Ich habe jetzt alle 50 Seiten mehrheitlich durchgelesen.
Zuerstmal möchte ich allen mein beileid aussprechen. Keiner sollte solch dinge durchmachen müssen.
Ich kannte das Wort Narzisst bis vor kurzem nicht. Bzw, doch, für mich war ein Narzisst, ein arroganter Mensch, der gerne im Mittelpunkt steht.
Und im letzen Jahr unterstellte meine Muttet, dass mein Partner Narzisst sei. Die Tochter von meinem Onkel, die hätte auch so einen gehabt, und mein Onkel sei jetzt richtig froh, dass sie den los sei.
Es klang extrem vorwurfsvoll ihrerseits. So als würde sie unterschwellig sagen "ich sags dir und du hörst ja nicht"
Kurze Zeit später traf ich dann die Tochter meines Onkels, und sie erzählte wie dieser zu ihr war. Alles was sie erzählte, klang so noch meinem (stief)vater.
Von da an setzte ich mich langsam damit auseinander, was ein Narzisst ist.
Ich mag es Morddokus zu schauen, und hatte eine Phase wo ich nur solche in mich hineinzog. Ab und zu wurden dort Frauen gezeigt, welche nicht aus der beziehung raus kamen.
Und bei denen war ich so naiv, dass ich mir dachte, wie kann man das nicht merken. Mich müsste ein Mann nur einmal so behandeln und dann wäre ich weg.
Und dann merke ich jetzt, dass ich die ganze zeit selbst in so einem spiel drin bin, mit meinen eltern und dass ich auch nicht einfach so da raus komme. Und dass ich mehr toleriert hab und gehofft hab dass es besser werden wird.
Ich hab hier vieles gelesen, in dem ich meine eigene geschichte wieder gefunden habe.
Wer mag darf gerne nachlesen gehen, ich habe 2 Posts darüber geschrieben.
Ich bin gerade in der ablösung von diesem ganzen und es fährt mir tief unter die Haut, wie ich das so lange ertragen habe.
Irgendwann wurde hier gefragt , wann man merkte, dass etwas nicht stimmt. Ich glaube das war bei mir ziemlich früh. Meine Mutter lernte meinen (stief)vater kennen, da war ich 8.
Das "böse" verhalten mir gegenüber startete etwa, als ich 9 war. Harmlos. Schleichend. Als ich etwa 11 war wollte ich ihm etwas erzählen. Ich nannte ihn da schon papa, das war meiner Mutter wichtig. Er war im Gespräch und wie ein Kind eben ist fing ich an wiederholt "papa" zu rufen. So oft, dass er wütend wurde, mich anschrie und mir für fast 2 Jahre verbot ihn papa zu nennen.
Je älter ich wurde, desto öfter wurde er wütend. Es wurde fast täglich.
Handgreiflich wurde es auch immer öfter.
Nicht so dass man etwas sehen konnte, aber genug, damit ich angst davor hatte. Genug, dass ich ein gespür dafür entwickelte, wann er früher zuhause sein wird. Eine art ziehen im Brustkorb. Ein Luftabschnüren. Jedesmal wenn ich das hatte, wusste ich, ich komme von der Schule nachhause und er wurd da sein, oder kurz danach ankommen.
Und jedes mal kamen mir all die dinge in den Sinn, die ich noch nicht erledigt habe, er aber erledigt haben möchte.
Wars nicht gemacht oder nicht perfekt erledigt wurde er Wütend. Beleidigend. Erniedrigend.
Anfangs sagte ihm meine Mutter noch, dass er nicht so mit mir umgehen könne. Dies endete immer im ehestreit. Meist musste ich dabei bleiben. Und wenn meine Mutter genug hatte und in ihr zimmer stampfte, gab er mir die schuld an dem streit.
"Das hast du ja wieder super gemacht. Wenn wir uns trennen, dann wegen dir. Aber das willst du ja. Nicht wahr?"
"Nein...."
"Doch genau das willst du du dumme, undakbare Kuh"
Dumme Kuh, blöde Gans, so dumm wie du bist, ist kein zweiter, aus dir wird nie was, dich würde ich nicht mal mit einer Zange anfassen, nicht zu gebrauchen, hast du dich schonmal angesehen?, alles dinge die ich oft hörte. Und natürlich war alles absicht was ich tat.
Vergesslichkeit? Absicht.
Unordnung im Zimmer? Absicht.
Seinen Yoghurtbecher nicht in den Abfall geworfen? War absicht.
Um gegenstände abgestaubt? Mit absicht.
Letzeres mag absicht gewesen sein. Aber ich denke eher es war faulheit. Ich wische heute noch um dinge herum😅
Ich fühlte mich wie der letzte dreck. Ich hab noch Tagebucheinträge, in der man meine Wut herausspürt. Meinen wunsch endlich woanders sein zu können und meine trauer darüber, dass ich so falsch bin. Dass ich nicht wie alle anderen die dinge gut mache konnte. Zur zufriedenheit. Das können doch alle. Warum ich nicht. Warum bin ich so anders.
Bin ich überhaupt von dieser Welt? Ich fühle mich fehl am platz. Als würde ich von einem anderen planet stammen oder aus einer anderen Zeit.
Ich wünschte mich oft weg, auf einsame Inseln, stellte mir diese vor, wenn ich wieder eine Strafe bekam, so ging die strafe schneller vorüber. Sogesehen Kopfkino..
Es gab kaum gute Tage. Und wenn doch, meckerte meine Mutter, dass ich nur im Zimmer sitze. Ich soll mich doch mal mit der Familie abgeben und ins Wohnzimmer zu ihnen setzen.
Es verging aber meist kaum eine Halbestunde, bis er irgendwoher irgendetwas ausgrub, dass ich irgendwann mal gemacht hatte. Hielt mir das unter die Nase, wurde laut deswegen und schrie mich aus dem nichts an.
Ich hasste es im Wohnzimmer zu sein. Das war auch der Ort, and dem ich Stunden lang stehen musste um ihnen zu zu hören, wenn es wiedermal eskaliert war.
Es war stehts der selbe ablauf.
- Ich tat etwas.
- Er wurde Laut, beleidigend.
- Meine Mutter verteidigte mich.
- Es gab einen Ehestreit
- ich wurde beschuldigt
- wurde auf mein Zimmer geschickt
- wurde wieder gerufen
-man redete 3-4 stunden auf mich ein. Und wehe mir, meine beine wurden schwer und wollte mich setzen.
Und noch schlimmer, wenn ich etwas entgegnen wollte. Das war wiedersprechen. Ich hatte keine Achtung vor ihnen.
Je älter ich wurde, desto "lockerer" oder anders wurden die regeln. Auf einmal wollte man, dass icg moch setze bei den 4 stunden zuhören.
Aber das fühlte sich nicht richtig an. Also stand ich trozdem. Es war eh egal in welcher position ich war. Ich hatte so oder so kaum Luft, mein körper Zitterte und ich hatte schwindelgefühle. Da half auch sitzen nicht. Zudem konnte ich, wenn ich stehe, schneller weg gehen, sobald ich entlassen wurde.
Meist nach solch "gehirnwäsche"momenten setzte sich meine Mutter an den Tisch mit mir. Liess mich irgendwelche Berge oder kreise oder ähnliches zeichnen, um mir zu zeigen wie ich moch selbst sah. Ein hoher berg und ein Punkt (den ich setzen musste) weit unten, bedeutete, dass ich mich ganz unten bei meinen problemen befand, und ich mir doch helfen lassen solle um den berg zu bewältigen.
Ein kreis mit punkten nah beieinander und ein punkt weit weg, bedeutete, dass sie eine familie seien und ich mich weigere dazu zugehören. Und so weiter.
Oder auch ganz toll: vor den spiegel stehen und zu mir sagen dass ich mich lieb hab.
Ich weiss das sind bewährte psychische strategien, die auch funktionieren können. aber ich hasste jede einzelne davon.
Ich lernte, dass wenn ich still zuhörte, nichts sagte und ab und an log in dem ich zustimmte, dass alles schneller vorbei ging. Dafür war mein Kopf um so lauter. Er schrie, verfluchte sie, beleidigte sie und sagte alles, was ich nie konnte. Still.
Das lügen begleitete mich eigentlich immer. Mit dem lügen hatte ich länger meine ruhe. Konnte gewissen Situationen ausweichen. Bis man es herausfand. Es war mir egal, dass sie herauskamen. Ich war froh wenn ich einge stunden oder tage meine ruhe hatte. Es wars mir wert.
Aber ich gebe zu, ich habe es mir zu sehr angeeignet sie anzulügen. Ich habe heute noch mühe, einfach zu sagen wie eine Situation gerade ist. Lieber flüchte ich mit einer lüge. Und das, obwohl es nicht mal um etwas ging, das für unmut sorgen würde.
Aber um zurück auf die frage zu kommen, wirklich merken das etwas faul ist, und das nicht ich falsch bin, dauerte bis ich etwa 19 jahre alt war.
Ich log (wieder einmal mehr) wegen eines Unfalls. Ich nannte eine andere Unfallstelle, und behauptete es sei Fahrerflucht gewesen. Ich log auch die Polizei und versucherung an. Ich verstrickte mich extrem.
Ich kannte aber die Familie, mit der der Unfall geschah. Brachte ihnen Geld um den Schaden zu begleichen. Diese waren verwundert, wesswegen ich ihnen Bargeld brachte und es nicht der versicherung meldete.
Ich brach zusammen und erzählte ihnen alles.
Sie halfen mir, alles richtig zu stellen. Ich erzählte der polizei alles. Ich wurde sogar gefragt ob ich meine eltern anzeigen wolle. Denn sie öffneten ungefragt meine briefe. Ich lehnte aber ab... es ist ja meine familie, ich kann sie doch nicht anzeigen.
Sie konnten mir nicht helfen..
Heute holen das meine Eltern immernoch hervor, verdrehen aber immer alles, so dass sie mir geholfen haben und mich dabei unterstützt haben.. was so nicht stimmt. Sie fanden es erst heraus, als meine Mutter mein Zimmer durchwühlte und Postzurückhaltende Briefe fand, und mich aufforderte die Briefe wieder nachhause kommen zu lassen. Dann kam die letze hohe Busse rein, die natürlich geöffnet wurde.
Kurz vor dem ende ging es hier im Forum um selbstwert. Ich hatte keinen mehr nach dieser hölle.
Ich suchte meinen Wert bei Männern. Versendete Fotos an leute die ich nicht kannte, obwohl mir immer gesagt wurde, dass man solche dinge niemals tun sollte, weil es gefährlich war.
Ich wollte mich schön fühlen.. ich wollte mich geliebt fühlen. War ausnutzbar. Und das wurde genutzt.
Ich fühlte mich schmutzig, machte aber trozdem weiter, denn kurzzeitig fühlte ich mich gut und schön, ich bekam schliesslich komplimente. Bis die ernüchterung kam.
Ich geriet an männer die nur meinen körper wollten, ich sagte nie nein. Auch wenn ich das eigentlich nicht mehr wollte. Wurde manchmal von jenen männern erniedrigt und fühlte mich danach noch verlorener. Denn eigentlich wollte ich mit jedem eine beziehung, aber wurde jedesmal nach dem s. ex links liegen gelassen. Egal wie lange ich damit wartete, es war immer das selbe.
Ich verlor nochmehr selbstvertrauen.. anscheinend taugte ich nichtmal im bett, sonst würden ja nicht alle gehen sobald ich sie ran liess.
Meine eltern wissen davon nichts. Trozdem erfuhr ich kürzlich, dass mein (stief)vater seinen besten kollegen bekräftigte, als dieser sagte ich sei jedermanns Matratze.
(Ich möchte hier anmerken das mich vorallem dieses Thema heute noch belastet. Ich schlief mit 11 männern, inklussive meinem verlobten. Trozdem fühle ich mich heute noch schmutzig desswegen und meiner meinung waren es 8 männer zuviele.)
Ich schäme mich, so weit gesunken zu sein.
Dann verkuppelten meine eltern mich mit meinem damals besten kollegen. Eigentlich fand ich damals seinen bruder toll, aber er stellte mich vor die wahl, er oder keinen von beiden.
Ja, auch nicht der beste vorsatz für eine beziehung. Manipulativ. Entweder sagte ich aber diesen punkt meinen eltern nicht, oder sie haben ihn ignoriert. Sie streiten jedenfalls abn dass sie von der Manipulation gewusst zu haben.
Jedenfalls, durch ihn, lernte ich, dass ich nicht wertlos bin, er zeigte mir, wie schön es sein kann s. ex zu haben. Ich lernte, dass ich gar keine aufmerksamkeit von andern brauche, sondern ich meine eigene liebe für mich brauche. Ich erkannte meinen wert. Ich habe einen wunderschönen Körper und ich habe einen tollen Charakter. Ich bin eine kämpferin und nicht jeder verdient mich einfach so.
Meinen eltern wurde mein ex aber ein dorn im auge, als ihm auffiel wie sie mich behandelten und er mich von ihnen weg holen wollte.
Sie redeten wieder stunden auf mich ein. Mein ex auf der anderen seite machte das selbe. Zwar nicht stunden lang, aber er drängte mich zu einer entscheidung.
Ich war in der mitte und fühlte mich hin und her gestossen. Bis ich nicht mehr konnte und die beziehung beendete.
Ich wollte es ein halbes jahr später nochmals mit ihm versuchen, aber meine eltern stellten mich vor die wahl. Ich müsse mich entscheiden, er oder meine familie.
Erst später wurde mir dann klar wie manipulativ beide waren. Trozdem wünsche ich meinem Ex nur das beste. Dank ihm lernte ich mich selbst wertschätzen. Aber ich bin froh hat es nicht funktioniert.
Bei meinem letzten ex war es dasselbe spiel. Ab einem gewissen punkt, wurde auf mich eingeredet, warum er nicht gut genug war. Warum ich niemals mit ihm kinder haben darf, dass er niemals für mich sorgen könnte usw.
Ich versuchte es zu ignorieren, denn ab diesem zeitpunkt wohnte ich endlich alleine.
Trozdem verfiel ich in ein strudel der zerstörung. Es fühlte sich an als hätte ich keinen halt, befände mich im freien fall, und alles um mich herum zerbröckelt. Und ich stehe neben mir, und sehe mir zu wie ich alles kaputt mache.
Ich beendete meine bezihung.
Zwar mit anderen gründen, aber dennoch.
Danach lernte ich nochmals jemanden kennen, als ich dachte es wäre ernst, und wir seien in einer beziehung (hat er mir vorgespielt) liess er mich aber fallen. Von einem gemeinsamen kollegen erfuhr ich später, dass er sah welche bindung ich zu meinen eltern hätte und dass er sich das nicht antun wollte.
Ich hatte die schnauze voll von männern. Wollte nichts mehr von ihnen wissen...
Ich traf mich zwar noch mit dates, mit der regel keinen davon nachhause zu nehmen. Und nur ein treffen, dann jemand anderes. Klappte aber nur solange bis ich meinen verlobten kennen lernte.
Die geschichte mit ihm hab ich auch in den vorherigen texten beschrieben. Wer mag darf gerne lesen.
Ich denke daher das selbstwert damit verbunden ist, was man sich selbst zumuten möchte. Will ich dass so, oder bin ich es mir wert es nicht zu tun. Es ist aucg mit stolz verknüpft denke ich. Die wollen mich nocht? Tja verpassen sie eben eine tolle frau. Ich hab was besseres verdient. Und der richtige wird diesen wert erkennen.
Meine Psychologin meinte zu mir, dass ich innert weniger jahre, so aufgeschlossen mit mir selbt sei, dass sie kaum noch arbeit hat an mir.
Leider heisst es nicht, dass wenn ich meinen wert wieder gefunden habe, und mir bewusst bin, dass etwas nicht stimmt, dies aber nicht an mir liegt, dass es automatisch bedeutet darüber hinweg zu sein.
Nach der therapie wurde ich langsam lauter. Vertrat immer mehr meine Meinung. Aber meine innere wut wurde auch immer grösser. Wut gegen meine eltern. Wut auf meine verlorene kindheit. Wut die mich zu verschlucken drohte, so gross war sie.
Und die mit jedem tropfen grösser wurde.
Als ich den kontakt zu meiner grösseren familie wieder fand, und mir gesagt wurde, dass sie gesehen haben wie ich behandelt wurde, sie aber nichts machen konnten, aus angst vor einem kontaktabbruch, liess mich erstarren..
Der kontaktabbruch fand auch ohne das statt.. man hat es zugelassen und zugesehen. Keiner half mir als ich zu ertrinken drohte.. keiner war da, als ich am tiefpunkt angelangt war und nicht mehr wollte.
Meine Wut legte sich erst vor kurzem. Mit dem narzissmus. Und mit dem verstehen dass meine Mutter selbst ein opfer sein könnte.
Das mein grossvater auch narzisstische züge haben könnte.. und dessen mutter auch schon...
Meine urgrossmutter wurde von der familie als "drache" hingestellt. Weil sie mich und meine Mutter liebevoll behandelte und alle anderen davon jagte.
Meine mutter die immer erzählt, wie ungleich sie und ihre schwester behandelt und erzogen wurden. Meine tante als die prinzessin die alles darf und meine mutter wie "aschenbrödel".
Meine mutter meinte vor kurzem auch "du kommst mit solch alten geschichten hoch. Ich bekam auch schläge von meinem vater. Oder er sperrte mich in den getränkelift, liess den lift halb nach unten, löschte das licht und liess mich da drin. Ich hatte kein gefühl wie lange ich da dring war. Aber es hat mir nicht geschaded. Ich werde auch etwas getan haben um dies verdient zu haben. Ich erinnere mich nur nicht mehr."
Oder dass mein grossvater anscheinend entschied was meine Mutter von beruf werden würde. Da hast du eine lehrstelle und das machst du. Keine wiederrede. Und so weiter.
Es verschafft mir linderung, einen grund zu haben, wieso sie so ist wie sie ist. Warum sie sich verhält wie sie es tut.
Und warum sie einen narzissten heiratete und hinter seinen handlungen steht.
Sie tut mir leid. Sie alle. Aber sie schauen nicht hin, also werden sie es auch nicht lösen.
Ich schau hin und ich versuche zu verstehen. Zu verarbeiten und es besser zu machen.
Auch habe ich gelesen von nachfolgen solch einer beziehung/ erziehung.
Ich ertappe mich oft dabei, dass ich nicht nein sagen kann. Oder dass erschrecke, wenn mein verlobter nachhause kommt und ich die dinge die ich sagte, dass ich sie noch machen werde, nicht gemacht habe..
Aber am schlimmsten ist für mich eigentlich meine zukunft. Ich würde gerne mama werden, habe auch einen wundervollen mann an meiner seite mit dem ich dies vorstellen könnte.
Aber ich bin blockiert. Der gedanke daran ein Kind zu bekommen erstickt mich fast.
Der gedanke daran die freudige nachricht mitteilen zu "müssen" ist für mich die hölle.
Im dezember geschah ein kleines "missgeschick". Ich eilte am nächsten tag sofort um die pille danach zu nehmen, weil ich ja nicht bereit dafür zu sein scheine.
Als ich dann einige wochen danach den negativ test in der hand hielt fing ich an zu weinen. Ich wollte so sehr dass dort ein plus steht... alles in mir schrie mich an, wieso ich dagegen vor gegangen bin.. und ich fiel in ein 3 wochen anhaltendes tiefes loch. An einem tag konnte ich mich kaum aufraffen aufzustehen. Mein verlobter wollte mich dann wecken, weil ich zur arbeit musste, ich war aber schon stunden wach.. und als er da war, und mich ansah, fing ich an zu weinen. Er musste mich etwa eine halbe stunde einfach halten und trösten.
Und trozdem trau ich mich nicht den schritt richtung mama werden zu wagen.
Schiebe es immer weiter von mir weg. "Jaa mit 26 dann.." "okay mit 28 dann" "wenn ich 30 bin ist ein guter zeitpunkt"
Ich bin im 2027 30 jahre alt... noch ein jahr.. und ich bin nicht bereit.. aber doch bereit.
Ich finde diesen zustand schrecklich... und eigentlich zurückhalten tu nur ich mich selbst. Mit meiner angst es meinen eltern sagen zu müssen. Deren entäuschung zu sehen. Zu hören.
Das "wir haben dich doch gewarnt.. warum bist du so dumm. Du wirst alleinerziehende mutter" zu hören..
Und eigentlich bin ich ja dran abstand zu gewinnen. Aber ich bekomme diese angst nicht weg... und ich weiss nicht wie ich diese weg bekomme.
Ein riesen langer text...
Und das obwohl hier schon lange niemand mehr geschrieben hat.
Trozdem danke an alle, dass ihr eure erfahrungen geteilt habt.
Und auch danke an jene, die sich die zeit genommen haben meinen text zu lesen❤