Ist mir schon klar. Allerdings ist es genau der Punkt, darüber nachzudenken, warum man etwas ablehnt, das evtl. deutliche Besserung bringen könnte.

Damit möchte ich nur deine Gedanken anregen, keinesfalls in Richtung von "musst du tun".

31.08.2019 13:52 • #36


Cloudsinthesky
Zitat von Icefalki:
Ist mir schon klar. Allerdings ist es genau der Punkt, darüber nachzudenken, warum man etwas ablehnt, das evtl. deutliche Besserung bringen könnte. Damit möchte ich nur deine Gedanken anregen, keinesfalls in Richtung von "musst du tun".


Ich hätte das gerne in der Tagesklinik vertieft, well mir die Angst davor schon übertrieben vorkommt, aber es geht vermutlich in die gleiche Richtung wie der schwindel hm. Es fühlt sich aber auch nach ruhig stellen und abschieben an.

Ich hatte ja auch vor ca 18 Jahren mal eins genommen, aber ich fand überhaupt nicht, dass es mir besser ging. Ich war eher in Dauer trance und fand es beängstigend.

31.08.2019 14:04 • #37


Icefalki
Hast evtl. das falsche AD bekommen. Es gibt welche, die antriebssteigernd sind und welche, die sedierend wirken.

Und ruhiggestellt wird man da überhaupt nicht. Es ist mehr eine wohltuende Gelassenheit, die einem eben fehlt. Anfangs mag man gewisse Nebenwirkungen haben, aber die legen sich.

Und du hast ne Depri, wie sie im Buche steht. Lass dir ruhig Zeit, aber schliesse nichts generell aus.

31.08.2019 14:11 • x 1 #38


Cloudsinthesky
Zitat von Icefalki:
Hast evtl. das falsche AD bekommen. Es gibt welche, die antriebssteigernd sind und welche, die sedierend wirken. Und ruhiggestellt wird man da überhaupt nicht. Es ist mehr eine wohltuende Gelassenheit, die einem eben fehlt. Anfangs mag man gewisse Nebenwirkungen haben, aber die legen sich. Und du hast ne Depri, wie sie im Buche steht. Lass dir ruhig Zeit, aber schliesse nichts generell aus.


Ich habe ja die Diagnose rezidivierende Depressionen, aktuell mittlere Phase oder so etwas. Ich weiß das und sage auch nicht niemals, aber im Moment bin ich nicht bereit
Ich glaube auch nicht an die Wirkung, habe einige kennen gelernt, die verschiedene durch haben und außer mehr Gewicht hat sich nichts getan.
Auch ein Mann der in der Klinik auf eines eingestellt wurde, hat noch immer die gleichen Probleme. Meine Freundin auch. Also sehr überzeugend finde ich das nicht
Aber wie gesagt, abwarten. Momentan steht es für mich nicht an. Ich bin ja auch nicht ohne antrieb sondern eben traurig

31.08.2019 14:27 • #39


prodomo81
Mir halfen und helfen Antidepressiva auch nicht wirklich. Ich habe in 13 Jahen schon einige probiert, aber außer den unerwünschten Wirkungen war nichts bei rum gekommen. Aber gut, ich bin ich und das ist somit nicht allgemeingültig.
Möchte sie allerdings auch absetzen.

Das Loch kenn ich auch...manchmal, kann ich es spüren, unter all den Symptomen. Aber es ist da und schwierig zu füllen. Liebe, Freunde, schöne Erlebnisse machen es erträglicher. Aber füllen...muss man das überhaupt?

31.08.2019 16:19 • #40



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